Verbinde Dich mit uns
WERBUNG

Gesellschaft

Kolumne: SPÖ-Schatz macht wieder Stimmung gegen patriotische Medien

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Inseratengate, dritter Akt: Die sozialdemokratische Abgeordnete Sabine Schatz nutzt die Diskussionen um einen mutmaßlich rechtsextremen Security, um erneut gegen patriotische Medien Stimmung zu machen. Dabei wiederholt sie auch die längst als mediale Ente enttarnte Mär der freigiebigen Inseratenverteilung an Die Tagesstimme.

Kommentar von Julian Schernthaner 

In einer Aussendung schreibt Schatz, es reiche nicht, im rechten Lager „genauer hinzusehen”. Der Innenminister würde sonst nämlich rechte „Umtriebe” ignorieren. Außerdem fördere er „mit Steuergeld dubios-rechte Medien”. Aus den „Lesern rechter, verschwörungstheoretischer Magazine” Personen für den Polizeiberuf rekrutieren zu wollen, sei ein „gefährlicher Weg für Österreich”. Sie wiederholt ihre Forderung nach einem Inserate-Stopp.

Die vermeintliche blaue Inseratsgunst

Nicht erwähnenswert ist ihr dabei der Umstand, dass ihre eigene parlamentarische Anfrage zutage führte, dass patriotische Medien eigentlich kaum profitieren. Von über 40.000 Euro wurden zur Bewerbung des Polizeiberufs per Google auf sechs Seiten gerade einmal läppische €31,90 ausgegeben.

Auch unser Medium profitierte damals mit der sagenhaften Summe von €2,72. Dank dieses glorreichen Geldsegens fährt die gesamte Redaktion seitdem einen 7er-BMW. Vielleicht aber auch nur in der ganz persönlichen Verschwörungstheorie der Sabine S.

Die Tagesstimme ist Voldemort

Besonders grotesk wird die Posse dabei, weil sie unser Blatt sogar noch als „Beispiel” erwähnt. Obwohl, das tut sie gar nicht namentlich. Denn „laut Medienberichten” würden Polizeiberuf-Inserate auch in einem „Magazin” geschaltet, welches „explizit” mit den „rechtsextremen Identitären” verbunden sei. Wenn man das Narrativ im linken bis linksradikalen Spektrum kennt, steht außer Zweifel, dass es sich bei „Du-weißt-schon-wem” um die Tagesstimme handelt. Auch wenn wir Verschwörungstheorien aller Art generell *hüstel* links liegen lassen.

Freilich ist an ihrem Satz sehr wenig richtig. Unter allen Medien in Österreich blamierte sich einzig der Kurier durch ungeprüftes Abschreiben einer linksradikalen Plattform. Nach unserem Hinweis, dass das „Inserat” lediglich eine automatisierte Google-Anzeige sei, entschuldigte man sich. Einzig „Stoppt die Rechten” befeuerte diese Mär wahrheitswidrig weiterhin – offenbar die Art von Quelle, welche aus Sicht der Sozialdemokratin eher gefördert werden soll. Immerhin gehört ja auch das ohne Impressum agierende Portal FPÖ Fails in die Lobeshymnen eines Sozialdemokraten von Welt.

Wachmänner als staatsgefährdende Entität

Woher kommt die ganze Aufregung? Dazu muss man ein wenig ausholen. Das Ganze hat seinen Ursprung in der neuesten Staatskrise unter dem zum Urfaschisten beschworenen Innenministers der blauen Republik. Dort heuerte ein junger Mann bei einem privaten Sicherheitsunternehmen ein. Als er mangels strafrechtlich relevanten Vorlebens die polizeiliche Überprüfung passiert, landet er ausgerechnet im Umfeld des heiklen BVT-Untersuchungssausschusses.

