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Gesellschaft

Mehrere Hundert Menschen bei weiterer Gedenkveranstaltung in Steyr

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Bild: Gedenkveranstaltung in Steyr / Bild privat

Zur zweiten Mahnwache in Steyr kamen gestern mehrere Hundert Menschen, die gemeinsam dem getöteten Mädchen gedenken wollten.

Steyr. Gestern versammelten sich mehrere Hundert Menschen am Stadtplatz der oberösterreichischen Landeshauptstadt Steyr, um erneut der getöteten 16-jährigen Michelle F. zu gedenken. Bereits vergangene Woche kam es zu einer Mahnwache, an der rund 30 Menschen teilnahmen (Die Tagesstimme berichtete). In der Rede, die gestern bei der Trauerkundgebung gehalten wurde, kritisierte man, dass sich kein Politiker unter den anwesenden Trauernden befand. “Auch mussten wir enttäuscht feststellen, dass sich kein Politiker, kein offizieller Repräsentant der Republik Österreich dazu bereit erklärt hat, dieses Totengedenken mit uns abzuhalten. Zu groß wohl die Angst vor medialen Angriffen, vor Vorwürfen, man würde die Toten ‘instrumentalisieren'”, hieß es in der Rede. Die Anschuldigung, man würde den Mord an Michelle instrumentalisieren, bestreiten die Initiatoren der Gedenkfeier. Diese sei “lächerlich”.

Initiatoren bestürzt

Während der Trauerfeier waren auch mehrere Polizisten anwesend. Man wusste von der Veranstaltung und wollte “die Lage beobachten”, so der Polizeisprecher David Furtner. Bereits im Vorfeld der Gedenkveranstaltung bekamen die Betreiber der Facebook-Seite “Eine Kerze für Steyr.” unangemessene Nachrichten zugeschickt:

“Wir sind einigermaßen bestürzt darüber, dass es tatsächlich Menschen gibt, die unser Gedenken verächtlich machen wollen, es in den Schmutz ziehen, sich lustig machen und den Mord kaltschnäuzig relativieren”, so die Initiatoren der Seite.

Mehrere Hundert Menschen versammelten sich gestern am Stadtplatz in Steyr / Bild privat

Werteprogramm für Afghanen

Hintergrund der nunmehr abgehaltenen Gedenkveranstaltungen ist der Mord an Michelle F., einem 16-jährigen Mädchen, das vergangene Woche mutmaßlich von ihrem 17-jährigen afghanischen Freund erstochen wurde (Die Tagesstimme berichtete). Saber A. befindet sich aktuell in Untersuchungshaft und steht unter dringendem Mordverdacht. Nach der Bluttat bereitet die oberösterreichische Politik ein Programm zur Werteschulung für die Afghanen vor. Schon letzte Woche meinte der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP), dass es “offensichtlich ein Problem mit jungen Zuwanderern aus Afghanistan” gäbe. Der Inhalt des Programms kurz zusammengefasst: Gewalt ist keine Lösung zur Austragung von Differenzen und Mann und Frau sind gleichwertig. Das Programm soll im kommenden Jahr starten.

1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    19. Dezember 2018 at 22:00

    Menschen mit dieser völlig anderen Mentalität als der unseren, zumal aus einem Land in dem jahrzehntelang nur immer Krieg war, von europäischen Werten zu überzeugen, ist genau so aussichtslos wie zu versuchen mit Salz ein misslungenes Menue zu retten.

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Gesellschaft

Berlin: Linksextreme greifen Polizisten an

Joshua Hahn

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am

ASDF Symbolbild (Besetztes Haus in der Rigaer Straße): Pixabay [CC0]

In der Nacht zum Samstag ist es übereinstimmenden Medienberichten zufolge zu Angriffen durch Linksextreme auf die Polizei gekommen. Die Szenen spielten sich in der Rigaer Straße ab.

Berlin. – Die Rigaer Straße ist bekannt für zahlreiche von Linken besetzte Gebäude. Bereits des Öfteren kam es dort zu Angriffen auf die Polizei.

