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Kultur

Deutscher Liederforscher hält Gabalier‐Lieder für „reaktionären Kitsch”

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Bild (Gabalier 2017): Flickr [CC0]

Im Nachlauf der Verleihung des Karl‐Valentin‐Preises an „Volks-Rock’n’roller” Andreas Gabalier hört die Debatte rund um die Inhalt der Lieder des Steirers nicht auf.

Freiburg im Breisgau. – Gegenüber dem Spiegel-Jugendportal Bento bezeichnete der Freiburger Theologe, Historiker und Hymnologe Michael Fischer einzelne Passagen der Gabalier‐Liedtexte als „gefährlich”. Insbesondere stößt sich der Leiter des Zentrums für Populäre Kultur und Musik an vermeintlich „politischen” Liedtexten.

Freiheit” als Begriff aus „rechtspopulistischem Umfeld”

Als Beispiel für diese Bewertung nennt Fischer die Verwendung der Wörter „Freiheit”, „Kameraden” oder „Heimatsöhne”. Damit benutze Gabalier „bewusst Begriffe aus einem rechtspopulistischen Umfeld”. Solche Bilder würden ihn an Soldatenlieder erinnern.

Wenn Gabalier in „Mein Bergkamerad” von eisernen Gipfelkreuzen, welche dem Sturmwind widerstehen sänge, sei dies „kein Zufall”. Er hält diesen Liedtext deshalb für eine „gewollte Provokation”. Obendrein sei dessen Musik „reaktionärer Kitsch” und nahe an der „Selbstparodie der volkstümlichen Musik”.

Gesang über frühere Bestrafung „skandalös”

Geradezu skandalös” findet er allerdings eine Passage im Liedtext von „Kleine Steile Heile Welt”, welche die antiquierte Bestrafung des Holzscheitlkniens referenziert. Dies sei insbesondere der Fall, weil es im gleichen Atemzug mit dem Vaterunser erwähnt würde. Fischers Ansicht nach müssten solche „Foltermethoden […] jeden religiös empfindenden Menschen […] empören.

Gabalier kein „naiver Lausbub in Lederhosen”

Dem nicht genug – einen Ausschnitt des Liedes „Mein Großvater hat gesagt” empfindet Fischer als Darstellung „überholter Rollenbilder”. Seine Kritik an der Emanzipation bleibe gezielt vage, so Fischer, wenn Gabalier offen eine Rückkehr der Frauen an den Herd fordere, würde er weibliche Fans vergraulen. Die Rolle des „naiven Lausbuben in Lederhosen” kaufe er dem Musiker jedenfalls nicht ab.

Regelmäßige Aufregung um Gabalier

Immer wieder versuchen insbesondere linksgerichtete Akteure des öffentlichen Lebens den beliebten Musiker in ein vermeintlich „rechtes Eck” zu stellen. Im Mai 2017 äußerte der Leiter des Wiener Konzerthauses die Meinung, wonach die Einladung von Musikern wie Gabalier „nicht so harmlos” sei.

Auch ist der mediale Vorwurf, dass Gabalier auf einem Albumcover ein Hakenkreuz darstellen würde nicht neu – sondern entstammt originär einem linksradikalen Blogeintrag aus dem Jahr 2012. Zwei Jahre später führte sein Festhalten an der ursprünglichen österreichischen Hymne zu eine Empörungswelle feministischer Politikerinnen – Gabalier zufolge ein Grund, weshalb linke Zeitungen gegen ihn seien.


