Gesellschaft

Vorarlberg: Tödliche Messerattacke auf BH‐Beamten

Symbolbild: Polizeiauto / Bild: Die Tagesstimme

Der 34‐jährige türkische Staatsangehörige, der 2010 das Land verließ, nachdem ein rechtskräftiges Aufenthaltsverbot gegen ihn erlassen wurde, kehrte 2019 illegal nach Österreich zurück und stellte hier einen Asylantrag.

Dornbirn. Am Mittwoch hat ein amtsbekannter 34‐jähriger Mann einen Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn mit einem Messer tödliche Verletzungen zugefügt. Der Beamte verstarb noch an Ort und Stelle. Wie der ORF berichtete, betrat der mutmaßliche Täter kurz nach 15:00 Uhr die Sozialabteilung der Bezirkshauptmannschaft und fing dort einen Streit mit einem der Beamten an. Der Angreifer zog dabei ein Messer und stach auf sein Opfer ein. Der BH‐Mitarbeiter erlitt tödliche Verletzungen und verstarb wenig später.

Mutmaßlicher Täter in Haft

Nach der Tat ergriff der mutmaßliche Täter zu Fuß die Flucht. Er konnte aber nach einer von der Polizei unmittelbar eingeleiteten Großfahndung gefasst werden. Der Angreifer wurde gegen 15.45 Uhr von zwei Polizeibeamten in unmittelbarer Umgebung der BH Dornbirn, beim Kulturhaus Dornbirn, gefasst, wie die Polizei‐Pressesprecherin Susanne Dilip bestätigte. Bisher sei das Motiv noch unklar. „Wir wissen, dass es zumindest eine verbale Auseinandersetzung gegeben hat zwischen dem Täter und dem Opfer. Das dürfte schlussendlich darin gegipfelt haben, dass der Täter den Mitarbeiter tödlich verletzt hat”, so Dilip.

Beim mutmaßlichen Täter handelt es sich laut Polizeiangaben um einen arbeitslosen türkischen Staatsangehörigen. Gegen ihn wurde 2009, nachdem er zahlreiche kriminelle Taten begangen hatte, ein rechtskräftiges Aufenthaltsverbot erlassen. Der Mann musste 2010 das Bundesgebiet verlassen. Er kam jedoch 2019 illegal nach Österreich zurück und stellte am 7. Jänner einen Asylantrag. Derzeit befindet er sich im Landeskriminalamt in Haft.

Wallner (ÖVP) ist fassungslos

Der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) brach nach diesem Angriff seinen Brüssel‐Aufenthalt, wo er an einer Sitzung des Ausschusses der Region teilnahm, ab und trat noch am Mittwoch seine Heimreise an. „Wir können es nicht fassen, was da passiert ist. Unsere Gedanken und Anteilnahme sind in diesen Stunden in erster Linie bei der Familie des Opfers“, so Wallner in einer ersten schriftlichen Stellungnahme.

1 Kommentar

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  • Einer der vielen unfassbaren, aber nach dem österreichischen Sozialsystem offensichtlich normalen Punkte ist ja, dass der Türke so wütend wurde, dass er nicht sofort „Mindestsicherung” bekommt. Mehrfach vorbestraft, Aufenthaltsverbot. Macht nichts, er hat ja einen Asylantrag gestellt, der auch noch regulär bearbeitet wird. Da geht man am besten gleich auf das Sozialamt und holt sein Geld ab. Und wenn das nicht sofort ausgezahlt wird, dann wird man aber so richtig wütend.
    Dieser „Flüchtling” ist nur die Spitze des Eisbergs, was das Anspruchsdenken vieler über das Asylrecht eingewanderter, meist muslimischer, Migranten betrifft. Viele verachten die arbeitenden Gastgeber, aber wenn diese ihnen nicht Steuergeld in Form von reichlich Sozialhilfe geben, dann tickt man extrem aus.

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