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Kultur

Winterakademie des IfS: „Völker sind eine Realität”

Redaktion

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am

Bild: YouTube "kanal schnellroda" / Werbevideo IfS-Akademie

Im kommenden Januar findet die 19. Winterakademie des Instituts für Staatspolitik statt. Thema der diesjährigen Akademie ist „Volk“. 150 Plätze sind verfügbar.

Schnellroda. Seit nunmehr neunzehn Jahren finden Akademien in Schnellroda für Studenten und junge Leser statt. In den letzten Jahren ist der Rahmen der Veranstaltung um einiges angewachsen, ohne dabei jedoch auf inhaltliche Qualität zu verzichten. Dieses Mal stehen wieder 150 Teilnehmerplätze für Personen unter 35 Jahren zur Verfügung. Die diesjährige Winterakademie findet zu dem Thema „Volk” statt.

Ausgangspunkt der thematischen Auseinandersetzung mit dem Begriff ist, dass „Völker eine Realität sind”. „Diese eigentlich triviale, einleitende Feststellung wird heute negiert: politisch, soziologisch, wissenschaftlich. Grund genug, sich tiefschürfender mit metapolitischem Mentalitätswandel und realpolitischen Folgen ebendessen zu beschäftigen”, so der Politikwissenschaftler Benedikt Kaiser in der Ankündigung.

Alexander Gauland als Gastreferent

Es steht eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit der historischen Dimension und Begriffsgeschichte im Mittelpunkt der Akademie. Welche Rolle das Volk in Zeiten der Globalisierung einnimmt, soll ebenso thematisiert werden, wie die Frage, was ein Volk überhaupt sei. Ergänzt wird diese metapolitische Analyse durch die Verwandtschaft zur Realpolitik. Demnach wird auch gefragt, welche Rolle beispielsweise der „Fachkräftemangel” in dieser Entwicklung einnimmt. Dazu sind Dr. Alexander Gauland und Dr. Maximilian Krah als Gastreferenten von der AfD geladen. Sie ergänzen die Stammautoren des IfS um Dr. Erik Lehnert und Götz Kubitschek.

Seit Jahren tiefschürfende Arbeit

Darüber hinaus bieten die Akademien des Instituts immer auch den Rahmen, neue Kontakte knüpfen zu können, die über das Akademiewochenende hinausgehen. Gerade jungen Lesern hilft der inhaltliche Austausch, um Personen kennenzulernen, die ähnlich denken. Angeregt wird dieses Zusammenkommen durch abendliche Diskussionsrunden und gemeinsamen Sport.

Das Institut für Staatspolitik ist Träger der Zeitschrift Sezession und gründete zusammen mit dem Verleger Götz Kubitschek den Verlag Antaios. Die Sezession ist dabei zur führenden rechtsintellektuellen Zeitschrift in Deutschland geworden. Neben der großen Bedeutung der Zeitschrift für das Spektrum der Neuen Rechten in Deutschland, sind die Akademien ein Eckpfeiler in der politischen Arbeit geworden. Auf hohem intellektuellen Niveau werden junge Leser geschult und für wichtige gesellschaftliche Fragen sensibilisiert. Wer sich für den Inhalt der letzten Akademie interessiert, wird hier fündig.

Schüler und Studenten zahlen 60€ Teilnehmergebühr als Nichtabonnenten und 40€ als Abonnenten. Wer bereits Verdiener ist, zahlt 90€ als Abonnent und 120€ als Nichtabonnent.

Anmeldungen an: [email protected]

Hier geht es zum vollständigen Tagungsprogramm.

 

Videobericht zu Sommerakademie 2018

 

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Freidenker

    17. Dezember 2018 at 22:21

    Selbstverständlich sind Völker existent und Realität.
    Und wir leben und handeln auch jeden Tag danach. Wir entscheiden (die meisten jedenfalls) nach unserer Kultur und unseren Werten und da entscheiden wir uns für unser Volk.
    Das ist natürlich und das Wesen des Menschen.