Als Recherchen linksradikaler Portale dessen Verbindungen zu einer rechtskräftig verurteilen altrechten Gallionsfigur aufdecken, hört die gesamte linke Reichshälfte plötzlich die braunen Bataillonen wieder am Heldenplatz marschieren. Plötzlich ist es legitim, einen knallharten Knochenjob wegen eines Einzelfalls als generellen Problemfall der öffentlichen Sicherheit darzustellen. Da kann man schon mal ganze Berufsgruppen pauschal als „halb dahergelaufende Leute“ verunglimpfen.

Das Quartett des Bösen

Und doch spottet die folgende politische und mediale Hysterie jeder Verhältnismäßigkeit. Plöztlich dürfen sich selbsternannte Extremismus-Experten. im öffentlich-rechtlichen Rundfunk über ihre angeblichen Kenntnisse des rechten Spektrums austoben. Den Vogel schoss hierbei Bernhard Weidinger vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands ab.

Im Verdacht, dass nicht nur Gulasch aufgetaut schmeckt, bedient er die Legende des „Quartett des Bösen”, dem vermeintlichen Schulterschluss aller nicht-linker Kreise. Im Interview mit dem ZiB-Magazin postuliert er völlig realitätsfern, dass die Küssel-Partie ihre Finger im gesamten dritten Lager im Spiel habe. Burschenschaften, Identitäre, FPÖ – alle bekommen ihr Fett ab.

Taktik aus der altlinken Mottenkiste

In Wirklichkeit sind die wenigen Adlaten des Gottfried K. innerhalb der Rechten längst völlig zurecht zur völligen Bedeutungslosigkeit verkommen, deren Hausmacht überschaubar. Und so handelt es sich beim Narrativ, dass quasi jeder Konservatismus bereits eine Spielart des Faschismus sei, um eine alte Leier aus der Mottenkiste marxistisch sozialisierter Altlinker.

Und genau in dieser Mottenkiste könnte dieser Strohmann eigentlich bleiben. Wären da eben nicht um ein parlamentarisches Profil bemühte Neomandatarinnen wie die Oberösterreicherin Sabine Schatz. Diese nützt das allgemeine Chaos nämlich für ihr Steckenpferd. Unbeirrt richtet sie ihre Krone und holt erneut zum verleumderischen Schlag gegen die patriotische Publizistik aus.

Die Gefahr des linken Strohmanns

Und gerade hier wird die Gefährlichkeit eines solchen Argumentationsmusters offensichtlich. Neu sind die Anwürfe nämlich nicht – bloß ihre Verbindung mit aktuellen Debatten. Dass eine Fallstudie des AK Nautilus feststellte, dass der Identitären Bewegung wahrscheinlich zu Unrecht ein Rechtsextremismus unterstellt wird, passt übrigens ebenso ins Bild. Dennoch darf eine vermeintliche „explizite“ Verbindung unseres Blattes als Beleg für dessen Boshaftigkeit herhalten.

Kaum Förderungen für patriotische Medien

Auch über Regierungsinserate finanzieren wir uns, von den ominösen zwei Google-Euronen abgesehen, nicht. Klar wäre es ein Segen, wenn wohlgesonnene Akteure tatsächlich den Rubel ähnlich reich rollen lassen, wie dies linke Parteien und Regierungen jahrelang bei Medien ihres Dunstkreises taten und tun.

In Wirklichkeit reicht die öffentliche Alimentierung sämtlicher patriotischer Medien gerade einmal für einen unterklassigen Gebrauchtwagen – und jene der Tagesstimme für eine Semmel und einen Kaffee. Wir sind nämlich ein unabhängiges Medium.

Unterstützer ermöglichen unabhängigen Journalismus

Stattdessen erfreuen wir uns der redaktionellen Freiheit, die eine völlige Unabhängigkeit von Parteien und Organisationen garantiert. Wir finanzieren uns vor allem durch viele kleine Unterstützer, die an die Notwendigkeit eines frischen Winds in der Medienlandschaft glauben. Damit sind wir ausschließlich unseren Lesern, der Wahrheit und dem eigenen Gewissen verpflichtet.

