Verbinde Dich mit uns
WERBUNG

Gesellschaft

Umstrittene Broschüre sorgt für Aufregung

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Die Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung, in der gleich mehrere Stellen für Aufregung sorgten, gehe es laut der Stiftung um den Umgang mit Eltern, die „durch rechtsextremes oder rassistisches Verhalten auffallen”.

Berlin. Seit mehreren Tagen sorgt eine Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung für Aufregung. In der Broschüre „Ene, mene, muh – und raus bist du!” geht es um frühkindliche Bildung und den Umgang mit Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit in Kindertagesstätten. Während Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) die Unterstützung besagter Broschüre verteidigt, kommt seitens einiger Unionspolitiker Kritik. Die Stiftung selbst wehrt sich gegen diese Kritik.

Gleich mehrere Stellen sorgen für Aufregung

Für Diskussion sorgten gleich mehrere Stellen in der Broschüre. Unter anderem solle man mithilfe der Broschüre „rechtspopulistische” Eltern von Kita-Kindern enttarnen und ihnen Einhalt gebieten. Laut der Broschüre würden „Rechtspopulistische, neurechte oder religiös-fundamentalistische Gruppierungen” mit „diffamierenden Wörtern wie ‚Genderismus’, ‚Genderwahn’, oder eben ‚Frühsexualisierung’ ” gegen die Vermittlung von Vielfalt hetzen. In der Broschüre werden außerdem mehrere „Fallanalysen und Handlungsmöglichkeiten in der Praxis” beschrieben. Darunter auch der Fall einer Mutter, die mit den Mitarbeitern der Kindertagesstätte das Gespräch sucht, weil sich ihr Sohn am Vortag in der Einrichtung die Fingernägel lackieren ließ. Das hätte einen schlechten Einfluss auf ihr Kind. Jungen seien Jungen und Mädchen seien Mädchen. In dem konkreten Fall wird die Frau aufgrund ihrer Haltung in der Broschüre als „besorgte Mutter” bezeichnet.

Kinder aus „völkischen Elternhäusern”

In einem weiteren Fallbeispiel geht es um „Kinder aus völkischen Elternhäusern”. Beschrieben werden zwei Geschwister, die „besonders zurückhaltend sind und wenig von zu Hause (…) erzählen”. Sie verhalten sich im Morgenkreis zum Wochenbeginn „schweigsam und passiv”. Probleme mit Disziplin hätten die Kinder aus diesem Beispiel jedoch keine. Weiters seien „traditionelle Geschlechterrollen in den Erziehungsstilen erkennbar: Das Mädchen trägt Kleider und Zöpfe, es wird zu Hause zu Haus- und Handarbeiten angeleitet, der Junge wird stark körperlich gefordert und gedrillt.”

Mehrere Unionspolitiker kritisierten die Broschüre scharf. Diese würde einer „staatlichen Handlungsanweisung zur Elternspionage” gleich kommen. Vize-Unionsfraktionsvorsitzende Nadine Schön (CDU) erklärte, dass die Broschüre möglichst sofort „eingestampft” werden solle.

Kritik kommt von Unionspolitikern

Auch der stellvertretende Bezirksbürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln, Flako Liecke (CDU), empfahl am Freitag allen Kitas in seinem Zuständigkeitsbereich, die Broschüre nicht zu verwenden. In einer Pressemitteilung hieß es diesbezüglich: „Die Broschüre will Vorurteile bekämpfen, vermittelt sie aber selbst. Es ist nicht Aufgabe von Erziehern, die politische Gesinnung der Eltern zu überprüfen. Auch die einseitige Fixierung auf rechtsradikale Elernhäuser ist ein Problem. Gefahren für unsere Demokratie gehen von allen Rändern aus.” In Neukölln gäbe es eher ein Problem mit religiösem Extremismus und auch die Indoktrination durch Linksextremismus sei eine Gefahr.

