Verbinde Dich mit uns

Österreich

Außenministerium: „UNO-Flüchtlingspakt ist nicht die beste Lösung”

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

By Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (AM Kneissl trifft türkischen AM Cavusoglu) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Österreichs Außenministerium schwächt das Ja zum UN-Flüchtlingspakt etwas ab. Man würde derzeit noch „kritische Punkte” im Dokument prüfen, heißt es in einer Aussendung.

Wien. Nachdem am Freitag bekannt worden war, dass Österreich plant, den UN-Flüchtlingspakt zu unterzeichnen, wandte sich das Außenministerium am Samstag mit einer „Klarstellung” an die Öffentlichkeit. Darin bestätigt man, dass Österreich die Vereinbarung in der UN-Generalversammlung zwar „grundsätzlich zustimmen” werde, derzeit aber noch „kritische Punkte” im Pakt und „mögliche Handlungsoptionen” geprüft würden.

Es bestehen „Bedenken”

So bestünden „Bedenken” gegen die globale Verteilung von Flüchtlingen und die „Vermischung von Flüchtlingen nach der Genfer Konvention einerseits und Wirtschaftsflüchtlingen andererseits”.

Staatliches Handeln auf dem Gebiet des Asyl- und Fremdenrechts kann nur auf der Grundlage innerstaatlicher Gesetze oder völkerrechtlicher Verträge, denen das Parlament zuvor die verfassungsgemäße Zustimmung erteilt hat, erfolgen”, betont das Außenministerium. So wolle Österreich nicht über bereits bestehenden völkerrechtlichen Verpflichtungen wie etwa der Genfer Flüchtlingskonvention hinausgehen.

Gewisse Inhalte” der UN-Vereinbarung entsprächen dem Außenministerium zufolge jedoch österreichischen Prioritäten: „insbesondere die Konzentration auf die Vermeidung von Fluchtursachen und die Bekämpfung der Wurzeln von Fluchtbewegungen”.

Nicht die beste Lösung zur Regelung von Asylfragen”

Der UNO-Flüchtlingspakt ist nicht die beste Lösung zur Regelung von Asylfragen. Es ist ein teilweise gut gemeinter Ansatz, aktuelle Probleme der Asylpolitik brauchen aber klare politische Entscheidungen”, betont das Außenministerium weiter.

Der UN‐Flüchtlingspakt soll Mitte Dezember in der UNO‐Vollversammlung angenommen werden. Das gesamte Dokument kann man hier nachlesen: https://www.unhcr.org/dach/wp-content/uploads/sites/27/2018/11/GCR_final_GER.pdf


Weiterlesen:

Österreich wird UN‐Flüchtlingspakt unterschreiben

 

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Saure Gurke

    3. Dezember 2018 at 2:05

    Unsere eigene auf breiter Fläche vorliegende Oberflächlichkeit und die im Verhältnis dazu in geringem Maße existierende Tiefgründigkeit kostet uns Kopf und Kragen.

    Als erstes, wenn ich etwas aufschnappe beginne ich dabei gleichzeitig zu differenzieren.
    Dieser Vorgang ist durch die Bank einfach nicht mehr vorhanden.
    Es verläuft weiter so, daß zugestiegen, aufgesprungen, übernommen wird was eine manipulierte Mainstream Medienland stündlich, täglich, jahrein jahraus versprüht, u. dann gedankenlos vertreten wird.

    Zuerst muß man, um dieser Berieselung zu entkommen nur den Schalter AUS am Fernsehen drücken, allen voran den stündlich oder minütlich hereinströmenden News, sprich Tagesnachrichten entkommen!

    Nun an die Regierenden.
    Es läßt sich nachvollziehen, daß eine neu gewählte Regierung, nachdem sie von der Opposition in die direkte Verantwortbarkeit gewechselt hat, unter einem Berg von Verträgen, eingegangenen Verpflichtungen aus den Vorgängerzeiten fast erschlagen wird, wenn sich diese ihnen erstmal nach und nach eröffnen.
    Man kann dies am neuen Stil von Artikulation auslesen, der bald einmal nach Eintritt in die Regierung vernehmbar wird. Der Sound ändert sich.

