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Schulministerin gegen Türkisch als Unterrichtsfach an Grundschulen

Bild: Yvonne Gebauer (FDP) / © Superbass / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons) [CC BY-SA 4.0] (Bild zugeschnitten)

Für Gebauer bleibt Englisch die international bedeutendere Sprache und damit weiterhin an allen Grund‐ und weiterführenden Schulen verfplichtend.

Düsseldorf. Wie der FOCUS berichtet, lehnt die nordrhein‐westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) den Vorschlag ab, an Grundschulen Sprachen wie Türkisch, Polnisch oder Russisch statt Englisch zu unterrichten. „Englisch ist und bleibt die zentrale Fremdsprache, die eine weltweite Kommunikation ermöglicht” sagte sie am Freitag in Düsseldorf.

Gegen Türkisch, Polnisch, Russisch

Gebauer reagierte damit auf einen Vorstoß des NRW‐Integrationsrats. Dessen Vorsitzender, Tayun Keltek, hatte vorgeschlagen, den Englisch‐Unterricht an Grundschulen zugunsten von Türkisch, Polnisch oder Russisch komplett abzuschaffen. „Der Vorschlag des Vorsitzenden des Landesintegrationsrats schießt über das Ziel hinaus”, so Gebauer. Aufgrund der internationalen Bedeutung bleibe Englisch an allen Grund‐ und weiterführenden Schulen verpflichtend. Zudem gebe es bereits ein breites Angebot an herkunftssprachlichem Unterricht, darunter in Türkisch und Polnisch.

Keltek für mehr herkunftssprachlichen Unterricht

Keltek gehe es aber nicht um das Türkisch, sondern um die Lebensrealitäten der Kinder. „Welchen Sinn ergibt es, siebenjährigen Kindern Englisch beibringen zu wollen, wenn sie diese Sprache nur aus dem Fernsehen kennen?” Außerdem würden laut Keltek auch deutsche Kinder davon profitieren, die Herkunftssprachen ihrer Mitschüler zu erlernen, so Keltek.

2 Kommentare

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  • Arabisch hat dieser „Experte” noch vergessen zu erwähnen. Klar, zusammen mit türkisch könnte es sich balsd als hilfreich erweisen zuur Kommunikation mit den meisten Nachbarn.

    Ein weiterer gar nicht zu unterschätzender Vorteil wäre, unsere Neubürge rmüssen sich keine Mühe mehr geben, die deutsche Sprache zu erlernen. Wozu auch, irgendwann sind sie in der Mehrzahl.

    Zur angeblich unsinnigen Sache, siebenjährigen Kindern englisch beizubringen. Mein englisch Unterricht begann ab der 7. Klasse in der Oberschule, und das bedauere ich zutiefst. Vier Jahre waren einfach zu wenig und der Beginn viel zu spät. Ein behutsamer Einstieg ab der 3. oder 4. Klasse wäre echt Klasse gewesen. Damals kam noch hinzu, dass einige Lehrer lieber zeitfüllend über ihre Kriegserlebnisse sprachen als wie vorgesehen zu unterrichten.

    Mein einziger Trost nach nunmehr nahezu 60 Jahren Schulabstinenz: Etliche Menschen, die nur halb so alt sind und jünger sprechen noch viel schlechter englisch als ich. Irgendwas scheint da am Unterricht nicht zu stimmen.

  • NRW‐Integrationsrat will Englisch‐Unterricht durch Türkisch ersetzen”… und die Privatschulen werden weiterhin boomen. Für die, die es sich leisten können.

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