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Nobelpreisträger verliert Ehrentitel wegen Äußerungen über Schwarze

Redaktion

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Symbolbild: Der Wissenschaftler James Watson // Foto von National Cancer Institute (NCI) [Public domain], via Wikimedia Commons

Der amerikanische Nobelpreisträger James Watson verlor aufgrund umstrittener Aussagen seinen Ehrentitel. Er hatte sich wiederholt kritisch über die Intelligenz von Schwarzen geäußert.

USA. Der Molekularbiologe James Watson gilt als Mitbegründer der modernen Gentechnik. Zusammen mit Francis Crick und Maurice Wilkins erhielt er 1962 den Nobelpreis für Medizin. Er ist einer der Entdecker der Molekularstruktur der Desoxyribonukleinsäure (DNA), die Trägerrin der Erbinformationen für Lebewesen ist. Damit wurde der Grundstein für die Untersuchung und Modifikation von DNA‐Strängen gelegt. Medial fiel Watson hingegen des Öfteren auf.

Alle Ehrentitel aberkannt

Jetzt verlor Watson seinen vom Cold Spring Harbor Laboratory (CSHL) verliehenen Ehrentitel. Das in New Jersey ansässige Forschungsinstitut argumentierte in einer Stellungnahme, dass die Äußerungen Watsons über Ethnien und Genetik „wissenschaftlich nicht haltbar” seien. Weiter heißt es, das CSHL respektiere die „Rechte und „Fähigkeiten aller Menschen.” Watson wurde somit sein Ehrentitel, der Titel des emeritierten Kanzlers und des emeritierten Professors aberkannt. Doch was war genau passiert?

Bereits im Jahr 2007, in einem Interview mit der amerikanischen „Sunday Times”, äußerte Watson sich kritisch über die Zukunft Afrikas. Grund für diese Annahme ist nach Watson die schwache Intelligenz der Bevölkerung: „All unsere Sozialpolitik basiert auf der Annahme, dass ihre Intelligenz dieselbe ist wie unsere – obwohl alle Tests sagen, dass dies nicht wirklich so ist.” Auf welche Tests sich Watson beruft wurde jedoch nicht klar.

Nobelpreis‐Medaille versteigert

Im Nachhinein entschuldigte sich Watson für seine Aussagen. Nicht zuletzt deshalb, weil die mediale Aufregung um seine Aussagen ihn in massive finanzielle Schwierigkeiten brachte. Watson versteigerte daraufhin seine Nobelpreis‐Medaille in einem New Yorker Auktionshaus, für ganze 4,76 Millionen Dollar. Ferner wollte Watson die Fachwelt darauf aufmerksam machen, in welche Situation man käme, wenn man sich falsch äußere. Ersteigert wurde die Medaille von dem russischen Oligarchen Alischer Usmanow, der sie später an Watson zurückgab.

 

 

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Peter Lüdin

    15. Januar 2019 at 12:42

    Gerade die Privilegierten wollen gerne glauben, dass sie überlegen sind. Entweder durch Gottes Willen, oder eben durch ihre Gene. Sonst wird es nämlich schwierig die Rechtmässigkeit der eigenen Privilegien zu argumentieren.

  2. Avatar

    Johann

    16. Januar 2019 at 9:32

    Das sind sehr seltsame Ereignisse! Der Mann hat doch Abläufe entdeckt, die bislang nicht bekannt waren. wie kann es sein, dass eine spätere Aussage zur Aberkennung der Honorationen führte? Daran hatte sich ja nichts geändert!
    Hier wird vom Mainstream also der linksliberalen Sozialdiktatur, eine Meinung bestraft.
    Es spielt jetzt nicht mal die große Rolle, ob die Meinung in irgendwelchen Augen „richtig” oder „falsch” ist. Die „freie Meinungsäußerung”, die sich in allen Verfassungen findet, spricht nicht von richtiger, oder falscher Meinung, sondern einfach nur von Meinung, die zu respektieren ist.
    Und zur Sache:
    Wie soll man die Bevölkerung denn bezeichnen, wenn sie sich mit einer Fertilitätsrate von 7 und mehr vermehrt, obwohl im Umfeld Kinder in großen Scharen verhungern? Ist das intelligent? Wohl nicht. Die Katastrophen sind da schon vorprogrammiert.
    Ob Watson recht hat, oder nicht, wahr spricht, oder unwahr, ist irrelevant. Niemals dürfte ihm eine durch Wissen erworbene Honoration aberkannt werden, weil er etwas gesagt hat, was manchen Leuten nicht gefällt. Eine Schande! Es scheint, als wären beherzte Menschen mit funktionierendem Menschenverstand nur mehr in Russland zu finden, überall anders hat die Ideologie zugeschlagen, und die Menschen ihres Verstandes beraubt.

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Welt

Identität und Demokratie”: Neue patriotische Allianz im EU‐Parlament gegründet

Stefan Juritz

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ASDF Mitglieder der neuen patriotischen ID-Fraktion. Foto: Facebook-Seite Harald Vilimsky

Mit 73 Abgeordneten stellt die neue ID‐Fraktion die größte patriotische Gruppe im EU‐Parlament. Mit dabei sind auch AfD und FPÖ.