    Meine Frage lautet:
    Sind wir unfähig? Wovor haben wir Angst? Oder was ist es, eine eigene 20 Punkte Verordnung betreff einer Flüchtlingsaufnahme für unser Land zu erstellen und zu erlassen, die unsere eigene Souveränität für die Zukunft zementiert?

    Was heißt schon UN Pakt?
    Kennen wir diese Gesichter dort?
    Wer sind dort die Auftraggeber eines solchen großvolumigen Flüchtlingspacktes.
    Global klingt schon verdächtig, um nicht zu sagen weist auf eine manipulative Zusammenstellung hin.
    Global heiß alle über einen Kamm scheren.
    Die Willkommenskultur, die Bereitschaftskapazitäten, die Voraussetzungen rundum dazu liegen aber in jedem Land anders.
    Wer berücksichtigt den Standpunkt der Leute, deren Interessen vor Ort?
    Haben diese selbst nicht‚s mehr zu sagen?
    Es läuft darauf hinaus.

    Auszüge aus den Inhalten des Flüchtlingspacktes
    I. Einleitung
    A. Hintergrund
    1. „Weder die Flüchtlinge noch die Aufnahmegemeinschaften dürfen im Stich gelassen werden.“

    Wo bleibt da die Differenzierung von Mißbrauch, Scheinflüchtling zum echten Bedrohten?

    4. „Der Globale Pakt ist rechtlich nicht bindend.“

    Wozu dann der ganze Pakt? Weil hinterher aus nicht bindend das „NICHT“ verschwinden wird?

    Dann in den Inhalten immer wieder diese Betonung auf Frauen und Mädchen.
    Ist ja gut, aber das funktioniert bereits jetzt nicht. In DE praktiziert man bereits jetzt eine zweite, also eine parallel zur Deutschen Gesetzgebenden Gewalt, sprich eine Islamische Gesetzgebeung und deren Praxis zu legitimieren!
    Also: wierderum reines Blendwerk seitens der UN.

    Ich nehme weiters auf Korn:
    „Z. B. Zusatzprotokoll zur Verhütung, Bekämpfung und Bestrafung des Menschenhandels, insbesondere des Frauen- und Kinderhandels, …“

    Das erleben Betroffene und wir als Beobachter in der Praxis bei uns aber entgegengesetzt.
    Die Praxis: nicht zusammen passend gehand habt und von den Regierenden über uns abweichend ausgeübt, bzw. geduldet.
    Warum soll ein Täter beim Übergriff auf ein männliches Mißbrauchsopfers anders behandelt werden, als wenn sich der Täter eine Frau greift?
    Hier fügt man dem Verbrecher eine schleichend zugrunde gelegte Nachsicht ein; es ist eine eingeschobene legitimierte Ungleichbehandlung seitens der Konstrukteure des UN Vertrages zwischen Mann und Frau.
    Der Hund, den Esel haben bei den Verfassern obendrein keinen Wert, denn der aktuellen Lage entsprechend müßten auch der Schutz für Tiere mit hinein genommen werden.

    Der letzte Absatz 107. Unterstreicht und umfaßt dann wohl noch mal alles, warum er nicht unterschreibbar ist:
    „Der Globale Pakt hat das Potenzial, alle relevanten Interessenträger für die Förderung
    einer gemeinsamen Agenda und kollektiver Ergebnisse zu mobilisieren. Gemeinsam können wir Ergebnisse erzielen, die das Leben von Flüchtlingen und Aufnahmegemeinschaften grundlegend ändern werden.“

    93. untermauert diesen letzten Absatz vorangehend, bereits intern: A/73/12 (Part II) 93
    „In bestimmten Situationen und in Anbetracht ihres erwiesenen Nutzens werden Ko-
    ordinierungsgruppen für Neuansiedlung auch künftig koordinierte Reaktionsmaßnahmen
    fördern, unter gebührender Berücksichtigung von Schutzbedürftigkeit und Sicherheitsaspekten.
    Allgemein werden alle im Rahmen des Globalen Paktes unternommenen Bemühungen
    an der bestehenden multilateralen Architektur für Neuansiedlung ausgerichtet sein, einschließlich der jährlichen dreiseitigen Konsultationen zur Neuansiedlung, der Arbeitsgruppe für Neuansiedlung und der Koordinierungsgruppen, mit dem Ziel, ihren Nutzen zu erhöhen.“

    Zusammenfassung:
    Ich habe in all meinen bereisten Ländern eines übergreifend feststellen können:
    Überall fehlen den hinterherhinkenden Ländern ausgebildete Berufszweige. Nicht nur das, ein abgeschlossener Beruf ist nicht mal vorhanden.
    Wenn wir denen nun die hellen Köpfe auch noch abziehen, dann haben Kartelle (Finanzsyndikate) freie Bahn, die Rohstoffe dieser Länder gänzlich zu plündern.
    Und nur darum geht es.
    Die ganzen inhaltlichen Absichtserklärungen zu diesem Pakt laufen darauf hinaus anderen Ländern ihr einzig passables Humankapital, ihre bewegliche Resource Mensch mit Hirn, die der Plünderung entgegenhalten könnte, auch noch abzusaugen und bei uns die durch Neuansiedlungsmaßnahmen das eigene Volk auseinander zu treten.
    Danach haben die versteckten Globalsten gänzlich freie Hand mit ihrer Räuberei und Barbarei.

    Nachtrag: es gäbe noch andere Punkte heraus zu greifen. Da zieht sich aber zu stark in die Länge.
    Als Augenöffner sollte mein Entgegenhalten von Argumenten andere aber dazu inspirieren in die Tiefe des Denkens einzusteigen.

  2. Avatar

    Zickenschulze AT

    4. Dezember 2018 at 21:02

    Kneissl knickt ein. Strache fällt um.
    Schande für Kurz. In diesem Pakt zun Weichspüler mutiert.
    Alle drei Galgenvögel und nicht mehr?

    • Avatar

      Saure Gurke

      5. Dezember 2018 at 15:26

      Das Außenministerium entpuppt sich als österreichs Umfallerbühne.

      Man darf den Tag eben nicht vor dem Abend loben.
      Die Vorschußlorbeeren haben wir leider zu früh verteilt.
      Zurück auf den Boden der Tatsachen:
      Die Vorfreude bleibt die größte Freude und damit wird abgehakt.

      Es ist wie verhext.
      Mit den Außenministern bleibt sich Österreich dem Image treu, daß die Besetzungen den Anforderungen nur schwach gewachsen sind. Gibt es ein herausragendes leuchtendes Resultat? Dann verweist mir drauf.
      Aber bitte nicht den Kreisky bringen, denn auch ein großer Rhetorik bleibt eben nur ein Rhetoriker.

      18 Außenminister seit 45.
      Kaum einer ordentlich eingearbeitet, bereits wieder Geschichte.
      Das läßt ganz allgemein auf keine guten Würfe schließen.

  3. Avatar

    Rainer Seifert

    7. Dezember 2018 at 18:34

    Wenn in diesem Wisch tatsächlich schon steht, in Deutschland könnten 278 Millionen Menschen wohnen, dann frage ich mich ernsthaft nach dem Geisteszustand der Verfasser. Oder weden die „Reichsgrenzen” dann etwa doch wieder gen Osten erweitert? So eine Angabe ist einfach nur absolut irre.

    Wollen wir nun hongkong- oder monacoähnliche Wohnsilos gen Himmel bis weit ins grüne Umland? Was sagen denn unsere angeblich so naturbewusst gefärbten Grünlinge und deren Helfershelfer dazu? Das ist ja in etwa die Bevölkerungszahl der USA, nur scheint mir deren Staatsgebiet doch um einiges größer zu sein. Vielelicht sollten es diese Experten mal mit Kanada versuchen, dort derartige Invasionsmassen hinein zu schleusen. Die Kanadier werden sich bedanken, trotz der isalamfreundlichen Ader ihres Präsidenten.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Österreich

SPÖ-Kandidat will Wahlrecht für Ausländer – FPÖ widerspricht scharf

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

ASDF SPÖ Presse und Kommunikation [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

„Wenn es nach SPÖ, Neos und Grünen geht, darf dann irgendwann jeder Tourist, der zufällig am Wahltag in Österreich ist, zur Wahlurne schreiten“, kritisiert FPÖ-Klubobmann Kickl.

Wien. – Der ehemalige SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher hat sich kurz vor der Nationalratswahl im „STANDARD-Livetalk” für ein Ausländerwahlrecht ausgesprochen. „Zumindest auf kommunaler Ebene” sollen Migranten seiner Ansicht nach das Wahlrecht erhalten, wenn sie schon länger in Österreich leben. Bisher dürfen bei Gemeinderatswahlen nur EU-Bürger ihre Stimme abgeben.

Kickl: „Wahlrecht ist Staatsbürgerrecht”

Scharfe Ablehnung erfuhr der Vorschlag jedoch erwartungsgemäß von der FPÖ. Der freiheitliche Klubobmann Herbert Kickl betonte in einer Aussendung: „Wahlrecht ist Staatsbürgerrecht.” Und er warnte davor, dass die „linke Einwanderungslobby” hier auf kommunaler Ebene nicht haltmachen werde, sondern „sicher” auch ein Wahlrecht für Ausländer bei Landes- und Bundeswahlen und sogar ein passives Wahlrecht fordern würde.

Wenn es nach SPÖ, Neos und Grünen geht, darf dann irgendwann jeder Tourist, der zufällig am Wahltag in Österreich ist, zur Wahlurne schreiten“, meinte Kickl ironisch, der den Sozialdemokraten vorwarf, ihr „schwindendes Wählerreservoir mittels Ausländerwahlrecht wieder auffüllen” zu wollen.

ÖVP-Nehammer: „Linke Träumereien”

Auch von der ÖVP erhielt Lercher dafür eine Absage. „Wir lehnen ein Ausländerwahlrecht entschieden ab. Nach den Neos fällt auch die SPÖ mit neuen linken Träumereien zum Ausländerwahlrecht auf. Das zeigt, was unter einer rot-grün-pinken Koalition alles möglich wäre. Das Wahlrecht auf Bundesebene bleibt das Recht der Staatsbürger. Auf kommunaler Ebene reicht völlig aus, dass EU-Bürger wählen können”, so ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Österreich

ÖVP will Wegwerfverbot für Supermärkte

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

ASDF Bild: Sebastian Kurz (ÖVP) auf einem der aktuellen Wahlplakate zur Nationalratswahl Ende September / Bild: Die Tagesstimme

Die Wirtschaftkammer lehnt die Pläne der ÖVP für eine gesetzliche Regelung, die Supermärkten das Wegwerfen von Lebensmitteln verbietet, allerdings ab.

Wien. Die ÖVP will gesetzlich regeln, dass Supermärkte künftig genussfähige Lebensmittel nicht mehr wegwerfen dürfen. Der Handel buche derzeit rund 80.000 Tonnen an Produkten aus, nur 12.000 Tonnen würden an Bedürftige weitergegeben. Ein Verbot, „das zumindest für große Supermärkte gilt”, soll in der nächsten Legislaturperiode beschlossen werden.

SPÖ mit ähnlicher Forderung

Frische Nahrungsmittel, die im Regal bleiben, sollen dann gemeinnützigen Vereinen und Bedürftigen zur Verfügung gestellt werden. Außerdem will man Initiativen, die bereits bestehen, ausbauen. „Wir werden, gemeinsam mit dem Handel, einen Plan erarbeiten, wie wir mit dieser Verschwendung von Lebensmitteln Schluss machen können”, sagte Ex-Umweltministerin Elisabeth Köstinger in einer Aussendung. Darin sprach sich auch Parteichef Sebastian Kurz „gegen die Wegwerf-Gesellschaft” aus.

Doch auch die SPÖ will Supermärkte verpflichten, nicht mehr benötigte Lebensmittel an soziale Einrichtungen weiterzugeben. In ihrem Aktionsplan sind auch Investitionen in die dafür notwendige Infrastruktur, beispielsweise Lager und Kühlräume vorgesehen. Es soll verboten werden, nicht mehr verkaufbare Lebensmittel ungenießbar zu machen.

Wirtschaftskammer gegen ÖVP-Pläne

Die Wirtschaftkammer lehnt die Pläne der ÖVP für eine gesetzliche Regelung, die Supermärkten das Wegwerfen von Lebensmitteln verbietet, allerdings ab. Die Folgen wären mehr Bürokratie und hohe Kosten. Österreich habe ein sehr gut funktionierendes Modell zur Reduktion der anfallenden Abfälle, wozu sich heimische Handelsunternehmen freiwillig verpflichtet hätten, so Handel-Spartenobmann Peter Buchmüller. Dazu gehörten die Abgabe von Lebensmitteln an soziale Einrichtungen ebenso wie ein verbilligtes Angebot von Brot und Gebäck vom Vortag, die Verringerung des Frischwarenangebots zum Ladenschluss hin und ein vergünstigtes Angebot von Obst und Gemüse als Güteklasse II.

Dazu kämen außerdem Produktinnovationen, mit denen Lebensmittel recycelt würden, indem etwa altes Brot und Gebäck bei der Bierherstellung zum Einsatz komme. Lebensmittelhandelsunternehmen hätten so allein in einem Jahr rund 12.250 Tonnen noch genussfähige Lebensmittel an soziale Einrichtungen weitergegeben, eine Verdopplung des Volumens gegenüber dem Vorjahr. Darüber hinaus habe man 10.000 Tonnen an nicht verkäuflichen Lebensmitteln als Tierfutter oder zur Futtermittelherstellung verwertet, zietiert man das Landwirtschaftsministerium.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Österreich

FPÖ warnt in Wahlvideo vor „schwarz-grüner Beziehung”

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

ASDF Screenshot: FPÖ-TV via YouTube [@00:12 min]

Mit ihrem neuen Wahlvideo befeuern die Freiheitlichen ihr Narrativ, wodurch Österreich eine Koalition zwischen ÖVP und Grünen drohen könnte.

Wien. – Es ist eine Regierungsvariante, welche in mehreren Bundesländern längst Realität ist – und bei Zustandekommen im Bund wohl das Schreckgespenst all jener wäre, welche einen konsequent harten Migrationskurs befürworten: Schwarz-Grün. Die FPÖ hält dieses Szenario allerdings für eine greifbare Möglichkeit und warnt daher den ehemaligen Koalitionspartner, dass er mit einer solchen Konstellation „falsch links abbiegt”.

Wahlvideo: Grüne möchte sich Kurz ‚aufreißen’

Das 90-sekündige Video zeigt eine erkennbar alternativ gekleidete Blondine mit grellgrünem Schultertuch, welche sich in einer Barszene zur Aufgabe macht, sich Sebastian Kurz ‚aufzureißen’. Dieser sitzt mit einem türkisen Cocktail einsam am Tresen und lamentiert darüber, dass er „in zwei Jahren schon die zweite Beziehung in die Luft gesprengt” habe. Darauf ermutigt ihn die Grünen-Dame, es einmal mit einer „fortschrittlichen Partnerin” zu probieren.

Dieser äußert darauf Bedenken, wegen seines „schwarzmalerischen Elternhauses” gar keine Partnerin mehr zu wünschen – wohl eine Anspielung auf eine mögliche Minderheitsregierung. Die flirtende Frau besänftigt aber, seine „Oiden […] auf leiwand” zu haben. Immerhin würden ihre Freunde mit denen in Tirol und Vorarlberg – dort gibt es schwarz-grüne Regierungen – „regelmäßig Hippie-Partys” feiern.

