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Welt

CIA: Saudi-Kronprinz soll in Khashoggi-Mordfall verwickelt sein

Redaktion

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am

Laut der türkischen Tageszeitung „Hürriyet“ soll die CIA über Tonaufnahmen verfügen, die den Mordauftrag des saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman an dem regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi belegen. US-Präsident Trump wies dies zurück und fordert weiterhin keine Sanktionen gegen die saudische Regierung.

Riad/Washington – Der im amerikanischen Exil lebende saudi-arabische Journalist Khashoggi war am 2. Oktober diesen Jahres im Konsulat seines Heimatlandes in Istanbul ermordet worden. An diesem Tag wollte er Dokumente für seine Hochzeit mit einer Türkin abholen. Erst nachdem er bereits längere Zeit verschwunden war, gab die saudische Regierung in Riad dem immensen internationalen Druck nach und räumte die Tötung des Journalisten, der als Kolumnist für die „Washington Post“ arbeitete, ein. Sein Leichnam ist weiterhin nicht auffindbar.

Vorwürfe auch gegen Regierungsmitglieder

Die Staatsanwaltschaft erhob schwerwiegende Vorwürfe gegen mehrere hochrangige Regierungsmitglieder. Diese sollen ein 15-köpfiges Spezialteam mit dem Mordauftrag betraut haben. Für fünf Beteiligte wurde zuletzt die Todesstrafe gefordert. Insgesamt sind elf Personen angeklagt. Es ranken sich außerdem Vermutungen um eine mögliche Mittäterschaft des saudischen Kronprinzen,

Dem US-Geheimdienst CIA zufolge liegen Dokumente über ein Telefongespräch des Kronprinzen Mohammed bin Salman und seinem Bruder Khalid bin Salman vor. Diese würden eine Mittäterschaft beweisen. Khalid ist  Botschafter seines Landes in den USA. Auch die Türkei behauptet, über entsprechende Beweise zu verfügen. Beobachter zweifeln die Objektivität der jeweiligen Feststellungen aufgrund der wechselseitigen Rivalität der Länder jedoch an.

Frankreich und Deutschland setzen Sanktionen

Nachdem Deutschland bereits vor einigen Tagen mit einem Einreiseverbot für 18 saudi-arabische Tatverdächtige und einem vollkommenen Rüstungsexportstopp auf die Vorkommnisse reagiert hatte, zog nun auch Frankreich mit den gleichen Sanktionen nach. Dies unterstreicht die Schwere der Vorwürfe gegen die saudische Regierung. Saudi-Arabien gilt als einer der wichtigsten Kunden der französischen Rüstungsindustrie.

Allein im vergangenen Jahr tätigte Frankreich offiziellen Angaben zufolge Waffenverkäufe im Wert von 1,38 Millarden Euro an Saudi-Arabien. US-Präsident Donald Trump hingegen pries trotz der erdrückenden Beweise der CIA Saudi-Arabien als extrem wichtigen politischen und wirtschaftlichen Partner. Er gab bekannt, nicht an der Wahrheit der Unschuldsbeteuerungen des Kronprinzen zu zweifeln.

1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Peter Lüdin

    25. November 2018 at 18:15

    Kein Mensch aus dem KSA hatte je so viel Berichterstattung wie J. Khashoggi. Und das hat klare Gründe:
    1. J. Khashoggi schrieb für die Washinton Post, was andere „Journalisten” im Namen der Pressefreiheit abschreiben.
    2. J. Khashoggi ist türkischer Abstammung, was in der Türkei medial genutzt wird.
    3. J. Khashoggi hatte Kontakte zu Muslimbrüdern, Das nutzen die Regionalmächte Katar und Türkei im Kampf um die Vorherrschaft am Golf.
    4. J. Khashoggi hatte Kontakte zum Teil des Königshauses, der von M. bin Salman auf Jahrzehnte oder ewig von der Thronfolge ausgeschlossen ist. Sie müssen M. bin Salman beseitigen.

    Seit längerem spricht man nun über die Tonaufnahme, die nie offengelegt wurde. Noch schwerer wäre zu erklären, wie sie überhaupt entstanden sein könnte.

