Verbinde Dich mit uns

Deutschland

Hannover: Jusos empören mit Anti-Deutschland-Kaffeebecher

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Symbolbild (Jusos-Flagge): Helmut Reckling via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Mit einer sogenannten „Anti-Nationalismus-Kampagne”, die sich auch an das eigenen Lager richtete, sorgten die Jusos im Bezirk Hannover nun für einige Empörung in sozialen Medien.

Hannover. – Eine Anti-Nationalismus-Kampagne mit dem Namen „Kein Gott. Kein Staat. Kein Patriarchat.” nahm am Wochenende nach schleppendem Beginn ungewollt an Fahrt auf. In vier Facebook-Beiträgen problematisierte die Jusos-Gruppe aus der niedersächsischen Landeshauptstadt patriotische Sentimente. Einer der Posts beinhaltete einen Kaffeebecher aus Pappe mit der Aufschrift „Mein Vaterland interessiert mich nicht die Bohne”.

Kahrs-Artikel als Auslöser für Debatte

Nachdem der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs – einer breiten Öffentlichkeit durch scharfe Ausritte auch im Plenum gegen die AfD bekannt – im Parteiorgan Vorwärts für einen aufgeklärten Patriotismus warb, wurde es der stellvertretenden Jusos-Landesvorsitzenden aus Mecklenburg-Vorpommern, Lilly Blaudszun, zu bunt.

Auf Twitter stellte sie einen Screenshot des Kahrs-Artikels dem Kaffeebecher der Jusos-Schwestergruppe gegenüber.

Unionspolitiker wundern sich über „vaterlandslose Gesellen”

Daraufhin wurde zunächst der Blogger und Welt-Kolumnist Don Alphonso auf diesen Beitrag aufmerksam. Sichtlich erheitert kommentierte Blaudszuns Beitrag mit den Worten: „Was für meine Sammlung ‚Warum es die SPD so schwer hat’, heute in der antideutschen Umweltzerstörer-Version. #nehmtwenigstensporzellan.”

In weiterer Folge meldeten sich auch Unionspolitiker in der Causa zu Wort. Für den CDU-Bundestagsabgeorndeten Jan-Marco Luczak etwa sind die schlechten SPD-Umfragewerte angesichts solcher Äußerungen „kein Wunder”. Sowohl der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Thomas Bareiß (CDU) als auch der CSU-Abgeordnete Florian Hahn bezeichneten die Jungsozialisten als „vaterlandslose Gesellen”.

Vierteilige Beitragsserie gegen Patriotismus

Das Posting mit dem Pappbecher selbst datiert bereits vom 21. Jänner und stellt den dritten Teil der Reihe dar. Damit wollte sich der SPD-Nachwuchs gegen „Party-Patriotismus” positionieren. Nach einem geschichtlichen Hintergrund widmete man sich der Frage eines „Wir-Gefühls”, welches nach Ansicht der roten Jugend Probleme verdränge und Ausländer herabsetze.

Der vierte und bislang letzte Teil der Beitragsreihe fasste die Jusos-Kernforderungen zusammen. Hier fordert man „keine Toleranz für Nationalist*innen jeglicher Couleur” und zielt dezidiert auch auf die eigenen Reihen. Burschenschaftern möchte man „das Handwerk legen”, einen angeblichen „gesellschaftlichen Kuschelkurs mit Rechtsradikalen” beenden, über „rechte Ideologien” aufklären und die EU stärken.

Es ist nicht das erste Mal in jüngerer Vergangenheit, dass Vertreter der SPD-Parteijugend mit teils radikalen Forderungen auf sich aufmerksam machen. Ein Beschluss beim Bundeskongress im Dezember, für Abtreibungen bis ins neunte Monat einzustehen, rief deutschlandweit Kopfschütteln hervor.

Im selben Zeitraum solidarisierte sich der Jusos-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert mit der linksextremen „Roten Hilfe” angesichts drohender Verbotsbestrebungen seitens Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) – Die Tagesstimme berichtete.


Weiterlesen:

Kommentar: „Jusos-Antrag zu Spätabtreibung ist ethnisch verwerflich!” (18.12.2018)

Rote Hilfe’: Jusos solidarisieren sich mit linksextremer Gruppierung (14.12.2018)

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Klicken zum Kommentieren

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Deutschland

NRW: Reul will mehr auf radikalisierte Frauen und Kinder achten

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Bild (Herbert Reul): Petra Klawikowski [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen will künftig einen Fokus auf radikalisierte Frauen und Kinder legen.

Düsseldorf. – Der nordrhein-westfälische Landesinnenminister Herbert Reul fordert Maßnahmen zur Entradikalisierung von Frauen und Kindern des „Islamischen Staat“. Besonders vor der aktuellen Lage in Nordsyrien soll nun verstärkt mit Schulen und Jugendämtern kooperiert werden.

Straftaten verhindern“

Der Landesinnenminister des einwohnerstärksten deutschen Bundeslandes, Herbert Reul, erklärte gegenüber der „dpa“, dass das Hauptziel sei, zukünftige Straftaten der Islamistinnen zu verhindern: „Auf Dauer müssen wir alles daransetzen, diese Leute wieder zu entradikalisieren, damit sie keine Gefahr mehr für die Gesellschaft darstellen. 

