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Nach brutaler Attacke

Bremer AfD-Chef Magnitz verlässt Krankenhaus

Zwei Tage nach dem brutalen Angriff auf seine Person wurde der Bremer AfD-Landessprecher Frank Magnitz auf eigene Verantwortung aus dem Spital entlassen. 

3 Minuten Lesezeit
<p>Symbolbild Rettungswagen: Pixabay [CC0] / Bild Magnitz: Facebook-Seite Frank Magnitz / Collage: Die Tagesstimme.</p>

Symbolbild Rettungswagen: Pixabay [CC0] / Bild Magnitz: Facebook-Seite Frank Magnitz / Collage: Die Tagesstimme.

Bremen. – Am Donnerstagnachmittag entschied sich der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz, das Krankenhaus zu verlassen. Das sagte sein Stellvertreter Thomas Jürgewitz dem Münchener Merkur zufolge der dpa. Es gehe dem sechsfachen Familienvater „dem Umständen entsprechend“ gut, er muss allerdings weiterhin strikte Bettruhe halten. Denn die Verletzungen sind erheblich: Eigenen Angaben zufolge schmerzt die „gesamte linke Körperhälfte fürchterlich“.

Unfassbare Gewalttat

Es war eine Tat, die ganz Deutschland in Atem hielt. Am vorläufigen Höhepunkt einer beispiellosen Gewaltserie gegen Einrichtungen, Veranstaltungen und Politiker der patriotischen Partei schlugen am Montag mehrere Vermummte den 66-Jährigen nieder – Die Tagesstimme berichtete. Der Vorfall geschah, als er gerade den Neujahrsempfang des Weser-Kuriers verließ. Die Behörden gehen weiter von einem politischen Motiv aus und ermitteln wegen gefährlicher Körperverletzung.

Weiter unklar ist der exakte Tathergang. Ursprünglich hieß es vonseiten seiner Partei nämlich, Magnitz sei mit einem Kantholz verprügelt worden. Dabei berief man sich offenbar auf Informationen der beiden Handwerker, welche ihn erstversorgten. Das bislang von der Exekutive gesichtete Videomaterial konnte hingegen allerdings vorerst keinen Einsatz eines Schlagwerkzeugs bestätigen.

Verletzung nach Sturz möglich

Nach derzeitigem Ermittlungsstand scheint es ebenso plausibel, dass die eigentlichen Verletzungen erst durch das Sturzgeschehen entstanden. Auch die Bremer Staatsanwaltschaft vertritt die Auffassung, dass drei Männer Magnitz von hinten ansprangen und die schweren Blessuren eine Folge des Aufpralls seien. Diese Feststellungen waren anschließend Anlass für einige Kommentatoren, die Schwere der Tat zu relativieren. Der Deutsche Journalisten-Verband warf der AfD deshalb etwa vor, den Überfall auf Magnitz zu „instrumentalisieren“.

Auch ohne Waffengewalt todgefährlich

Diese jedoch spricht weiterhin von einem „Mordanschlag“ auf ihren Spitzenpolitiker. Auch Magnitz selbst wertet die Attacke auf seine Person „ohne zu dramatisieren“ in diese Richtung. Nicht zwingend zu unrecht: Denn auch Sturzverletzungen als Folge einer Körperverletzung ohne Waffengewalt können mitunter tödlich enden. Im November 2014 etwa sorgte in Offenbach/Main der Fall der Lehramtsstudentin Tuğçe Albayrak für internationale Schlagzeilen.

Die zum Zeitpunkt 22-Jährige versuchte eine Auseinandersetzung zwischen zwei weiblichen und einem männlichen Jugendlichen zu schlichten. In der Folge kam es zu Handgreiflichkeiten, der Mann schlug Albayrak letztendlich gegen den Kopf. Daraufhin stürzte diese dermaßen schwer, dass sie zunächst ins Koma fiel und zwei Wochen später verstarb. Im sachsen-anhaltischen Köthen starb erst im September ein junger Deutscher nach einem tätlichen Angriff von drei Afghanen im Krankenhaus an den Folgen einer Herzerkrankung.


Weiterlesen: 

Nach Angriff: Magnitz (AfD) spricht von Mordanschlag (9.1.2019)

Attentat auf Politiker: Bremer AfD‐Chef Magnitz krankenhausreif geprügelt (8.1.2019)

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