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Gesellschaft

AfD und Ärger”: Wieder linksextremer Angriff auf Gasthof in Leipzig

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Symbolbild Antifa: Michael Jastremski via OpenPhoto.net (Bild zugeschnitten, umrandet) / Symbolbild Biergarten: Martin Falbisoner via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten) [beide CC BY-SA 3.0] / Collage: Die Tagesstimme.

Neuerlich griffen mutmaßliche Linksextremisten in einer nächtlichen Aktion eine Gaststätte in Leipzig an, weil Mitglieder der AfD darin angeblich verkehren.

Leipzig. – Wie die Leipziger Volkszeitung am Mittwoch berichtet, geschah der Angriff bereits in der Nacht auf Montag und betraf das Gartenlokal „Drei Kastanien” in der Schleußiger Dammstraße. Wie aus Ermittlerkreisen zu vernehmen, warfen die Täter insgesamt acht Fensterscheiben ein und sprühten Bitumenfarbe in Innenraum und auf den Freisitzbereich. Die Spur führt offensichtlich in die linksextreme Antifa‐Szene.

Antifa bekennt sich: „Verdiente Quittung”

Neben der Verwüstung brachten die Unbekannten einen Schriftzug an, welcher die AfD als Ziel des Angriffs ausweist („AfD und Ärger”). Ein anonymes Bekennerschreiben auf der linksradikalen Internetplattform Indymedia gibt außerdem Aufschluss auf die wahrscheinlichen Motive. Der Angriff sei geschehen, weil sich die Leipziger AfD regelmäßig in den Räumlichkeiten treffe. Die Beschädigungen seien deshalb eine „verdiente Quitting” für eine „strukturelle Unterstützung” einer vermeintlich „faschistischen Partei”.

Man sei „überzeugt”, so das Schreiben weiter, dass jegliche „Kooperation” mit der patriotischen Partei „Konsequenzen haben” müsse. Jeder Gastwirt, wer rechten Akteuren seine Räume anbiete, mache sich „mitschuldig” an einem angeblichen „derzeitigen Rechtsruck und seinen Folgen”. Auch das Datum des Anschlages sei kein Zufall: Man erinnere damit nämlich an die Niederschlagung des linksradikalen Spartakusaufstandes exakt hundert Jahre zuvor.

AfD‐Droese: „Demokratie mit Füßen getreten”

Die angesprochene Partei verurteilte den Anschlag. Der Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Siegbert Droese ist sogar der Ansicht, solche Aktionen würden das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit aushebeln. Wenn Linksextremisten „über den Rechtstaat triumphieren” würden, werde „Demokratie mit Füßen getreten”. Die Partei selbst habe schon seit längerer Zeit keine Veranstaltung im Lokal mehr veranstaltet. Dennoch ginge es wohl um eine „massive Einschüchterung” der Leipziger Wirte. Deren Interessensvertretung äußerte sich vorerst nicht zum Vorfall.

Leipzig: Immer wieder linksextreme Angriffe

Es ist nicht das erste Mal, dass es in der Stadt, die als linke Hochburg innerhalb Sachsens gilt, zu derartigen Anschlägen kommt. Erst im November griffen mutmaßliche Linksextremisten ein Wirtshaus in Leipzig an, weil die AfD dort ihren Kreisparteitag abhalten wollte. Erst vergangene Woche setzten bislang Unbekannte das Privatauto des patriotischen YouTubers Malenki in Brand – Die Tagesstimme berichtete.

In den meisten Fällen greifen vor allem lokale Medien diese Vorfälle in ihrer Berichterstattung auf. Manche überregionalen Medien, wie etwa die linke Berliner Tageszeitung taz spielen das wachsende linksextreme Problem in der bevölkerungsreichsten sächsischen Stadt sogar tendenziell herunter. Ein hochrangiger Journalist, der selbst in der Messestadt aufwuchs, sang erst diese Woche in einem Meinungsartikel ein Loblied auf die linksextreme Szene Leipzigs.


