Gesellschaft

Ohne Angabe von Gründen: Twitter sperrt patriotischen Publizisten Lichtmesz

Standbild aus "Auf einen Melange #1" - ein aktuelles Projekt von Martin Lichtmesz mit Martin Sellner. Screenshot: YouTube [@09:19]

Am Mittwoch sperrte der Kurznachrichtendienst Twitter das Nutzerkonto des bekannten österreichischen Publizisten, Buchautor und Intellektuellen Martin Lichtmesz.

Wien. – Fast 7,000 Follower folgten zuletzt dem Account von Lichtmesz der dort regelmäßig pointierte Kommentare und Äußerungen zum Zeitgeschehen teilte. Zwischen philosophischen Überlegungen beteiligte er sich teils Tage hinweg Diskussionen auf höchstem Niveau und erreichte mit seinem teils provokanten Duktus eine erkleckliche Fangemeinde.

Offenbar ohne Angabe von Gründen

Dies nimmt nun möglicherweise ein jähes Ende. Denn am Mittwoch löschte die Plattform seinen Account plötzlich. Wie der patriotische Aktivist und Leiter der österreichischen Identitären, Martin Sellner, ebenfalls auf Twitter mitteilte, geschah die Löschung „offenbar ohne Angabe von Gründen”.

Lichtmesz habe laut Auskunft von Sellner gegen diese Entscheidung bereits Einspruch eingelegt. Bis zum Donnerstagmittag waren diese Bemühungen allerdings noch nicht von Erfolg gekrönt. Lichtmesz’ Account bleibt vorerst weiterhin gesperrt – ob zeitweise oder permanent, ist also ebenso unbekannt.

Löschung führt zu Diskussionen auf Twitter

Die unerwartete Sperrung seines Accounts führte seitdem in sozialen Medien zu reger Debatte bei seinen Unterstützern und Kritikern. Zahlreiche Nutzer sind der Ansicht, dass die Löschung zu Unrecht geschah. Einige Kommentatoren sprachen sogar von „Zensur”, wie diese Nutzerin, die sich vehement für die Freiheit des gelehrten Wortes aussprach.

Patriotischer Intellektueller mit Profil

Lichtmesz ist Autor von sieben Büchern, welche teils weit über das patriotische Milieu positive Kritiken einheimsten. Er gilt als wichtiger Intellektueller der deutschsprachigen Neuen Rechten, übersetzte außerdem mehrere Werke französischer und amerikanischer Vordenker.

Regelmäßig erfreuen sich seine Beiträge für die neurechte Zeitschrift Sezession großer Beliebtheit. Ein jüngeres Projekt ist außerdem ein monatliches Videoformat mit Sellner auf dessen YouTube‐Kanal, in dem die beiden Wiener aktuelle Geschehnisse und Konzepte anspruchsvoll debattieren und kommentieren.

Update: Mittlerweile hat Twitter das Profil von Martin Lichtmesz wieder freigeschalten.

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