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Gesellschaft

London entzieht IS-Anhängerin Staatsbürgerschaft

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Bild: Westminster Palast und britisches Parlament / Graeme Maclean [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Die britische Regierung wird der 19-jährigen IS-Anhängerin Shamima Begum die Staatsbürgerschaft entziehen. Zuvor hatte Begum um eine Rückkehr nach Großbritannien gebeten.

London. Die britische Regierung hat ihre Drohung wahr gemacht und entzieht der IS-Anhängerin Shamima Begum die Staatsbürgerschaft. Die 19-Jährige zeigte sich „schockiert”. Dem Sender ITV in Nordyrien sagte sie, dass sie das „ungerecht für mich und meinen Sohn” finde.

Im Alter von 15 Jahren dem IS angeschlossen

In einem kurdischen Gefangenenlager im Nordosten Syriens brachte Begum am Wochenende ein Kind zur Welt. Sie appelierte an die britischen Behörden, „Mitgefühl” zu zeigen und ihr zu erlauben, das Kind in Großbritannien aufzuziehen. Gleichzeitig zeigte sie aber keinerlei Reue über ihre Entscheidung, sich dem IS angeschlossen zu haben. Sie reiste damals im Alter von 15 Jahren gemeinsam mit zwei Freundinnen über die Türkei nach Syrien, um sich der IS-Miliz anzuschließen. Im selben Jahr war sie mit einem IS-Kämpfer aus den Niederlanden verheiratet worden, wie der ORF berichtet.

Anspruch auf andere Staatsbürgerschaft

Nun wird der 19-Jährigen die Staatsbürgerschaft entzogen. „Um dieses Land zu schützen”, könne das Innenministerium solch eine Entscheidung treffen, wenn die Person nicht in die Staatenlosigkeit entlassen werde, wie es seitens einer Regierungssprecherin hieß. Begums Familie stammt urprünglich aus Bangladesch. Deshalb geht die Regierung in London auch davon aus, dass sie Anpruch auf die bangladeschische Staatsbürgerschaft hat. Die Entscheidung wurde außerdem „nicht leichtfertig getroffen”.

Heftige Debatte

Bereits seit Tagen gibt es in Großbritannien eine heftige Debatte über Begum. Der Anwalt der Familie in Großbritannien, Tasnime Akunjee, bezeichnete die Entscheidung als „sehr enttäuschend”. Man werde alle Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen.

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    21. Februar 2019 at 10:28

    Wie erbärmlich sind derartige Menschen? Erst zur Mörderbande überlaufen und nun in den Schoß der alten neuen Heimat zurück kehren wollen. Am besten um dort weiter für ihre „gute Sache” zu kämpfen. Nein danke.

  2. Avatar

    Willi Beckert

    22. Februar 2019 at 1:04

    Wäre durchaus sinnvoll auch bei unseren geistig verblödeten IS-Kämpfern anzuwenden. Sollen dort bleiben, wo sie jetzt sind. Warum müssen wir uns immer die Probleme ins Land holen? Aber das geht bei uns nicht. Da kämen alle aus den Löchern gekrochen: Links-grüne, Amnesty, Arbeitskreis Asyl, vielleicht auch noch BUND und Nabu. Großes Geschrei und dann holen wir alle heim.

  3. Avatar

    Peter Lüdin

    23. Februar 2019 at 15:35

    Eine Rückkehr dieser Leute ins hiesige Sozialsystem ist mit allen Mitteln zu verhindern. Diese radikalen Muslime würden nämlich nie nach Österreich/Europa zurückkehren wenn der Daesh (IS) sein Kalifat errichtet hätte und im Kalifat weiterhin Ermordungen von „Ungläubigen” vornehmen oder unterstützen.

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Gesellschaft

IGGÖ: „Moscheen dringen notwendig, um Islam transparenter zu machen”

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild: Islamisches Zentrum in Wien (großer Gebetsraum der Moscchee) / Bild: Dnalor 01 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Ümit Vural, wünscht sich eine große Moschee für jedes Bundesland. Von der FPÖ kam Kritik, die Vural nicht nachvollziehen kann.

Wien. Der Wunsch des Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), Ümit Vural, eine größere Moschee in jedem Bundesland zu errichten, hat in den vergangenen Tagen für Kritik seitens der FPÖ gesorgt. In diesem Zusammenhang warnten FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer und der Wiener FPÖ-Chef und Vizebürgermeister Dominik Nepp etwa vor einer „schleichenden Islamisierung” und generell vor dem politischen Islam. Man wolle nun sogar die Auflösung der IGGÖ prüfen.

Vural: Plan der IGGÖ „rechtens”

In einer Presseaussendung wehrte sich Vural nun und erklärte: „Wer Muslimen die freie Religionsausübung verwehren will, steht im Widerspruch zu unserer demokratischen Staatsordnung”. Der Plan der IGGÖ in den islamischen Religionsgemeinden der Bundesländer würdige Räumlichkeiten samt Moschee zu etablieren, sei nicht nur rechtens, sondern auch dringen notwendig, um den Islam in Österreich transparenter zu machen.

Jahrelang hat man sich bei den Muslimen beschwert, sie würden nur in ihren Hinterhof-Moscheen bleiben. Aber wenn man würdige Moschee-Bauten anstrebt, die die Hinterhöfe obsolet machen würden, passt es gewissen Kreisen auch nicht”, so Vural weiter.

FPÖ sollte Energie in Aufarbeitung der „eigenen Skandale” stecken

Zu Nepps Ankündigung, die Auflösung der IGGÖ prüfen zu lassen, meinte Vural, dass die FPÖ Wien das gerne tun dürfe. „Diese Energie wäre bei der Aufarbeitung der eigenen Skandale womöglich besser aufgehoben”, so Vural abschließend.

