Deutschland Politik

Bundestag: Grüne wollen „feministische Außenpolitik” fordern

Die grüne Bundestagsfraktion rund um Antragsmitinitiatorin Agnieszka Brugger (2. v. li.) - hier mit der Bundesvorsitzenden Annalena Baerbock (li.) und den beiden weiblichen Grünen-MdB Luise Amtsberg (2. v. re.) und Franziska Brantner (re.) - will eine "feministische Außenpolitik". Symbolbild (2016): Bundestagsfraktion Bündnis '90/Die Grünen via Flickr [CC BY 2.0] (Bild zugeschnitten)

Die Grünen wollen am Freitag einen Antrag für eine „feministische Außenpolitik” im Bundestag einbringen – und liefern hierfür auch gleich konkrete Vorschläge.

Berlin. – Wie die Junge Freiheit am Mittwoch berichtet, fordert die Grünen‐Fraktion im Bundestag die Bundesregierung zu einer „feministischen Außenpolitik” auf. Nur auf diese Weise könnte diese „die Interessen von Frauen, Mädchen und marginalisierten Gruppen weltweit viel stärker in ihrer Außen‐, Sicherheits‐, Menschenrechts‐ und Entwicklungspolitil berücksichtigen”.

Feministische Außenpolitik als „Grundprinzip”

So lautet der Wortlaut einer Passage im Antrag, welchen die Grünen dem Spiegel zufolge am Freitag im Plenum einbringen wollen. Eine derartige ‚feministische Außenpolitik’ soll nach Wunsch der Partei eines der „Grundprinzipien der deutschen Außenpolitik” bilden. Hierfür liefert die Fraktion auch konkrete Vorschläge.

Mehr Polizistinnen für Friedensmissionen

Eine Möglichkeit wäre etwa, sich bei den Vereinten Nationen einzusetzen, dass in allen Debatten im UN‐Sicherheitsrat „die Perspektiven von Frauen und Mädchen verpflichtend durch entsprechende Repräsentantinnen” vertreten seien. Weiters sollte es demnach zu verstärkter Entsendung von Polizistinnen bei Friedensmissionen kommen. Sogar rein weibliche Bataillone kann mich sich vorstellen.

Mehr Frauen bei Friedensverhandlungen

Derzeit seien Frauen auch bei Friedensverhandlungen unterrepräsentiert. Der Grünen‐Abgeordneten Agnieszka Brugger zufolge besetzen Frauen derzeit bei Friedensverhandlungen nur acht von hundert Stühlen an den Tischen. Ihrer Ansicht nach sei nachhaltiger Frieden und Stabilität nur durch stärkere Beteiligung von Frauen an der Lösung von Konflikten möglich.

Quote im Auswärtigen Amt gefordert

Auch im Auswärtigen Amt sähen die Grünen gerne eine Verankerung der Strategie. Man wünscht sich dort „Gender Mainstreaming in allen Arbeitsprozessen”. Im gehobenen und höheren Dienst wäre dies etwa mit einer verpflichtenden 50‐Prozent‐Quote gewährleistet.

Roth: „Zwingende Voraussetzung” für Frieden

Insgesamt, so Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth ergänzend, sei Geschlechtergerechtigkeit kein „nettes Beiwerk” einer „von militärischer Machtpolitik geprägten Außenpolitik”. Vielmehr sei diese eine „zwingende Voraussetzung friedlichen Zusammenlebens”. Roth fungiert derzeit als Sprecherin für auswärtige Kulturpolitik in der Grünen‐Fraktion.

2 Kommentare

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  • Der Antrag geht noch längst nicht weit genug. Es ist außerdem streng auf eine Parität zwischen blonden (keine gefärbten), rothaarigen, brünetten und schwarzharigen Frauen zu achten. Als Grundsatz muss hier gelten, Haarfarbe geht vor Eignung.

    Weiterhin wäre künftig unbedingt auf ausgeglichene Altersstufen zu achten. Es darf nicht sein, dass von einer Altersdekade – sprich die erste Zahl des Lebensalters – mehrere Frauen dabei sind, von einer anderen überhaupt keine. Die derartige bisherige Diskriminierung einzelner Altersstufen ist geradezu unfassbar.

    Ferner sind 20% der zu vergebenden Plätze für geschlechtlich nicht eindeutig zuortbare Menschen freizuhalten.

    Wie jede/r sehen kann, hat sich das System der Frauen‐Quoten bei den Grünlingen bestens bewährt. Endlich konnten auch die ohne viel Ahnung aber mit der lautesten Sprachschleuder Spitzenplätze besetzen.

  • Die harmlosen Grünen „Spinner“ von einst werden zur massiven Gefahr für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, etwa so mit:

    „Berlin – Grünen‐Fraktionschef Anton Hofreiter erwägt eine Grundgesetzänderung, um einem Paritätsgesetz im Bundestag den Weg zu ebnen.
    In jedem Fall aber sei der Staat „verpflichtet, aktiv auf die Gleichberechtigung von Mann und Frau hinzuwirken”.””

    Diese Partei kann sich AUSSCHLIEßLICH nur mit & über irrigen Visionen, irrealen Utopien, lebensfremden Verboten und Restriktionen artikulieren.
    Um auch eine Gesetzeskraft für ihre gesellschaftlichen Fehlversuche zu erlangen, bedarf es dazu noch einer politischen Hilfestellung.

    Ich muss jetzt etwas ins Physikalische abschweifen:
    Das Problem (besonders bei der gedanklichen Kenntlichmachung und einer zügigen Brain‐Abspeicherung einer politischen Partei) ist die dafür repräsentative FARBE dieser an sich.

    Weiss ist keine Farbe an sich, ein weißes Licht ist im physikalischen Sinne ein aus den Anteilen aller Wellenlängen des sichtbaren Spektralbereichs energiegleich gemischtes Licht, es enthält alle Frequenzen des Farbspektrums.
    Schwarz ist die Antipode davon, als Lichtfarbe muss man Schwarz das Nicht‐Aussenden jeglicher Lichtfrequenz zuordnen.
    Die Drei‐Farben‐Theorie der Kunstmaler beruht auf den Grundfarben Rot Gelb Blau, die jeweils einem ganz bestimmten elektromagnetischen Frequenzspektrum entsprechen.
    Alle anderen Farben sind Mischungen daraus.

    BEACHTE:
    Das Tolle daran – Grün und Rot zusammen ergeben zusammen ein wunderschönes kräftiges BRAUN.
    Darüber kann man so wunderbar und herrlich philosophieren.

    Nur mal so zum Merken für den Zweckverband Grüne‐SPD..
    Farben lügen nicht!

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