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Anschlag auf Bahntrasse in Berlin

Staatsschutz ermittelt wegen IS-Flagge

In Berlin fanden Ermittler nahe einem wahrscheinlich mutwillig beschädigten Oberleitungskabel eine Flagge der islamischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

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<p>Symbolbild (Züge im Bahnhof Berlin-Karlshorst): kaffeeeinstein via <a href="https://www.flickr.com/photos/kaffeeeinstein/8749204735">Flickr</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>] (Bild zugeschnitten).</p>

Symbolbild (Züge im Bahnhof Berlin-Karlshorst): kaffeeeinstein via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten).

Berlin. – Wie der Spiegel am Dienstag berichtete, trug sich der Vorfall bereits am Sonntag zu. Zwischen den Bahnhöfen Karlshorst und Kuhlheide legten ein gerissenes Halteseil und ein beschädigtes Versorgungskabel den Bahnverkehr auf einer wichtigen Verkehrstrasse 90 Minuten lang lahm. Die Ermittler gingen allerdings schon bald nicht von einem technischen Gebrechen aus, sondern einem gezielten Anschlag auf die Bahntrasse, wahrscheinlich islamistischer Natur.

IS-Flagge und Bekennerschreiben nahe Tatort

Denn Ermittler fanden bei der Sicherstellung von Beweismitteln eine Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Außerdem fanden sich mehrere Schriftstücke mit arabischer Schrift. Wie die regionale Rundfunkanstalt RBB in ihrem Nachrichtenportal berichtet, trägt weiters ein Brückenpfeiler nahe des Tatorts ein arabisches Graffito. Der Staatsschutz ermittelt nun im Fall wegen eines politischen Hintergrunds – allerdings offenbar in alle Richtungen. Es besteht der Verdacht auf gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr (§315 StGB).

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Ermittler prüfen Verbindung zu Fall in Franken

Aus Sicht der Ermittler könnte zudem eine Verbindung zu einem Vorfall in Bayern im Oktober bestehen. Damals spannten bislang Unbekannte im mittelfränkischen Allersberg ein Stahlseil über die Gleise, eine ICE-Garnitur wurde beschädigt. Auch damals fanden sich Drohschreiben in arabischer Schrift am Tatort. Diese kündigten Anschläge auf Bahntrassen an, sofern die europäischen Angriffe auf den IS im Nahen Osten nicht aufhörten.

Ob es sich beim Fall in Süddeutschland tatsächlich um eine Tat von Personen mit islamistischer Gesinnung handelt, ist weiter unklar. Da es sich bei den zugrundeliegenden Texten um im Netz weit verbreitete Schriftstücke handelt, schlossen die Ermittler damals nicht aus, dass Extremisten aus anderen Lagern absichtlich eine falsche Fährte legten. Darüber, ob es sich in Berlin um Schriftstücke ähnlichen Inhalts handelt, gaben die Beamten bislang nicht öffentlich Auskunft.

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