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‚Polizeiruf 110‘

Kontroverse um Antifa-Werbesujets bei NDR-Krimireihe

Für einiges Unverständnis in sozialen Medien sorgen derzeit diverse potenziell linksradikale Symbole und Slogans in der Büroeinrichtung einer Fernsehkommissarin. Die ebenfalls betroffene AfD kündigte eine Beschwerde beim Rundfunkrat an.

3 Minuten Lesezeit
<p>Screenshot: <a href="https://www.ardmediathek.de/tv/Polizeiruf-110/Für-Janina/Das-Erste/Video?bcastId=1933890&#038;documentId=57580076">ARD Mediathek</a> [@ 16:57 min] (geringfügig zugeschnitten)</p>

Screenshot: ARD Mediathek [@ 16:57 min] (geringfügig zugeschnitten)

Berlin. – Beim Stein des Anstoßes handelt es sich um die am vergangenen Sonntag ausgestrahlte Folge der beliebten Polizeiserie Polizeiruf 110. Der gezeigte Fall betraf das Büro des Rostocker Ermittlerteams, für diese zeichnet der Norddeutsche Rundfunk (NDR) verantwortlich. In einer Szene sieht man hinter Kommissarin Katrin König – dargestellt von Anneke Kim Sarnau – gleich mehrere einschlägige Embleme, Aufkleber und Poster aufscheinen.

Mehrere einschlägige Parolen

Dabei bedient die Einstellung zahlreiche bekannte Slogans. Unter anderem finden sich Aufkleber mit der Aufschrift „FCK NZS“ und „FCK AFD“. Außerdem ist ein Werbeplakat einer Antifa-Gruppe zu sehen – einschließlich der Parole „Das ist unser Viertel“. Ein aufmerksamer Zuseher sammelte sämtliche Indizien, welche auf Sympathien der Ermittler zu linken Gruppen deuten:

Linksradikale Sympathien beim Polizeiruf?

Es ist nicht das erste Mal, dass die Antifa ihre Erwähnung in den Rostocker „Polizeiruf“-Folgen findet. Im Jahr 2012 freute sich ein örtlicher linksradikaler Blog etwa über eine Szene, in der Kommissarin König vor einem Antifa-Graffiti telefoniert. In einem recht aktuellen Fall von „Bukow und König“ dreht es sich um einen Mord an einer rechtspopulistischen Politikerin, wobei gegen die ‚Antifa‘ gar nicht erst wegen eines möglichen politischen Motivs ermittelt wird.

Ebenfalls pikant: auch der Darsteller, welcher Kommissar Bukow spielt, ist kein unbeschriebenes Blatt im Hinblick auf die linke Suene. Denn der bekennende Linke drehte als Regisseur erste vor Kurzem eine wohlwollende Dokumentation über die Punkband „Feine Sahne Fischfilet“. In einem Zeit-Interview zum Kinostart des Films im April kritisierte er dabei auch die frühere Beobachtung der Skandalrocker durch den Mecklenburg-Vorpommerschen Verfassungsschutz. Auch ein Poster dieser Gruppe ist im vorliegenden Krimi zu sehen.

„Antifa-Propaganda“: Scharfe Kritik von AfD-Holm

Die AfD thematisierte diese Querverbindungen ebenfalls in ihrer Kritik. Der Jungen Freiheit zufolge monierte der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Leif-Erik Holm, dass es mittlerweile „offenbar […] zum guten Ton“ gehöre, in öffentlich-rechtlichen Sendungen „ganz offen Antifa-Propaganda zu verbreiten“ und gegen seine Partei zu „pöbeln“.

Ihm missfalle vor allem, dass „ausgerechnet ein mit Zwangsgebühren finanzierter“ Sender hier gegen eine demokratische Partei hetze. Es könne nicht sein, dass deren Akteure meinten, „ihre unqualifizierte Meinung“ sei das „Maß aller Dinge“. Als besonderen Irrsinn empfand Holm, dass die Antifa-Werbung nun in einer Polizeiserie auftauche. Denn immer wieder würden linksextreme Gewalttäter insbesondere Polizisten attackieren.

Beschwerde beim Rundfunkrat

Die AfD bekundete ihre Absicht, beim Rundfunkrat eine Beschwerde gegen den NDR einzulegen. Romy Schult vom AfD-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, die für die Partei im NRD-Rundfunkrat sitzt, wollte sich noch am Montag um die Sache kümmern. Sie verwies auf zahlreiche Hinweise von Bürgern im Bezug auf diese „Polizeiruf“-Folge.  Auch Mitglieder anderer Landesverbände kritisierten deren Inhalt.

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