Weiterlesen: 

Vor Kreisparteitag der Leipziger AfD: Anschlag auf Gasthof (10.11.2018)

Leipzig: Brandanschlag auf Auto von patriotischem YouTuber ‚Malenki’ (11.1.2019)

Danke, Antifa”: ‚taz’-Journalist verharmlost linksextreme politische Gewalt (16.1.2019)

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Walter Gräbeldinger

    17. Januar 2019 at 16:31

    Verbreiten Sie halt mal weiter, was ich hier sage, Herr Schernthaner ! Also „der Gegeneinander‐Trubel”: Klar doch: Das intellektuelle Angebot der AfD ist NULL ! … Das intellektuelle Angebot der Linken ist NULL ! – Nun ja, BLÖDE hauen sich halt! … Und da sie eben BLÖDE bleiben wollen, diese saublöden ewigen DIESELMOTOREN‐, HARTZ IV‐ und RENTEN‐Philosophen im Parlament, diese geistlosen JUGEND‐VERBLÖDUNGS‐Programmierer mit ihrer „genial‐kanzlerischen” DIGITALISIERUNGS‐ UND GLOBALISIERUNGS‐Menschenzukunftsvorgabe werden bald auch die sau‐ungeduldigen lieben Allerkleinsten rebellisch werden, weil sie sich nicht ihre Zukunft verhunzen lassen wollen, und – meine Prognose – überhaupt nicht gruselig, sondern realistisch – sie nehmen eines Tages ihr Messer in die Hand … und erstechen ihre eigenen Eltern ! … Kein Witz das, Herr Schernthaner ! … Sie erleben es, garantiert ! … Der kosmische geistige Fortschrittswille ist DIE UNÜBERTROFFEN HÖCHSTE KRAFT !

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Gesellschaft

Theaterverband erfand Meuthen‐Zitat

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Bild (Meuthen beim Bundesparteitag der AfD im Jahr 2017): Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

In einem Interview mit der „dpa“ führte der Bühnenvereinspräsident ein Zitat an, welches angeblich von Jörg Meuthen (AfD) getätigt wurde. Nun stellte sich heraus, dass die Worte so nie benutzt wurden.

Berlin. – Trotz des falschen Zitats wurden die Leser zum Großteil nicht auf den Fehler hingewiesen.

Linksversiffter Kunstkadaver“

Wie die „Junge Freiheit“ berichtet, erklärte der Bühnenvereinspräsident Ulrich Khuon gegenüber der „dpa“, dass die „Neue Rechte“ lediglich ein „Gesinnungstheater“ wünsche, welches ihren Idealen entspräche. So habe Jörg Meuthen beispielsweise die Worte „linksversiffter Kunstkadaver“ benutzt. Diese Wortwahl gleiche der der Nationalsozialisten und ähnele dem Propagandabegriff der „entarteten Kunst“.

Ein Pressesprecher der Alternative für Deutschland intervenierte damals und erklärte, dass das Zitat so nie getätigt wurde. 

Der Bühnenverein sagte daraufhin aus, Khuon habe sich „geirrt“.

Keine weitreichenden Richtigstellungen

Obwohl der Bühnenverein dem AfD‐Politiker mit dem falschen Zitat und dem daraus resultierenden Vorwurf, Meuthen würde dem Nationalsozialismus nahestehen, erheblich hätte schaden können, fand keine umfassende Richtigstellung statt.

Die Nachrichtenagentur „dpa“ schickte zwar eine neue Fassung inklusive eines Korrekturhinweises an die Abonnenten und Kunden. 

Da allerdings nicht erwähnt wurde, dass ein inkorrektes Zitat gestrichen worden war, wurde zwar von den gängigen Medien die korrigierte Fassung übernommen, jedoch ohne den Hinweis, um welchen Fehler es sich handelte. 

Für den Leser war der Fehler also nicht ersichtlich. 

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Gesellschaft

Joachim Gauck fordert „erweiterte Toleranz in Richtung rechts“

Joshua Hahn

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am

ASDF Bild (Ex-Bundespräsident Joachim Gauck):Tohma (Diskussion) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Der Ex‐Bundespräsident Joachim Gauck warnte in einem Interview mit dem „Spiegel“ vor dem Erstarken des Nationalismus. Trotzdem plädierte er für eine „erweiterte Toleranz in Richtung rechts“.

Berlin. – Gauck sprach sich außerdem gegen den laut ihm vorherrschenden „Antipluralismus“ aus.

Wir verlieren uns selbst“

Wie unter anderem die „Welt“ berichtet, sagte Gauck bereits in der Vergangenheit mehrmals, dass der Umgang mit der AfD nicht optimal gewesen sei. Es habe eine mediale Tendenz gegeben, „zu früh Stoppschilder zu setzen“. 

