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Gesellschaft

Nach Angriff: Magnitz (AfD) spricht von Mordanschlag

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Bild: Theater am Goetheplatz in Bremen / Bin im Garten [CC BY-SA 3.0], from Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten) / Bild Magnitz: Facebook-Seite Frank Magnitz / Collage: Die Tagesstimme

Nachdem Frank Magnitz (AfD) am Montag von drei vermummten Männern attackiert und schwer verletzt worden war, konnte er sich nun erstmals auch selbst zu Wort melden.

Bremen. Nach der Attacke auf den Bremer AfD-Landeschef Frank Magnitz sind immer noch viele Fragen offen. Obwohl die Ermittler der mitterweile eingesetzen Sonderkommission von einer politisch motivierten Tat ausgehen, sind die genauen Hintergründe für die Prügelattacke weiterhin unklar. Laut einer Pressemitteilung konnten Staatsanwaltschaft und Polizei dennoch erste Ermittlungsergebnisse im Fall erzielen.

Behörden liegt Videomaterial vor

So ermitteln die Behörden nach ersten Vernehmungen und der Sicherung und Auswertung von Videomaterial nunmehr wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung. „Gesicherte Aufnahmen zeigen zwei Personen, die sich dem 66-Jährigen von hinten näherten, eine dritte lief versetzt dahinter. Einer der Unbekannten schlug den Bremer von hinten nieder, woraufhin der Mann stürzte”, heißt es in der Mitteilung. Der Abgeordnete erlitt stark blutende Kopfverletzungen. Danach sei das Trio vom Tatort geflüchtet. Zuvor gingen die Ermittler davon aus, dass der AfD-Abgeordnete mit einem unbekannten Gegenstand angegriffen wurde. Auch die Partei selbst sprach in einer Aussendung von einem Kantholz als Tatwaffe. Weiters sollen, nachdem der Abgeordnete bereits bewusstlos am Boden lag, Tritte gegen seinen Kopf erfolgt sein. Die Staatsanwaltschaft konnte diese Details zunächst nicht bestätigen.

Magnitz spricht von Mordanschlag

Mittlerweile konnte sich Frank Magnitz auch selbst zu Wort melden. Der Deutschen Presse-Agentur sagte der Abgeordnete, dass er nur wenig Erinnerung an die Tat habe. Die Täter habe er nicht gesehen und auch nicht gehört, ob sie noch etwas zu ihm gesagt hätten. Das Bewusstsein habe er verloren, weil ihm die Täter auf den Kopf geschlagen hätten. „Was hier passiert ist, das darf man ohne zu dramatisieren als Mordanschlag bezeichnen”, sagte Magnitz. Von dem Kantzholz und von den Tritten habe Magnitz laut SPIEGEL von den Handwerkern erfahren. Nur deshalb habe er davon gehört.

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1 Kommentar

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  1. Avatar

    Peter Lüdin

    9. Januar 2019 at 15:02

    Die Zeit der Ruhe noch geniessen, an denen die Leute sich noch mehrheitlich nur gegenüberstehen. Denn sie werden bald der Vergangenheit angehören. An der Thematik fällt derzeit vor allem der wachsende Aggressionspegel aller Seiten auf. Das ist durchaus kein Wunder. Der Bürger, der die „Flüchtinge” hier nicht nicht haben will und dagegen opponiert, wird feststellen, dass er damit vor allem eins bewirkt: Nichts!
    Die „Aktivisten” die gegenüber Einwanderungskritikern das Mass an Verachtung zu hegen scheinen, dass sie üblicherweise den Rassisten gegenüber Ausländern unterstellen, scheinen gleichermassen auf Krawall gebürstet zu sein.
    Die Regierung wiederum geht wie üblich davon aus, dass man einfach nur anordnen muss und schon lösen sich alle Probleme von selbst. Mit anderen Worten: Weiter so!
    Beste Voraussetzungen, dass die Auseinandersetzungen bald noch brutaler werden. Derzeit erlebt man nur die ersten Fingerübungen.
    Wie gesagt, die Ruhe geniessen solange es noch geht.

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Gesellschaft

Fall Marcus H.: Opfer starb nach Schlägen – Syrer erhält nur Bewährungsstrafe

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

Er war wütend, deshalb schlug er zu. Das gestand Sabri H. vor Gericht. Ins Gefängnis muss er trotzdem nicht.

Magdeburg/Wittenberg. – Am Donnerstag ist der Syrer Sabri H. wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Weil der Angeklagte behauptet, zum Tatzeitpunkt erst 17 Jahre alt gewesen zu sein, fand der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 „Ich war wütend, deshalb habe ich zugeschlagen”

Es geschah im Jahr 2017 vor einem Einkaufszentrum in Wittenberg. An diesem Tag versetzte der Syrer dem 30-jährigen Deutschen Marcus H. mehrere Faustschläge. Dieser schlug daraufhin mit dem Hinterkopf am Asphalt auf und verstarb später an seinen Verletzungen. Wie die BILD berichtet, legte der Angeklagte am letzten Verhandlungstag nun ein Geständnis ab. „Ich war wütend, deshalb habe ich zugeschlagen“, sagte Sabri H. vor Gericht aus.

