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Gesellschaft

Nach brutaler Attacke: Bremer AfD-Chef Magnitz verlässt Krankenhaus

Julian Schernthaner

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am

Symbolbild Rettungswagen: Pixabay [CC0] / Bild Magnitz: Facebook-Seite Frank Magnitz / Collage: Die Tagesstimme.

Zwei Tage nach dem brutalen Angriff auf seine Person wurde der Bremer AfD-Landessprecher Frank Magnitz auf eigene Verantwortung aus dem Spital entlassen. 

Bremen. – Am Donnerstagnachmittag entschied sich der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz, das Krankenhaus zu verlassen. Das sagte sein Stellvertreter Thomas Jürgewitz dem Münchener Merkur zufolge der dpa. Es gehe dem sechsfachen Familienvater „dem Umständen entsprechend” gut, er muss allerdings weiterhin strikte Bettruhe halten. Denn die Verletzungen sind erheblich: Eigenen Angaben zufolge schmerzt die „gesamte linke Körperhälfte fürchterlich”.

Unfassbare Gewalttat

Es war eine Tat, die ganz Deutschland in Atem hielt. Am vorläufigen Höhepunkt einer beispiellosen Gewaltserie gegen Einrichtungen, Veranstaltungen und Politiker der patriotischen Partei schlugen am Montag mehrere Vermummte den 66-Jährigen nieder – Die Tagesstimme berichtete. Der Vorfall geschah, als er gerade den Neujahrsempfang des Weser-Kuriers verließ. Die Behörden gehen weiter von einem politischen Motiv aus und ermitteln wegen gefährlicher Körperverletzung.

Weiter unklar ist der exakte Tathergang. Ursprünglich hieß es vonseiten seiner Partei nämlich, Magnitz sei mit einem Kantholz verprügelt worden. Dabei berief man sich offenbar auf Informationen der beiden Handwerker, welche ihn erstversorgten. Das bislang von der Exekutive gesichtete Videomaterial konnte hingegen allerdings vorerst keinen Einsatz eines Schlagwerkzeugs bestätigen.

Verletzung nach Sturz möglich

Nach derzeitigem Ermittlungsstand scheint es ebenso plausibel, dass die eigentlichen Verletzungen erst durch das Sturzgeschehen entstanden. Auch die Bremer Staatsanwaltschaft vertritt die Auffassung, dass drei Männer Magnitz von hinten ansprangen und die schweren Blessuren eine Folge des Aufpralls seien. Diese Feststellungen waren anschließend Anlass für einige Kommentatoren, die Schwere der Tat zu relativieren. Der Deutsche Journalisten-Verband warf der AfD deshalb etwa vor, den Überfall auf Magnitz zu „instrumentalisieren”.

Auch ohne Waffengewalt todgefährlich

Diese jedoch spricht weiterhin von einem „Mordanschlag” auf ihren Spitzenpolitiker. Auch Magnitz selbst wertet die Attacke auf seine Person „ohne zu dramatisieren” in diese Richtung. Nicht zwingend zu unrecht: Denn auch Sturzverletzungen als Folge einer Körperverletzung ohne Waffengewalt können mitunter tödlich enden. Im November 2014 etwa sorgte in Offenbach/Main der Fall der Lehramtsstudentin Tuğçe Albayrak für internationale Schlagzeilen.

Die zum Zeitpunkt 22-Jährige versuchte eine Auseinandersetzung zwischen zwei weiblichen und einem männlichen Jugendlichen zu schlichten. In der Folge kam es zu Handgreiflichkeiten, der Mann schlug Albayrak letztendlich gegen den Kopf. Daraufhin stürzte diese dermaßen schwer, dass sie zunächst ins Koma fiel und zwei Wochen später verstarb. Im sachsen-anhaltischen Köthen starb erst im September ein junger Deutscher nach einem tätlichen Angriff von drei Afghanen im Krankenhaus an den Folgen einer Herzerkrankung.


Weiterlesen: 

Nach Angriff: Magnitz (AfD) spricht von Mordanschlag (9.1.2019)

Attentat auf Politiker: Bremer AfD‐Chef Magnitz krankenhausreif geprügelt (8.1.2019)

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    9. Januar 2019 at 19:59

    Da in Deutschland in der Regel Täter zu Opfern gemacht werden und umgekehrt, war die reaktion eines Teils der Journaille und fb Kommentaren von vornherein klar. Frei nach dem Motto: Wer austeilt muss auch einstecken können.

    Man erinnert sich an den verwerfliche Anschlag eines Hartz4 Empfängers mit dem messer auf den Bürgermeister seiner Gemeinde. Auch dieser hätte weitaus schlimmer enden kjönnen.

