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Wirtschaft

Studie erschienen: “Fachkräftesicherung ohne Masseneinwanderung”

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Symbolbild Labor (CC0 / IfS-Studie (Copyright "Institut für Staatspolitik) / Collage: Die Tagesstimme

Seit Jahren warnen Politik- und Wirtschaftskreise vor einem Fachkräftemangel in Deutschland. Allzu oft lautet die vermeintliche Lösung “mehr Einwanderung”. Genau davor will die vor wenigen Tagen in Zusammenarbeit mit Recherche Dresden erschienene Studie des Instituts für Staatspolitik warnen.

Unter dem Titel “Fachkräftesicherung ohne Masseneinwanderung. Eine politische Anleitung” analysieren Felix Menzel und Kollegen die Fachkräftesituation in Deutschland “mit all ihren Wechselwirkungen zwischen Familie, Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft”. Außerdem will die Studie aufzeigen, “welche falschen Annahmen dem Fachkräftemangel zugrunde liegen und wie die demographisch bedingte Lücke geschlossen werden könnte”.

Kritik am neuen Fachkräftezuwanderungsgesetz

Auf der Homepage von Recherche Dresden heißt es, dass in der Studie das geplante Fachkräftezuwanderungsgesetz “auseinandergenommen” werde. “Die Studie liefert reichlich Fakten und Argumente, damit die Abgeordneten im Bundestag eine Möglichkeit haben, um das Gesetz fundiert zu kritisieren.”

Außerdem wird die aktuelle Lage aus dem Arbeitsmarkt geschildert. Dazu habe man sich mit einem fiktiven Profil bei 50 Unternehmen beworben, um aufzuzeigen, welche Dringlichkeit die Personalsuche der Unternehmen habe.

Demograpische Lücke ohne Masseneinwanderung schließen

Zusätzlich habe man in der Studie nachgerechnet, “wie die demographisch bedingte Lücke auf dem Arbeitsmarkt ohne Masseinwanderung geschlossen” werden könne. “Unsere Rechnung zeigt: Es gibt volks- und betriebswirtschaftlich genug Mittel und Wege, um sinnvoll auf die Überalterung zu reagieren.”

Die Studie umfasst 43 Seiten, kostet fünf Euro und kann beim Verlag Antaios bestellt werden.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Saure Gurke

    7. Dezember 2018 at 9:55

    Dafür braucht es keine Studie.
    Hausverstand!
    1 + 1 = 2 und nicht 11.
    Sind alle Rufe der letzten Jahre für mehr Qualität, speziell zur Ausbildung auf einmal über Bord gegangen?

    Wir sind auf dem besten Weg dahin, daß wir noch vor dem Aufsuchen eines Restrooms eine Studie befragen werden.

  2. Avatar

    Peter Lüdin

    11. März 2019 at 21:55

    Jeder “Zuwanderer” nimmt sich einen Teil des Gemeinwesens das Andere über Jahrhunderte mühselig erschaffen haben umsonst: Was ist Deutschland oder Österreich wert pro Person? Kultur, Infrastruktur, Strassen Rechtssystem, politisches System, Land, alles was mühselig erarbeitet und aufgebaut wurde? Das ist eine Unsumme und mit Geld gar nicht zu bezahlen und jeder “Zuwanderer” bekommt es gratis und überlastet es. Da liegt der monumentale Schaden!

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Wirtschaft

Themenheft Gleichheit: “Recherche D” startet in den zweiten Jahrgang

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

ASDF Hintergrund: Symbolbild (CC0) / Bild: Recherche D, Heft 5 (Recherche Dresden) / Collage: Die Tagesstimme

Das patriotische Wirtschaftsmagazin Recherche D startet im Mai mit ihrem neuen Themenheft “Gleichheit” in den zweiten Jahrgang. Auf der Homepage stellen die Macher die kommende Ausgabe bereits vor.

Als Höhepunkt erscheint in der neuen Ausgabe eine 13-seitige Studie mit dem Titel “Die großen Gleichmacher”. Recherche Dresden hat dazu mehrere Monate die Gleichstellungspolitik und “Corporate Social Responsibility”-Strategien der DAX-Konzerne beleuchtet.

