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Wirtschaft

Aufgrund von Repression: Zukunft von Phalanx Europa ungewiss

Julian Schernthaner

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am

Zu sehen: Eines der beliebtesten T-Shirt-Motive der Marke "Phalanx Europa". Bildrechte: Identitäre Bewegung.

Der patriotische Versand Phalanx Europa fürchtet aufgrund zunehmenden Gegenwindes an zahlreichen Fronten um sein mittelfristiges Fortbestehen. Das Team ruft die Fans der Marke zu solidarischer Unterstützung auf.

Griffen. – Im Blog auf seiner Homepage resümiert das Unternehmen über das schwierige vergangene Geschäftsjahr 2018. Dabei nahm es auch Bezug auf die Beschlagnahme der Privat‐ und Geschäftskonten und wichtiger Dokumente durch die Grazer Staatsanwaltschaft im Frühjahr, in Verbindung mit dem medial beachteten Identitären‐Prozess in Graz (Die Tagesstimme berichtete ausführlich).

Beispiellose Repressionswelle

In diesem Zusammenhang verweist Phalanx Europa darauf, dass diese Konten und Dokumente trotz eines erstinstanzlichen Freispruchs der beiden Inhaber Martin Sellner und Patrick Lenart vom Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung weiterhin nicht retourniert worden seien. Weiters sperrte man im Mai die Facebook‐ und Instagram‐Präsenzen des Unternehmens, was der Reichweite der Firma in sozialen Medien negativ beeinflusste. Hinter solchen Aktionen vermutet man das Ziel „die soziale Existenz der zwei unbequemen Patrioten zu vernichten”.

Dem nicht genug, kündigten in den vergangenen Monaten daraufhin mehrere Bezahldienste, darunter Amazon Payment und SOFORT die Zusammenarbeit. Dies geschah anscheinend ohne Nennung von Gründen gegenüber dem Unternehmen. Auf Anfrage der Tagesstimme verteidigte  die SOFORT‐Mutter Klarna damals den Schritt. Man behalte sich vor, Partnern zu kündigen, wenn diese Produkte vertrieben die mit den „Grundsätzen des Unternehmens” nicht vereinbar seien oder „die Marke Klarna” beeinträchtigen.

Umsatzeinbruch von über 50 Prozent

Bei Phalanx Europa handelt es sich um ein beliebtes Label, welches nach Eigenbeschreibung „von Aktivisten für Aktivisten” agiert. Die Firma sieht sich laut Eigenbeschreibung als eine „Anlaufstelle für die patriotische Gegenkultur”. Zu erwerben sind dort unter anderem Bücher, Magazine, Aufkleber und T‐Shirts, deren Designs einen hohen Wiedererkennungswert besitzen.

Aufgrund der „Repression der letzten Monate” sieht man sich allerdings vor einem Umsatzeinbruch von über 50 Prozent. Interessenten wären schwieriger zu erreichen und Neukunden würden vor den verbleibenden Zahlungsmethoden zurückschrecken. Nur durch den Einsatz hoher Privatmittel der Inhaber sei es möglich gewesen, eine Schließung bereits in diesem schwierigen Geschäftsjahr abzuwenden.

Aufruf zu solidarischer Unterstützung

Dennoch bekennen sich die Unternehmer in der Aussendung zu ihren „vielen treuen Kunden”. Für diese sei Phalanx Europa ein „Zeichen der Meinungsfreiheit” und eines „gesunden Patriotismus”. Insbesondere sei es aber ein „Symbol dafür, trotz allem Gegenwind weiterzumachen”. Aus diesem Grund arbeite man „mit Hochdruck” daran „wieder Fahrtwind aufzunehmen”.

Dies werde man allerdings nicht alleine bewerkstelligen können. Man bittet deshalb „jeden Einzelnen”, der die „Vision eines neuen Europas teilt”, die Produkte regelmäßig in sozialen Medien zu verbreiten. Außerdem freut man sich, wenn Kunden „trotz verschlechterter Zahlungsbedingungen zuschlagen, wenn etwas gefällt”. Dies kann jederzeit im —>hauseigenen Webshop von Phalanx Europa<— getan werden.