Mehr zum Thema ‚Andreas Gabalier’:

Gabalier kritisiert Standard und Falter vor 14.500 Menschen (16.12.2018)

Konzerthaus‐Affäre: OGH weist Gabalier‐Klage zurück (26.2.2018)

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7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    klasube

    11. Februar 2019 at 13:35

    Lieber Herr Fischer,
    die deutsche Sprache ist nicht nur Kommunikationsmittel, sondern ein über Jahrhunderte gewachsenes Kulturgut. Sie ist recht präzise und deutlich. Wer Zweifel an verschiedenen Worten und deren Bedeutung hat, kann notfalls im Duden nachschlagen. Falls Sie also Anstoß nehmen an der Verwendung der Wörter „Freiheit”, „Kameraden” oder „Heimatsöhne”, dann sollten Sie entweder eine andere Sprache wählen, oder gar keine benutzen. Letzteres wäre mir auch recht, denn auf Ihre absurde Meinung lege ich nach diesem Ihrem Kommentar keinen Wert.
    So weit kommt es noch, dass Menschen wie Sie die deutsche Sprache nach Ihrem Empfinden von „political correctness” umformen – lächerlich!
    Alles hat Grenzen…!

  2. Avatar

    Alexander Uhlig

    12. Februar 2019 at 8:58

    Rock’n’Roll war schon immer so.
    Egal in welcher Präsentation
    oder Interpretation.
    Wem das nicht passt braucht
    ja nicht zuhören.

  3. Avatar

    Andi

    12. Februar 2019 at 14:25

    Was für ein niveauloser Artikel faschistoider Gesinnung. Das sind unsere Wissenschaftler?
    Ach wie groß ist das Genie, ONANIE

  4. Avatar

    Dominik Heil

    12. Februar 2019 at 15:28

    Ob die Aussagen des Liederforschers stimmen, oder nicht; warum wird überhaupt so ein Wirbel um Andreas Gabalier gemacht? Vielleicht sind die Texte konservativ; und wenn schon.

    Viel eher sollten diese Liederforscher mal die Musik forschen, die unsere Jugend hört.

    Lieder, in denen sexuelle Gewalt, Antisemitismus und Kriminalität idealisiert werden. Lieder, die eine komplette Sexualisierung fördern. Pornos aus den 90er Jahren wirken geradezu fromm und keusch, im Vergleich zu diesen Liedern.

    Darüber sollten sich die Liederforscher mal Gedanken machen. Aber da heißt es ganz groß: „Kunstfreiheit”.

    Im Vergleich zu den Liedern, die unsere Jugend hört, ist Andreas Gabalier wirklich nur ein unschuldiger Lederhosenjodler.

    Ist schon witzig, dass man bei uns von „ficken”, „blasen”, „wixxen”, „sperma” und „muschis” singen darf, aber wenn ein Mann von Familie und Kultur singt, regt sich die ganze Republik auf.

    • Avatar

      Friedrich

      27. April 2019 at 19:27

      Finde Gabalier als Deutschsprachigem Elvis immer besser . Nach seinen bewegten Auftritten am Anfang bringt er jetzt sehr gute Songs. So gut wir wir sie aus den 70er Jahren kennen. Verdankt lang her.

  5. Avatar

    Rainer Seifert

    13. Februar 2019 at 16:34

    Bislang dachte ich, „Rechtsextremismus‐Experte” wäre der „Beruf” der Stunde, in dem man es ohne großes Wissen und viel Aufwand zu großem Ansehen und bester Bezahlung in Nachrichten Sendungen der ÖR und talk‐shows schafft.

    Nun gesellt sich also auch noch der Beruf (?) des „Liederforschers” hinzu. Musik und Mammon, welch schöne Verbindung.

  6. Avatar

    Patty A.

    14. Februar 2019 at 11:11

    Es ist langsam wirkliche beängstigend, wie Menschen versuchen durch schwachsinnige Kommentare uns nicht nur zu diktieren was wir zu denken haben… Nein! Jetzt will man uns auch noch vorschreiben, wie wir uns zu artikulieren haben. Ich bin ein riesen Gabalier Fan. Aus seinem Hirn entspringen großartige Texte mit Sinn und Verstand. Leider kann man das heute nicht von jedem sagen!