Brennende Mülltonnen und fliegende Steine – Keine Festnahmen

Wie unter anderem die „Welt“ berichtet, erklärte eine Polizeisprecherin, dass in der Nacht auf Samstag Beamte mit Farbbeuteln und Steinen beworfen wurden. Die Polizei traf gegen 21.00 Uhr am Ort des Geschehens ein, nachdem eine unangekündigte Kundgebung mit circa 70 Beteiligten abgehalten wurde.

Nach dem Eintreffen der Polizei wurden offenbar Mülltonnen auf die Straße geschoben und entzündet. Trotz des gezielten Angriffs auf Polizeibeamte gab es keine Festnahmen. Verletzte gab es laut einer Stellungnahme der Polizei nicht.

Ein Sprecher erklärte allerdings, dass das Ereignis folgen haben müsse, bevor Schlimmeres eintrete.

„Menschenverachtend“

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bezeichnete die Ausschreitungen gegenüber den Beamten als „menschenverachtend“, wie „rbb24“ berichtet. Bei den Übergriffen handele es sich um „nichts anderes als menschenverachtende Gewalt“, auf welche man schnellst möglich reagieren müsse, „und zwar, bevor ein Mensch dort sein Leben lässt“. Bei den Angriffen wurden gezielt Steine von umliegenden Balkonen geworfen. 

Auf Twitter schrieb die GdP, dass sie ein Umdenken der verantwortlichen Politiker erwarte: „Berlins verantwortliche Politiker müssen diesem Wahnsinn endlich ein Ende machen.“

Immer wieder kam es in der Vergangenheit in dem von Linksautonomen geprägten Bezirk zu Ausschreitungen.

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Gesellschaft

“Lange Nacht der Kirchen” in ganz Österreich

Monika Šimić

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ASDF Bild: Das Programmheft zur "Langen Nacht der Kirchen" 2019 / Bild: Die Tagesstimme

In Wien stand die “Lange Nacht der Kirchen” etwa erneut im Zeichen der verfolgten Christen weltweit.

Wien/Graz. Am Freitag haben rund 360.000 Menschen an der 15. “Langen Nacht der Kirchen” teilgenommen. Das teilten die Organisatoren am Abend laut Kathpress mit. Zwischen Boden- und Neusiedlersee hielten rund 800 Kirchen, Klöster und Pfarrzentren teils bis in die späten Nachtstunden hinein offen. Dabei konnten die Besucher ihr Programm ganz individuell und frei gestalten und aus einem Programm-Mix aus Musik, Gebet, Film, Kirchenführungen und Ausstellungen sowie Lesungen und Diskussionen wählen.

Rund 3.000 Einzelveranstaltungen

Alle 16 im Ökumenischen Rat vertretenen christlichen Kirchen in Österreich beteiligten sich an der “Langen Nacht der Kirchen”. Ein gemeinsames Glockengeläut der teilnehmenden Gotteshäuser läutete die insgesamt rund 3.000 Einzelveranstaltungen der Kirchennacht ein. Allein in Wien begaben sich geschätzte 155.000 Besucher auf die Entdeckungsreise durch die 190 teilnehmenden Kirchen, wobei der Wiener Stephansdom am Freitagabend eine der großen Attraktionen war.

Die zahlreichen Konzerte und die in vielen Pfarren angebotenen Kirchturmbesteigungen und Führungen zu für Kirchenbesucher normalerweise nicht zugänglichen Orten wie Sakristeien und Krypten lockten besonders viele Besucher an.

In Graz öffneten über 100 Kirchen, Klöster und andere Einrichtungen ihre Tore. Im Priesterseminar der Diözese Graz-Seckau konnte man etwa bereits ab 18 Uhr das Entstehen eines Lichterlabyrinths beobachten. Später konnte man auch einen Blick in das Domchorstudio, den Probenraum der Grazer Dommusik, werfen, um einen Informationen über die aktuellen Vorhaben zu erhalten.