Weiterlesen: 

Phalanx Europa: Online‐Bezahldienst kündigt ohne Begründung (6.9.2018)

Auch Privatkonten beschlagnahmt: Identitäre starten Unterstützungsaufruf (6.5.2018)

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Saure Gurke

    22. November 2018 at 1:59

    Aufruf zu solidarischer Unterstützung”
    Der Kamerad ist gefesselt, abgeschrieben – tot!
    Europa wird das erfahren, was ihm gebührt.

    Freiheit muß jeden Tag verteidigt und neu erarbeitet werden.
    Die nachtaktiven Nager schlafen nicht.

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Wirtschaft

Nach umstrittenem Werbespot: Gillette schreibt Milliardenverluste

Julian Schernthaner

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am

ASDF Symbolbild (Gillette Mach-3-Rasierer): Mr.TinDC via Flickr [CC BY-ND 2.0] (geringfügige Formatanpassung)

Procter & Gamble, Mutterkonzern der Marke Gillette teilte mit, dass die Rasiermarke im vergangenen Quartal etwa 8 Milliarden Dollar an Verlust einstecken musste.

Cincinnati. – Wie die Washington Times bereits am Mittwoch berichteten, fällt die auf viel Kritik gestoßene Kampagne mit herben Einbußen für die Marke „Gillette” zusammen. Dort hatte man versucht, Rollenbilder und Klischees zu hinterfragen, und Männer zum Nachdenken über vermeintliche „toxische Männlichkeit” einzuladen – Die Tagesstimme berichtete.

Marketing‐Kampagne wird zum Eigentor

Nun stellt sich heraus, dass diese Marketingkampagne möglicherweise zu einem noch größeren Eigentor werden könnte, als bisher angenommen. Bereits unmittelbar nach Erscheinen des umstrittenen Videos „We Believe: The Best Men Can Be” kündigten zahlreiche Männer weltweit über den Affront auf, die Marke boykottieren zu wollen.

Schlussendlich wurde die Werbeschaltung zu einer der fatalsten in der Geschichte des Videoportals YouTube: Bis heute drückten etwa 1,5 Millionen Menschen auf den „Gefällt mir nicht”-Knopf. Was folgten, waren außerdem zahlreiche Parodien. Ein Uhrenhersteller nützte die Gelegenheit und brachte einige Argumente der Männerrechtsbewegung in einen eigenen Werbespot ein.

Mutterkonzern weist auf veränderte Marktsituation hin

Procter & Gamble wiederum führte die Abschreibungen insbesondere auf Währungsabwertung und eine veränderte Marktsituation zurück. Der Markt für Rasierklingen und Rasierapparate sei laut Kurier kleiner, da sich Menschen seltener rasieren würden – und die Konkurrenz billiger Anbieter steigend sei.

Dass der Konzern insgesamt mit einem Plus aussteigen kann, liegt demnach vor allem an einem wachsenden Absatz bei seinen Gesundheitsprodukten. Procter & Gamble vertreibt insgesamt eine breite Palette an Konsumgütern für den täglichen Gebrauch, darunter auch Pampers‐Windeln und Ariel‐Waschmittel.

Gillette‐CEO: „Preis, den zu zahlen sich lohnt”

Am Donnerstag räumte Gary Coombe, der CEO von Gillette letztendlich gegenüber Marketing Week eine Verbindung zur misslungenen Kampagne ein. Die Verärgerung einiger über das veränderte Image der Marke sei allerdings ein „Preis, den zu zahlen sich lohnt”. Man habe sich erhofft, besonders beim jüngeren Publikum mit der Neupositionierung punkten zu können. Zuvor hatte man feststellen müssen, dass die Marke nach beinahe 200 Jahren vor allem bei jüngeren Kunden zusehends ihren Appeal verlor.

Allerdings musste Coombe zugeben, dass die Strategie dazu geführt hatte „auch die Verbindung zur Generation der ‚Millenials’ zu verlieren.” Prinzipiell stehe Gillette dem Washington Examiner zufolge aber weiter dafür, dass man riskieren müsse, eine „kleine Minderheit zu verärgern”, wenn es darum gehe, die Beliebtheit heutiger Marken bei den Menschen zu steigern.