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Kultur

Morrissey kritisiert freimütigen Umgang mit Rassismusbegriff

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

ASDF Bild (Morrissey 2015): Melissa Godoy via Flickr [CC BY 2.0] (Bild zugeschnitten)

Die englische Rock‐Legende Morrissey kritisierte die häufige Verwendung des Rassismusbegriffs und rechtfertigte seine Unterstützung für die nationalkonservative Kleinpartei For Britain.

Manchester. – Steven Patrick Morrissey – als Künstlernamen verwendet er ausschließlich seinen Nachnamen – lässt zum wiederholten Mal mit markigen Aussagen aufhorchen. Dem Independent zufolge reagierte er dabei in einem Interview auf Vorwürfe, nachdem er in einer Fernsehsendung mit einem Anstecker des rechtsgerichteten For Britain Movement auftrat.

Unterstützung für patriotische Partei

Er verteidigte zunächst die Parteichefin der patriotischen Kleinpartei, Anne Marie Waters vollumfänglich. Diese sei jedenfalls eine intelligente, charmismatische und humorvolle Person, welche sich vehement ihrem Land verschrieben habe. Großbritannien sei mittlerweile ein „gefährlich hasserfüllter Ort.” Es brauche nun jemanden, der „dieser Verrücktheit ein Ende bereitet und für alle spricht”. Seiner Ansicht nach sei Waters diese Person.

Die vehement islamkritische Politikerin spaltete sich mit einigen Vertrauten nach einem Richtungsstreit im Jahr 2017 von der UK Independence Party (UKIP) ab. Ihre neue Partei gibt sich EU‐skeptisch und will eine drastische Reduktion der Einwanderung. Landesweit verfügt „For Britain” derzeit lediglich über zwei Sitze in Gemeindevertretungen.

Morrissey: „Jeder bevorzugt seine eigene Rasse”

Ebenso brisant war schließlich seine Antwort auf die Frage, wie er sich fühle, wenn er für frühere kontroverse Kommentare als Rassist bezeichnet werde. Der Sänger der einstigen Kultband The Smiths wörtlich:

Wenn du im modernen Großbritannien jemanden als Rassisten bezeichnest, sagst du ihm, dass dir die Worte ausgegangen sind. Du beendest damit den Diskurs und läufst davon. Das Wort ist mittlerweile bedeutungslos. Am Ende bevorzugt jeder ohnehin seine eigene Rasse – macht dies nun jedem zum Rassisten?”

Immer wieder deutliche Kritik am Zeitgeist

Bereits in der Vergangenheit sorgten Äußerungen des unbotmäßigen Musikers für reichlich Wirbel auf der Insel und darüber hinaus. Im Jahr 2017 kritisierte er beispielsweise in einem Spiegel-Interview offen multikulturelle Bestrebungen: „Wenn man versucht, alles multikulturelle zu machen, hat man am Ende gar keine Kultur mehr”. Berlin sei infolge einer Politik der offenen Grenzen außerdem zur „Vergewaltigungshauptstadt” Europas geworden.

Nur wenige Tage später legte er nach und kritisierte die Situation auch in seinem Heimatland. Großbritannien, so Morrissey damals, befinde sich in einem „Zustand der kulturellen Tragödie, dominiert von politischer Korrektheit.” Wer die Wahrheit ausspreche, riskiere den Verlust seiner Arbeit: „Wir brauchen Debatten, aber sie finden nicht mehr statt. Die freie Rede ist gestorben.” Ein andermal kritisierte er der engagierte Tierschützer die Vergabepraxis von Zertifikaten für Halal‐Schächtungen auf der Insel.

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Kultur

Rezension: „Die Neue Rechte” von Alexander Markovics

Tino Taffanek

Veröffentlicht

am

ASDF Foto: privat

In der 235‐bändigen Taschenbuchreihe der Österreichischen Landsmannschaft ist eine Ausgabe über die Neue Rechte von Alexander Markovics erschienen. Er beleuchtet Geschichte, Idelogie und Akteure dieser politischen Strömung. Kann die Einführung in die Thematik überzeugen?

