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Gesellschaft

Berlin: Nächstes Fake-Werbeplakat gegen AfD aufgetaucht

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Bild: Screenshot Facebook-Seite 'Stay Behind-Foundation' (Bildausschnitt)

Zum wiederholten Male haben mutmaßlich linksradikale Aktivisten in Berlin ein Werbesujet im Corporate Design eines renommierten Handelsunternehmens aufgestellt, welches die größte deutsche Oppositionspartei abwertet. 

Berlin. – Nur eine Woche nach dem umstrittenen Plakat im Stil des Getränkeherstellers Coca-ColaDie Tagesstimme berichtete – macht erneut ein Markenhersteller unfreiwillig Negativwerbung gegen die Alternative für Deutschland. Diesmal stand der beliebte Brotaufstrich “Nutella” des italienischen Süßwarenherstellers Ferrero Pate für die Aktion. Ziel der Guerilla-Kampagnen ist es offenbar, die Unternehmen zu einer Stellungnahme gegen die patriotische Partei zu bewegen.

Plumper Spruch von linksradikaler Initiative

Das Plakat macht auf besonders plumpe Weise Stimmung gegen die Oppositionsführerin im deutschen Bundestag. Als Slogan dient der Satz “Lieber braun aufs Brot als braun im Kopf!”. Man stelle sich gegen “Rassismus, Intoleranz und rechte Hetze”. Diese kämen nach Ansicht der Urheber bei der AfD vor. Auch die Anspielung auf die Uniformfarbe von Trägerorganisationen der Nationalsozialisten soll die Partei wohl in eine vermeintliche Nähe zu deren Gedankengut rücken.

Eine Gruppe mit dem Namen “Stay Behind Foundation” bekannte sich zum Machwerk und verbreitete dieses am Dienstag in sozialen Medien. Die Gruppe bezeichnet sich auf ihrer eigenen Homepage als “Zusammenschluss von […] Akteuren aus dem digitalen […] Umfeld”. Sie bezeichnet es als ihren Auftrag “Unruhe” zu stiften, wann und wo immer es ihnen “notwendig erscheint”.

Unternehmen bestätigt: Kein Originalplakat

Dem Portal Horizont Online zufolge bestätigte der Nutella-Hersteller Ferrero bislang nur, dass es sich um keine offizielle Plakataktion handle. Der Süßwarenhersteller wollte demnach nach Auskunft der dortigen Pressestelle zunächst prüfen, was hinter der Aktion steckt. Damit positionierte sich der deutsche Ableger der italienischen Firma vorerst nicht eindeutig.

Ein Sprecher von Coca-Cola Deutschland hatte letzte Woche auf Twitter mitgeteilt, den Inhalt der Aussage zu teilen. Gut möglich, dass sich die Aktionen durch diese Äußerungen im ihrem Handeln bestärkt fühlten und diesen Aufwind. Die Macher des ‘AfDentskalenders’, welche als Urheber jenes Sujets galten, teilten die Aktion ihrer Kollegen jedenfalls fleißig.


Weiterlesen:

Berlin: Wirbel um vermeintliches Coca‐Cola‐Plakat gegen AfD (4.12.2018)

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Saure Gurke

    12. Dezember 2018 at 20:43

    “Damit positionierte sich der deutsche Ableger der italienischen Firma vorerst nicht eindeutig.”

    Käme der Spruch von irgend jemand anderem, also nicht von den Linken, würde eine Firma sorfort ein halbes dutzend Anwälte auffahren und Regressansprüche geltend machen.
    Nicht so die Verantwortlichen für den deutschen Markt, die den Schaden in ihrem politisch instinktlos, dilettanten Testus noch noch gar nicht einmal erfaßt haben.
    Will ihnen eine weitere Häme ersparen.

    Bin mir sicher, daß dies das Gegenteil einer Imagepolierung für Ferrero auf dem BRD Markt war.
    Sie hat von nun im deutschen Sprachraum auf alle Fälle ein Problem eines gespaltenen Kundenstockes am Halse hängen.
    Die zögerliche Haltung von nutella rüttelt auch mich auf und ich werde gleich konsequent auf die Nougatcreme mit Sonnenblumenöl und 10% weniger Zucker von Barilla umsteigen.
    Damit ist auch die Speisekarte bereinigt.

    Den Linken sei ihr Schmatzen bei Streichschockolade mit Palmöl gegönnt.