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Welt

USA: Junge Mutter von mutmaßlichen BLM-Aktivisten erschossen

Monika Šimić

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am

Dem Schuss, der die junge Frau getroffen hat, soll ein Streit vorangegangen sein.

Indianapolis. – Wie mehrere US-amerikanische Medien berichten, wurde in der amerikanischen Großstand Indianapolis eine junge Mutter erschossen. Die 24-jährige Jessica Doty-Whitaker war am 5. Juli mit ihrem Verlobten, Jose Ramirez, und einigen Freunden entlang eines Kanals unterwegs gewesen und soll wenig später mit einer Gruppe von Afroamerikanern aufgrund einer rassistischen Äußerung in Streit geraten sein.

„All Lives Matter Matter” als Auslöser

Laut Aussage ihres Verlobten soll die Gruppe von Afroamerikanern „Black Lives Matter” gerufen haben, woraufhin entweder Whitaker oder jemand anderes aus der Gruppe mit „All Lives Matter” geantwortet habe. Weil aber beide Gruppen bewaffnet waren, seien sie nach einem kurzen Wortgefecht auseinandergegangen. Wie Whitakers Verlobter gegenüber Fox News erklärte, konnte der Streit scheinbar geschlichtet werden, bevor sich die Wege der Gruppen trennten. Nur wenige Minuten später traf ein Schuss die Gruppe um die junge Mutter und verletzte sie so schwer, dass sie später im Krankenhaus verstarb. Der Schuss, den ihr Verlobter als Antwort abgefeuert hatte, traf und verletzte indes niemanden.

Zusammenhänge ungewiss

Fox News hat nach mehrfacher Anfrage bei der Polizei von Indianapolis noch keine Auskunft zu dem Fall erhalten, wie der Sender selbst mitteilte. Die Polizei bestätigte bisher auch nicht, dass es die Auseinandersetzung in dieser Form gegeben habe bzw. dass die Schießerei damit überhaupt in Verbindung stehe. Die Polizei sucht immer noch nach Tatverdächtigen und hat in diesem Zusammenhang auch die Öffentlichkeit um Hinweise gebeten. Ein Überwachungsvideo, das vom Nachrichtensender News 8 veröffentlicht wurde, zeige zwar nicht den Schusswechsel, dafür aber einerseits Personen, die sich zur Zeit des Angriffs am Kanal befunden hatten, und andererseits welche, die plötzlich vom Kanal wegliefen. Eine Sprecherin der Polizei geht deshalb davon aus, dass es Zeugen gibt, die sachdienliche Hinweise liefern könnten. Es ist der zweite Übergriff innerhalb nur einer Woche, der sich am Kanal ereignet hat und der tödlich endete.

Netz spottet über getötete Frau

Auf dem Facebook-Profil von Whitaker sammeln sich indes haufenweise Kommentare, die über die getötete Frau spotten. Das berichtet das alternative englische Medium Summit News. Als erstes österreichisches Medium berichtete heute der Wochenblick. Unter den Kommentaren finden sich demnach Zeilen wie: „Hab‘ schlechte Nachrichten: Du hast deine Tochter so erzogen, dass sie mit Rassisten rumhängt” oder „Vielleicht hätte sie an ihren Sohn denken sollen, bevor sie ihren beschissenen, rassistischen Mund öffnete”.


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Welt

Allen Unkenrufen zum Trotz: Duda bleibt polnischer Präsident

Julian Schernthaner

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Es hat gereicht: Der nationalkonservative Amtsinhaber Andrzej Duda wird weitere fünf Jahre das Geschick seines Landes leiten. Wie bereits bei seiner ersten Wahl setzte er sich mit knappem Vorsprung durch. 

Warschau. – Zahlreiche europäische Medien liebäugelten bis zuletzt mit einer Sensation durch den liberalen Herausforderer Rafał Trzaskowski. Am Montagabend war allerdings Gewissheit: Duda setzte sich mit 51,03 Prozent der Stimmen durch. Damit erfreut er sich beinahe desselben Zuspruchs wie vor fünf Jahren, als er seinen Amtsvorgänger Bronisław Komorowski mit 51,55 Prozent ausstach.

