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Kulturkonflikt in Schulen

Wiesinger wird Ombudsfrau für neue Anlaufstelle

Susanne Wiesinger soll künftig als Ombudsfrau eine Anlaufstelle besetzen, welche bei kulturelle und soziale Konflikten in österreichischen Schulen einschreiten kann.

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<p>Symbolbild (Denkmalgeschützte Schule in Aspern): Invisigoth67 via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aspern_Schule_Oberdorfstraße.jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY SA 3.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild (Denkmalgeschützte Schule in Aspern): Invisigoth67 via Wikimedia Commons [CC BY SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Wien. – Wie die Kleine Zeitung am Donnerstag berichtet, stellte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in einer Pressekonferenz mehrere Maßnahmen im schulischen Bereich vor. In der Offensive zur Bewältigung sozialer und kultureller Konflikte in heimischen Schulen kommt es dabei zur Schaffung einer Ombudsstelle für Wertefragen und Kulturkonflikte. Zuständig hierfür wird die Pädagogin und Buchautorin Susanne Wiesinger sein.

Österreichweites Aufsehen um Wiesinger-Bestseller

Wiesinger sorgte im Sommer mit ihrem Bestseller „Kulturkampf im Klassenzimmer“ österreichweit für Furore. Die in einer Neuen Mittelschule in Wien-Favoriten tätige Lehrerin beschrieb die Zustände in sogenannten Brennpunktschulen – anhand eigener Erfahrungen. In der Folge waren viele Menschen über das Ausmaß an fehlender Integration im Schulbetrieb besonders muslimischer Kinder schockiert. In ihrem Buch spricht sie auch von radikalisierten Jugendlichen, die etwa islamistische Gewalttaten guthießen.

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Sie beklagte außerdem, dass sie sich jahrelang erfolglos versucht hatte, Gehör beim Dienstgeber sowie bei der Lehrergewerkschaft zu verschaffen. Erst nachdem sich europaweit die Anschläge auch jugendlicher Täter häuften, organisierte man einzelne Veranstaltung zur Deradikalisierung. Mit deren zeigte sich Wiesinger allerdings unzufrieden. Kurz darauf bestätigte ein Lehrergewerkschafter Wiesingers Befund – Die Tagesstimme berichtete.

Unabhängige, weisungsfreie Anlaufstelle

Die Aufgaben von Wiesinger als künftig Ombudsfrau erstreckt sich über den gesamten Schulbetrieb. Sie wird als Anlaufstelle für Lehrpersonal, Schulleitungen, Eltern und Schüler fungieren. Diese können Missstände an ihrer Einrichtung melden, auch bei behördlichen Versäumnissen soll sie beratend zur Seite stehen. In ihrer neuen Stelle soll sie unabhängig und weisungsfrei agieren können.

Außerdem wird sie damit beauftragt, quer durch die Schularten und im ganzen Bundesgebiet das Ausmaß der bestehenden Problematik sozialer und kultureller Schulkonflikte zu erheben. Bereits jetzt ist Wiesinger für Betroffene unter der E-Mailadresse [email protected] erreichbar.


Weiterlesen: 

Lehrergewerkschafter: „Wer unsere Werte ablehnt, soll das Land verlassen“ (17.9.2018)

Kulturkampf im Klassenzimmer. Wie der Islam die Schulen verändert“ (10.9.2018)

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