Magnitz-Attentat

Journalistin schockiert mit Billigung linksextremer Gewalt

In der Nachbetrachtung der schweren körperlichen Attacke auf den Bremer AfD-Landessprecher Frank Magnitz verteidigte eine linksgerichtete Journalistin in sozialen Medien politische Gewalt.

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<p>Bild Theater am Goetheplatz: Fred Romero via <a href="https://www.flickr.com/photos/129231073@N06/30502424422">Flickr</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a>] (Bild zugeschnitten) / Bild Magnitz: Facebook-Seite Frank Magnitz / Screenshot: Twitter (beide umrandet) / Collage: Die Tagesstimme. </p>

Bild Theater am Goetheplatz: Fred Romero via Flickr [CC BY 2.0] (Bild zugeschnitten) / Bild Magnitz: Facebook-Seite Frank Magnitz / Screenshot: Twitter (beide umrandet) / Collage: Die Tagesstimme.

Die freie Journalistin Veronika Kracher arbeitete in der Vergangenheit für mehrere profilierte Magazine und Zeitungen, darunter fünf Artikel für die Berliner taz. Außerdem schrieb sie einen Artikel für das linksradikale Blatt konkret und regelmäßig für die ebenfalls linksradikale Wochenzeitung Jungle World. Besonders häufig widmet sie sich dabei insbesondere den Themenkomplexen Feminismus und Sexismus – teilweise einschließlich eines Narrativs, das sich scharf gegen patriotische und rechte Akteure und Personen positionierte.

Journalistin: #NazisRaus „mit allen Mitteln“

Aus diesem Verständnis heraus kommentierte Kracher vermutlich auch die Geschehnisse vom Montag in Bremen. Dort schlugen bislang unbekannte Vermummte auf den AfD-Landeschef und Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz ein und verletzten diesen Schwer – Die Tagesstimme berichtete. Was folgte waren hitzige Debatten und verschieden klare Distanzierungen von Vertretern sämtlicher im Bundestag vertretener Parteien.

Enthüllungen über die ÖVP

Auch Journalisten nahmen es auf sich, die Ereignisse auf verschiedenste Weise einzuordnen – darunter auch Kracher. In mehreren Tweets (Screenshots am Ende) äußerte sie dabei Verständnis für politische Gewalt. Sie bezeichnete diese dabei als „konsequente Durchführung von #NazisRaus – einem Hashtag, der am Vortag stark auf Twitter trendete. Im Wortlaut schrieb sie:

„Dass #Magnitz zusammengelatzt wurde, ist übrigens die konsequente Durchführung von #NazisRaus. Abhauen werden die nicht. Die werden sich bei der größten möglichen Bedrohungssituation aber zweimal überlegen ob sie offen faschistische Politik machen. Deshalb: mit ALLEN Mitteln.“

Eine Erklärung, wieso es sich ihrer Ansicht bei dem selbst mit einer Einwanderin verheirateten patriotischen Politiker und Familienvater um einen ‚Nazi‘ handle, blieb Kracher hingegen schuldig.

„Vermitteln, dass Nazis boxen schon OK ist“

Etwas später präzisierte sie ihre Ausführungen und erklärte dabei auch systematische Gewalt gegenüber sogenannten ‚Nazis‘ – gemeint sind in der Regel sämtliche Konservative und Patrioten – als legitimes Mittel. Kracher so:

„Deshalb auf allen Ebenen und mit allen Mitteln: Jugend- und Bildungsarbeit, linke Politik in den Parlamenten, um zu vermitteln dass Nazis boxen schon OK ist. Ist nur ein langfristiges und schwerer umzusetzendes Unterfangen fürchte ich.“

Nachdem sie sich in der Reaktion auf die geschmacklosen Äußerungen einen veritablen Shitstorm einfing, änderte sie die Öffentlichkeitseinstellung ihres Profils auf ‚geschützt‘. Dies hielt sie allerdings nicht davon ab, auf Facebook weiter zu agitieren. Die Schuldigen dafür suchte sie bei patriotischen Kommentatoren und Aktivisten, welche sich über ihre Äußerung entrüsteten. Selbst bewertete sie sich dabei als Opfer, insbesondere weil sie angeblich in der Sicht ihrer Kontrahenten ein „leichteres Ziel“ darstelle.

Neuerdings bezeichnete sie ihre Kritiker dabei vollmundig als „Faschos“ und insbesondere den österreichischen Identitären-Chef Martin Sellner als „Abiturnazi“. Erneut ging sie jedoch nicht näher auf ihre Anhaltspunkte für derartige Annahmen ein. Später kam es zur Löschung des Facebook-Beitrages (Screenshot am Ende) – ob vonseiten der Seite oder durch Kracher selbst, ist allerdings vorerst nicht bekannt.

Ehemaliger Zeit-Journalist solidarisiert sich

Nicht alle Mitleser verdammten den linksextremen Ausritt der linksradikalen Journalistin. Der – ebenfalls Sympathien für den linken Rand pflegende – Kollege Sören Kohlhuber eilte zu Hilfe und stellte den Inhalt des Tweets als „richtig“ dar.


Kohlhuber selbst schrieb früher auch für den „Störungsmelder“ der linksliberalen Zeit Online, der sich als Watchblog für vermeintlich rechtsextreme Umtriebe sieht. Im Zuge der gewalttätigen G20-Proteste sorgte er für negative Schlagzeilen, als er mehrmals die Position einer patriotischen kanadischen Journalistin über Twitter verbreitete. Nachdem Linksextreme tatsächlich deren Begleiter attackierten, beendete die Zeit die Zusammenarbeit mit ihm.

 


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