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Hacker-Angriff

Daten zahlreicher Politiker und Prominenter veröffentlicht

Vor Kurzem wurde bekannt, dass seit Anfang Dezember zahlreiche Daten von Politikern und anderen prominenten Personen über Twitter veröffentlicht und verbreitet wurden.

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<p>Symbolbild: Computertastatur / © <a href="/wiki/User:Colin" title="User:Colin">User:Colin</a>&nbsp;/&nbsp;<a href="/wiki/Main_Page" title="Main Page">Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Computertastatur / © User:Colin / Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Berlin. Wie kürzlich bekannt geworden ist, hat ein Hacker Daten und Dokumente zahlreicher Politiker im Internet veröffentlicht. Betroffen sind Bundes- und Landespolitiker aller im Bundestag vertretenen Parteien außer der AfD. Unter den geleakten Informationen finden sich vor allem Kontaktdaten wie Handynummern und Adressen, aber auch parteiinterne Dokumente, wie Bewerbungsschreiben für Parteitage. Der Hacker soll auch Bilder von Personalausweisen, Einzugsermächtigungen für Lastschriftverfahren und persönlichen Chats oder Kreditkarteninformationen aus dem Familienkreis veröffentlicht haben. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist von dem Daten-Angriff betroffen.

Daten schon seit Dezember online

Die Nachrichtenagentur dpa berichtet, dass in den aufgetauchten Datensätzen unter anderem eine Faxnummer, eine E-Mailadresse und mehrere Briefe von der und an die Kanzlerin zu finden sind. Es blieb aber zunächst noch offen, wie sensibel die Angaben sind. „Wir können dazu derzeit nur sagen, dass wir das Material sichten“, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Verfassungsschutz am Freitag der FAZ.NET. Mögliche Urheber oder genaue Motive sind derzeit noch nicht bekannt. Die Daten waren allerdings schon seit Anfang Dezember über eine Art Adventskalender auf Twitter einsehbar. Der Account, der die Informationen veröffentlichte, weist eine Follower-Zahl von über 18.000 auf und beschreibt sich selbst mit Begriffen wie „Security Researching“, „Künstler“, „Satire & Ironie“.

Keine politisch brisanten Daten veröffentlicht

Wie die ZEIT berichtet, ist das nationale Cyber-Abwehrzentrum in Folge der Leaks zusammengetreten. Zu dem Gremium gehören der Bundesverfassungsschutz, das Bundeskriminalamt und der Bundesnachrichtendienst. Dort sollen laut einem Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Maßnahmen der Bundesbehörden koordiniert werden. Das BSI habe kurz vor der Veröffentlichung von Medienberichten Kenntnis von dem Hackerangriff bekommen. Bisher ist noch unklar, woher die veröffentlichten Daten und Dokumente stammen. Warum die Leaks wochenlang unbemerkt verbreitet werden konnten, ist derzeit ebenso unklar. Obwohl sich den Berichten zufolge keine politisch brisanten Dokumente in dem erbeuteten Material befinden, dürfte der Schaden angesichts der persönlichen Daten dennoch groß sein.

Unter den Betroffenen sind aber nicht nur Politiker, sondern auch mehrere prominente Personen wie etwa Jan Böhmermann. Der Musiker Casper, die Band K.I.Z und bekannte Youtuber wie LeFloid und Rayk Anders sind ebenfalls betroffen.

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