Rezension von Tino Taffanek

In der Reihe Eckartschriften der Österreichischen Landsmannschaft, welche bisher 235 Bände umfasst, erschien zuletzt eine Ausgabe über die Neue Rechte. Autor dieser Ausgabe ist der Historiker Alexander Markovics, Mitbegründer und ehemaliges Mitglied der Identitären Bewegung Österreich und zeitweiliger Obmann derselben. Aktuell ist Markovics beim sogenannten Suworow Institut, einer bisher eher unbekannteren Organisation mit eurasischer Ausrichtung, tätig.

Das kompakte Taschenbuch gliedert sich in vier Abschnitte. Der erste Abschnitt ist ein kurzer Abriss der Vorgeschichte der Neuen Rechten. Die beiden umfangreichsten Abschnitte befassen sich mit Entwicklung und Ideologie der Neuen Rechten und geben einen Überblick über die verschiedenen Akteure, die ihr zugerechnet werden können. Schließlich folgt noch ein Fazit des Autors über die Neue Rechte und ihre Zukunft.

Absage an die „alte” Rechte

Als Anstoß für die Neue Rechte sieht Markovics die Gefängnisschrift des gegen Ende des Algerienkriegs inhaftierten Dominique Venner. In dieser rechnet Venner mit der „Alten Rechten“ ab und erteilt den damaligen Putsch‐ und Gewaltphantasien der Rechten eine klare Absage, um neue Wege zur „Macht im Staat“ zu finden. Damit liegt bereits im Wesenskern der Neuen Rechten ein Element vor, welches den häufigen Vorwürfen von Bürgerkriegsfantasien und dergleichen zuwiderläuft.

Die Neue Rechte in Frankreich

Der zweite Teil beginnt mit dem ersten tatsächlichen Akteur der Neuen Rechten: Alain de Benoist und der mit ihm verknüpften Organisation GRECE (aus dem Französischen: „Forschungs‐ und Studiengruppe für die europäische Zivilisation”). Hier wurden zahlreiche theoretische Grundlagen der Neuen Rechten ausgearbeitet, wie die Bezugnahme auf die Metapolitik, die Anerkennung von Vielfalt und die Ablehnung von Rassismus, Liberalismus und Egalitarismus. Auch der Dreiklang von Region, Nation und Europa (der sich übrigens auch in der Blattlinie der Tagesstimme wiederfindet) spielt eine zentrale Rolle.

Als nächstes widmet sich Markovics dem Einfluss der Konservativen Revolution und des Staatsrechtlers Carl Schmitt auf die Neue Rechte. Ob Schmitt selbst der Konservativen Revolution zugerechnet werden kann, ist zwar umstritten, aber sein Einfluss auf die Neue Rechte ist nicht zu leugnen. Da sich insbesondere auch Alain de Benoist mit Carl Schmitts „Land und Meer“ ausführlich beschäftigt hat, widmet Markovics dem Werk ebenfalls ein Kapitel. Es basiert auf einem Beitrag Markovics‘ für den Jungeuropa Verlag, der gleichsam als Leseprobe für das rezensierte Buch dienen kann.

Deutschland, Russland und die USA

Weiters wird die Geschichte der Neuen Rechten in Deutschland beleuchtet. Ausgehend von deren ersten Vertretern, über die Wochenzeitung Junge Freiheit (JF) bis zum Bruch zwischen dem JF‐Gründer Dieter Stein und dem Verleger Götz Kubitschek. Nach einem kurzen Exkurs zum Islam widmet sich Markovics der Neuen Rechten in Russland und ihrem wichtigsten Vertreter Alexander Dugin. Dabei geht er vor allem auf Dugins Werk „Die vierte politische Theorie“ ein, die auch von Vertretern der deutschsprachigen Neuen Rechten rezipiert wurde.