In einem Interview mit der Presse am Sonntag hatte Vural den Wunsch geäußert, eine große Moschee für jedes österreichische Bundesland zu etablieren. Sein Argument lautete, dass es in jedem Bundesland eine Kirche oder Synagoge gebe und nichts dagegen sprechen würde auch eine Moschee zu haben.

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Gesellschaft

Verhinderte de Maizière-Lesung wird unter Polizeischutz nachgeholt

Joshua Hahn

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ASDF Bild (De Maizière 2013): Stephan Röhl / Heinrich-Böll-Stiftung via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Unlängst wurde eine Lesung des ehemaligen Innenministers Thomas de Maizière von linksextremen Aktivisten sowie Anhängern der „Fridays for Future”-Bewegung verhindert. Sie soll nun nachgeholt werden.

Göttingen. – Im Rahmen des „Göttinger Literaturherbst“ sollte Thomas de Maizière sein neu erschienenes Buch „Regieren. Innenansichten der Politik“ vorstellen. Wie Die Tagesstimme berichtete, verhinderten etwa 100 Demonstranten die Lesung, weil der ehemalige Innenminister mitverantwortlich für den „Flüchtlingsdeal“ mit der Türkei sei. Nachdem die Blockade Kritik hervorrief, soll die Veranstaltung nun nachgeholt werden. Am 26. November wird der Christdemokrat im Alten Rathaus in Göttingen aus seinem Buch lesen. Dies teilte laut dem „NDR“ eine Sprecherin des „Literaturherbstes“ mit. 

Veranstaltung findet unter Polizeischutz statt

Wie die „Bild“ berichtet, teilte die Sprecherin Nina Hornig auf ihre Anfrage mit: „Uns wurde von Seiten der Polizei versichert, dass die Veranstaltung reibungslos ablaufen kann.“

Niedersachsens Innenminister, Boris Pistorius (SPD), bezeichnete die Blockade als einen „Bärendienst an der Demokratie“. Verantwortlich für die Blockade der Veranstaltung war die „Basisdemokratische Linke“. Sie ist einer von über dreißig Ablegern der „Interventionalistischen Linken“, welche laut dem Bundesverfassungsschutz ein „taktisches Verhältnis zur Gewalt“ aufweist.

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Gesellschaft

Nepp (FPÖ): „Die IGGÖ ist unterwandert von legalistischen Islamisten”

Monika Šimić

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ASDF Bild: Dominik Nepp (FPÖ) / GuentherZ [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Zerstören wir die Strukturen des politischen Islam, bevor der politische Islam uns zerstört!”, forderte Nepp nun auf seiner Facebook-Seite.

Wien. Der Wiener FPÖ-Chef und Vizebürgermeister Dominik Nepp will die Auflösung der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) prüfen lassen. Außerdem soll ihr der Status als offizielle Vertretung für alle Muslime aberkannt werden. Grund für diese Forderung ist der geäußerte Wunsch des IGGÖ-Präsidenten Ümit Vural, eine größere Moschee in jedem Bundesland zu errichten.

IGGÖ will islamischen Gottesstaat durchsetzen”

Die IGGÖ ist unterwandert von legalistischen Islamisten, deren Ziel es ist, mit friedlichen Mitteln einen islamischen Gottesstaat durchzusetzen. Solchen Vorgängen können und dürfen wir in Wien und ganz Österreich keinen Millimeter Platz lassen”, sagte Nepp. Er erklärte, dass sich die IGGÖ in den vergangenen Jahren „zunehmend radikalisiert” habe. Vural habe etwa gegen das Kopftuchverbot für Kindergartenkinder „gewettert” und im Jänner an einem islamistischen Vernetzungstreffen in Köln teilgenommen.

Im Interview mit der Presse am Sonntag erklärte Vural, dass die IGGÖ die angekündigte Klage gegen das Kopftuchverbot demnächst einbringen wolle. „Nun haben wir uns gewissenhaft vorbereitet, haben Gutachten eingeholt und werden Ende November, Anfang Dezember den Verfassungsgerichtshof anrufen können”, so Vural.

Nepp will Strukturen des politischen Islam zerstören

Die Forderung von Vural nach einem Bau von Großmoscheen bringe das Fass nun zum Überlaufen. „Es besteht der ernste Verdacht, dass seitens maßgeblicher Vertreter der IGGÖ radikalislamisches Gedankengut gutgeheißen wird und dieses in Österreich weiterverbreitet werden soll”, so Nepp. „Zerstören wir die Strukturen des politischen Islam, bevor der politische Islam uns zerstört!”, schrieb Nepp auf seiner Facebook-Seite.

Die Landesgruppe will nun die Fakten rund um die angebliche Radikalisierung des IGGÖ aufbereiten und zur Prüfung den Behörden übermitteln. „Ich glaube nicht, dass sich die IGGÖ mit ihren Radikalisierungstendenzen noch auf dem Boden des Rechtsstaates in Österreich befindet”, sagte Nepp.

Norbert Hofer warnt vor „schleichender Islamisierung”

Erst vor zwei Tagen hat auch Norbert Hofer vor einer „schleichenden Islamisierung” gewarnt. Der Wunsch nach einer größeren Moschee für jedes Bundesland würde „einmal mehr aufzeigen, dass es in unserem Land eine schleichende Islamisierung gibt”. Er betonte auch, dass der Islam „nicht Teil unserer Geschichte und unserer Kultur” sei und das auch nie werden würde (zum Artikel Norbert Hofer (FPÖ) warnt vor „schleichender Islamisierung”).

Weiterlesen:

FPÖ: „Fremd im eigenen Land? – Steirische Identität schützen!“ (18.11.2019)

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