Nur durch die Unterstützung der Menschen, die an uns glauben, bleiben etwa hanebüchene Behauptungen wie jene von Frau Schatz nicht unwidersprochen. Nur mit der Hilfe einfacher Bürger wie Ihnen, werter Leser, ist es uns möglich, Kraft unseres Idealismus die vorhandenen Lücken im heimischen Blätterwald zusehends zu schließen. Wenn auch Sie einen wichtigen Beitrag zu einer umfangreichen ausgewogenen Berichterstattung – ob durch einmalige Spende oder wiederkehrende Förderung leisten möchten, können Sie das hier tun: https://www.tagesstimme.com/unterstuetzen/


Weiterlesen: 

SPÖ‐Chef Kern lobt berüchtigtes Anti‐FPÖ‐Portal für „wichtigen Job” (24.9.2018)

Skandal: Die Tagesstimme erhielt zwei Euro aus öffentlicher Hand! (21.9.2018)

Kommentar: Kurier blamiert sich mit Falschmeldung über Regierungsinserat (13.6.2018)

 

1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    22. November 2018 at 21:08

    Ist diese Frau Schatz die eigentlich ganz gut aussehende junge Dame, die mir bei jedem Vortrag eines Politikers der Regierungsparteien Österreichs durch ihre verzweifelte Zappelei und lautes Dazwischenbrüllen auffällt, mit der sie ganz offensichtlich um Aufmerksamkeit heischt?

    Der Spruch: „Nomen est omen” war auch schon mal zutreffender als in diesem merkwürdigen Fall.

    In Deutschland fallen ja hauptsächlich diese äußerlich grün gefärbten Damen auf, die mit eminent lauter Gusche und ständigem Dazwischenreden in fast jeder talk-show sich bemühen, weitestgehend im Mittelpunkt der Sendung zu stehen. Was ihnen dank der Moderation auch allzu oft gelingt. Vielleicht gehören sie allein schon deshalb so gut wie zum Inventar dieser Sendungen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gesellschaft

Junge Freiheit startet Petition gegen Gender-Sprache

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Die Petition, die ein Ende der Gender-Sprache fordert, wurde innerhalb eines Tages von mehr als 4.200 Personen unterzeichnet (Stand: 16 Uhr, 4. Juli 2020).

Berlin. – Die konservative Wochenzeitung Junge Freiheit hat die Petition „Nein zum Gender-Deutsch bei Medien, Behörden, Bildungseinrichtungen und Kirchen!” gestartet. „Die politisch korrekte Ausdrucksweise, bei der ganz bewusst beide Geschlechter angesprochen werden, damit sich niemand diskriminiert fühlt, nimmt seit Jahren immer ausuferndere Formen an”, heißt es im Text zur Petition.

Ideologischer Umerziehungsauftrag”

Als Beispiele werden Anreden wie Profex (gendergerecht für Professor) oder das durch eine kurze Pause mitgesprochene Gender-Sternchen genannt. Unter dem Vorwand der „Geschlechtergerechtigkeit” würden Medien, Behörden, Bildungseinrichtungen und Kirchen „lächerliche Sprachgebilde” (Wolf Schneider) des „Gender-Sprechs” durchgesetzt werden, kritisieren die Macht der Petition. Damit sei auch ein „ideologischer Umerziehungsauftrag” verbunden. Mit Verweis auf den Sprachwissenschaftler Prof. Peter Eisenberg wird zudem von einer „Gefahr für die deutsche Sprache” gesprochen.

„Wir fordern von den Redaktionen der öffentlich-rechtlichen Sender, den Behörden, Bildungseinrichtungen und Kirchen, umgehend auf ‚Gender-Sprech’ zu verzichten und zum bewährten Deutsch zurückzukehren!”, lautet das Ziel der Petition. Die Liste mit allen Unterzeichnern soll anschließend an die Intendanten von ARD und ZDF, den Deutschen Städtetag, die Bundesbildungsministerin, den Ratsvorsitzenden der EKD und den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz weiterleitet werden.

