Deutschland Politik

Streit um Junge Alternative: Björn Höcke positioniert sich

Symbolbild: Björn Höcle // Foto von Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0 de]

Seit geraumer Zeit herrscheint ein Spannungsverhältnis zwischen der AfD und ihrer Jugendorganisation, der Jugend Alternative (JA). Dieser wird vorgeworfen, Verbindungen ins „rechtsextreme Milieu” zu pflegen. Björn Höcke stellt sich klar hinter die Partei‐Jugend.

Parteispitze auf Distanz zur Jugendorganisation

Zuletzt wurde bekannt, dass die Parteispitze der AfD gegen die eigene Jugendorganisation ermitteln will. Am Montagmorgen erklärte der Parteivorstand in einer Telefonkonferenz: „Mit Abscheu nimmt der Bundesvorstand der Alternative für Deutschland menschenverachtende Einzeläußerungen von Mitgliedern der Jungen Alternative (JA) zur Kenntnis. Er erwartet von der JA, dass sie sich unverzüglich von diesen Mitgliedern trennt.“ Nach öffentlichen Angaben herrscht in der Parteispitze große Einigkeit darüber, dass die Jugendorganisation so nicht haltbar wäre.

Es ist von „menschenverachtenden Einzeläußerungen” die Rede, die in der Partei nicht geduldet werden sollen. Dazu wurde jüngst eine „Arbeitsgruppe Verfassungsschutz” ins Leben gerufen, die eine genaue Analyse der Lage vorlegen soll. Auf Grundlage dieser Analyse soll dann eine Sondersitzung einberufen werden. Auch rechtliche Schritte, die Möglichkeit einer Trennung von der eigenen Jugendorganisation zu prüfen, werden überlegt. Dieser Schritt kann jedoch auf einem außerordentlichen Bundesparteitag geprüft werden. Der JA‐Bundesverband in Niedersachsen wurde bereits aufgelöst, da dieser unter der Beobachtung des niedersächsischen Verfassungsschutzes stand.

Björn Höcke stärkt der JA den Rücken

Der Landesvorsitzende der AfD in Thüringen, Björn Höcke, positioniert sich hingegen klar hinter der JA. „Es ist unverhältnismäßig, wie einige Funktionäre der AfD über unsere Parteijugend in Gänze den Stab brechen“, so Höcke. Klar sei, dass gewisse Äußerungen und Personen nicht haltbar wären, deshalb jedoch die ganze Parteijugend unter Generalverdacht zu stellen, sei schlicht falsch. Es müsse „entschiedene Reaktionen geben“, die einzelne Mitglieder treffen und nicht den ganzen Bund.

Auch der Magdeburger AfD‐Bundestagsabgeordnete Frank Pasemann stellte sich hinter die JA. „Die Junge Alternative ist und bleibt Teil unserer Partei“, schrieb Pasemann bei Twitter. Sie sei eine wichtige Säule der AfD und er glaube an eine „Selbstreinigung”.

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