Kampferprobten Menschen“ solle es nicht möglich sein, in Nordrhein-Westfalen straffällig zu werden. Um die Gefahr durch Kinder zu senken, soll nun zusätzlich eine Ausweitung der Zusammenarbeit vom Verfassungsschutz mit Schulen und Jugendämtern angestrebt werden, wie der „Spiegel“ berichtet.

110 Personen in IS-Gebieten

Die „Rheinische Post“ berichtet, dass sich derzeit 110 den Behörden bekannte Islamisten aus dem Bundesland in „Dschihad-Gebieten“ aufhalten sollen. Dazu zählten vor allem Syrien und der Irak. Das NRW-Innenministerium erklärte, dass laut einer aktuellen Einschätzung von weiblichen Rückkehrern auf lange Sicht „genau so große Risiken“ ausgehen würden, wie von männlichen Islamisten.

Die Kinder der Terroristen seien Opfer der Terrormiliz sowie der „Ideologie ihrer Eltern“. Laut Angaben des Ministeriums befinden sich circa 300 mit der BRD in Verbindung gebrachte Minderjährige in den genannten Kriegsgebieten. 

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Deutschland

Nazis und Faschisten”: Göring-Eckardt beschimpft AfD

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

ASDF Bild (Göring-Eckardt 2017): Olaf Kosinsky via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0 DE] (Bild zugeschnitten)

Für die Grünen-Fraktionschefin besteht die patriotische AfD zum Großteil aus „Nazis und Faschisten”. In Richtung der Wähler meint Göring-Eckardt: „Es gibt keine Entschuldigung, heute AfD zu wählen.”

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Thüringen hat die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, in einem Interview mit der Rheinischen Post heftig in Richtung AfD ausgeteilt. „Die AfD besteht heute, in ihrer dritten Phase nach Lucke und Petry, in weiten Teilen aus Nazis und Faschisten, die das demokratischen System abschaffen und Zwietracht säen wollen”, behauptete Göring-Eckardt am Freitag gegenüber der Zeitung.

„Echte Gefahr für unsere Demokratie”

Darüber hinaus sei die AfD „eine echte Gefahr für unsere Demokratie”. „Es muss klar sein: Es gibt keine Entschuldigung, heute AfD zu wählen – auch nicht, wenn man sich abgehängt fühlt”, so die Grünen-Politikerin in Richtung der Wähler.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Deutschland

Seehofer (CSU) will „Gamerszene“ beobachten – und erntet Spott dafür

Joshua Hahn

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

Vor dem Hintergrund des Attentats in Halle will der Innenminister Horst Seehofer künftig verstärkt die „Gamerszene“ beobachten. 

Berlin/Halle. – Einige Menschen nähmen sich Videospiele „geradezu zum Vorbild“, so Seehofer. Dieser Rundumschlag des CSU-Bundesinnenministers sorgte im Internet nicht nur unter Anhängern der Szene für teils heftige Kritik.

Verdeckte Planung für einen Anschlag“

Immer wieder kocht die Debatte um Videospiele als vermeintlichen Auslöser für Gewaltakte auf. In einem Videointerview äußerte sich Horst Seehofer zu Videospielen und der „Gamerszene“. Er erklärte: „Das Problem ist sehr hoch. Viele von den Tätern oder potenziellen Tätern kommen aus der Gamerszene“.

Der Innenminister warf ein, dass es sich bei Videospielen in einigen Fällen auch um eine „verdeckte Planung für einen Anschlag“ handeln könne. Darum betonte er, man müsse die „Gamerszene stärker in den Blick nehmen“.

Kritik und Spott zu Seehofer- Äußerungen

Im Internet erntete Seehofer Kritik. Auf Twitter wurde ihm aufgrund seiner Äußerungen zum Spielen von Videospielen vorgeworfen, dieses unter Generalverdacht zu stellen. Gerade die Pauschalerklärung stieß dabei auf Spott und Häme. So versuchten manche Nutzer, diverse historische Ereignisse mit der

Andere versuchten die empfundene Fehleinschätzung Seehofers mit teils absurden Vergleichen ins Lächerliche zu ziehen. Ein Nutzer etwa stellte – wohl im Hinblick auf die große Verbreitung von Videospielen – fest, dass so gut wie alle Verbrecher den Konsum von Lebensmitteln gemein hätten.

Attentäter streamte Tat im Internet

Der Attentäter Stephan B. streamte seine Tat im Internet. Aufgrund der Perspektive, welche durch die Helmkamera bedingt war, sahen die Bilder teilweise denen eines Videospiels ähnlich. Stephan B. war offenbar außerdem in diversen Foren aktiv, in welchen er teilweise einschlägiges Material gepostet haben soll.

Ihnen gefällt dieser Artikel? Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weitermachen und die Menschen in unserem Land aufklären!

Oder klassisch per Überweisung:
Verein für unabhängige Medien‐ und Informationsarbeit
IBAN: AT066000080310238922
BIC: BAWAATWW

Weiterlesen

Journalismus für Patrioten

Die Tagesstimme ist Journalismus für Patrioten! Wir sind unabhängig und ausschließlich unseren Lesern verpflichtet. Um die Menschen im Land aufzuklären, brauchen wir allerdings Ihre Hilfe.

Verein für unabhängige Medien- und Informationsarbeit
IBAN: AT06 6000 0803 1023 8922
BIC: BAWAATWW

Paypal: [email protected]

Oder » hier Förderer werden! «

Werbung

Schwerpunkt

Beliebt