Die Petition kann man hier unterzeichnen: „Nein zum Gender-Deutsch!”


Wir schreiben aus Überzeugung!
In Zeiten von einheitlichem Mainstream, Falschmeldungen und Hetze im Internet ist eine kritische Stimme wichtiger denn je. Ihr Beitrag stärkt die TAGESSTIMME und ermöglicht ein inhaltsvolles rechtes Gegengewicht.

 

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Weiterlesen

Gesellschaft

Analyse: Was wollen die Grauen Wölfe eigentlich?

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Seit Ausschreitungen zwischen rechtsgerichteten Türken und linksgerichteten Kurden-Gruppen und heimischen Antifa-Aktivisten vergangene Woche sind die „Grauen Wölfe” in aller Munde. Dabei wissen viele Menschen weder über deren Hintergründe noch Betätigungsfelder und Relevanz in Österreich Bescheid.

Unter den „Grauen Wölfen” – die sich selbst als „Idealisten” bezeichnen – versteht man mehrere türkisch-nationalistische Ausläufer. Dabei wird auf den Wolf als wichtiges mythologisches Tier der türkischen Ethnien verwiesen. Heute begreifen sich vor allem Anhänger der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) und der weitgehend unbedeutenden Großen Einheitspartei (BBP) darunter. Erstere aber verfügt über 50 Sitze im türkischen Parlament und befindet sich im Wahlbündnis mit der AKP von Präsident Erdogan.

Bewegte Geschichte, diverse Feindbilder

Die Ideologie der „Grauen Wölfe” ist diffus und vereint unterschiedliche nationalistische Strömungen. Neben der Einheitsbewegung aller Turkvölker zwischen Balkan und Ostasien, dem sogenannten Turanismus, finden sich vor allem islamistische und offen rechtsradikale Topoi. Die Feindbilder der Anhänger können divers sein und reichen von Kurden und Armeniern bis hin zu Israel, dem Vatikan und den USA. Einige Kritiker werfen ihnen auch eine faschistische Ausrichtung vor.

Historisch galten die „Bozkurtlar” als paramilitärischer MHP-Arm, Scharmützel und Kämpfe gegen Kurdengruppen – insbesondere solche mit sozialistischer und kommunistischer Ausrichtung – waren in den 70ern und 80ern an der Tagesordnung in der Türkei. Nach der Aufhebung eines zeitweiligen Parteiverbots mäßigte die zugehörige Partei ihren Auftritt und trat seriöser für ihre Ziele ein. Heute versteht man darunter vordergründig eine Sammelbezeichnung für ihr ideologisches Spektrum.

Zunehmende Bedeutung in türkischer Diaspora

In der Renaissance türkisch-nationalistischer Sichtweisen unter Angehörigen der türkischen Diaspora gewannen auch die „Grauen Wölfe” an Bedeutung. Sowohl der klare ideologische Vaterlandsbezug als auch die Heroisierung der einstigen Kämpfer – gerade vor dem Hintergrund des auch in den Gastländern aufkeimenden Dauer-Konflikts mit linksgerichteten Kurden-Gruppen – dürfte zur Attraktivierung beitragen. In Österreich gilt die Türkische Föderation als MHP-Sprachrohr.

Das strategische Bündnis mit der einst verfeindeten AKP spricht radikale und erzkonservative Türken aller Altersgruppen an.  Somit sind Sympathien fließend, auch bei Erdogan-Auftritten ist der unter Türkis-Blau in Österreich verbotene Wolfsgruß eine beliebte Geste. Seit geraumer Zeit versuchen „Graue Wölfe”-Sympathisanten sich in Parteien und Zivilgesellschaft zu betätigen – sowohl in Österreich als auch in Deutschland kam und kommt es in der Folge zu unwahrscheinlichen Bündnissen.