Portrait: Thomas Sowell

Weiters findet sich in der Ausgabe ein Portrait über Thomas Sowell. Der US-Ökonom untersuchte die Gleichstellungspolitik in Indien, Malaysia, Sri Lanka, Nigeria und den USA. Dabei weist Sowell in seinen Untersuchungen die negativen Auswirkungen übermäßiger Diversität nach.

Große Bandbreite

Weitere Beiträge im Heft beschäftigen sich mit der “Messung der Ungleichheit” anhand des Gini-Koeffizienten oder den “Ungerechtigkeiten bei der Vergabe des Kindergeldes”. Außerdem stellt Johannes K. Poensgen, der auch für die Zeitschrift Sezession schreibt, Horace Woody Brocks Gesellschaftstheorie vor. In einem weiteren Artikel geht es um die Frage, wie sich die “Macht des Arbeiters” durch die Digitalisierung gewandelt hat. Daneben beschäftigt sich Carlos Wefers Verástegui mit Ludwig von Mises und dessen Kritik am “Gemeinschaftsdenken”. Über die historischen Ursprünge der Gleichheitsutopie schreibt Felix Menzel in seinem Beitrag “Der Absolutismus begann 1789”.

Interview mit Marcus Hernig

Als Interviewpartner findet sich in der kommenden Ausgabe der Sinologe und Autor Marcus Hernig. Recherche D sprach mit ihm über China und die neuen Seidenstraße.

Daneben hält das Magazin auch wieder mehrere Buchbesprechungen bereit.

Recherche D: Heft 5 (Mai 2019), 56 Seiten, kostet 6,50 € (zzgl. Versandkosten) und kann hier vorbestellt werden. Die Zeitschrift erscheint viermal im Jahr, ein Abonnement kostet 26 €.

Weiterlesen:

“Recherche Dresden: Patrioten gründen Denkfabrik für Wirtschaftskultur”

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Technik

Künftig reiner Onlineverkauf: US-Autobauer Tesla schließt seine Geschäfte

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild (Tesla Model 3): Carlquinn via Wikimedia Commons [CC BY-SA 4.0] (Bild zugeschnitten)

Wie Firmengründer Elon Musk mitteilte, will das Unternehmen seine Elektroautos künftig nur mehr über das Internet verkaufen.

Palo Alto. – Der ungewöhnliche Schritt soll auch die Preisgestaltung positiv beeinflussen, die Gefährte damit künftig bis zu sechs Prozent billiger werden. Dabei sollen die allermeisten der bisherigen Verkaufsstellen schließen. Einige an belebten Orten sollen allerdings zu Ausstellungs- und Informationszwecken umfunktioniert werden. Für Musk ist das Ende des Offline-Verkaufs eine “harte […] aber richtige Entscheidung für die Zukunft.”

Zahlreiche Arbeitsplätze in Gefahr

Verbunden ist das geänderte Konzept jedenfalls mit der Einsparung von Arbeitsplätzen. Erst vor wenigen Wochen kündigte das Unternehmen an, insgesamt 3.000 Jobs – oder insgesamt sieben Prozent – streichen zu wollen, diese Zahl dürfte sich nun wohl erhöhen. Bereits im Sommer des Vorjahres mussten neun Prozent der damaligen Mitarbeiter (also über 4.000) gehen.

Dennoch erhofft man sich eine Verbilligung seines aktuellen Modells auf etwa 37.000 Dollar (32.500 Euro) und damit verbundenen gesteigerte Absatzzahlen. Anstelle der bisherigen Probefahrten bei den Verkaufspartnern sollen die Möglichkeiten zur Rückgabe innerhalb der ersten Woche verbessert werden.

Tesla kämpft aktuell mit Verlusten

Der Elektroauto-Pionier Tesla kämpft derzeit mit Verlusten, erst für das zweite Quartal 2019 rechnet dessen Chef Musk wieder mit schwarzen Zahlen. Zudem wird am heutigen Freitag eine Wandelanleihe von 920 Mio. Dollar fällig – bei letztjährigen Reserven von 3,7 Mio. eine erkleckliche Summe.

