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Gesellschaft

Wegen ‚Hassrede’: Facebook sperrt Islamkritiker Abdel-Samad

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Der Politologe und Publizist Hamed Abdel-Samad gehört zu den wichtigsten Islamkritikern unserer Zeit. Nun sperrte ihn Facebook für drei Tage – offenbar wegen eines islamkritischen Kommentars. 

Berlin. – Abdel-Samad weilt derzeit bei der Berliner Islamkonferenz, welche sich eine Öffnung und Demokratisierung der Islamverbände zum Ziel gesetzt hat. Einer breiteren Öffentlichkeit ist er vor allem durch seinen islamkritischen Beststeller „Mohamed – eine Abrechnung” bekannt, welcher 2015 für Furore sorgte. Regelmäßig tritt er im Fernsehen als Experte in Debatten und Talkshows zum Thema Islam auf.

Islamkritischer Tweet: Drei Tage Facebook-Sperre

Der gebürtige Ägypter Abdel-Samad gehört zu jenen Intellektuellen, welche die islamische Religion für unreformierbar halten – bei einzelnen Muslimen eine Änderung der Werte aber durchaus für möglich halten. In diese Richtung zielte vermutlich auch ein Posting auf Facebook, welches er am Dienstag absetzte. Darin kritisierte er die Einstellung junger Muslime in westlichen Ländern:

Ates: Facebook ist „Erfüllungsgehilfe von Islamisten”

Daraufhin sperrte ihn die soziale Plattform für drei Tage – anscheinend, weil er die Gemeinschaftsstandards mittels „Hassrede” verletzt hätte. Öffentlich machte dies via Twitter auch Seyran Ates – ebenfalls Teilnehmerin der Konferenz. Die Begründerin einer liberalen Moschee in Berlin erhielt selbst in der Vergangenheit für ihr Engagement Morddrohungen vonseiten radikaler Muslime. Angesichts der Sperre ihres Kollegen sah sie Facebook sogar als „Erfüllungsgehilfen” des politischen Islams:

Kritik an Löschpolitik in sozialen Medien

Es ist nicht das erste Mal, dass Abdel-Samad solche Erfahrungen auf sozialen Medien macht. Auch die Plattform Twitter sperrte den prominenten Islamkritiker in der Vergangenheit. Laut seinen eigenen Aussagen war eine Fehde mit einem angeblichen algerischen Islamisten und einem Bekannten desselben vorausgegangen.

Danach kritisierte er die Löschpolitik des Unternehmens. Auch generell unterstellte er, dass die sozialen Medien von Extremisten unterwandert seien:

Oft werden Konten von Islamkritikern auf Facebook und Twitter gesperrt und Videos von ihnen auf YouTube gelöscht, während islamistische, antiwestliche und antiisraelische Accounts, die Hass schüren, unangetastet bleiben.“

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Elisabeth BLIEM-Weber

    28. November 2018 at 21:26

    die werden doch gut gesponsert von den Islamvereinen und Regierungen das ist doch bekannt,Geld stinkt angeblich nicht.

  2. Avatar

    DieParty

    28. November 2018 at 22:28

    Sonderbehandlung”. Wir hören schon das wütende Geheul der Buntversifften. 🙂

  3. Avatar

    Saure Gurke

    29. November 2018 at 11:44

    Hier einmal vor Augen geführt.

    Berlin 1920: allein die Musiktexte, die Songs ließen eine glasklare Sprache per Definition sprechen.
    Es gab keinerlei Raum für Missverständnisse, für Missinterpretationen und die deutliche Ansage wurde akzeptiert.

    Heute hingegen ist sämtliche Artikulation, alle Wondungen zur Vertuschung, Verschleierung oder Umgehung zur Situation gleich einem Jammertal.
    Wie wird Vorausblicken erst noch mit den Jammerlappen von heute umgesprungen werden?
    Wie mit Putzlappen per Definition.
    Macht euch darauf gefasst, stellt euch darauf ein.
    Geht vornehmlich an die Wahlverweigerer.

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Gesellschaft

Berlin: Gräber ermordeter Polizisten erneut geschändet

Joshua Hahn

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am

Die Gräber und eine Gedenktafel wurden bereits 2019 geschändet. Damals bekannten sich mutmaßliche Linksextremisten auf einem einschlägigen Internetportal zu der Tat.

Berlin. – In Berlin sind erneut die Gräber zweier Polizisten, welche im Dienst ums Leben kamen, mit Hakenkreuzen beschmiert und teilweise zerstört worden. Die unbekannten Täter rissen Pflanzen am Grab heraus und gruben die Erde um. Außerdem wurde einer der Grabsteine umgeworfen. Der Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. Auf Twitter teilte der Account „Unabhängige in der Polizei e.V.“ Bilder der zerstörten Grabstätten und schrieb dazu: „Die Taten solcher Idioten treffen in erster Linie nicht die Polizei, sondern die Angehörigen der Verstorbenen.“ Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) gab an, er empfinde „tiefe Scham“, die Tat sei an „Niedertracht kaum zu überbieten“.

Polizisten wurden im Einsatz getötet

Der Kommissar Roland K. war im Jahr 2003 getötet worden, als er im Rahmen eines SEK-Einsatzes mit Kollegen die Wohnung des Libanesen Yassin Ali‑K. stürmte, um diesen wegen eines Gewaltdelikts festzunehmen – er starb an den Folgen eines Kopfschusses. Uwe L. starb 2003 ebenfalls im Dienst. Bei der Verfolgung zweier Verbrecher wurde auch er durch einen Kopfschuss getötet.

Mutmaßliche Linksextremisten hatten die Gräber bereits im Jahr 2019 verwüstet und ein Bekennerschreiben auf einer einschlägigen Internetseite veröffentlicht. In dem Schreiben hieß es laut „Tagesspiegel“ damals unter anderem: „Wir verhöhnen tote Polizisten“.