  2. Avatar

    Walter F.

    14. Dezember 2018 at 4:22

    Wenn ihr mich fragt, dann tragen diese Plakate und die Machart die Handschrift vom Berliner PENG! Kollektiv. Das ist eine bereits länger bestehende Gruppe von links-grünen Großstadt-Guerilla Aktivisten.

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Gesellschaft

Berlin: Linksextreme greifen Polizisten an

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild (Besetztes Haus in der Rigaer Straße): Pixabay [CC0]

In der Nacht zum Samstag ist es übereinstimmenden Medienberichten zufolge zu Angriffen durch Linksextreme auf die Polizei gekommen. Die Szenen spielten sich in der Rigaer Straße ab.

Berlin. – Die Rigaer Straße ist bekannt für zahlreiche von Linken besetzte Gebäude. Bereits des Öfteren kam es dort zu Angriffen auf die Polizei.

Brennende Mülltonnen und fliegende Steine – Keine Festnahmen

Wie unter anderem die „Welt“ berichtet, erklärte eine Polizeisprecherin, dass in der Nacht auf Samstag Beamte mit Farbbeuteln und Steinen beworfen wurden. Die Polizei traf gegen 21.00 Uhr am Ort des Geschehens ein, nachdem eine unangekündigte Kundgebung mit circa 70 Beteiligten abgehalten wurde.

Nach dem Eintreffen der Polizei wurden offenbar Mülltonnen auf die Straße geschoben und entzündet. Trotz des gezielten Angriffs auf Polizeibeamte gab es keine Festnahmen. Verletzte gab es laut einer Stellungnahme der Polizei nicht.

Ein Sprecher erklärte allerdings, dass das Ereignis folgen haben müsse, bevor Schlimmeres eintrete.

„Menschenverachtend“

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bezeichnete die Ausschreitungen gegenüber den Beamten als „menschenverachtend“, wie „rbb24“ berichtet. Bei den Übergriffen handele es sich um „nichts anderes als menschenverachtende Gewalt“, auf welche man schnellst möglich reagieren müsse, „und zwar, bevor ein Mensch dort sein Leben lässt“. Bei den Angriffen wurden gezielt Steine von umliegenden Balkonen geworfen. 

Auf Twitter schrieb die GdP, dass sie ein Umdenken der verantwortlichen Politiker erwarte: „Berlins verantwortliche Politiker müssen diesem Wahnsinn endlich ein Ende machen.“

Immer wieder kam es in der Vergangenheit in dem von Linksautonomen geprägten Bezirk zu Ausschreitungen.

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Gesellschaft

“Lange Nacht der Kirchen” in ganz Österreich

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

ASDF Bild: Das Programmheft zur "Langen Nacht der Kirchen" 2019 / Bild: Die Tagesstimme

In Wien stand die “Lange Nacht der Kirchen” etwa erneut im Zeichen der verfolgten Christen weltweit.

Wien/Graz. Am Freitag haben rund 360.000 Menschen an der 15. “Langen Nacht der Kirchen” teilgenommen. Das teilten die Organisatoren am Abend laut Kathpress mit. Zwischen Boden- und Neusiedlersee hielten rund 800 Kirchen, Klöster und Pfarrzentren teils bis in die späten Nachtstunden hinein offen. Dabei konnten die Besucher ihr Programm ganz individuell und frei gestalten und aus einem Programm-Mix aus Musik, Gebet, Film, Kirchenführungen und Ausstellungen sowie Lesungen und Diskussionen wählen.

Rund 3.000 Einzelveranstaltungen

Alle 16 im Ökumenischen Rat vertretenen christlichen Kirchen in Österreich beteiligten sich an der “Langen Nacht der Kirchen”. Ein gemeinsames Glockengeläut der teilnehmenden Gotteshäuser läutete die insgesamt rund 3.000 Einzelveranstaltungen der Kirchennacht ein. Allein in Wien begaben sich geschätzte 155.000 Besucher auf die Entdeckungsreise durch die 190 teilnehmenden Kirchen, wobei der Wiener Stephansdom am Freitagabend eine der großen Attraktionen war.

Die zahlreichen Konzerte und die in vielen Pfarren angebotenen Kirchturmbesteigungen und Führungen zu für Kirchenbesucher normalerweise nicht zugänglichen Orten wie Sakristeien und Krypten lockten besonders viele Besucher an.