Zwar lehne er selbst die Positionen der Alternative vehement ab, trotzdem sei es ein Fehler, permanent „das Höllentor von Auschwitz“ ins Spiel zu bringen. 

In einem Interview kritisierte er nun erneut den Umgang mit dem rechts‐konservativen Lager. Wörtlich sagte er: „Wir verlieren uns selbst, wenn wir so tun, als wäre es zu gefährlich, in großer Offenheit zu debattieren, weil das Volk sofort wieder umkippen könnte und eine Diktatur wählen würde“.

Regierung hat Themen nicht ausreichend versorgt“

Man müsse einräumen, dass die Regierung durchaus Versäumnisse bei bestimmten Themen zu verzeichnen habe. 

Gauck plädierte dafür, nicht jeden, der konservativ ist, „für eine Gefahr für die Demokratie zu halten und aus dem demokratischen Spiel am liebsten hinauszudrängen“. Generell solle es mehr Toleranz gegenüber dem rechten Lager geben.

Wie die „Zeit“ berichtet, erklärte Gauck jedoch im gleichen Interview, dass man ebenfalls lernen müsse, „mutiger intolerant zu sein“. Gegenüber Personen, welche das Gesetz missachten, dürfe keine falsche Toleranz gezeigt werden – egal, „ob sich diese politisch links oder rechts verorten oder dem islamischen Fundamentalismus angehören“.

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Gesellschaft

Abdullah‐Zentrum: Vertreter wirft Österreich „Heuchelei” vor

Monika Šimić

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ASDF Bild: Das umstrittene König-Abdullah-Zentrum am Wiener Schottenring / Thomas Ledl [CC BY-SA 3.0 at], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Der Rabbiner David Rosen kritisiert, dass sich ÖVP und SPÖ, die das Zentrum vor sieben Jahren in Wien ansiedelten, nun dagegenstellen.

Wien. Erst vor wenigen Tagen stimmten im Angesicht der Menschenrechtslage in Saudi‐Arabien alle Parteien außer der ÖVP für einen Entschließungsantrag, das maßgeblich vom arabischen Staat finanzierte und umstrittene Internationale König Abdullah bin Abdulahziz Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog (KAICIID) in Wien sperren zu lassen (Die Tagesstimme berichtete). Nun wirft der britische Rabbiner David Rosen Österreich „unglaubliche Heuchelei” vor.

Kontroversen rund um das Zentrum

Das KAICIID‐Direktoriumsmitglied kritisiert, dass sich ÖVP und SPÖ, die das Zentrum vor sieben Jahren in Wien ansiedelten, nun dagegenstellen. Doch das KAICIID sorgt seit Jahren für innenpolitische Kontroversen. FPÖ‐Chef Norbert Hofer verwies darauf, dass die Freiheitlichen dem saudischen Zentrum stets „mit großer Skepsis” begegnet seien.

Das im Herbst 2012 von Saudi‐Arabien, Österreich und Spanien eröffnete Zentrum wird größtenteils von Riad mit rund 15 Millonen Euro pro Jahr finanziert.

Zentrum hat zur „Öffnung der Gesellschaft” beigetragen

Seit Jahren steht die Menschenrechtslage in Saudi‐Arabien in der Kritik – und diente bereits in der Vergangenheit als Katapult für Diskussionen über das König‐Abdullah‐Zentrum. Vorwürfe, wonach das KAICIID sich nicht zu Menschenrechtsverletzungen in Saudi‐Arabien äußere und von saudischem Geld abhängig sei, wies der britische Rabbiner zurück. Man habe von den Gründungsstaaten nicht den Auftrag bekommen, sich zu politischen Fragen zu äußern, verteidigte sich Rosen. Das KAICIID habe seiner Ansicht nach zur Öffnung der Gesellschaft in Saudi‐Arabien beigetragen.

Österreich keinen „Gefallen” tun

Mittlerweile zweifelt Rosen die Entscheidung, die internationale Organisation in Wien anzusiedeln, an. Er sprach sich für eine Umsiedelung etwa nach Spanien oder Saudi‐Arabien aus: „Wenn Österreich den Wert des Zentrums nicht erkennt, sollten wir dem Land nicht auch noch den Gefallen tun, zu bleiben”, so Rosen. Diese Entscheidung obliegt jedoch den Gründungsstaaten.

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