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Gesellschaft

Gotha: Mutmaßlich linksextremer Angriff auf AfD-Bürgerbüro

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

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Schon zum wiederholten Mal wurde das Bürgerbüro des AfD-Bundestagsabgeordneten Marcus Bühl zum Ziel mutmaßlich linksextremer politischer Gewalt. 

Gotha. – Wer gedacht hätte, zumindest während der Zeit der Ausgangsbeschränkungen herrsche Ruhe von linksextremen Angriffen, der irrte. Denn zum wiederholten Mal schlugen bislang unbekannte Personen nun in Gotha zu. Dabei beschädigten sie eine straßenseitige Scheibe des Bürgerbüros von Marcus Bühl (AfD).  Festgestellt wurde die Beschädigung offenbar am Mittwochmorgen.

Fenster stark beschädigt

Der patriotische Mandatar berichtete in sozialen Medien vom Angriff, der sich nach Einschätzung seines Teams im Laufe dieser Woche ereignet haben müsse. Man geht davon aus, dass die Scheibe „ohne Splitterschutz wohl vollständig zerborsten wäre”.

 

Wiederholter Angriff auf dasselbe Bürgerbüro

Bühl selbst verweist darauf, dass es sich nicht um den ersten Angriff auf sein Büro handle. Erst im vergangenen Herbst – wenige Wochen vor der Landtagswahl in Thüringen wurde beispielsweise das Schloss des Briefkastens aufgebrochen. Wenige Tage später fehlte er dann ganz, ebenfalls in diesem Zeitraum hinterließen Unbekannte auch Graffiti auf einer Scheibe.

Im April 2019 kam es zu einer mutmaßlich linksextremen Sprühaktion an der Fassade – Überreste dieses Angriffes sind weiterhin an der Fassade zu finden. Ein weiterer Anschlag ereignete sich bereits im Oktober 2018. Auch damals hinterließen die Täter nach Auskunft der Partei einige Parolen in Sprühfarbe und eine beschädigte Fensterscheibe. Der mutmaßlich dafür verwendete Stein befand sich bei Auffinden damals sogar noch vor Ort…

Bühl fordert „Zeichen gegen politische Gewalt”

Der AfD-Abgeordnete verurteilte den Angriff „aufs Schärfste”. Er forderte in diesem Sinne den „politischen Mitbewerber auf, ein klares Zeichen gegen politisch motivierte Gewalt zu setzen”. Gerade Linksextremismus sei ein „Riesenproblem”, die Auswertung der Übergriffe während des Wahlkampfes im Vorjahr hätte dies dargelegt. Politische Gewalt sei insgesamt abzulehnen: „Jeglicher Vandalismus, gleich welcher Richtung, mit dem Ziel, den politischen Gegner einzuschüchtern, ist vollkommen inakzeptabel.”

Twitter-Nutzer relativieren Angriff

Auf Twitter demonstrierten unter dessen einige Nutzer, dass sie diese Meinung nicht teilten – und unterstellten der AfD, selbst für den Angriff verantwortlich zu sein. Einige forderten dabei sogar ein Parteiverbot. Bühl teilte auf Facebook am Donnerstagmorgen eine Auswahl von gehässigen Kommentaren, die er erhalten hatte:

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Gesellschaft

Hamburg: Bußgelder für Teilnehmer von unerlaubter Pro-Asyl-Demo

Julian Schernthaner

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Eine Demonstration für die Aufnahme von Migranten aus Griechenland im Hamburg kommt einige ihrer Teilnehmer jetzt teuer zu stehen. 

Hamburg. – Am Dienstag hatten sich etwa 200 Menschen an einer Kundgebung im Stadtteil St. Pauli beteiligt. Auf Fahrrädern fuhren die Teilnehmer umher, um für eine Öffnung der Grenzen und eine Verteilung der Asylwerber in griechischen Lagern zu werben. Weil dies aber einen Verstoß gegen die Corona-Maßnahmen darstellt, kommt es nun zu Bußgeldern.

Pro-Asyl-Demo trotz Versammlungsverbot

Allerdings wollen die Ordnungshüter allerdings einige Milde walten lassen. Bei den Organstrafen in Höhe von 150 Euro für 21 Personen handle es sich um Bußen an der unteren Grenze. Weitere Teilnehmer hätten sich der Kontrolle durch ein Fortradeln vom Veranstaltungsort entzogen. In der Hansestadt herrscht wegen den Bemühungen zur Eindämmung des Coronavirus – wie auch im übrigen Staatsgebiet – derzeit ein Versammlungsverbot.

Verantwortlich für die unerlaubte Demo war die Initiative #LeaveNoOneBehind. Dieses Motto war bereits die Parole, unter welcher schon vor einigen Tagen in mehreren deutschen Städten ähnliche Proteste stattfanden. In Frankfurt fand dabei eine Menschenkette von etwa 400 Personen statt, die sich – kontaktlos und anderthalb Meter auseinander – aufgestellt hatten.

Seebrücke-Untergruppe empfahl Rechtsberatung der „Roten Hilfe”

Das Bündnis Seebrücke, welche sich hinter die Aufrufe stellte pochte auf seine Grundrechte und übte Kritik an der Vorab-Untersagung der Demonstrationen. Die Braunschweiger Untergruppe riet Personen, welche Repressionen erfahren hätten, in der Folge, sich mit der linksextremen Roten Hilfe bezüglich deren Rechtshilfeangebot in Verbindung zusetzen  In einigen Städten sollen sich laut Bericht der Jungen Freiheit auch „Fridays for Future“, „Sea-Watch“ und „Ende Gelände” an den Demonstrationen beteiligt haben.

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