Zweckbündnisse zu linken Parteien

Viele vaterländisch denkende Türken unterstützen die AKP oder MHP samt „Grauer Wölfe”. Gleichzeitig bevorzugen sie hierzulande Parteien, die eigenen Wertvorstellungen diametral gegenüber stehen. Da sich linke Politik aber für die Belange der Migranten einsetzt, kommt es zu Zweckbündnissen. Die Parteien stellen Kandidaten aus der Community auf – und gewinnen dafür an Stimmgewicht: das Prinzip der „ethnischen Wahl”. Sehen sich linke Kurden den Grünen oder der KPÖ näher, ist es bei nationalen Türken die SPÖ.

Auf derartige Seilschaften wies bereits der weit links stehende Publizist Thomas Rammerstorfer in mehreren Beiträgen auf seiner Homepage hin. Demnach soll im Linzer „Graue Wölfe”-Hauptquartier sogar das Bild der SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hängen. Diese ist zwar selbst für keine Nähe bekannt – der Linzer SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger geriet aber immer wieder aufgrund mutmaßlicher Verbindungen in die Kritik. Radikale Türken nahmen dort an SPÖ-Veranstaltungen teil – und umgekehrt.

Heimische Politiker wegen angeblicher Nähe in der Kritik

Erst nach einem Eklat über einen Wolfsgruß in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen flog der umstrittene Verein „Avrasya” aus dem Linzer Integrationsbeirat. Dass es sich dabei um keine örtliche Besonderheit handelt, zeigt ein Pressespiegel der vergangenen Jahre. Vor einigen Jahren wurden etwa mutmaßliche Verbindungen des Ex-SPÖ-Ersatz-Bundesrats Hasan Duran in Tirol zu den „Grauen Wölfen” publik. Aber auch Vertreter anderer Parteien stießen immer wieder an den „Grauen Wölfe” an.

Kurz vor der Gemeindewahl 2018 leistete sich die Innsbrucks Alt-Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer einen Wahlkampfauftritt bei einem angeblich „Graue Wölfe”-nahen Kulturverein. Sie selbst trat für die ÖVP-Abspaltung „Für Innsbruck” an. Im Feber 2019 wollte Rammerstorfer sogar wissen, dass eine Salzburger FPÖ-Kandidatin auf Facebook mit der „Creme de la Creme der hiesigen grauen Wölfe” befreundet sei. Die Tagesstimme berichtete über den Eklat um türkische Wahlwerbung im Umfeld der Frau.

Einfluss auf die Jugend in Vereinen

Aber nicht nur in der Politik finden sich immer wieder Schlagzeilen rund um den Einfluss der „Grauen Wölfe”. Kurz nachdem das Nachstellen einer Schlachtszene mit jungen Kindern einer Moschee der AKP-nahen ATIB publik wurde, thematisierte das linke Wiener Stadtmagazin Falter das Zeigen des Wolfsgrußes in Wiener Koranschulen und weiteren religiös-kuturellen Vereinen.

Die Tagesstimme recherchierte daraufhin weiter und stieß auf eine Kampfsport-Schule, wo Sympathisanten der „Grauen Wölfe” mit jungen Kindern trainierten. Obwohl das Gym abstritt, dass die Ideologie im Training präsent gewesen sei, waren auf Fotos Kinder zu sehen, die den Wolfsgruß in der Sporthalle zeigen.

Kritiker auf beiden Seiten des Spektrums

Ebenso divers wie jene, denen ein Naheverhältnis zum politischen Wählerpotential im besagten Umfeld nachgesagt wird, sind auch deren Kritiker. Neben Rammerstorfer traten kürzlich auch andere Personen aus dem linken Spektrum als Kritiker auf. Darunter befanden sich sowohl der umstrittene Politologe und mutmaßliche Denkmalschänder Thomas Schmidinger von der Uni Wien sowie die frühere Grünen-Politikerin Berîvan Aslan, die ihrerseits aufseiten der Kurden-Demo auftrat.