    Nur kommt seit einiger Zeit das Geld ins Spiel. Banken, Konzerne, die Elite will global Geld verdienen, und da stehen die Menschen mit ihren unterschiedlichen Kulturen der Macht und Profitgier im Wege.

    Die Elite will die Völker abschaffen, um ihren Gewinn zu maximieren.
    Nur ein Beispiel: stellt euch vor 100 Mio Japaner essen kein Sushi mehr, sondern gehen stattdessen zu Mc Donalds.
    Ist es nicht für jeden globalen Konzern eine riesige finanzielle Verlockung unsere Kulturen zu zerstören oder uns durch Werbung zu manipulieren.

    Das ist die Herausforderung des 21. Jahrhunderts sich dagegen zu wehren.

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Kultur

Krampus: Auch in moderner Form ein lebendiges Brauchtum

Julian Schernthaner

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am

ASDF Längst ein Publikumsmagnet: Krampusläufe aller Art - wie hier in Ried im Innkreis. Bild: privat / Die Tagesstimme

In weiten Teilen des Alpenraums treibt am 5. Dezember – am Vorabend des Nikolaustags – traditionell der Krampus sein Unwesen. Was hat es mit dem Brauch auf sich?

Es ist ein raues Treiben, welches sich immer größerer Beliebtheit erfreut – und doch einer der eindrucksvollsten, einigermaßen authentischen heimischen Bräuche. Insbesondere in den beiden Wochen vor dem Nikolaustag laufen in zahlreichen Orten Kreaturen mit Fell und teuflischer Gestalt umher – oftmals gesammelt in sogenannten ‚Passen’.

Krampus und Perchten: Wohl vorchristlicher Ursprung

Der eigentliche Krampusbrauch war ursprünglich weit verbreitet – und erhielt sich dann zeitweise nach einem Kirchenbann nur in entlegenen Gegenden. Spätestens ab Mitte des 17. Jahrhunderts begleitet der Krampus dann den heiligen Nikolaus bei seiner Einkehr und bestraft die unartigen Kinder. Trotz seines an den Teufel angelehnten Aussehens dürfte der Ursprung allerdings bereits in vorchristlicher Zeit liegen.

Dasselbe gilt für den verwandten Perchtenbrauch, den Volkskundler traditionell mit der mythischen heidnischen ‚Wilden Jagd’ in Verbindung sehen. Deren eigentliches Laufdatum wäre zwischen Weihnachten und Dreikönigstag – und soll die bösen Geister des Winters vertreiben. Längst haben sich aber vielerorts Perchten- und Krampusläufe in Ästhetik und Datum vermischt, die lange klare Abgrenzung besteht längst nicht mehr.

Höchst vielfältiger Brauch

Dabei ist der regionalen Vielfalt keine Grenzen gesetzt. In weiten Teilen Bayerns ist eine Krampuspass etwa ohne „Kraxenmandl” nicht komplett. Die „Tamperer”-Perchten im Unterinntal vertrommeln ganz urtümlich den Frost. Die Osttiroler „Kleibeif” messen sich mit den Männern des Dorfes mitunter beim ‚Tischziachn’, die vehement eine Tafel verteidigen müssen. Moderne Gruppen setzen wiederum oft aufwändige Shows mit Licht und Rauch, lehnen ihre Masken mitunter an Fantasy- oder Horrorfilme an.

Gerade weil kaum zwei Täler das Kulturgut auf dieselbe Art und Weise feiern, wird einem Zuschauer selten langweilig. Die von Traditionalisten wohl nicht ganz zu Unrecht kritisierte Vermischung von Einflüssen sorgt gleichzeitig für einen dynamischen Erhalt des Brauches. Das Spektakel begeistert Jung und Alt – sowohl dörfliche Läufe als auch gemeinsame Auftritte mehrerer Passen ziehen mittlerweile hunderte Zuschauer in den Bann. Beim Datum sprechen sich die Brauchtumsgruppen öfter ab.