Ausgehend von der Dissertation des Politikwissenschaftlers Tomislav Sunić, dem ersten englischsprachigen Übersichtswerk über die Neue Rechte, widmet sich Markovics einigen US‐amerikanischen Vertretern derselben bis hin zur „Alt‐Right”, die den Wahlkampf von Donald Trump maßgeblich beeinflusste. Über den Einfluss der Wahl von Trump zum Präsidenten der USA auf Europa wird der Bogen zurück in die „Alte Welt” gespannt.

Neue Rechte und Demokratie

Zu guter Letzt entkräftet der Autor den Vorwurf, die Neue Rechte sei grundsätzlich antidemokratisch. Hierzu werden Thesen des bereits erwähnten Alain de Benoist herangezogen, die zwar nicht repräsentativ für die gesamte Neue Rechte, aber äußerst einflussreich in derselben sind, und dem Vorwurf der Demokratiefeindlichkeit diametral gegenüberstehen.

Aktuelle Akteure und ein Blick in die Zukunft

Im dritten Teil des Buches findet sich ein Überblick über neurechte Autoren, deren Werke und Ideen, sowie über diverse neurechte Organisationen. Darunter befinden sich beispielsweise der Verleger Götz Kubitschek, die Identitäre Bewegung, aber auch zahlreiche medial weniger bekannte Akteure. Die Einordnung und Bewertung dieser Akteure gelingt nicht immer, und ist teilweise auch nicht nachvollziehbar. Als Übersicht ist dieses Kapitel aber durchaus geeignet.

Im letzten Teil sagt Markovics der Neuen Rechten als „Denkrichtung“ eine blühende Zukunft voraus. Sie habe sowohl auf die „soziale“ Frage als auch auf die „nationale“ Frage nach Identität und demographischer Entwicklung Antworten parat. Da weder der Liberalismus noch die Neue Linke in der Lage seien, auf diese Fragen adäquate Antworten zu geben, prophezeit er einen „kommenden Frühling der Neuen Rechten in Europa“. Um schließlich auf die lagerübergreifenden Tendenzen der Neuen Rechten aufmerksam zu machen, beendet Markovics sein Buch mit einer Abwandlung eines Zitats von „linker Politik mit rechten Menschen“ aus der Feder von Pierre Drieu la Rochelle.

Geeigneter Einstieg in die Neue Rechte

Für Kenner der Neuen Rechten bietet dies Buch freilich wenig Neues. Es ist aber ein gelungener Überblick über Geschichte, Ideen und Akteure der Neuen Rechten. Die wichtigsten Positionen dieser politischen Strömung werden kurz und bündig erklärt sowie häufige Vorwürfe entkräftet. Auch der Überblick über die aktuellen Akteure erweist sich trotz der Schwächen einiger Bewertungen als hilfreich. Die Prognose des Autors, dass der Neuen Rechten in Europa ein kommender Frühling bevorstehe, wäre eine Weiterführung der Entwicklung der letzten Jahre. Die Neue Rechte konnte sich mit zukunftsweisenden Herangehensweisen für die Entwicklung Europas etablieren. Dieses Buch kann als Einstieg vor allem jenen Lesern empfohlen werden, die noch nicht mit der Thematik vertraut sind und sich auf knappen 108 Seiten einen Überblick verschaffen möchten.

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Interview

Wiesinger: „Brauchen mehr Ehrlichkeit in der Kunst!”

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

ASDF Bild (Odin Wiesinger in seinem Atelier, 2019): Michael Scharfmüller (Info-DIREKT - Das Magazin für Patrioten) [mit freundlicher Genehmigung]

Der patriotische Maler Odin Wiesinger polarisiert und sorgt damit für heftige politische Diskussionen. Im Gespräch mit der Tagesstimme reflektiert er über die jüngste Kontroverse um seine Person, die Wichtigkeit von Heimat und den Zustand der zeitgenössischen Kunst‐ und Kulturszene.