Dass es überhaupt zu einem Prozess kam, war nicht von Anfang an klar. Kurz nach der Tat hatte die Staatsanwaltschaft Dessau noch von Notwehr gesprochen. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten jedoch ein ganz klar anderes Bild. Die Staatsanwaltschaft Magdeburg brachte den Fall schließlich vor Gericht und klagte Sabri H. wegen Körperverletzung mit Todesfolge an.

 „Er hat im Gerichtssaal mehrfach gelacht”

Karsten H., Vater des Opfers und Nebenkläger in diesem Fall, zeigte sich sehr enttäuscht über das am Donnerstag gefällte Urteil. „Er hat meinen Sohn getötet, zugegeben, dass er aus Wut handelte, aber dafür hat er nicht einen einzigen Tag in Haft gesessen. Er hat im Gerichtssaal mehrfach gelacht. Er lebt sein Leben weiter, als wäre nichts geschehen“, sagte er der BILD.


Mehr Details zu diesem Fall findet man auf der Homepage von Ein Prozent. Das patriotische Bürgernetzwerk hat den Fall seit Beginn verfolgt und unterstützt Karsten H. Ein-Prozent-Leiter Philip Stein spricht von einem „Skandalurteil”. Hier lesen: „Skandalurteil: Täter im Fall Marcus H. kommt davon”

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Gesellschaft

Rizin-Bombe gebaut: 10 Jahre Haft für Islamisten

Joshua Hahn

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Er wollte in Deutschland einen Sprengstoffanschlag mit dem Kampfstoff Rizin verüben. Nun wurde der Tunesier Sief Allah H. zu 10 Jahren Haft verurteilt.

Düsseldorf. – Im Jahr 2018 wurde der Islamist gemeinsam mit seiner Frau von Spezialkräften der Polizei festgenommen. In der Wohnung fanden die Beamten Utensilien zum Bombenbau sowie des Giftstoffs Rizin. Das Gericht verurteilte den Tunesier nun laut „n‑tv“ zu zehn Jahren Haft wegen der Herstellung einer Biowaffe sowie der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat.

Die Verteidigung hatte zuvor ein Maximalstrafmaß von acht Jahren gefordert. Eine Vertreterin der Bundesanwaltschaft betonte, dass es das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik sei, dass wegen der Planung eines Attentats mit einem biologischen Kampfstoff verhandelt wurde.

Täter bestritt Anschlagspläne

Vor Gericht bestritt der Tunesier, welcher 2016 nach Deutschland kam, die Pläne. Mit den Utensilien habe er lediglich für seine künftige Zeit beim „Islamischen Staat“ üben wollen. Einen konkreten Anschlagsplan habe er jedoch nicht verfolgt. Vor Gericht sagte er außerdem, dass der Dschihad nicht barbarisch sei – „er ist im Islam eine Pflicht“. Wie die „Bild“ berichtet, wurde im Vorfeld der Verhandlung das Verfahren gegen seine Ehefrau Yasmin abgetrennt, weil das Gericht ihren Verteidigern Prozessverschleppung vorwarf.

Vor Gericht erklärte ein BKA-Beamter, man hätte mit Hilfe der fertiggestellten Bio-Waffe im schlimmsten Fall bis zu 13.500 Menschen umbringen können.

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Gesellschaft

Wegen Coronavirus: NRW entlässt Häftlinge vorzeitig

Joshua Hahn

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Konkret sollen Häftlinge entlassen werden, wenn sie eine Strafe unter 18 Monaten verbüßen müssen.

Düsseldorf. – Aus Sorge vor einem Krankheitsausbruch des neuartigen Coronavirus in Gefängnissen will Nordrhein-Westfalen Häftlinge früher entlassen.

Freie Zellen benötigt

Wie unter anderem die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, erklärte der Justizminister Peter Biesenbach (CDU), dass man bis zu 1.000 freie Zellen benötige. Man brauche die Kapazitäten, um gegebenenfalls auch innerhalb der Gefängnisse Quarantänezonen errichten zu können. Die Insassen, welche weniger als eineinhalb Jahre Haft verbüßen müssen, sollen deshalb vorzeitig entlassen werden, sollten die Strafe regulär bis Ende Juli auslaufen. Durch diese Maßnahme soll nun Platz geschaffen werden.

Keine Entlassung für Schwerverbrecher

Für Sexual- und andere Schwerverbrecher gelte diese Regel jedoch nicht. Ausgenommen sind außerdem flüchtige Häftlinge, welche beispielsweise aus einem Hafturlaub nicht freiwillig zurückkehrten. Wie die „Bild“ berichtet, stellte der Justizminister zudem klar: „Es gibt keinen Corona-Rabatt für Straftäter. Alle Bundesländer arbeiten an vergleichbaren Regelungen“.

Laut „Focus“ gibt es bis jetzt keinen einzigen bestätigten Virusfall in Gefängnissen in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt sind dort 16.000 Personen inhaftiert.

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