Debatte um Sicherheit bei Läufen

Ebenso zahlreich wie seine Bewunderer sind unterdessen die Kritiker des Brauches. Diese bekommen immer dann etwas Rückenwind, wenn es im Umfeld eines Laufes zu Verletzten kommt. Allerdings fällt bereits seit Jahren auf, dass mitunter auch Raufereien erst Stunden nach dem Umzug in der medialen Rezeption noch mit diesem in Verbindung gebracht werden. Der umgekehrte Fall – in Niederösterreich wurde erst vor drei Wochen ein Krampus von einem Besucher schwer verletzt – findet weitaus geringer Beachtung.

Trotz einzelner Unkenrufe ist das Brauchtum aber schon seit Jahren gesitteter Natur. So lässt etwa Kufstein bereits seit über zehn Jahren seine Krampusse namentlich registrieren. In Haiming (auch Tirol), einem der größten Läufe, lässt man nur Krampusse aus dem Dorf mitlaufen. In zahlreichen Orten – so auch bei jenem Umzug mit knapp zwei Dutzend Gruppen, den der Autor am vergangenen Samstag im oberösterreichischen Ried im Innkreis besuchte – sorgen wiederum Absperrungen für zusätzliche Sicherheit.

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Kultur

MDR-Rauswurf wegen Kritik: Fans starten Petition für Uwe Steimle

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

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ASDF Symbolbild (MDR-Gebäude in Leipzig): Geisler Martin via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Die Entscheidung des MDR, die Zusammenarbeit mit dem beliebten Unterhaltungskünstler Uwe Steimle aufzukündigen, sorgt für breite Kritik. Nun kommen ihm seine Fans zu Hilfe.

Leipzig. – Maßgeblich für die Entscheidung, den Kabarettisten vor die Tür zu setzen, war der Bild zufolge unter anderem ein Interview in der konservativen Jungen Freiheit im Vorjahr. In diesem warf er den öffentlich-rechtlichen Angeboten vor, eine mangelnde Staatsferne zu pflegen. Den ARD-Journalisten Claus Kleber verglich er dabei mit dem DDR-Propagandisten Karl-Eduard von Schnitzler alias „Sudel-Ede”.

Steimle: „Das ist für mich ein Berufsverbot”

Für den Mitteldeutschen Rundfunk ist die Begründung für das Steimle-Aus klar. „Wiederholt” habe dieser „die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks infrage gestellt”. Neuerliche Kritik am MDR zeige „mangelnde Loyalität” gegenüber dem Sender, dies mache eine weitere Zusammenarbeit „unmöglich”. Man habe bereits nach dem JF-Interview klargemacht, dass seine Aussagen „nicht akzeptabel” seien.

Steimle zeigte sich gegenüber ebendieser Jungen Freiheit entsetzt: „Das ist für mich ein Berufsverbot und nichts anderes. Das erinnert mich an finsterste Zeiten.” Bereits zuvor hätte ihm der Sender verboten, sich in seiner Sendung Steimles Welt, die seit 2013 lief, satirisch zu äußern. Der für seinen markanten sächsischen Dialekt bekannte Humorist sieht darin eine Aufforderung zur „Selbstzensur”.

Humorvolle Sendung zeigte mitteldeutsches Leben

Das Erfolgsrezept seines Leibformates war dessen Publikumsnähe: In drei bis fünf Folgen jährlich tourte Steimle mit einem 312er-Wartburg durch das Sendegebiet, besuchte dabei oft einfache Menschen und fragte sie über ihre Lebensrealitäten. Er stellte zahlreiche kleine Betriebe ebenso vor wie Kuriositäten, Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten. Damit machte er die regionale Kultur auch abseits der großen Wege für Jedermann greifbar.

Auch so mancher Prominenter kam bei Steimle immer wieder zu verschiedensten Themen zu Wort, darunter ein bekannter Theologe, eine DDR-Radsportlegende oder ein Hallenser Kunstmaler. Immer wieder garnierte er seine 45- bis 90-minütigen Sendungen dabei mit einer gehörigen Portion Humor. Insgesamt erschienen 18 Folgen der Kultserie – die letzte am 17. November.