Wien/Brüssel. – Am Mittwoch gründete sich in Brüssel die neue patriotische EU‐Fraktion „Identität und Demokratie – ID”, der auch die österreichische FPÖ angehört. Das gab FPÖ‐Delegationsleiter Harald Vilimsky am Donnerstag in einer Presseaussendung bekannt.

Größte patriotische EU‐Fraktion”

Es ist uns gelungen, einen ersten Schritt hin zu einer Vereinigung des freiheitlich‐konservativ‐patriotischen Lagers im EU‐Parlament zu setzen. Die neue ID‐Fraktion vereinigt nämlich sowohl Delegationen aus der ECR, der EFDD, als auch aus der alten ENF‐Fraktion. Und mit nunmehr 73 Abgeordneten stellen wir die größte patriotische Fraktion im EU‐Parlament“, zeigt sich Vilimsky erfreut.

Ziel der neuen Fraktion sei weder „eine Zerschlagung” noch ein Austritt aus der EU, sondern „die Erzeugung eines notwendigen Reformdrucks auf das europäische Einigungswerk”, wie Vilimsky betont. Als weitere Ziele werden genannt: „echte Subsidiarität”, „Kampf der illegalen Migration”, „mehr direkte Demokratie” sowie der „Erhalt der Vielfalt in Europa auf allen Ebenen”.

Salvini, Le Pen & Co

Der neuen ID‐Fraktion gehören 73 Abgeordnete aus neun Ländern an. Stärkste Kraft ist die italienische Lega von Innenminister Matteo Salvini mit 28 Abgeordneten, gefolgt von Marine Le Pens Rassemblement National aus Frankreich mit 22 Mandataren. Weiters vertreten sind die deutsche AfD (11), die österreichische FPÖ (3), der flämische Vlaams Belang (3) aus Belgien, die Finnen‐Partei (2), die tschechische SPD (2) sowie die Dänische Volkspartei (1) und der estnische EKRE (1).

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Macron wünscht sich Merkel als EU‐Chefin

Stefan Juritz

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ASDF ActuaLitté [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würde die deutsche Bundeskanzlerin unterstützen, sollte sie EU‐Kommissionspräsidentin werden wollen.

Bisher ist die Nachfolge von EU‐Kommissionspräsident Jean‐Claude Juncker noch nicht geklärt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bringt nun wieder die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Spiel.

Europa braucht Gesichter”

Gegenüber dem Schweizer Sender RTS erklärte Macron, er würde Merkel als neue EU‐Kommissionspräsidentin unterstützen, „wenn sie es machen wollte”.

Europa braucht Gesichter, starke Persönlichkeiten, es braucht Leute, die eine persönliche Glaubwürdigkeit haben und die Kompetenzen, um die Posten auszufüllen”, zitiert die dpa den französischen Präsidenten

Merkel selbst hat einen Wechsel nach Brüssel bereits zuvor ausgeschlossen. Laut eigenen Angaben will sich die Kanzlerin nach ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin aus der Politik zurückziehen.

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Gesellschaft

Vatikan spricht sich gegen „Gendertheorie“ aus

Joshua Hahn

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ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

In einem offiziellen Dokument warnt der Vatikan vor der „Auslöschung” der Geschlechter.

Rom. – Das Dokument trägt den Titel „Als Mann und Frau schuf er sie“ und wurde am vergangenen Montag vorgestellt. Wie das „Domradio“ berichtet, wird darin scharfe Kritik an der „Gendertheorie“ geübt. Diese sei ein „konfuses Konzept der Freiheit“ und beziehe sich primär auf „momentane Sehnsüchte“ der Betroffenen. Allgemein entspränge der Trend zu den fließenden Übergängen zwischen den Geschlechtern der Postmoderne.

Wie die „Tagesschau“ berichtet, wird die „Gendertheorie“ konkret als Ideologie bezeichnet, welche die „Natur eines Mannes und einer Frau leugnet und eine Gesellschaft ohne geschlechtliche Unterschiede vorsieht“. Dies stehe der „anthropologischen Grundlage“ der Familie klar entgegen, so der Vatikan.

In dem Text ist weiter zu lesen, dass man mit dem Dokument zum Dialog anregen wolle. Und der Vatikan betont auch: Es sei es stets Respekt gegenüber allen Menschen zu lehren und niemand dürfe wegen seins Glaubens oder seiner sexuellen Neigungen verfolgt oder diskriminiert werden.

Kritik von Schwulen und Lesben

Kritik am Dokument folgte rasch. So kritisierte die US‐Organisation „New Ways Ministry“, dass durch das Schreiben lediglich Vorurteile geschürt würden. Auch die Gefahr von „Gewalt gegen Minderheiten“ würde durch solche Aussagen gesteigert werden.

New Ways Ministry” hat ihren Hauptsitz in Maryland und setzt sich für die Rechte von Homo‐, Bisexuellen und Transgender (LGBT) in der katholischen Kirche ein.

Der Vorsitzende der Organisation, Francis DeBernardo, erklärte, es gäbe „Faktoren, die über die Genitalien eines Menschen hinausgingen“. Er plädierte deshalb dafür, dass Menschen vielmehr ihr Geschlecht „entdecken“ sollten, um so die Person zu erkennen, als die sie geschaffen wurden. Der Vatikan fördere durch die Veröffentlichung des Dokuments aktiv „die falsche Lehre“. Er stütze sich auf „Mythen, Gerüchte und Unwahrheiten“.

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