Die Tagesstimme: Sehr geehrter Herr Wiesinger – vor einigen Wochen sorgte österreichweit für großes Aufsehen, dass Sie von der FPÖ für einen Posten im Kulturbeirat des Landes Oberösterreich vorgeschlagen wurden. Hat Sie diese hohe Wertschätzung überrascht – und wie eng ist Ihre Beziehung zu den Freiheitlichen?

Odin Wiesinger: Das hat nichts mit Wertschätzung zu tun, sondern ich bin FPÖ‐Mitglied und wurde gefragt, ob ich für die FPÖ in den Kulturbeirat gehen möchte. Im Nachhinein betrachtet: Leider habe ich mich überreden lassen!

Die Tagesstimme: Nach dieser Ankündigung machten diverse linke Politiker sofort gegen Ihre Nominierung mobil. Verstehen Sie die Kontroverse um Ihre Person? 

Odin Wiesinger: Diese Kontroverse verstehe ich nur insofern, als dass diverse politische Parteien des linken Spektrums, sowie der – leider immer mehr -politisch agierende Kulturbetrieb ein Feindbild brauchen. Dass man aber hier mit Unterstellungen, Manipulationen und Denunziation arbeitet, um gegen mich Stimmung zu machen,  finde ich sehr bedenklich.

Ein Beispiel: Über mich können sie oftmals Folgendes lesen: der „Burschenschafter‐Künstler”, der „rechtsextreme Künstler” und so weiter. Liest man derartige Attribute auch bei anderen Künstlern? … Da könnte man mit Bestimmtheit manchen als „linksextremen, SPÖ‐, KPÖ‐, et cetera Künstler“ bezeichnen, aber es wird nicht gemacht!

Die Tagesstimme: Etwa gleichzeitig ließ die Unterstützung des umstrittenen Blutmalers Hermann Nitsch für die Grünen‐Kandidatin Sarah Wiener die Wogen nicht annähernd so hochgehen. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

Odin Wiesinger: Kurze und klare antwort: JA!

Die Tagesstimme: Letztendlich entschieden Sie, von einem Einzug in den Kulturbeirat Abstand zu nehmen. Welche Gründe haben Sie dazu bewogen, von Ihrer Nominierung zurückzutreten? Gab es auch Drohungen gegen Sie oder Ihre Familie?

Odin Wiesinger: Diese ganzen Unterstellungen und ungustiösen Beschimpfungen haben in kürzester Zeit ein Ausmaß angenommen, das ich meiner Familie nicht auf Dauer zumuten wollte! Enttäuscht bin ich hier vom oberösterreichischen Landeshauptmann, der nur auf linke Zurufe reagierte, und mir nicht einmal die Möglichkeit einer Gegendarstellung beziehungsweise eines klärenden Gesprächs mit ihm gab.

Die Tagesstimme: Immer wieder unterstellen Ihre Kritikern Ihnen, sie würden rechtsextremes Gedankengut pflegen. Dabei verweisen sie auch auf streitbare Äußerungen Ihrerseits zu historischen Themen. Wie bewerten Sie solche Anschuldigungen?

Odin Wiesinger: Das sind keine Kritiker, sondern denkfaule Menschen, die jeden, der nicht sofort und eindeutig ihrem „linken Gedankengut“ und ihrer Weltsicht zuteilbar ist, als rechtsextrem bezeichnen!

Die Tagesstimme: Wie wichtig ist dennoch eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, um die Zukunft zu bewältigen?

Odin Wiesinger: Ich bin davon überzeugt, dass Geschichte keine „ideologische Einbahn“ sein sollte, und das passt natürlich so manchem nicht, der sich dann aus politischen Motiven heraus von vornherein einer kritischen Auseinandersetzung verweigert!

Die Tagesstimme: Im Zentrum der Kritik steht auch regelmäßig Ihre Altherrenschaft bei einer Mittelschulverbindung. Zurecht?

