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„ISIS besiegt“

US-Präsident Trump ordnet Truppenabzug aus Syrien an

Am Mittwoch erklärte der US-amerikanische Präsident Donald Trump das baldige Ende der Militärkampagne in Syrien. Mehr als 2.000 Soldaten sind dort derzeit noch stationiert.

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<p>Bild (Trump 2015): Gage Skidmore via <a href="https://www.flickr.com/photos/gageskidmore/16652895246">Flickr</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Trump 2015): Gage Skidmore via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Washington. – Wie die New York Times berichtet, überstimmte Trump dabei mehrere wichtige Generäle und Berater. Bereits in der Vergangenheit äußerte das amerikanische Staatsoberhaupt seinen Wunsch nach einem Rückzug aus der umstrittenen Kampagne im Nahen Osten. Während das ebenfalls in Syrien engagierte Russland die Neuigkeiten wohlwollend aufnahm, kam in seiner Heimat die schärfste Kritik aus dem eigenen Lager.

Trump kündigt Rückzug aus Syrien an

Wie so oft kündigte der öffentlichkeitsaffine Trump diesen Schritt über Twitter an. Man habe ISIS in Syrien besiegt, dies sei der einzige Grund, weshalb man während seiner Präsidentschaft überhaupt dort stationiert sei.

Unklar sind bislang die genauen Modalitäten, wie der Abzug der Soldaten geschehen soll.  Der NYT zufolge ist das Pentagon mit der Anordnung nicht einverstanden. Hochrangige Berater im US-Verteidigungsministerium versuchten demnach, Trump noch umzustimmen.

Kritik auch aus eigener Partei

Die Ankündigung sorgte teilweise für Unmut aus der Politik – auch aus der eigenen Partei. Marco Rubio etwa, republikanischer Senator in Florida, sieht sogar eine Gefahr für die Verbündeten in der Region. Ein schneller Abzug würde auch ein Ende der kurdischen und oppositionellen Kämpfe gegen den Islamischen Staat bewirken.

Damit würde man Syrien den größten Feinden Amerikas und Israels zuschanzen. Profiteure seien Rubio zufolge ISIS, der Iran sowie die libanesische Miliz Hisbollah.

Positive Resonanz aus Russland

Positiver war die Aufnahme der Neuigkeiten in Russland, das sich ebenfalls mit Streitkräften an den Kämpfen in Syrien beteiligt. Eine Sprecherin des russischen Außenministeriums stellte Medienberichten zufolge die Möglichkeit einer künftigen politischen Einigung in den Raum. Man verweist dort darauf, dass sich die amerikanischen Truppen bislang ohne Einladung der syrischen Regierung oder mittels UN-Mandat dort aufhielten. Die russische Administration zählt zu den stärksten Unterstützung der Regierung unter Präsident Assad.

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