Italiens Vizepremier will „Sea-Watch“ beschlagnahmen

Weil das Schiff unter der niederländischen Flagge fährt, soll es beschlagnahmt und in die Niederlande gebracht werden.

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<p>Bild: Italiens Vizepremier Luigi Di Maio / Mattia Luigi Nappi [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Italiens Vizepremier Luigi Di Maio / Mattia Luigi Nappi [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Rom. Nachdem Innenminister Matteo Salvini erst kürzlich bekanntgab, dass er über eine Klage wegen Begünstigung der Schlepperei gegen alle Crewmitglieder der „Sea-Watch 3“ nachdenke, geht die Diskussion über das NGO-Schiff weiter. Auf dem Schiff, das aktuell noch vor der Küste der sizilianischen Stadt Syracus wartet, befinden sich insgesamt 47 Menschen. Italiens Vizepremier Luigi Di Maio, Chef der Fünf-Sterne-Bewegung, fordert, das Schiff zu beschlagnahmen und in die Niederlande zu bringen.

Niederlande weigern sich

Da das Schiff der deutschen NGO Sea-Watch unter der niederländischen Flagge fährt, sollen es auch die Niederlande sein, die die Menschen aufnehmen, so Di Maio. Die Niederlande haben sich bisher jedoch geweigert, die Migranten aufzunehmen. Auch Innenminister Salvini sieht die Niederlande hier in der Pflicht und fordert die Regierung auf, eine Lösung zu finden.

Enthüllungen über die ÖVP

Indes kündigte Graziano Delrio, Fraktionschef der Demokratischen Partei (PD) in der Abgeordnetenkammer, an, dass die PD eine ständige Präsenz eines ihrer Parlamentarier auf der „Sea-Watch 3“ garantieren will, wie der ORF berichtet. Für heute ist außerdem eine Protestaktion gegen die Regierung vor der Abgeordnetenkammer in Rom geplant. Politiker, Intellektuelle und Künstler wollen sich an der Demonstration beteiligen.

Weiterlesen:

Salvini: Klage gegen NGO‐Schiffscrew angedacht (26.01.2019)

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