Gleichzeitig ärgern sich auch freiheitliche Politiker regelmäßig über die Umtriebe. So kritisierte etwa der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp im Vorjahr das angebliche Auftreten des Wolfsgrußes bei Busfahrern der Wiener Linien. Und nach der Absage eines Konzerts im Dunstkreis der „Grauen Wölfe” monierte der blaue Tiroler Landesparteichef Markus Abwerzger, man dürfe auch künftig „radikalen türkischen Nationalisten in Innsbruck keine Bühne bieten”.

Irgendwo dazwischen stammte wiederum die Kritik von Ex-Grünen- und Ex-ÖVP-Politiker Efgani Dönmez her. Dieser empfahl türkischen Nationalisten bereits vor einigen Jahren ein „One-Way-Ticket” in die Türkei.


Weiterlesen:

Wien: „Graue Wölfe” attackierten erneut Kurden und Antifa (26.06.2020)

Graue Wölfe trainierten Kinder an Wiener Kampfsportschule (25.04.2018)


Wir schreiben aus Überzeugung!
In Zeiten von einheitlichem Mainstream, Falschmeldungen und Hetze im Internet ist eine kritische Stimme wichtiger denn je. Ihr Beitrag stärkt die TAGESSTIMME und ermöglicht ein inhaltsvolles rechtes Gegengewicht.

 

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

 

Weiterlesen

Gesellschaft

Versuchter Totschlag: Razzien und Festnahme in der linksextremen Szene

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Die Durchsuchungen stehen im Zusammenhang mit dem brutalen Antifa-Überfall auf den rechten Gewerkschafter Andreas Ziegler in Stuttgart.

Stuttgart. – Laut Medienberichten hat die Polizei am Donnerstagmorgen mehrere Razzien in Baden-Württemberg durchgeführt. Demzufolge durchsuchten mehrere Hundert Polizisten insgesamt neun Objekte in sieben verschiedenen Städten. Wie die Stuttgarter Nachrichten und Tag24 berichten, beschlagnahmten die Ermittler Beweismaterial und nahmen einen 21-jährigen Mann fest. Gegen den Tatverdächtigen bestehe ein Haftbefehl wegen versuchtem Totschlag.

Brutaler Antifa-Angriff auf Andreas Ziegler

Hintergrund der Polizei-Aktion ist ein brutaler Antifa-Angriff auf einen Daimler-Betriebsrat. Am 16. Mai hatten etwa 50 vermummte Linksextreme den rechten Gewerkschafter Andreas Ziegler und zwei seiner Begleiter mit Schlägen, Tritten und Pfefferspray attackiert. Laut Augenzeugenberichten soll dem am Boden liegenden Ziegler sogar eine Gaspistole an den Kopf gehalten und abgedrückt worden sein. Der 54-Jährige war bei dem Antifa-Angriff so schwer verletzt worden, dass er in Lebensgefahr schwebte. Erst einen Monat nach der Attacke konnten die Ärzte ihn aus dem künstlichen Tiefschlaf holen.

FREILICH dokumentiert linke Gewalt

Damit  linksextreme Gewalttaten wie diese künftig auch umfassend dokumentiert werden, hat FREILICH am Mittwoch eine neue Homepage (www.linke-gewalt.info) präsentiert. Auf dieser Seite werden ab sofort linksextreme Fälle aus Österreich und Deutschland gesammelt. Diese sachliche Aufarbeitung ist notwendig, damit ein öffentliches Bewusstsein für das ausufernde Problem Linksextremismus entstehen kann. Denn noch immer wird Linksextremismus von Verantwortungsträgern in Medien und Politik als „aufgebauschtes Problem“ verharmlost oder als „friedlicher Aktivismus“ geleugnet.


Die Plattform Linke Gewalt bietet die Basis für die wissenschaftliche und politische Aufarbeitung linksextremer Straftaten und schafft ein öffentliches Bewusstsein für den ausufernden Linksextremismus.  Wenn Sie diese wichtige Arbeit unterstützen möchten, helfen Sie uns mit einer einmaligen oder monatlichen Spende:

 

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Weiterlesen

Beliebt