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Gelbwesten-Proteste: Mann schwer verletzt

Monika Šimić

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am

Bild: 13 Akt der Gelbwesten-Proteste in Frankreich / kriss_toff [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Bei den „Gelbwesten”-Protesten am Samstag kam es erneut zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Demonstranten. Einem Mann sollen durch eine Blendgranate mehrere Finger abgerissen worden sein – wenn nicht sogar die ganze Hand. 

Paris. Am Samstag kam es nun schon zum 13. Mal zu Massenkundgebungen in mehreren französischen Städten. In Paris marschierten Tausende vom Triumphbogen über die Champs-Elysees in Richtung Eiffelturm. Entlang der Route kam es vereinzelt zu Zwischenfällen, wie der ORF berichtete. In der Nähe des Parlaments ist es allerdings zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem einer der Demonstrationsteilnehmer schwer verletzt wurde.

Blendgranate in Hand explodiert

Der Mann wollte eine Blendgranate der Polizei zurückwerfen. Sie sei aber in seiner Hand explodiert. Dabei wurden ihm mehrere Finger abgerissen – wenn nicht sogar die ganze Hand, hieß es aus Behördenkreisen. Die Polizei hätte mit der Blendgranate versucht, die Demonstranten vom Parlamentsgebäude zurückzudrängen, sagte ein Augenzeuge den Nachrichtenagenturen. Bei dem Verletzten handle es sich um einen Fotografen der „Gelbwesten”. Er wurde von der Rettung abtransportiert.

Proteste seit November

Bereits seit 17. November demonstrieren immer wieder Zehntausende in mehreren Städten gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron. Die Proteste entzündeten sich an Plänen der Regierung, die Benzinpreise zu erhöhen, und wuchsen sich zu Massendemonstrationen gegen Macron und seine Wirtschaftspolitik aus. Mittlerweile kritisieren die „Gelbwesten” aber auch den Einsatz von Gummigeschossen, der mehrere teils schwer verletzte Demonstranten forderte. Außerdem geht die Polizei immer wieder mit Tränengas gegen die Demonstranten vor.

Die Proteste am Samstag richteten sich auch gegen das geplante Gesetzt, das erleichterte Demonstrationsverbote und harte Strafen für Vermummte vorsieht. Wer künftig sein Gesicht teilweise oder ganz verhüllt, muss mit einem Jahr Haft und 15.000 Euro Geldstrafe rechnen.

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Peter Lüdin

    10. Februar 2019 at 10:24

    Man darf hier nicht vergessen, dass eine in Prozenten kaum auszudrückende Minderheit ausserhalb jeglicher demokratischer Regeln und teilweise mit schwerer Gewalt versucht ihre Ziele durchzudrücken. Fatal wenn das jeder Andersdenkende machen würde. Die Polizei setzt hier lediglich die Interessen der gewählten Mehrheit konsequent durch.
    Vielleicht sollten die sogenannten „Gelbwesten” es mal friedlich versuchen.

  2. Avatar

    Rainer Seifert

    10. Februar 2019 at 16:18

    Vermummungen waren doch hierzulande eher bei den Linksfaschisten üblich. Da würde ich solche Strafen eher begrüßen. Ein Schelm aber, der meint, sie würden auch angewandt.

    Wie sieht es mit diesen Typen eigentlich in Frankreich aus?

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Vučjak: Bürgermeister stoppt Versorgung des überfüllten Migrantenlagers

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild: Innenstadt der bosnischen Grenzstadt Bihać / Bild: Julian Nyča [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Vergangene Woche kamen rund 1.500 neue Migranten im bereits überfüllten Migrantenlager Vučjak an. Nun teilte der Bürgermeister von Bihać mit, dass die Finanzierung und damit auch die Versorgung des Lagers gestoppt wurde.

Bihać. Seit einigen Tagen ist das überfüllte Migrantenlager in Vučjak wieder Thema. Wie Die Tagesstimme berichtete, hatte sich die Situation im Lager nahe der kroatischen Grenze massiv verschärft. Die dortigen Behörden hatten vergangene Woche nämlich rund 1.500 Migranten in das Lager gebracht. Der Bürgermeister von Bihać, Šuhret Fazlić, drohte daraufhin mit einem Versorgungsstopp ab Montag.

Fazlić erwartet Schließung des Lagers

Wie die kroatische Tageszeitung Jutarnji List berichtete, hat die Stadtverwaltung von Bihać die örtlichen Versorgungsunternehmen darüber informiert, dass sie ab dieser Woche nicht mehr für Dienstleistungen wie Wasserlieferungen und Müllabfuhr bezahlen werden. Mit diesem Schritt zwingt die Stadtverwaltung die freiwilligen Mitarbeiter des Roten Kreuzes dazu, sich zu entscheiden, ob sie im Lager weiterhin so arbeiten wollen wie bisher. Bürgermeister Fazlić bestätigte außerdem, dass noch Anfang dieser Woche der Finanzierungsstopp für das Migrantenlager, „für das sich bislang niemand interessiert hat”, entschieden werden soll. Er geht davon aus, dass der Versorungs- und Finanzierungsstopp die Schließung des Lagers zur Folge haben wird.