Weiterlesen:

Männlichkeit: Uhrenhersteller kontert umstrittenen Gillette‐Werbespot (22.1.2019)

Gillette: Kritischer Werbespot über Männlichkeit wird zum Eigentor (17.1.2019)

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Wirtschaft

Studie: 90 Prozent der Österreicher gegen Abschaffung von Bargeld

Julian Schernthaner

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ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

Eine Umfrage der Bank ING in fünfzehn Ländern zeigte: Nirgendwo sonst hängen die Menschen so sehr am Bargeld wie in Österreich. Aber auch in anderen Ländern ist man eher gegen eine Abschaffung.

Wien. – Die ursprünglich holländische Bank, die weltweit in mindestens 29 Ländern einschließlich Österreichs tätig ist, führte eine Studie in zwölf europäischen Ländern sowie den Türkei, den USA und Australien durch. Dazu befragten deren Forscher 15.000 Menschen ab 18 Jahren in diesen Länder, über 1.000 davon in Österreich Während sich demnach 46 Prozent der Türken eine bargeldlose Zukunft vorstellen können, trifft dies nur auf jeden zehnten heimischen Konsumenten zu.

Österreicher besonders skeptisch

Damit rangiert man unter den Bargeld‐Fans auf Platz 1. Besonders skeptisch gegenüber einer völligen Abschaffung des Bargelds sind dabei die Steirer und Salzburger (7 und 8 Prozent Zustimmung). Selbst Kärnten als aufgeschlossenste Bundesland (15 Prozent) steht der Idee aber ablehenender Gegenüber als der ermittelte Europa -Schnitt (22 Prozent, einschließlich des Türkei‐Werts).

Neben Österreichern können sich auch Luxemburger (14 Prozent), Australier und Niederländer (je 15 Prozent) einen Verzicht auf Bargeld vorstellen. Auch in Deutschland ist man der Vorstellung eher abgeneigt (16 Prozent). Unter den befragten EU‐Ländern können sich das noch am ehesten die Italiener und Spanier vorstellen (23 Prozent).

Bargeldverbot: Unbeliebtes, regelmäßiges Gedankenspiel

Auffallend ist, dass sich unter den befragten Ländern keines mehrheitlich für einen Verzicht auf Bargeld aussprach. Und sogar im hier nicht erhobenen Schweden, dem Vorreiter in dieser Frage – mehr als 80% der Transaktionen finden dort bargeldlos statt – wachsen die Zweifel sowohl in der Bevölkerung als auch unter Ökonomen.

Dennoch geistert die Überlegung einer Abschaffung des Bargelds immer wieder durch Medien. Zwei Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) dachten erst im Februar wieder über die Möglichkeiten dieser Variante an. Unter anderem führten sie die Möglichkeit ins Felde, dass Banken dadurch in Krisenzeiten weitaus höhere Negativzinsen auf Einlagen einheben könnten.

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Welt

China kündigt Sanktionen gegen US‐Firmen an

Stefan Juritz

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ASDF Chinas Präsident Xi Jinping: Kremlin.ru [CC BY 4.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Alle US‐Unternehmen, die sich an Waffenlieferungen nach Taiwan beteiligen, werden mit Sanktionen belegt.

Peking. – China hat am Freitag Wirtschaftssanktionen gegen US‐Konzerne angekündigt. Hintergrund ist ein 2,2 Milliarden Dollar schwerer Waffendeal zwischen den USA und Taiwan.

Kampfpanzer und Raketen

Die Vereinigten Staaten werden laut Medienberichten insgesamt 108 Kampfpanzer, 250 Stinger‐Raketen, Maschinengewehre sowie Ausrüstung an den Inselstaat Taiwan liefern. Doch damit ziehen die USA den Ärger Chinas auf sich. Immerhin sieht Peking den Inselstaat weiterhin als abtrünnige Provinz, die wieder eingegliedert werden soll.

Die chinesische Regierung spricht deshalb von einer „ernsten Verletzung” der Vereinbarung mit den USA. „Um die nationalen Interessen zu schützen, wird China Sanktionen gegen die US‐Firmen verhängen, die in die Waffenverkäufe mit Taiwan verwickelt sind”, erklärte laut Tagesschau-Bericht ein Sprecher des chinesischen Außenministerium.

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