Duda siegt – Unmut westlicher Medien-Phalanx

Bereits in der ersten Runde konnte der alte und neue Präsident stolze 43,5 Prozent der Wählergunst auf sich vereinen. Nachdem damals auch knappe 6,8 Prozent für Krzysztof Bosak, den Kandidaten der rechten „Konföderation für Freiheit und Unabhängigkeit” entfallen waren, ging Duda, dessen Partei „Recht und Gerechtigkeit” (PiS), ebenfalls für ein traditionelles Polen steht, als haushoher Favorit in die Stichwahl am vergangenen Sonntag.

Trotzdem stellten von Anfang an etablierte westliche Medien den Sieg des mittiger ausgerichteten Trzakowski in den Raum. Dass Duda mit einem stärkeren Mandat als noch vor fünf Jahren in die Stichwahl einzog, ließ sie kalt. Für sie konnte es nur einen Kandidaten geben, den Underdog. Selbst nach dessen Niederlage empfindet etwa der ORF das „starke Abschneiden” als „Warnsignal” für die mit absoluter Mehrheit ausgestattete PiS, Diese müsse nun der Opposition mehr entgegenkommen.

WDR-Moderatorin wettert gegen Polen-Präsident

Auch in Deutschland wollte manch ein öffentlich-rechtlicher Kommentator die Niederlage des präferierten Kandidaten nicht wahrhaben. Für das WDR-Urgestein Sabine Scholt ist Dudas versöhnlicher Ton nach seiner Wahl unglaubwürdig. Im Wahlkampf habe dieser „geholzt, die Opposition diffamiert und gegen Minderheiten gehetzt”. Er sei ihrer Ansicht nach lediglich „Erfüllungsgehilfe” der PiS-Partei, um diese „autoritär durchregieren” zu lassen.

Dieser hätte „willfährig” Gesetze abgenickt, welche die Justiz „massiv geschwächt” und die „Demokratie beschädigt” hätten. Die PiS würde sogar „Pressefreiheit mit Füßen” treten. Scholt stellt sich zu 100 Prozent hinter Trzakowski und wünscht sich einen „langen Atem” seiner Unterstützer. Die EU müsse sich an deren Seite stellen und mit der – mehrfach nach einem demokratischem Votum ins Amt gewählten – Regierung „ringen”.


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Gesellschaft

Systematischer Rassismus?”: Für Thomas Sowell nur linke „Propaganda”

Stefan Juritz

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Der schwarze US-Ökonom Thomas Sowell hat den Begriff des „systematischen Rassismus“ zurückgewiesen. In der Fox-News-Talkshow „Life, Liberty & Levin” erklärte der konservative Autor, der Begriff habe keine klare Bedeutung und könne empirisch nicht überprüft werden.

Moderator Mark Levin kam während des Gesprächs auf den Begriff „systematischer Rassismus“ zu sprechen: „Er ist an unseren Universitätsgeländen zu hören, er ist von wohlhabenden und berühmten Sportlern zu hören. Doch was bedeutet das? Und was auch immer das bedeutet, stimmt das denn?”

Für Sowell scheint die Antwort klar zu sein: Anders, als es bei Hypothesen der Fall ist, könne man diesen Begriff nicht näher spezifizieren und testen, da er im Grunde keine wirkliche Bedeutung habe. Die Verwendung der Phrase vom „systematischen Rassismus“ erinnere ihn sogar an die „Propaganda-Taktiken“ im Dritten Reich, wo Propagandaminister Joseph Goebbels gesagt haben soll, die Menschen würden jede Lüge glauben, wenn man sie nur „lange und laut genug” wiederhole.

Sowell: „Sie erreichen ihr Ziel, wenn andere einknicken”

„Ich glaube, dass nicht einmal jene Leute, die den Begriff verwenden, eine klare Vorstellung davon haben, was sie damit sagen. Sie erreichen ihr Ziel, wenn andere Leute einknicken und nachgeben”, sagte der 90-jährige Autor, der zu den wichtigsten konservativen Denkern in den USA zählt.

Zudem verwies Sowell darauf, dass linke Aktivisten lediglich behaupteten, Rassen- und Klassenunterschiede hinter sich zu lassen, während sie letzten Endes aber auch nur ihre eigene „Nomenklatur” und ihre eigenen Hierarchien schaffen würden.


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