Gelder bei Rotem Kreuz nicht angekommen

Bereits vergangene Woche forderten in Bosnien und Herzegowina tätige Organisationen die Schließung des Lagers. Vertreter der EU, UNO und des Europarats forderten, die dort untergebrachten Migranten sollten sofort in geeignetere Unterkünfte gebracht werden und bot dafür auch finanzielle Hilfe an. Fazlić kritisiert indes, dass die Behörden bisher noch „keinen Cent” an finanzieller Unterstützung für die Unterbringung und Versorgung der Migranten erhalten haben. Premierminister Fadil Novalić teilte Ende letzer Woche allerdings mit, dass vier Millionen Mark (zwei Millionen Euro) aus dem Staatshaushalt für die Finanzierung von Migrantenlagern in der Region bereitgestellt worden seien. Er fordert nun Aufklärung darüber, warum die Mittel der Stadt Bihać bzw. dem Rote Kreuz nicht zur Verfügung gestellt wurden.

Offenbar wurden die Mittel für die Finanzierung des Baus einer neuen Polizeistation im bosnischen Ort Bužim verwendet. Wie Jutarnji List weiter berichtet, wies die bosnische Tageszeitung Dnevni Avaz außerdem darauf hin, dass die EU dem Land Bosnien und Herzegowina bereits rund 44 Millionen Euro an Mitteln zur Bewältigung der Migrationskrise zur Verfügung gestellt hat. Wo genau diese Gelder gelandet sind, sei jedoch unklar.

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USA: Kellogg’s verkauft nun LGBTQ-Cornflakes

Stefan Juritz

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ASDF Symbolbild Regenbogenfahne: Ludovic Bertron from New York City, Usa [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Der US-Konzern Kellogg’s hat sich anlässlich des „Spirit Day” öffentlichkeitswirksam mit der LGBTQ-Community (LGBTQ steht für „Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender and Queer”, Anm. d. Red.) solidarisiert.

Wie die Junge Freiheit berichtet, trägt eine neue Cornflakes-Packung, die zunächst in den USA erhältlich ist, den Namen „All Together” – dem Konzern zufolge als „ein Symbol für Akzeptanz, egal wie jemand aussieht, wo man herkommt oder wen man liebt”.

„Mehr Akzeptanz für LGBTQ-Jugendliche”

Weiters gab Kellogg’s bekannt, die „Gay & Lesbian Alliance Against Defamation” (GLAAD) als neuer Partner bei ihrer Kampagne „gegen Mobbing” und für „mehr Akzeptanz für LGBTQ-Jugendliche” zu unterstützen. Außerdem kündigte der Konzern eine Spende von 50.000 Dollar an.

„Wir sind schon lange Verbündete von LGBTQ-Angestellten, ihrer Familien, ihrer Communities und die Firma wird auch weiterhin jeden willkommen heißen”, erklärte die Diversity-Beauftragte Priscilla Koranteng, die zugleich die Wichtigkeit von „Gleichheit und Inklusion” für das Unternehmen betonte.

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Salvini & Berlusconi bei Großdemo gegen Links-Regierung

Stefan Juritz

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ASDF Symbolbild (Matteo Salvini): U.S. Department of State / Italian Deputy Prime Minister Salvini Signs Secretary Pompeo Guestbook via Flickr [U.S. Government Works] (Bildausschnitt)

Ein Mitte-Rechts-Bündnis mobilisierte gegen die neue linke Regierung und fordert geschlossen Neuwahlen.

Rom. – Am Freitag demonstrierte in der italienischen Hauptstadt ein breites Mitte-Rechts-Bündnis gegen die neue Regierungskoalition aus Sozialdemokraten und Fünf-Sterne-Bewegung. Nach Angaben von Lega-Chef Matteo Salvini konnten die Veranstalter 200.000 Anhänger mobilisieren, die Polizei sprach laut Medienberichten hingegen von etwa 50.000 Menschen.

Zusammenschluss verschiedener Rechtsparteien

Angeführt wurde die Demonstration unter dem Motto „Orgoglio Italiano” („Italienischer Stolz”) von Ex-Innenminister Matteo Salvini sowie Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Weiters angeschlossen hatte sich auch Giorgio Meloni, Parteichef der „Brüder Italiens”. Mit der Kundgebung auf der Piazza San Giovanni wolle man ein Zeichen für ein stolzes und souveränes Italien nach Europa senden, verkündete Salvini.

Bündnis fordert Neuwahlen

Kritik übten die Demonstranten an den Haushaltsplänen der neuen Regierung sowie an der Asylpolitik und forderten Neuwahlen. Eine Rückkehr zu einer konsequenten Flüchtlingspolitik versprach Salvini für den Fall einer Rückkehr in die Regierung. „Je mehr Überfahrten, desto mehr Probleme, desto mehr Tote. Aber wir werden – das zeigt diese Kundgebung – wieder an die Regierung zurückkehren – bald – durch den Haupteingang und ohne Tricks”, wird der Lega-Chef in der deutschen Tagesschau zitiert.

Weiters sammelte Salvini Unterschriften gegen Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi (Fünf-Sterne-Bewegung), der man Inkompetenz vorwirft.

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