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Niederlande: Ex‐Abgeordneter von Wilders‐Partei zum Islam konvertiert

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Symbolbild Koran: Pixabay [CC0] / Bild Van Klaveren (2013): Jurian Janssen via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (umrandet) / Collage: Die Tagesstimme.

Knalleffekt in den Niederlanden: Mit dem früheren PVV‐Politiker Joram van Klaveren tritt ausgerechnet ein früher scharfer Islamkritiker dem muslimischen Glauben bei.

Amsterdam. – Van Klaveren saß ab 2010 sieben Jahre lang – davon vier für die Partij voor de Vrijheid (PVV) – im niederländischen Parlament. In diesem Zeitraum verschaffte er sich mit markigen Kommentaren über den Islam und dessen Propheten Luft. So bezeichnete er Mohammed einst als „Gauner”, den Islam als „Lüge” und den Koran als „Gift”.

Frühere Ansichten über Islam „schlicht falsch”

Nun hingegen gab der studierte Theologe, der sich früher für Verbote von Burkas und Minaretten stark machte, seine Konversion zu just ebendieser Religion bekannt. Wie die Junge Freiheit am Dienstag berichtet, kam dieser Sinnwandel im Zuge seiner Recherche rund um ein kritisches Buch, welches er über den Islam schreiben wollte.

Sein größtes Problem bei der Annäherung an seine Glaubenswelt sei dabei das Verhältnis zu Mohammed gewesen. Über diesem Mann seien „viele Lügen im Umlauf”. Seine früheren Ansichten über den Islam seien hingegen „schlicht falsch”. Seiner früheren Partei ließ er ausrichten, dass sie dem Islam „alles Schlechte […] in die Schuhe schieben” würde.

Zweiter prominenter PVV‐Konvertit zum Islam

Brisant: Bei van Kleveren handelt es sich nicht um den ersten ehemaligen bekannten PVV‐Politiker, welcher den Islam für sich entdeckt. Bereits im Jahr 2011 konvertierte ein gewisser Arnoud van Doorn unter großem medialen Echo – und trat auch zur islamischen Partei Partij van de Eenheid (PvdE) über, für die er mittlerweile im Haager Stadtrat sitzt.

Im Jahr 2018 unterstellte die Haager PVV‐Stadträtin Willie Dille wenige Tage vor ihrem Selbstmord van Doorn, einige Marokkaner angestiftet zu haben, ihr aufgrund ihrer Islamkritik nachzustellen. Da sie vor ihrem Tod keine weiteren Anhaltspunkte für ihre Anschuldigen liefern konnte, stellten die Behörden die Ermittlungen allerdings ein.

Van Doorn: PVV als „Brutstätte für Konvertiten”

Anlässlich des Übertritts des ehemaligen – und nunmehr neuerlichen – Weggefährten van Kleveren äußerte er sich nun auf Twitter. Er habe „nie gedacht”, dass sich die PVV einmal zu einer „Brutstätte für Konvertiten” entwicklen würde. Da die Partei damit den höchsten Konvertitenanteil habe, müsse man Wilders eigentlich dankbar sein, so van Doorn in einer sarkastischen Ergänzung.

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Elisabeth Bliem--Weber

    5. Februar 2019 at 17:52

    Ex‐Muslime klären auf und diese Irren treten zum Islam über da fragt man sich wirklich , was geht in solchen Gehirnen vor? der Übersetze Deutsche Koran entspricht nicht dem Arabischen. Hier wurde ausgelassen, beschönigt um Menschen zum Islam zu bekehren . man fasst es nicht , so viele
    Straftaten, Todesfälle, Gewalttaten die begangen wurden und werden. Und die, die eigentlich ein Vorbild sein sollten sind oft die Schlimmsten, total Gehirn gewaschen, es ist alles nicht normal.

  2. Avatar

    Peter Hofmueller

    5. Februar 2019 at 18:02

    Kein „Faschingsscherz”?

  3. Avatar

    Rainer Seifert

    18. Februar 2019 at 20:37

    Hoffentlich erinnern sich seine neuen Freunde nun nicht seiner früheren Taten und Aussagen. Könnte Ärger bedeuten.

    Mal sehen, wann der erste Bischof konvertiert. Mich wundert gar nichts mehr. Passiert wohl spätestens, wenn die Invasion erfolgreich abgeschlossen ist.

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Welt

Identität und Demokratie”: Neue patriotische Allianz im EU‐Parlament gegründet

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

ASDF Mitglieder der neuen patriotischen ID-Fraktion. Foto: Facebook-Seite Harald Vilimsky

Mit 73 Abgeordneten stellt die neue ID‐Fraktion die größte patriotische Gruppe im EU‐Parlament. Mit dabei sind auch AfD und FPÖ.

Wien/Brüssel. – Am Mittwoch gründete sich in Brüssel die neue patriotische EU‐Fraktion „Identität und Demokratie – ID”, der auch die österreichische FPÖ angehört. Das gab FPÖ‐Delegationsleiter Harald Vilimsky am Donnerstag in einer Presseaussendung bekannt.