    Aber was wurde da für ein Wesen gemacht um angeblich rechte Gewalt. Während der Herr Bürgermeister aber gleich danach in äußerster Tapferkeit mit einem Pflästerchen am Hals öffentlich auftreten konnte.

  2. Avatar

    Zickenschulze

    10. Januar 2019 at 11:32

    Staatsanwalt auf Tuchfühlung mit übergestreiften Glaceehandschuhen.

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Gesellschaft

200. Pegida-Demo: Höcke rechnet mit politmedialem Establishment ab

Stefan Juritz

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am

ASDF Aufnahme von der 200. Pegida-Kundgebung in Dresden. Bild: Screenshot Twitter

Der AfD-Politiker wurde beim Pegida-Spaziergang mit lauten „Höcke, Höcke”-Rufen begrüßt. In seiner Rede lobte er Pegida und kritisierte die politischen und medialen Eliten.

Dresden. – Am gestrigen Montagabend fand die insgesamt bereits 200. Kundgebung der patriotischen Bürgerbewegung Pegida in Dresden statt. Mehrere Tausend Menschen kamen aus diesem Anlass an den Neumarkt vor der Frauenkirche. Als Ehrengast und Hauptredner sprach Thüringens AfD-Landesvorsitzender Björn Höcke, der von den Pegida-Teilnehmern mit lautstarken „Höcke”-Rufen empfangen wurde.

Ehrengast Björn Höcke dankt Pegida

In seiner Rede bedankte sich der AfD-Politiker bei den Pegida-Demonstranten dafür, in den letzten Jahren „die deutsche Freiheitsgeschichte” weitergeschrieben zu haben. Scharfe Worte fand Höcke hingegen für das politmediale Establishment, dem er unter anderem vorwarf, Pegida verunglimpft und beleidigt („Dunkeldeutschland”, „Pack” etc.) zu haben.

Außerdem kam Höcke natürlich auch auf die Ministerpräsidenten-Wahl in Thüringen zu sprechen. Dort habe die AfD ihr „zentrales Wahlkampfversprechen” eingelöst: „Wir haben den Schmuselinken des politmedialen Establishments, Bodo Ramelow, abgewählt!”, betonte Höcke. Das Establishment habe deshalb von einem „Skandal” und „Tabubruch” gesprochen. Die Reaktionen der „Konsensdemokraten” auf die Wahl Thomas Kemmerichs (FDP) seien nach Ansicht des AfD-Landeschefs jedoch „panisch” und „hysterisch” gewesen und hätten zu einem „sittlichen Dammbruch” geführt, der „jeden Anstand, jedes Maß und jede Vernunft hinweggefegt” habe. Als Beispiel führte Höcke den Blumenstraußwurf der Linken-Fraktionschefin Susanne Hennig-Wellsow und den verweigerten Handschlag des Ex-Ministerpräsidenten Bodo Ramelow an. Dies zeige, so Höcke, dass hier keine Parlamentarier, sondern „Ideologen” am Werk seien, „die mit Demokratie nur so lange etwas am Hut haben wollen, wie sie als Gewinner vom Platz gehen”.

Und er betonte: „Ich sage Ja zum Parlament aus tiefster Überzeugung. Aber ich sage, in der Lage, in der unsere Nation ist, auch ohne Wenn und Aber Ja zur Straße als Resonanzraum von Meinungs- und Versammlungsfreiheit.”

„Wir müssen das Land wieder vom Kopf auf die Füße stellen!”

Der thüringische AfD-Chef ging weiters mit den politischen Zuständen hart ins Gericht. So seien Höcke zufolge in Deutschland „alle Maßstäbe verrückt” und das Land stehe Kopf. „Wir müssen dieses Land wieder vom Kopf auf die Füße stellen. Wir müssen das Unterste wieder nach unten wenden, wo es hingehört”, so Höcke, der in diesem Zusammenhang den Ausspruch des Publizisten Henryk M. Broder zitierte: „Deutschland ist ein Irrenhaus!”

Der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warf Höcke wegen ihres Eingreifens nach der Ministerpräsidenten-Wahl einen Putschversuch vor, weswegen die AfD seiner Aussage zufolge sogar Strafanzeige gestellt hat.

An die Pegida-Teilnehmer appellierte er, sich trotz allem den Humor nicht nehmen zu lassen. „Wir dürfen uns das kleine private Glück nicht nehmen lassen, die Freude an unseren Familien, die Freude an unseren Kindern, die kleinen Glücksmomente.” Nur dann werde man „diesen großen Kampf durchstehen”, den man „gemeinsam” kämpfe. „Und wir werden ihn durchstehen und wir werden ihn siegreich beenden. Davon bin ich überzeugt”, stellte Höcke klar.