Produktionsmängel und Ärger mit Börsenaufsicht

Darüber hinaus befindet sich Musk im neuerlichen Zwist mit der US-Börsenaufsicht, weil er ohne Genehmigung über geplante diesjährige Produktionszahlen twitterte. Tesla, dessen aktuelles Produkt Model 3 derzeit etwa 43.000 Dollar (knapp 38.000 Euro) kostet, möchte im Jahr 2019 bis zu 500.000 Autos herstellen.

Zuletzt sorgte dieses allerdings durch das Bekanntwerden mehrere schwerwiegender Produktionsmängel für negative Schlagzeilen. Das einflussreiche US-amerikanische Verbrauchermagazin Consumer Reports zog darauf hin seine ursprüngliche Kaufempfehlung für das Produkt zurück. Daraufhin brach die Aktie des Unternehmens um zwei Prozent ein.

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Politik

Nach Kuhattacken-Urteil: Versicherungsschutz für Almbauern geplant

Julian Schernthaner

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ASDF Symbolbild (Weidende Kühe mit Jungtier nahe Almweg): Pixabay [CC0]

Bei einem runden Tisch besprachen Politik und Interessensvertreter über die Vorgangsweise, sollte das viel diskutierte Urteil des Landesgerichts Innsbruck auch in zweiter Instanz aufrecht bleiben.

Innsbruck/Neustift i. St. – Es war ein Urteil, welches für Aufregung über Tirol hinaus sorgte. In einem Zivilprozess wurde erstinstanzlich entschieden, dass ein Bauer im abgelegenen Pinnistal (Gemeinde Neustift im Stubaital) insgesamt bis zu €490.000 an die Hinterbliebenen des Opfers einer tödlichen Kuhattacke zahlen soll. Die Begründung der Justiz: der Landwirt hätte seine großräumigen Weideflächen mit einem Zaun sichern können.

Große Sorge nach Urteil

Aus Sorge um einen Präzedenzfall gingen anschließend die Wogen im Land hoch. Denn eine drohende Konsequenz wäre, dass Bauern aufgrund der hohen Kosten für eine Umzäunung ihre Tiere gar nicht mehr auf die Alm treiben könnten.

Andernfalls aber könnte es auch zu Wegsperren kommen – und damit den für Tirol so ertragreichen Sommertourismus schwer beschädigen. Medienberichten zufolge drohten bereits erste Bauern mit dieser Variante – und zwar nicht nur in Tirol, sondern auch in anderen Bundesländern.

Versicherungsschutz und neues Almschutzgesetz

Um beide Worst-Case-Szenarien abwenden zu können, berieten Vertreter der Tiroler Landesregierung, der Bauern, des Tourismus sowie des Alpenvereins nun über notwendige Maßnahmen. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) stellte dabei die Möglichkeit eines umfassenden Versicherungsschutzes für alle Wegehalter – Almbauern und Gemeinden – im Unglücksfall.

Außerdem soll das Tiroler Almschutzgesetz eine Änderung erfahren. Dabei sollen auch neue Verhaltensregeln für die gesamten Wälder und das ganze alpine Gelände kommen. Hierbei zielt man auf eine stärkere Betonung der Eigenverantwortung ab. Hervorstreichen will man hierbei das Verhalten gegenüber weidenden Tieren und welche Dinge man bei Wanderungen mit Hunden beachten muss.

Kurz will Nachschärfung in Bund und Ländern

Bereits einige Stunden zuvor kündigte der Tiroler Tageszeitung zufolge auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ebenfalls ÖVP) an, gesetzliche Nachschärfungen treffen zu wollen. Ein “tragischer Zwischenfall” solle nicht zur Folge haben, das “grundsätzlich gute Miteinander” zwischen Touristen und der Almwirtschaft zu gefährden.

Konkret kann sich kurz dabei eine Anpassung im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch ebenso vorstellen wie Neuerungen in Landesgesetzen. Dies sei in einem Tourismusland “im Interesse aller” Beteiligten. Justiz- und Agrarministerium sollen diesbezüglich einen Vorschlag erarbeiten.

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