Lichterlabyrinth im Innenhof des Grazer Priesterseminars

Schweigemarsch für verfolgte Christen

In Wien stand die “Lange Nacht der Kirchen” auch 2019 wieder im Zeichen der verfolgten Christen weltweit. So führte etwa ein Schweigemarsch für die Opfer religiöser Gewalt und Verfolgung durch die Innenstadt.

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Gesellschaft

Ibiza-Video: Anwalt gesteht Mitwirkung

Monika Šimić

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am

ASDF Bild: Screenshot Facebook / HC Strache in seiner persönlichen Erklärung (Bild zugeschnitten)

An strafbaren Handlungen habe er sich aber nicht beteiligt, wie es in einer Stellungnahme seines Anwalts Richard Soyer heißt.

Wien. Laut Ö1 hat ein Wiener Anwalt seine Mitwirkung an dem “Ibiza-Video” mit Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus eingeräumt. “Es handelte sich um ein zivilgesellschaftlich motiviertes Projekt, bei dem investigativ-journalistische Wege beschritten wurden”, hieß es dazu in einer Stellungnahme.

“Verdeckter Kameraeinsatz” zulässig

“Aufgrund der Reaktionen der betroffenen Politiker entfaltete sich in der Folge eine Eigendynamik“, ist in der Stellungnahme, die dem Ö1 übermittelt wurde, zu lesen. Für den Wiener Anwalt seien aber nur “demokratiepolitische und rechtliche Überlegungen” relevant. Er habe sich nicht an strafbaren Handlungen beteiligt. Ein „verdeckter Kameraeinsatz“ sei „zur Aufdeckung von Missständen zulässig und durch die Meinungsfreiheit geschützt“. Aufgrund der anwaltlichen Verschwiegenheit wollte Richard Soyer, Anwalt des Wiener Anwalts, keine weiteren Auskünfte geben. Er erklärte, dass sein Mandant “jedenfalls kein strafbares Verhalten gesetzt” noch “an einem solchen mitgewirkt“ hat.

Kickl kritisiert Ermittlungsarbeit rund um Ibiza-Video

Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) kritisiert die Ermittlungsarbeit der Justiz zum “Ibiza-Video” scharf. “Ist euch eigentlich schon aufgefallen, wie verdächtig ruhig es in Österreich bei den Ermittlungsbehörden ist, wenn es darum geht, die Hintergründe dieses Videos aufzuklären“, fragte Kickl seine FPÖ-Anhänger beim Wahlkampffinish auf dem Wiener Viktor-Adler-Markt. “Warum schlafen alle, wenn es darum geht zu erforschen, wer das Video in Auftrag gegeben hat und wer es finanziert hat”, so Kickl. Das Video bezeichnete er als “Wahlbeeinflussung aus dem Ausland”. Kickl spekulierte über die Hintergründe des Videos. Es käme “von politischen Kräften, die es mit der Freiheitlichen Partei nicht gut meinen”.

Strache erstattet Anzeige gegen drei Personen

Indes erstattete Heinz-Christian Strache bei der Staatsanwaltschaft Wien Anzeige gegen drei Personen. In einer Video-Botschaft auf Facebook bezeichnete er diese nicht namentlich genannten Personen als “mögliche Mittäter” bei der Erstellung des Materials. Auf welche Straftaten sich die Anzeigen beziehen, erwähnte Strache aber nicht. “Alles Weitere zu klären obliegt nun den Ermittlungsbehörden”. Auch hält er “die mögliche Mitwirkung weiterer Personen” für wahrscheinlich. Der zurückgetretene FPÖ-Chef macht die “Veröffentlichung der Bruchstücke eines rechtswidrig und geheim erstellten Videomitschnitts” für den “maximal denkbaren Schaden” verantwortlich, wobei auch er “eine gewisse Mitschuld” trage, so Strache. Denn er war es, der in die Falle getappt und damit “Akteur einer inszenierten Gesprächssituation” wurde.

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