CDU und FDP bei Gegenprotesten

Gegen die Pegida-Kundgebung gab es auch mehrere Proteste, die lautstark versuchten, die Reden zu stören. Neben linken und linksextremen Gruppen hatten sogar die Kreisverbände von CDU und FDP zu einer Gegendemonstration aufgerufen. Die Anzahl der Demonstranten blieb jedoch deutlich hinter jener der Pegida-Kundgebung zurück.

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Gesellschaft

Interkulturelle Schulung soll bei Polizei Verständnis für Afrikaner fördern

Joshua Hahn

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ASDF Symbolbild: Deutscher Polizeiwagen / Bild: pexels (CC0)

Mit der Veranstaltung sollen „gegenseitige Vorbehalte“ abgebaut werden. 

München. –  Um den Umgang mit Migranten zu schulen, will die bayerische Polizei künftig den „Tag der interkulturellen Kompetenz” abhalten. In Kooperation mit dem Afrikazentrum der Uni Würzburg sollen unter anderem Rollenspielen sowie Gespräche stattfinden.

Asylwerber und Studenten aus Afrika 

Die Auszubildenden der bayerischen Polizei sollen bei genannter Veranstaltung unter anderem mit Asylsuchenden sowie Studenten aus Afrika ins Gespräch kommen.

Gerd Enkling, Leiter der Aus- und Fortbildung im Präsidium der bayerischen Bereitschaftspolizei, erklärte laut Bericht der „Jungen Freiheit“, dass derzeit Polizeieinsätze teilweise aufgrund von „kulturellen Missverständnissen“ nicht zufriedenstellend ablaufen würden. 

Mit der Veranstaltung wolle man den angehenden Polizeibeamten daher dabei helfen, sich besser in das „polizeiliche Gegenüber“ hineinversetzen zu können.

Wollen vielfältiges Bild von Afrika zeigen“

Der Literaturwissenschaftler Julien Bobineau vom Afrikazentrum der Uni Würzburg sagte zum Seminar laut „RTL“, dass man den Auszubildenden ein „differenziertes und vielfältiges Bild von Afrika“ zeigen wolle. So könnten man dann auch Vorurteile identifizieren und diese „überwinden“. 

Der „Tag der interkulturellen Kompetenz“ solle außerdem dazu beitragen, Verständnis aufzubauen. Dies geschehe beispielsweise, wenn die Teilnehmer von den Migranten hören könnten, „was sie auf der Flucht erlebt und auf sich genommen haben“. Forschungsschwerpunkt Bobineaus ist der „Kolonialrassismus“, welcher sich laut ihm unter anderem im sogenannten „Racial Profiling” von Beamten äußere.

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Schnedlitz diskutiert beim ‚Wochenblick’ über den FPÖ-Neustart

Julian Schernthaner

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ASDF Bilder: Hintergrund/Pixabay; Schnedlitz/Parlamentsdirektion Photo Simonis; Willacker/zVg; Mölzer/Wikimedia, Leila Paul, CC BY-SA 3.0 / Collage: Wochenblick

Am heutigen Dienstagabend, den 18. Februar um 18:30 Uhr diskutieren hochkarätige Gäste beim Wochenblick über die Zukunft der Freiheitlichen.

Mit einem interessanten Gast kann heute der oberösterreichische Wochenblick aufwarten. Für das hauseigene Videoportal gelang es dem Medium, keinen Geringeren als den neuen FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz zur Live-Diskussion zu gewinnen.

Schnedlitz, Mölzer, Willacker: Hochkarätige Gäste

Der 35-jährige Nationalratsabgeordnete, der für den blauen Parlamentsklub außerdem als Bereichssprecher für die Jugend dient, wird ab 18:30 Uhr auf Wochenblick.TV auftreten. Zum Gespräch über den „schweren Neustart der FPÖ” – so der Titel – bekommt er aber keine leichten Diskussionspartner: So ist Parteiurgestein und Zur Zeit-Herausgeber Andreas Mölzer als harter Knochen bekannt, der seit Jahren im Zweifelsfall auch das eigene Lager schonungslos zu kritisieren vermag.

Als dritter Gast bei der von Wochenblick-Chefredakteur Christian Seibert moderierten Sendung fungiert der Politikberater Robert Willacker. Der als Corpsstudent sozialisierte Mann sorgt seit einiger Zeit mit dem politischen Kamingespräch Kohlmarkt 4 (gemeinsam mit Christoph Pöchinger) durch seine unaufgeregte Art für Furore. Ein Auftritt beim ORF-Polit-Talk Im Zentrum im Dezember wurde durch die Lager als erfrischend aufgefasst.

Die Diskussion findet ab 18:30 Uhr auf Wochenblick.TV als Live-Stream statt und kann zudem später in der dortigen Mediathek nachgeschaut werden.

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