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Rekord

Weltweit fast 70 Millionen Menschen auf der Flucht

Nach Angaben der UNO-Flüchtlingshilfe befinden sich so viele Menschen auf der Flucht wie niemals zuvor. 2018 stellt somit einen neuen Höhepunkt in der globalen Entwicklung dar: es befinden sich 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht.

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<p>Symbolbild: Migranten im Jahr 2015 // Foto von Gémes Sándor/SzomSzed [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Migrants_in_Hungary_2015_Aug_007.jpg">via Wikimedia Commons</a></p>

Symbolbild: Migranten im Jahr 2015 // Foto von Gémes Sándor/SzomSzed [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Höhepunkt mit steigender Tendenz

Der deutsche Verein UNO-Flüchtlingshilfe mit dem Sitz in Bonn hat ihren Jahresbericht veröffentlicht. Dieser besagt, dass das Jahr 2018 einen Höhepunkt in Sachen Migration dargestellt habe. Niemals zuvor waren so viele Menschen auf der Flucht wie in diesem Jahr, knapp 70 Millionen Menschen haben sich in Bewegung gesetzt. Die Tendenz sei außerdem steigend, meint die Organisation.

Europa ist seit Jahren mit der großen Herausforderung globaler Migration konfrontiert und sucht nach politischen Lösungen. Quantitativ spielt Europa jedoch eine eher untergeordnete Rolle in der globalen Migration. Die großen Migrationsströme befinden in Afrika und auf dem südamerikanischen Kontinent.

Flüchtlingslager mit 900.000 Menschen

In Venezuela ist die größte Migrationsbewegung in der Geschichte Lateinamerikas entstanden. Grund dafür seien eine schlechte wirtschaftliche Situation und ein politisch korruptes System. Um die drei Millionen Venezolaner haben das Land bereits verlassen. Voraussichtlich wird sich diese Entwicklung weiter fortsetzen. Doch auch Bangladesch sticht hervor. Mit 900.000 Menschen sei dort das größte Flüchtlingslager der Welt entstanden. Es handelt sich dabei vordergründig um Angehörige der Rohingya, eine Minderheit, die aus Myanmar flieht.

Laut der UNO-Flüchtlingshilfe verweisen die Flüchtlingsströme auf tiefgreifende humanitäre Krisen. Im Jemen beispielsweise seien rund 20 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen und viele Kinder leiden unter Mangelernährung. Es drohe eine Verschärfung der Hungersnot. Auch der Südsudan befinde sich in einer katastrophalen Lage. Seit Jahrzehnten herrscht dort ein heftiger Konflikt zwischen dem muslimischen Norden und christlich geprägten Süden.

Steigende Zahlen für 2019 erwartet

Die UNO-Flüchtlingshilfe rechnet für das Jahr mit einem weiteren Anstieg der Anzahl von Flüchtlingen. Es bleibt abzuwarten wie die Vereinten Nationen (UN) auf diese Entwicklung reagieren wollen. Insbesondere die Europäische Union (EU) wird weiterhin vor einer politischen Zerreißprobe stehen. Bereits jetzt spaltet die Frage nach der politischen Antworten auf diese globalen Entwicklungen die westlichen Staaten.

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