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Frankreich

Mehrere Identitäre in Polizeigewahrsam

Mehrere Aktivisten der französischen Identitären, darunter eine schwangere Frau, wurden wegen der Teilnahme an der Defend Europe Mission am Col de l’Echelle in Gewahrsam genommen.

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<p>Bild: Defend Europe Mission Alps (Twitter Defend Europe) / Romain Espino, Clement Galant, Anais Lignier (Screenshot Facebook The Identitarian) / Collage: Die Tagesstimme</p>

Bild: Defend Europe Mission Alps (Twitter Defend Europe) / Romain Espino, Clement Galant, Anais Lignier (Screenshot Facebook The Identitarian) / Collage: Die Tagesstimme

Wie gestern bekannt geworden ist, wurden mehrere Aktivisten der Generation Identitaire in Polizeigewahrsam genommen. Grund ist offenbar ihre Teilnahme an der Defend Europe-Mission Alps Aktion im April 2018, die am Col de l’Echelle durchgeführt wurde. Auf der Twitter-Seite der Defend Europe Mission ist zu lesen, dass auch eine Frau in Gewahrsam genommen wurde. Sie ist aktuell im 8. Monat schwanger und soll sich vor etwa neun Monaten ebenfalls an der Aktion am Gebirgspass beteiligt haben.

„Werden nicht nachgeben“

Auch der Sprecher der Bewegung, Romain Espino, und der Leiter, Clément Galant befinden sich in Polizeigewahrsam. „Die Regierung versucht, uns abzuschrecken. Wir werden aber nicht nachgeben“, heißt es in einem Twitter-Beitrag.

Im April 2018 trafen sich mehr als hundert identitäre Aktivisten aus mehreren Ländern, um gegen die Grenz- und Migrationspolitik der französischen Regierung zu protestieren. Damals lobte Nicolas Bay (Rassemblement National, RN) die identitäre Mission. Er sprach von einer friedlichen und erfolgreichen Aktion, die das Problem der fehlenden Grenzkontrolle aufzeige.

Frankreich holt 130 Dschihadisten zurück

Indes hat die Bewegung vor allem Kritik an der von französischen Behörden geplanten Rückholaktion geäußert. Nur wenige Stunden vor der Ingewahrsamnahme der Aktivisten wurde nämlich bekannt, dass rund 130 in Nordostsyrien inhaftierte mutmaßliche Dschihadisten nach Frankreich zurückkehren sollen.

Sie stehen im Verdacht, Frankreich verlassen zu haben, um sich in Syrien der Terrormiliz „Islamischer Staat“ anzuschließen. Die Verdächtigen waren bisher in Syrien inhaftiert und wurden in einem Gefängnis von kurdischen Milizen bewacht, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Französische Behörden machen sich Sorgen, dass die mutmaßlichen Dschichadisten im Falle eines Rückzugs der US-amerikanischen Truppen aus Ostsyrien freikommen könnten. Deshalb sollen sie nun in Frankreich vor Gericht kommen. „Alle, die nach Frankreich zurückkehren, werden hier den Richtern übergeben und verurteilt“, sagte Innenminister Christophe Castaner zu BFM TV.

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