Stiftung wehrt sich gegen Kritik

Die Stiftung selbst wehrt sich gegen die Anschuldigungen und die Kritik. Auf ihrer Internetseite schrieben sie: „Durch gezielte Auslassungen, falsche Zitierungen und gewollte Missinterpretationen haben rechtspopulistische ‚Alternativmedien’ den Eindruck erweckt, eine Handreichung zum Umgang mit konkreten Fällen von Rassismus und Rechtsextremismus wolle dazu anregen, die politische Einstellung der Eltern zu erfassen und zu kontrollieren.“ Vielmehr gehe es darum, „Kindern Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen – jenseits von Klischees.” Es gehe auch um den Umgang mit Eltern oder Erziehern, die „selbst aktiv durch rechtsextremes oder rassistisches Verhalten auffallen oder bekannt ist, dass sie rechtsextremen Gruppierungen angehören.”

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Zickenschulze

    1. Dezember 2018 at 14:01

    Eigenes Unrechtsbewusstsein seitens der Amadeus Stiftung Zero, aber anderen in deren Persönlichkeitsrechte eingreifen für selbstverständlich halten.
    Wenn das so fortfährt sage ich die Hölle auf Erden voraus.
    Die Irren führen Regie.

  2. Avatar

    Rainer Seifert

    1. Dezember 2018 at 17:01

    Mich macht so eine Sauerei fassungslos. Wir dachten, mit dem Untergang der DDR wäre auch die Zeit sozialistischer Kinderbeeinflussung vorüber.

    Eigenes Erleben in den 70er Jahren. Meine Frau und ich als Westbesuch in Dresden. Die Familie kirchlich eingebunden. Der Junge ca 5 Jahre alt. In der Prager Straße Begegnung des Jungen mit einer „Tante”. Eindringliches Gespräch beobachtet.

    Mutter fragt, was sie gesagt hat. Der Junge antwortet: ” Ach nichts”. Es braucht keine Glaskugel um zu wissen was sie wollte: Ohren spitzen und berichten.

    Und heutzutage darf man als Bürger Steuergelder abdrücken, mit denen Ex Stasi Spitzel Kahane und Konsorten nun wieder unsere Kinder mit ihren irre kranken Ideen beeinflussen. Widerlich und abartig.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gesellschaft

Versuchter Totschlag: Razzien und Festnahme in der linksextremen Szene

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Die Durchsuchungen stehen im Zusammenhang mit dem brutalen Antifa-Überfall auf den rechten Gewerkschafter Andreas Ziegler in Stuttgart.

Stuttgart. – Laut Medienberichten hat die Polizei am Donnerstagmorgen mehrere Razzien in Baden-Württemberg durchgeführt. Demzufolge durchsuchten mehrere Hundert Polizisten insgesamt neun Objekte in sieben verschiedenen Städten. Wie die Stuttgarter Nachrichten und Tag24 berichten, beschlagnahmten die Ermittler Beweismaterial und nahmen einen 21-jährigen Mann fest. Gegen den Tatverdächtigen bestehe ein Haftbefehl wegen versuchtem Totschlag.

Brutaler Antifa-Angriff auf Andreas Ziegler

Hintergrund der Polizei-Aktion ist ein brutaler Antifa-Angriff auf einen Daimler-Betriebsrat. Am 16. Mai hatten etwa 50 vermummte Linksextreme den rechten Gewerkschafter Andreas Ziegler und zwei seiner Begleiter mit Schlägen, Tritten und Pfefferspray attackiert. Laut Augenzeugenberichten soll dem am Boden liegenden Ziegler sogar eine Gaspistole an den Kopf gehalten und abgedrückt worden sein. Der 54-Jährige war bei dem Antifa-Angriff so schwer verletzt worden, dass er in Lebensgefahr schwebte. Erst einen Monat nach der Attacke konnten die Ärzte ihn aus dem künstlichen Tiefschlaf holen.