Fans wollen „einzigartiges Format” erhalten

Seine Fans machen deshalb nun gegen die Absetzung von Steimles Welt mobil. In einer »Online-Petition«, die nach einem Tag bereits über 7.000 Unterstützer findet, appelliert man an die Vernunft der MDR-Intendatin Carola Wille. Es handle sich um ein „einzigartiges Format, das auf unterhaltsame Weise die Menschen und das Leben in Mitteldeutschland dokumentiert”, so der Beitext. Ziel sind 50.000 Unterschriften.

Verantwortlich für die Petition zeichnet Jens Mahlow. Dieser richtet in Meißen ein jährliches Steampunk-Festival aus und ist in der Region auch als Islamkritiker bekannt. Seiner Ansicht nach Missachten die MDR-Verantwortlichen „den Willen der Zuschauer und Beitragszahler”. Eine ähnliche Petition trug bereits im Vorjahr, als eine Absetzung von Steimles Welt erstmals im Raum stand, nach eigenen Aussagen zum Umdenken beim öffentlich-rechtlichen Sender bei.

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Gesellschaft

Verein Grazer Hochschülerinnen: Weihnachtsmarkt für Königsberg

Monika Šimić

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ASDF Bild: Kalender zum 750-Jahr-Jubiläum der Stadt Königsberg / Bild: Die Tagesstimme

Der Verein Grazer Hochschülerinnen (VGH) veranstaltet jährlich einen Weihnachtsmarkt, um mit dem Erlös aus dem Verkauf der angebotenen Produkte Kinder im Königsberger Gebiet zu unterstützen.

Graz. Der Verein Grazer Hochschülerinnen (VGH) wurde 1912 gegründet und ist die älteste Damenverbindung in Österreich. Anders als bei ihren männlichen Pendants werden hier jedoch keine Mensuren geschlagen, sondern man widmet sich als Damenverbindung neben dem studentischen Brauchtum oft auch karitativen Tätigkeiten. Und so fand am Samstag erneut der Weihnachtsmarkt des VGH unter dem Titel „Weihnachtsmarkt für Königsberg” statt.

Deutschunterricht für Kinder

Wie ein VGH-Mitglied gegenüber der Tagesstimme erklärte, findet der Weihnachtsmarkt nun schon seit 1994 jährlich statt. Man sei damals auf der Suche nach einer sinnvollen karitativen Tätigkeit für die Verbindung gewesen. In den Jahren zuvor hatte man Flüchtlingskindern aus Ex-Jugoslawien geholfen, später entwickelte sich die Idee weiter und es folgte die fortwährende Unterstützung von Kindern in Königsberg. Während man zu Beginn vor allem Kindergärten und eine Theatergruppe unterstützte, fördert man nunmehr den Deutschunterricht für Kinder, die in der russischen Exklave die deutsche Sprache nicht mehr bzw. nur teilweise beherrschen.

Verkauf von Selbstgebasteltem und Selbstgemachtem

Beim diesjährigen Weihnachtsmarkt wurden neben kleineren Speisen und Getränken auch selbstgebastelte und selbstgemachte Produkte zum Verkauf angeboten, darunter Weihnachtsschmuck, Adventkalender, Adventkränze, Postkarten, aber auch Liköre, Marmeladen, Honig, Kekse uvm.

Stachelbeer-Marillen-Marmelade und gebrannte Mandeln vom Weihnachtsmarkt des VGH (Bild: Die Tagesstimme)

Der Reinerlös des Verkaufs kommt der Jugendarbeit und dem Deutschunterricht im Königsberger Gebiet zugute. Etwa 2.700 Euro konnten bei den vergangenen Märkten, die meist von gut 100 Besuchern besucht wurden, über drei Termine verteilt eingenommen werden. Mit dem Geld bezahle man geeignete Deutschlehrer, die Kindern in der Freizeit Deutsch beibringen, wie es seitens des VGH hieß.

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