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Gesellschaft

Fasching: Kölner Professorin warnt vor „rassistischen Verkleidungen”

Julian Schernthaner

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am

Symbolbild (Europäischstämmige Frau im Indianerkostüm): Pixabay [CC0]

In der ewig jungen Debatte rund um Faschingskostüme kritisiert eine weitere Wissenschaftlerin die Praxis, sich bei den Karnevalsfeiern als Indianer oder Afrikaner zu verkleiden.

Köln. – Wie die Junge Freiheit am Montag berichtet, stößt sich die Kölner Afrikanistik‐Professorin Marianne Bechhaus‐Gerst an der Kostumauswahl von Menschen im Karnevalstreiben. Insbesondere gilt ihrer Kritik dabei solchen Verkleidungen, welche Angehörige fremder Ethnien auf vermeintlich stereotype Weise darstellen.

Professorin: Blackfacing & Co. bedient „stereotype Bilder”

Insbesondere monierte Bechhaus‐Gerst gegenüber der Presseagentur dpa die Darstellung afrikanischer Personen. Gerade in Köln gäbe es „eine ganze Reihe von Karnevalsvereinen”, welche sich als „Phantasie‐Afrikaner mit Baströckchen und Knochenkette” verkleideten. Mit dieser Art von „Blackfacing” würden sie dann „alte, stereotype Bilder bedienen”.

Der Begriff „Blackfacing” bezeichnet eigentlich eine Praxis aus dem amerikanischen Theater des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Damals bemalten sich weiße Darsteller mit dunkler Farbe und stellten afrikanischstämmige Menschen dar. In den vergangenen Jahren hielt der Begriff aber Eingang in die deutsche Rassismus‐Debatte und thematisiert seitdem ein weiteres Repertoire vermeintlich stereotyper Darstellungen.

Indianer‐Kostüm als „europäische Phantasie”

Aber auch über das Indianer‐Kostüm wünscht sie sich eine Debatte. Es handle sich dabei nämlich um eine „europäische Phantasie über eine Menschengruppe”, welche „nichts mit der Realität” gemein habe. Zwar unterstellt sie Personen, die solche Verkleidungen bedienen keinen Rassismus. Gleichzeitig handle es sich bei solchen Fasnachtskostümen aber dennoch um „rassistische Verkleidung” .

Immer wieder Debatte um Faschingskostüme

Die Debatte rund um angeblich unangemessene Darstellungen von Angehörigen anderer Ethnien ist damit eine Episode reicher. Bereits in den vergangenen Jahren kochte die Thematik just zur Faschingszeit wieder auf. Vor zwei Jahren initiierte etwa der Kölner Verein Öffentlichkeit gegen Gewalt die Plakatkampagne „Ich bin kein Kostüm”. Die von der Amadeu‐Antonio‐Stiftung und der Linken‐Fraktion im Bundestag geförderte Aktion sorgte für einiges öffentliches Aufsehen.

Auch im vergangenen Jahr kam es zu einiger Kritik aus dem akademischen Milieu. Die Kulturwissenschaftlerin Noa K. Ha, die selbst asiatischen Migrationshintergrund besitzt, vertrat hierbei die Ansicht, solche Kostüme würden „koloniales Denken” reproduzieren. Sie schlug weißen Menschen vor, sich etwa als Kartoffel zu verkleiden. Bei ‚Kartoffel’ handelt es sich übrigens selbst um einen Ethnophaulismus gegen Deutsche, welcher in den vergangenen Jahren an Beliebtheit gewinnt.

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9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    klasube

    25. Februar 2019 at 16:30

    Ich kann diesen Schwachsinn bald nicht mehr hören. Ich habe es satt, mir meine seit Jahrzehnten bekannten Gepflogenheiten und Ansichten, ja sogar meinen Gebrauch der deutschen Sprache, von ein paar Überkandidelten vorschreiben und einschränken zu lassen. Haben die sonst nichts zu tun?
    Diesen verträumten Realitätsverweigerern eine solche Plattform zu bieten, ist schon zu viel der Ehre…!

  2. Avatar

    DieParty

    25. Februar 2019 at 17:29

    Die buntversifften Spaßbremsen mal wieder…

  3. Avatar

    Ulv J. