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Berlin

Wirbel um vermeintliches Coca-Cola-Plakat gegen AfD

In der deutschen Bundeshauptstadt sorgte ein Plakat für Aufregung in sozialen Medien. Später stellte sich heraus, dass dies kein offizielles Coca-Cola-Sujet ist – hochrangige Vertreter der Firma mit dessen Aussage allerdings konform gehen. 

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<p>Bild: Screenshot Twitter.</p>

Bild: Screenshot Twitter.

Berlin. – Das Plakat zeigt einen klassischen Weihnachtsmann in der Interpretation des amerikanischen Brauseherstellers, dazu Christbaumschmuck und das Logo der Firma. Ein Slogan schießt scharf gegen die größte deutsche Oppositionspartei: „Für eine besinnliche Zeit: Sag‘ Nein zur AfD!“ Da die Ersteller auch den firmentypischen Schriftzug benutzten, sollte wohl der Eindruck entstehen, der beliebte Getränkehersteller sei der Urheber der Grafik.

Kein offizielles Plakat – Zustimmung zu Inhalt

Dem aufmerksamen Beobachter fiel freilich auf, dass es sich um keine aktuelle Werbeschaltung der Firma handeln kann. Die Frankfurter Rundschau identifiziert die Macher des sogenannten „AfDentskalender“ als potenzielle Akteure. Auf Anfrage der Tagesstimme bestätige eine Sprecherin von Coca-Cola den Befund, dass das Plakat nicht von Coca-Cola stammt.

Vielmehr habe jemand die Botschaft „auf der Grundlage eines mehrere Jahre alten Weihnachtsplakats“ selbst gebastelt. Obwohl nicht dafür maßgeblich, verwies uns die Getränkefirma auch auf eine Twitter-Stellungnahme des Kommunikationschefs von Coca-Cola Deutschland. Dieser ließ darin anklingen, dass er der Kernaussage des Sujets offenbar durchaus etwas abgewinnen könne.

AfD-Pasemann: „Politische Hetze“

Keine Freude mit diesem Statement seitens eines Offiziellen des Unternehmens hatten unterdessen Mitglieder der betroffenen Partei. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Pasemann beklagte „politische Hetze“ gegen eine vom Volk legitimierte Partei. Er habe seinerseits „nicht glauben“ können, dass sich ein internationaler Konzern an solchen Handlungen beteilige.

Coca-Cola: Gratisgetränke bei #wirsindmehr

Damit bezieht die Firma nicht zum ersten Mal Stellung gegen Patrioten. Bereits im September sorgte der Getränkeriese für gesellschaftliche Debatten, als man sich mit Gratisausschank seiner Produkte beim umstrittenen #wirsindmehr-Konzert beteiligte. Zuvor war es in Chemnitz nach der Tötung eines deutsch-kubanischen Familienvaters mutmaßlich durch einen Messerangriff abgelehnter Asylwerber zu tagelangen Protesten aufgebrachter Bürger gekommen.

Bei diesem Konzert spielte unter anderem die mehrfach in Verfassungsschutzberichten des Landes Mecklenburg-Vorpommern erwähnte linksextreme Band Feine Sahne Fischfilet. Die Hip-Hop-Gruppe K.I.Z. sorgte mit ihrer Darbietung einer geschmacklosen Textzeile („Ich ramm‘ dir die Messerklinge in die Journalistenfresse“) für einen handfesten Eklat – Die Tagesstimme berichtete.


Weiterlesen: 

#wirsindmehr‐Band: „Ich ramm dir die Messerklinge in die Journalistenfresse“ (4.9.2018)

#wirsindmehr: Antikapitalisten mit multinationalen Konzernen gegen rechts? (3.9.2018)

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