In Graz öffneten über 100 Kirchen, Klöster und andere Einrichtungen ihre Tore. Im Priesterseminar der Diözese Graz-Seckau konnte man etwa bereits ab 18 Uhr das Entstehen eines Lichterlabyrinths beobachten. Später konnte man auch einen Blick in das Domchorstudio, den Probenraum der Grazer Dommusik, werfen, um einen Informationen über die aktuellen Vorhaben zu erhalten.

Lichterlabyrinth im Innenhof des Grazer Priesterseminars

Schweigemarsch für verfolgte Christen

In Wien stand die “Lange Nacht der Kirchen” auch 2019 wieder im Zeichen der verfolgten Christen weltweit. So führte etwa ein Schweigemarsch für die Opfer religiöser Gewalt und Verfolgung durch die Innenstadt.

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Gesellschaft

Ibiza-Video: Anwalt gesteht Mitwirkung

Monika Šimić

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ASDF Bild: Screenshot Facebook / HC Strache in seiner persönlichen Erklärung (Bild zugeschnitten)

An strafbaren Handlungen habe er sich aber nicht beteiligt, wie es in einer Stellungnahme seines Anwalts Richard Soyer heißt.

Wien. Laut Ö1 hat ein Wiener Anwalt seine Mitwirkung an dem “Ibiza-Video” mit Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus eingeräumt. “Es handelte sich um ein zivilgesellschaftlich motiviertes Projekt, bei dem investigativ-journalistische Wege beschritten wurden”, hieß es dazu in einer Stellungnahme.

“Verdeckter Kameraeinsatz” zulässig

“Aufgrund der Reaktionen der betroffenen Politiker entfaltete sich in der Folge eine Eigendynamik“, ist in der Stellungnahme, die dem Ö1 übermittelt wurde, zu lesen. Für den Wiener Anwalt seien aber nur “demokratiepolitische und rechtliche Überlegungen” relevant. Er habe sich nicht an strafbaren Handlungen beteiligt. Ein „verdeckter Kameraeinsatz“ sei „zur Aufdeckung von Missständen zulässig und durch die Meinungsfreiheit geschützt“. Aufgrund der anwaltlichen Verschwiegenheit wollte Richard Soyer, Anwalt des Wiener Anwalts, keine weiteren Auskünfte geben. Er erklärte, dass sein Mandant “jedenfalls kein strafbares Verhalten gesetzt” noch “an einem solchen mitgewirkt“ hat.

Kickl kritisiert Ermittlungsarbeit rund um Ibiza-Video

Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) kritisiert die Ermittlungsarbeit der Justiz zum “Ibiza-Video” scharf. “Ist euch eigentlich schon aufgefallen, wie verdächtig ruhig es in Österreich bei den Ermittlungsbehörden ist, wenn es darum geht, die Hintergründe dieses Videos aufzuklären“, fragte Kickl seine FPÖ-Anhänger beim Wahlkampffinish auf dem Wiener Viktor-Adler-Markt. “Warum schlafen alle, wenn es darum geht zu erforschen, wer das Video in Auftrag gegeben hat und wer es finanziert hat”, so Kickl. Das Video bezeichnete er als “Wahlbeeinflussung aus dem Ausland”. Kickl spekulierte über die Hintergründe des Videos. Es käme “von politischen Kräften, die es mit der Freiheitlichen Partei nicht gut meinen”.

Strache erstattet Anzeige gegen drei Personen

Indes erstattete Heinz-Christian Strache bei der Staatsanwaltschaft Wien Anzeige gegen drei Personen. In einer Video-Botschaft auf Facebook bezeichnete er diese nicht namentlich genannten Personen als “mögliche Mittäter” bei der Erstellung des Materials. Auf welche Straftaten sich die Anzeigen beziehen, erwähnte Strache aber nicht. “Alles Weitere zu klären obliegt nun den Ermittlungsbehörden”. Auch hält er “die mögliche Mitwirkung weiterer Personen” für wahrscheinlich. Der zurückgetretene FPÖ-Chef macht die “Veröffentlichung der Bruchstücke eines rechtswidrig und geheim erstellten Videomitschnitts” für den “maximal denkbaren Schaden” verantwortlich, wobei auch er “eine gewisse Mitschuld” trage, so Strache. Denn er war es, der in die Falle getappt und damit “Akteur einer inszenierten Gesprächssituation” wurde.

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