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Bundeswehr erwägt Rekrutierung von Ausländern

Der sogenannte Fachkräftemangel erreicht mittlerweile auch die Bundeswehr. Nun erwägt man die Anwerbung von Ausländern, um die entstandenen Lücken zu schließen.

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<p>Symbolbild: Bundeswehrsoldaten // pxhere.com</p>

Symbolbild: Bundeswehrsoldaten // pxhere.com

Berlin.– Medienberichten zufolge prüft die Bundeswehr momentan die Rekrutierung von Fachleuten aus anderen EU-Staaten. „Wir reden hier beispielsweise von Ärzten oder IT-Spezialisten“, meint der ranghöchste Militär. „Natürlich braucht die Bundeswehr Personal, wir sind einer der größten öffentlichen Arbeitgeber, mit einem in der Verfassung verankerten Auftrag,“ heißt es weiter. Die Anwerbung von Infanterie sei demnach weniger ein Thema. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, müsse „in alle Richtungen geblickt werden.“

Rekrutierung von Ausländern als „Normalität“

Der Wehrbeauftragte der Bundesregierung, Hans-Peter Bartels, spricht diesem Vorgehen jedoch einen nicht allzu hohen Stellenwert bei. Es handele sich bei dem Anwerben von EU-Bürgern um „eine Art Normalität.“ Unter den Soldaten befänden sich mittlerweile mehrere Personen mit Migrationshintergrund oder sogenannte „Doppelstaatler“. Erste Verbindungen zu anderen EU-Partnern sollen bereits aufgenommen worden seien.

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Dabei handele es sich vordergründig um Rumänen, Polen und Italiener, wie der Spiegel berichtete. Die Reaktionen vielen jedoch verhalten aus. Polens Außenminister Jacek Czaputowicz zeigte sich überrascht und betont, der Dienst in einer Armee sei eng verbunden mit der Nationalität.

Bundeswehr wächst wieder

Die Anzahl der Soldaten bei der Bundeswehr nimmt unterdessen weiter zu. „Wir erreichen am Ende dieses Jahres die Marke von 182.000 Soldatinnen und Soldaten, das sind 2500 mehr Zeit- und Berufssoldaten als noch vor einem Jahr,“ teilte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gegenüber der „Rheinischen Post“ mit. Dies mache ein „Plus von 6500 gegenüber dem Tiefststand 2016.“

Außerdem schließt van der Leyen eine weitere Vergrößerung der Bundeswehr nicht aus. Dies hänge allerdings von der entsprechenden Sicherheitslage ab, so die Verteidigungsministerin. Besonders im Fokus der Personalplanung stehe aber die weitere Professionalisierung im Bereich „Cybersicherheit“. Laut der offiziellen Planung soll es im Jahr 2025 rund 203.000 Soldaten geben.

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