AfD - unsere Wirtschaft verteidigen
Werbung

Online-Pranger für Patrioten

Firma erkennt ihren Mitarbeiter

Laut Berliner Kurier wurden aufgrund der jüngsten Aktion des „Künstlerkollektivs“ Zentrum für Politische Schönheit bereits mehrere mutmaßliche Rechte erkannt. Kritik zu der Aktion kommt von mehreren Seiten.

2 Minuten
<p>Symboldbild: Demonstration in Chemnitz / Bild: privat</p>

Symboldbild: Demonstration in Chemnitz / Bild: privat

Berlin/Chemitz. Ein in Berlin ansässiges Unternehmen hat sich in einem offenen Brief an das „Künstlerkollektiv“ Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) gewandt, das aktuell mit einem Online-Pranger für Patrioten für Kopfschütteln sorgt (Die Tagesstimme berichtete). Wie es in dem offenen Brief heißt, erweckt die Aktion „SOKO-Chemnitz“ den Eindruck, dass sich ein Mitarbeiter des Unternehmens „daran beteilige, Ausländer durch Chemnitz zu treiben, Presse und Polizeibeamte zu attackieren und, wie Sie schreiben: Hitler zu grüßen“. Das von Gat Ramon geführt Unternehmen erwarte, dass diese Art von Hetze und Denunziation unterlassen wird.

Unternehmen will niemanden vorverurteilen

„Eine öffentliche Denunziation ist für mich persönlich und auch für unser Unternehmen nicht die geeignete Antwort“. Das Unternehmen versuche „aktiv und verantwortungsbewusst“ mit Mitarbeitern umzugehen, die andere Meinungen und andere Anschauungen haben. „Bis zu einem gewissen Punkt“ müssten sie diese auch ertragen. Trotz der Anschuldigungen möchte man aber niemanden vorverurteilen, sondern zunächst noch das Gespräch mit dem beschuldigten Mitarbeiter suchen. „Sollte sich dabei aber herausstellen, dass der Mitarbeiter entgegen unserer Werte und vielleicht sogar strafbar gehandelt hat, stoßen wir zwangsläufig sofort an die Grenzen des Erträglichen“, so Ramon.

Jüdisches Forum kritisiert die Aktion

Auch das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitisums (JFDA) hat sich zur provokanten Aktion des ZPS geäußert. Dieses würde für die genannte Aktion auch Fotos des Forums nutzen. „Eine Kooperationsanfrage zu dieser Aktion lehnten wir im Vorfeld ausdrücklich ab“, heißt es in dem Twitter-Beitrag. Nun würden rechtliche Schritte wegen der Verwendung des Fotomaterials eingeleitet werden. JFDA-Sprecher Levi Salomon kritisierte auch, dass durch die unerlaubte Verwendung der Bilder der Eindruck entsteht, dass sie der Veröffentlichung zugestimmt hätten, um die Aktion des ZPS zu unterstützen. „Das Gegenteil ist der Fall.“

Polizei entfernt Plakate

Unterdessen prüft die Polizei laut einer Presseaussendung eine mögliche strafrechtliche Relevanz der Inhalte und Abbildungen auf der Webseite, sowie die Plakatierung in einem Büro im Rosenhof. „Zur Rede steht der Verstoß gegen das Kunsturhebergesetz beziehungsweise auch Beleidigung.“ Die Polizei hat die Plakate entfernt, nachdem in sozialen Netzwerken dazu aufgerufen wurde, unter anderem Sachbeschädigungen an den Büroräumen im Rosenhof zu verüben. Das ZPS hingegen wirft der Polzei diesbezüglich vor, „bedrohtes Eigentum“ zu zerstören und vor dem „rechten Mob“ zu kuschen.

Weiterlesen:

Cover der Freilich-Ausgabe #10
FREILICH Nr. 12 erschienen!
Lockdown, politische Radikalisierung und Untergang des Abendlandes: Da kommt ganz schön was zusammen. Doch mit der Gefahr wächst das Rettende auch. Warum widerständiges Dasein so wichtig ist, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des FREILICH Magazins.
Jetzt abonnieren