Odin Wiesinger: Ich bin Burschenschafter, und ich stehe dazu! Das ist ja auch nichts Verbotenes, auch wenn es den Grünen nicht gefällt, und von Teilen der Roten nicht erwünscht ist – die damit ihre Geschichte leugnen, denn die Begründer der österreichischen Sozialdemokratie, Adler und  Pernerstorfer, waren Burschenschafter!

Die Tagesstimme: Viele Ihrer Werke widmen sich tatsächlich Elementen aus der studentischen Tradition. Welche wichtigen Lehren nimmt ein Mensch von dieser für viele Leute kaum verständlichen Welt fürs Leben mit?

Odin Wiesinger: Richtig, einigen meiner werke liegen studentische/burschenschaftliche Motive zugrunde. Einige davon sind in Österreich, in der BRD und in der Schweiz zu finden, sogar in Chile und Amerika! Der Wahlspruch der Burschenschaft „Ehre – Freiheit – Vaterland“ hat meines Erachtens nach allgemeine Gültigkeit im Leben eines jeden Menschen.

Die Tagesstimme: Mehrere überregional bekannte, heimatverbundene Mundartdichter wie Franz Stelzhamer, Ludwig Luber oder Hans Schatzdorfer kamen wie Sie aus dem Innviertel, ebenso die Bildhauerdynastie Schwanthaler. Zahlreiche Maler wie Wilhelm Träger, Max Schlager oder Hans Schachinger wirkten ebenso in der Region. Als Andorfer Urgestein: Was macht das Innviertel für Künstler aller Art so attraktiv?

Odin Wiesinger: Es ist die Mischung aus Landschaft und Menschen, welche den Charakter einer Region prägt … leider werden die „echten“ Innviertler immer weniger! Aber ich möchte dazu einfach den „Franz aus Piesenham“ [Stelzhamer, Anm. der Red.] zitieren:

Frisch außa, was drin is,
nöt kriachn am Bauch,
frei d´Hand göbn,
ins Gsicht schaun,
is Innviertler Brauch.“

Die Tagesstimme: Ihre Malkunst sticht durch realistische Bilder hervor. In der Vergangenheit äußerten sie sich immer wieder kritisch über abstrakte und aktionistische Kunst. Glauben Sie, gegenständliche Kunst kann zeitnah eine Renaissance feiern?

Odin Wiesinger: Zur Zeit arbeite ich hauptsächlich realistisch. Natürlich habe ich mich auch kritisch über Kunst geäußert, da meiner Meinung nicht alles, was uns von Seiten der Medien als „abstrakte Kunst“ verkauft wird, auch Kunst ist! Der Aktionismus, wie ihn eine Wiener Gruppe prägte,  war nie „meine Sache“.

Der Begriff ‚Renaissance’ ist vielleicht übertrieben, denn die gegenständliche Kunst war ja nie weg, obwohl sich das mancher gewunschen hätte! Mein Professor an der Kunsthochschule forderte immer „mehr Ehrlichkeit“ in der Kunst, das würde uns heute bestimmt nicht schaden.

Die Tagesstimme: Die linksgerichtete Plattform ‚Stoppt die Rechten’ hat wegen Ihrer Künstlersignatur eine Strafanzeige eingebracht, weil diese der historisch belasteten Odalrune ähnlich sehen soll. Wie bewerten Sie diesen Vorstoß – und was drückt Ihre Signatur tatsächlich aus?

Odin Wiesinger: Ich habe, um meine Skulpturen zu signieren,  vor ca. 25 Jahren (!!!) ein sogenanntes „Steinmetzzeichen“ in der Tradition der Dombauhütten kreiert. Es besteht aus einem O, einem W und den zwei i‐Punkten.

Diese Strafanzeige, das ist Denunziantentum, wie man es mit dem Ende der DDR und damit verbundener Stasi‐Methoden überwunden glaubte. Ein widerlicher Polit‐Aktivismus, der hier von dieser Plattform und einem ex‐Politiker der Grünen betrieben wird!

Die Tagesstimme: Vielen Dank für das Gespräch!

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