FREILICH dokumentiert linke Gewalt

Damit  linksextreme Gewalttaten wie diese künftig auch umfassend dokumentiert werden, hat FREILICH am Mittwoch eine neue Homepage (www.linke-gewalt.info) präsentiert. Auf dieser Seite werden ab sofort linksextreme Fälle aus Österreich und Deutschland gesammelt. Diese sachliche Aufarbeitung ist notwendig, damit ein öffentliches Bewusstsein für das ausufernde Problem Linksextremismus entstehen kann. Denn noch immer wird Linksextremismus von Verantwortungsträgern in Medien und Politik als „aufgebauschtes Problem“ verharmlost oder als „friedlicher Aktivismus“ geleugnet.


Die Plattform Linke Gewalt bietet die Basis für die wissenschaftliche und politische Aufarbeitung linksextremer Straftaten und schafft ein öffentliches Bewusstsein für den ausufernden Linksextremismus.  Wenn Sie diese wichtige Arbeit unterstützen möchten, helfen Sie uns mit einer einmaligen oder monatlichen Spende:

 

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Weiterlesen

Gesellschaft

PKK-Hetzschriften”: FPÖ-Kritik an Förderungen für linken Verlag

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Der Wiener Mandelbaum Verlag vertreibt Bücher eines in Deutschland verbotenen PKK-Verlags und erhält offenbar Förderungen vom Bundeskanzleramt und der Stadt Wien. Kritik kommt vom Wiener FPÖ-Abgeordneten Leo Kohlbauer.

Wien. – Der Mandelbaum Verlag ist ein linker Verlag mit Sitz in der Wipplingerstraße. Im selben Gebäude befindet sich weiters das w23, welches beispielsweise Gruppen wie der Rosa Antifa Wien Räumlichkeiten bereitstellt. Doch auch das Verlagsprogramm zeigt mehr als nur eine räumliche Nähe zur radikalen Linken: Der Mandelbaum Verlag gibt etwa gemeinsam mit dem aus der Antifa-Szene stammenden Münchner Unrast Verlag die Edition Mezopotamya heraus. Dort werden Werke aus dem seit Februar 2019 in Deutschland verbotenen kurdischen Mezopotamien Verlag veröffentlicht. Der Verlag war von den deutschen Behörden als Teilorganisation der bereits seit 1993 verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) eingestuft worden. Das deutsche Innenministerium sah es nämlich als erwiesen an, dass der Geschäftsbetrieb des Verlags allein der Aufrechterhaltung des organisatorischen Zusammenhalts der PKK diene.

Linker Verlag mit staatlichen Förderungen

Unter den bisher veröffentlichten Werken der Edition Mezopotamya finden sich u.a. drei Bücher des PKK-Gründers Abdullah Öcalan, der auf der Homepage des Mandelbaum Verlags als „Vordenker und wichtigster politischer Repräsentant der kurdischen Freiheitsbewegung” bezeichnet wird. Dass es sich bei der PKK um eine militante Untergrundorganisation handelt, die für zahlreiche tödliche Terroranschläge verantwortlich ist und von der EU als Terrororganisation eingestuft, findet hingegen keine Erwähnung.

Dessen ungeachtet wird der Mandelbaum Verlag laut eigenen Angaben im Rahmen der Kunstförderung des Bundeskanzleramtes unterstützt; für einzelne Buchprojekte zudem von der Kulturabteilung der Stadt Wien, dem Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und dem Zukunftsfonds der Republik Österreich.