Grünen-Dame stellt Forderungen – Hofer geht dazwischen

Darauf scheint der Widerstand gebrochen: Er sei ja „ein bisserl […] eh schon immer auf [ihren] Typ gestanden”. Und prompt ihm die Grüne beginnt für eine allfällige Beziehung „in paar klare Regeln” zu diktieren. So sei die Mindestsicherung für Ausländer wieder „auf volle Höhe” zu setzen. Ziert sich das Kurz-Double hier nocheinigermaßen wegen der Kosten, kann es Geschwindigkeitsbegrenzungen und Spritpreiserhöhungen aufgrund des Klimaschutzes bereits etwas abgewinnen.

Ähnlich dann, als die Forderung nach „keinen Abschiebungen mehr” und einem „Einwanderungsgesetz für mehr Zuwanderung” aufkommt. Denn immerhin würden sich ja seine „Konzernfreunde über die billigen Arbeitskräfte” freuen. In diesem Moment geht Norbert Hofer dazwischen und erklärt, dass dies nicht gutgehen könne: „So schnell kann es gehen, dass jemand falsch links abbiegt”. Wer wolle, dass „der gute Weg für Österreich” eine Fortsetzung finde, stärke an der Urne deshalb die FPÖ.

Drittes Video setzt auf traditionelle FPÖ-Impulse

Damit setzen die Freiheitlichen auch in ihrem dritten Video auf die Erzählung, dass sie es seien, welche Kurz quasi auf dem ‚rechten Weg’ halten würden. Zuvor sorgte ein Besuch bei der Paartherapie aufgrund der rezipierten Anbiederung im Netz für spöttische Kommentare aus allen Richtungen. Etwas mehr Verständnis erlangte schon die zweite Einschaltung, in welcher Hofer das Bild eines aufgrund ihrer Ansicht verfehlter Themen nach links kippenden Kurz wieder gerade rückt.

Im neuen Video scheinen sich die Blauen allerdings auch wieder auf eigene Themensetzungen zu konzentrieren. Im Vordergrund steht dabei nicht nur der strenge Migrationskurs als Markenzeichen der Partei. Denn neben dem Eintreten gegen Vorschriften und Verbote kritisiert man auch die Wirtschaftsnähe der ÖVP. Gerade angesichts der Zustimmung etwa zum umstrittenen CETA-Vertrag drohten die Freiheitlichen in jüngerer Vergangenheit ihr sorgsam gehegtes Image der „sozialen Heimatpartei” zusehends einzubüßen.

Wahlkampf hat kaum Auswirkungen auf Umfragen

Obwohl sich die wahlwerbenden Parteien mächtig ins Zeug legen, verändern sich die Werte in den Umfragen seit Monaten kaum. Auch unzählige Plakate, Werbevideos und TV-Diskussionen lassen das Stimmungsbild nahezu unverändert. Unklar scheinen daher nur der Vorsprung der Türkisen, ihre rechnerischen Koalitionsmöglichkeiten, sowie das Duell um den zweiten Platz.

Während die ÖVP je nach Institut auf etwa 33 bis 37 Prozent der Stimmen hoffen kann, streiten sich FPÖ und SPÖ bei 19 bis 23 Prozent darum, zweitstärkste Kraft zu werden. Die Grünen stehen nach ihrem Rauswurf aus dem Parlament 2017 nunmehr solide bei 10 bis 13 Prozent, die NEOS bei 7 bis 9 Prozent. Die Liste JETZT wäre mit 2 Prozent ebenso wenig im Nationalrat vertreten wie KPÖ und Wandel (zumeist nicht erhoben).

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Journalismus für Patrioten

Die Tagesstimme ist Journalismus für Patrioten! Wir sind unabhängig und ausschließlich unseren Lesern verpflichtet. Um die Menschen im Land aufzuklären, brauchen wir allerdings deine Hilfe.

Verein für unabhängige Medien- und Informationsarbeit
IBAN: AT06 6000 0803 1023 8922
BIC: BAWAATWW

Paypal: [email protected]

Oder » hier Förderer werden! «

Werbung

Schwerpunkt

Beliebt