Welt

US‐Verteidigungsminister James Mattis tritt zurück

Bild: James Mattis / Chairman of the Joint Chiefs of Staff from Washington D.C, United States [CC BY 2.0 or Public domain], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Kurz nachdem Donald Trump den Abzug von US‐Truppen aus Syrien und Afghanistan angekündigt hat, erklärte Verteidigungsminister James Mattis seinen Rücktritt.

Washington. Wie kürzlich bekannt geworden ist, tritt der Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten James Mattis Ende Februar zurück. Grund dafür sind offenbar erhebliche Meinungsverschiedenheiten mit US‐Präsident Donald Trump. Nur einen Tag vor dem Rücktritt des Pentagon‐Chefs kündigte Trump einen vollständigen Abzug der US‐Truppen aus Syrien an (Die Tagesstimme berichtete).  „Da Sie das Recht auf einen Verteidigungsminister haben, dessen Positionen mehr auf Ihrer Linie liegen in dieser und in anderen Fragen, halte ich es für richtig, meinen Posten zu räumen”, schrieb Mattis in seinem Rücktrittsschreiben an Trump.

Trumps Entscheidung sorgt für Irritationen

Nach Darstellung des Senders CNN und anderer US‐Medien hatte Trump den Abzug gegen den ausdrücklichen Rat von Mattis und weiteren politischen Akteuren beschlossen. Trumps Ankündigung, die US‐Truppen aus Syrien abzuziehen, lösten im In‐ und Ausland große Irritationen aus. Experten kritisierten diesen Schritt und halten, anders als Trump, den IS keineswegs für besiegt.

Der US‐Präsident reagierte indes auf den Rücktritt und schrieb auf Twitter, dass während der Amtszeit Mattis’ große Fortschritte erreicht worden seien, besonders bei der Ausrüstung des Militärs. Ein Nacholger werde bald benannt, so Trump.

Abzug von Truppen aus Afghanistan

Nur wenige Stunden nach der Rücktrittserklärung wurde bekannt, dass Trump auch aus Afghanistan zahlreiche US‐Soldaten abziehen will. Laut dem Wall Street Journal plant US‐Präsident Donald Trump etwa die Hälfte der 14.000 in Afghanistan stationierten US‐Soldaten abzuziehen.

Indes warnt Politiker Efgani Dönmez auf Twitter vor der Rückkehr von Jihadisten nach Europa: „Aufgrund des angekündigten Rückzugs der amerikanischen Truppen kündigt die Führung der SDF die Entlassung von 3200 Gefangenen Kämpfern unterschiedlicher Nationalitäten an. Dh. wir können uns darauf einstellen, dass viele Jihadisten nach Europa zurückkommen, auch nach Österreich”, so Dönmez.

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