FPÖ-Kohlbauer: Stadt Wien fördert Verlag von „PKK-Hetzschriften”

Die freiheitliche Nachrichtenseite Unzensuriert berichtete am Dienstagvormittag darüber. Stunden später reagierte der Wiener FPÖ-Landtagsabgeordnete Leo Kohlbauer. „In Deutschland wird der Verlag dieser offenbar problematischen Schriften bundesweit verboten, in Wien mit Steuergeld gefördert. Das muss man erst einmal sickern lassen“, zeigte er sich in einer Aussendung erbost. Da der Mandelbaum Verlag sich nach eigenen Angaben durch Spenden finanziert, will der Freiheitliche nun wissen, ob auch staatliche Gelder geflossen sind. „Die FPÖ wird jetzt genau nachschauen, ob auch die MA7 und die Regierung Kurz gespendet haben, um die Ausbreitung der Konflikte radikaler Kurden in Wien weiter zu fördern“, kündigte Kohlbauer an.


Wir schreiben aus Überzeugung!
In Zeiten von einheitlichem Mainstream, Falschmeldungen und Hetze im Internet ist eine kritische Stimme wichtiger denn je. Ihr Beitrag stärkt die TAGESSTIMME und ermöglicht ein inhaltsvolles rechtes Gegengewicht.

 

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

Weiterlesen

Gesellschaft

linke-gewalt.info: Neue Homepage dokumentiert linksextreme Fälle

Redaktion

Veröffentlicht

am

Gewalt gegen Andersdenkende, Hass und Hetze, schwere Sachbeschädigung bis hin zu Mordversuchen. Linke Gewalt findet täglich an vielen Orten statt. FREILICH macht diese Gewalt nun sichtbar.

Unter www.linke-gewalt.info bietet FREILICH ab sofort eine Dokumentation linker Gewalt. Diese sachliche Aufarbeitung ist notwendig, damit ein öffentliches Bewusstsein für das ausufernde Problem Linksextremismus entstehen kann. Denn noch immer wird Linksextremismus von Verantwortungsträgern in Medien und Politik als „aufgebauschtes Problem“ verharmlost oder als „friedlicher Aktivismus“ geleugnet.

Einfacher Meldevorgang auf www.linke-gewalt.info

Linke Gewalt kein Einzelfall

Die Dokumentation linksextremer Übergriffe zeigt hingegen deutlich: Linksextremismus ist kein Einzelfall, sondern ein zunehmend gefährlicher Angriff auf Demokratie und Pluralismus. Politik und Medien müssen die überfällige Debatte um Ausmaß, Netzwerke und Maßnahmen führen. Auf der Seite wird ganz einfach Ort, Datum und Ziel der linken Gewalttat bekanntgeben. Experten verifizieren den Fall und schalten ihn bei Richtigkeit auf der Internetseite frei.

Die FREILICH Dokumentation linker Gewalt: Jahr, Art und Ziel

Gewalttaten nach Jahr, Art oder Ziel filtern

Kein Anschlag soll vergessen bleiben: Über mehrere Jahre lassen sich linke Gewalttaten nach Art und Ziel filtern und geografisch darstellen. Linke Gewalt findet täglich und in massivem Ausmaß statt. Durch die FREILICH-Dokumentation wird ihr Umfang greif- und fassbarer. Linke Gewalt kann so nicht mehr als „aufgebauschtes Problem“ verharmlost oder als „friedlicher Aktivismus“ geleugnet werden.

Das ganze Ausmaß linker Gewalt

 

Internetauftritt der Meldestelle: www.linke-gewalt.info

Facebook: https://www.facebook.com/linkeGewalt

Twitter: https://twitter.com/Linke_Gewalt


Die Plattform Linke Gewalt bietet die Basis für die wissenschaftliche und politische Aufarbeitung linksextremer Straftaten und schafft ein öffentliches Bewusstsein für den ausufernden Linksextremismus.  Wenn Sie diese wichtige Arbeit unterstützen möchten, helfen Sie uns mit einer einmaligen oder monatlichen Spende:

 

Sie wollen ein politisches Magazin ohne Medienförderung durch die Bundesregierung? HIER gibt es das FREILICH Magazin im Abonnement: www.freilich-magazin.at/#bestellen

 

Weiterlesen

Beliebt