Größte patriotische EU‐Fraktion”

Es ist uns gelungen, einen ersten Schritt hin zu einer Vereinigung des freiheitlich‐konservativ‐patriotischen Lagers im EU‐Parlament zu setzen. Die neue ID‐Fraktion vereinigt nämlich sowohl Delegationen aus der ECR, der EFDD, als auch aus der alten ENF‐Fraktion. Und mit nunmehr 73 Abgeordneten stellen wir die größte patriotische Fraktion im EU‐Parlament“, zeigt sich Vilimsky erfreut.

Ziel der neuen Fraktion sei weder „eine Zerschlagung” noch ein Austritt aus der EU, sondern „die Erzeugung eines notwendigen Reformdrucks auf das europäische Einigungswerk”, wie Vilimsky betont. Als weitere Ziele werden genannt: „echte Subsidiarität”, „Kampf der illegalen Migration”, „mehr direkte Demokratie” sowie der „Erhalt der Vielfalt in Europa auf allen Ebenen”.

Salvini, Le Pen & Co

Der neuen ID‐Fraktion gehören 73 Abgeordnete aus neun Ländern an. Stärkste Kraft ist die italienische Lega von Innenminister Matteo Salvini mit 28 Abgeordneten, gefolgt von Marine Le Pens Rassemblement National aus Frankreich mit 22 Mandataren. Weiters vertreten sind die deutsche AfD (11), die österreichische FPÖ (3), der flämische Vlaams Belang (3) aus Belgien, die Finnen‐Partei (2), die tschechische SPD (2) sowie die Dänische Volkspartei (1) und der estnische EKRE (1).

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Welt

Macron wünscht sich Merkel als EU‐Chefin

Stefan Juritz

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ASDF ActuaLitté [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würde die deutsche Bundeskanzlerin unterstützen, sollte sie EU‐Kommissionspräsidentin werden wollen.

Bisher ist die Nachfolge von EU‐Kommissionspräsident Jean‐Claude Juncker noch nicht geklärt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bringt nun wieder die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Spiel.

Europa braucht Gesichter”

Gegenüber dem Schweizer Sender RTS erklärte Macron, er würde Merkel als neue EU‐Kommissionspräsidentin unterstützen, „wenn sie es machen wollte”.

Europa braucht Gesichter, starke Persönlichkeiten, es braucht Leute, die eine persönliche Glaubwürdigkeit haben und die Kompetenzen, um die Posten auszufüllen”, zitiert die dpa den französischen Präsidenten

Merkel selbst hat einen Wechsel nach Brüssel bereits zuvor ausgeschlossen. Laut eigenen Angaben will sich die Kanzlerin nach ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin aus der Politik zurückziehen.

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Gesellschaft

Vatikan spricht sich gegen „Gendertheorie“ aus

Joshua Hahn

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ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

In einem offiziellen Dokument warnt der Vatikan vor der „Auslöschung” der Geschlechter.

Rom. – Das Dokument trägt den Titel „Als Mann und Frau schuf er sie“ und wurde am vergangenen Montag vorgestellt. Wie das „Domradio“ berichtet, wird darin scharfe Kritik an der „Gendertheorie“ geübt. Diese sei ein „konfuses Konzept der Freiheit“ und beziehe sich primär auf „momentane Sehnsüchte“ der Betroffenen. Allgemein entspränge der Trend zu den fließenden Übergängen zwischen den Geschlechtern der Postmoderne.

Wie die „Tagesschau“ berichtet, wird die „Gendertheorie“ konkret als Ideologie bezeichnet, welche die „Natur eines Mannes und einer Frau leugnet und eine Gesellschaft ohne geschlechtliche Unterschiede vorsieht“. Dies stehe der „anthropologischen Grundlage“ der Familie klar entgegen, so der Vatikan.

In dem Text ist weiter zu lesen, dass man mit dem Dokument zum Dialog anregen wolle. Und der Vatikan betont auch: Es sei es stets Respekt gegenüber allen Menschen zu lehren und niemand dürfe wegen seins Glaubens oder seiner sexuellen Neigungen verfolgt oder diskriminiert werden.

Kritik von Schwulen und Lesben

Kritik am Dokument folgte rasch. So kritisierte die US‐Organisation „New Ways Ministry“, dass durch das Schreiben lediglich Vorurteile geschürt würden. Auch die Gefahr von „Gewalt gegen Minderheiten“ würde durch solche Aussagen gesteigert werden.

New Ways Ministry” hat ihren Hauptsitz in Maryland und setzt sich für die Rechte von Homo‐, Bisexuellen und Transgender (LGBT) in der katholischen Kirche ein.

Der Vorsitzende der Organisation, Francis DeBernardo, erklärte, es gäbe „Faktoren, die über die Genitalien eines Menschen hinausgingen“. Er plädierte deshalb dafür, dass Menschen vielmehr ihr Geschlecht „entdecken“ sollten, um so die Person zu erkennen, als die sie geschaffen wurden. Der Vatikan fördere durch die Veröffentlichung des Dokuments aktiv „die falsche Lehre“. Er stütze sich auf „Mythen, Gerüchte und Unwahrheiten“.

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