Welt

Gelbwesten”-Proteste gehen in die 10. Runde

Bild: Gelbwesten beim 4. Akt der Proteste in Paris / Olivier Ortelpa [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Auch heute protestieren wieder Zehntausende „Gelbwesten” in mehreren französischen Städten.

Paris. Auch nach mehreren Wochen denken die sogenannten „Gelbwesten” nicht ans Aufhören. In Frankreich werden heute erneut Zehntausende Menschen zu neuen Protesten erwartet. Die Bewegung hat für den nunmehr zehnten Protestsamstag in Folge unter anderem zu Demonstrationen in Paris, Bordeaux und Marseille aufgerufen. In Paris ist für heute Mittag eine Kundgebung vor dem Invalidendom geplant.

Proteste reißen nicht ab

Die „Gelbwesten” protestieren bereits seit Mitte November gegen die Reformpolitik Macrons und gegen eine ihrer Ansicht nach zu niedrigen Kaufkraft. Bei den Demonstrationen kam es immer wieder zu heftigen Ausschreitungen. Am vergangenen Wochenende waren landesweit 80.000 Menschen auf die Straße gegangen, wie der ORF berichtet. Um „die Wut in Lösungen zu verwandeln”, startete der Staatschef diese Woche einen landesweiten Bürgerdialog. Die „Gelbwesten” kritisieren, dass er eine Abkehr von seinem Reformkurs ausschließt.

Nationale Debatte” gestartet

Nach einer aktuellen Befragung des Senders BFMTW wollen sich 40 Prozent der Franzosen an der „nationalen Debatte” beteiligen. Den Auftakt der Debatte bildete der Besuch Macrons in der Gemeinde Grand Bourgtheroulde in der Normandie. Dort räumte Macron am Dienstag eine Krise der Mittelschicht in Frankreich ein. Es handle sich um einen „sozialen Bruch”, so der Präsident. Nach dem Besuch in Grand Bourgtheroulde reiste Macron in die etwa 80 Kilometer entfernte Gemeinde Gasny weiter.
Bislang ist die von den „Gelbwesten”-Protesten ausgelöste Krise die größte Herausforderung für den französischen Staatschef.

1 Kommentar

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  • Die Franzosen hatten es doch 2017 in der Hand gehabt eine Alternative zu wählen. Haben sie aber nicht und nun fast 2 Jahre später gehen sie genau gegen die von ihnen selbst gewählte Regierung auf die Strasse. Unverständlich.

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