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‚Linksradikale Öffentlichkeitsarbeit‘

SPÖ-Lokalpolitiker beenden Zusammenarbeit mit Partei

Aktualisiert (14.11.2018 14:21): Eine der Gemeinderätinnen hat uns freundlichst darauf hingewiesen, dass die Zusammenarbeit mit der Fraktion keinen Parteiaustritt bedeute. Wir haben unseren Artikel entsprechend angepasst, einschließlich des Titels, der auf diesen Umstand hinwies. Wir entschuldigen uns für allfällige Missverständnisse.

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<p>Symbolbild (Panorama von Langenzersdorf): Bwag via <a href="https://fr.m.wikipedia.org/wiki/Fichier:Langenzersdorf_(2).JPG">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.fr">CC BY-SA 4.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild (Panorama von Langenzersdorf): Bwag via Wikimedia Commons [CC BY-SA 4.0] (Bild zugeschnitten)


Die SPÖ-Gemeinderäte im niederösterreichischen Langenzersdorf erwägen, aus ihrer Partei auszutreten. Der Grund: Sie wollen die stramm linke Öffentlichkeitsarbeit ihres Ortsverbandes nicht mehr mittragen.

Langenzersdorf. – Es brodelt bei den Sozialdemokraten in der Marktgemeinde im Weinviertel, direkt an der Wiener Stadtgrenze gelegen. Im Ort mit knapp 8.000 Einwohnern hält die ÖVP eine absolute Mehrheit, die SPÖ kommt noch hinter den Grünen mittlerweile nur mehr auf den dritten Platz. Offenbar für verschiedene Akteure ein Anlass zu wechselseitigen Schuldzuweisungen.

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„Linksradikale“ Öffentlichkeitsarbeit

Wie der Kurier berichtet, verkündete das Team des geschäftsführenden Gemeinderats der SPÖ Langenzersdorf, Wolfgang Schleich in einer „Nacht- und Nebelaktion“ das Ende der Zusammenarbeit. Er begründete diesen Schritt damit, dass man die „fast schon linksradikale Öffentlichkeitsarbeit“ nicht länger akzeptieren will. Erst gestern sorgte ein untergriffiges Posting gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) für einige Empörung.

Bereits in der Vergangenheit habe man seine Unzufriedenheit mit diesem Kurs deponiert – sei allerdings auf kein Gehör gestoßen. In drei von vier Fällen ist das Ende der Zusammenarbeit aber nicht mit einem Parteiaustritt verbunden. Die Mandatare werden im Jahr 2020 allerdings nicht mehr für die Partei kandidieren. Weitere Schritte lässt man sich betont offen.

SP-Baumgärtel will Team für Wahl verjüngen

Den nicht im Gemeinderat vertretene stellvertretende Parteiobmann Christoph Baumgärtel lässt der Schritt hingegen einigermaßen kalt. Er verwies auf die schlechten Wahlergebnisse der vergangenen Jahre. Diese seien ohnehin ein Zeichen, dass das gegenwärtige Team seine „Arbeit nicht richtig“ gemacht hätte. Die SPÖ fiel in der Wählergunst in den vergangenen Jahren von etwa 30 Prozent auf nur mehr 14 Prozent beim letzten Urnengang.

Für die kommende Wahl plane man deshalb ohnehin mit einer Verjüngung des Teams. Die Weichen dafür haben bereits vor einigen Tagen gestellt. Ob Baumgärtel selbst auch unter den Kandidaten sein wird, lässt er offen. Er kündigte allerdings „einige Überraschungen“ bei der Listenerstellung an.

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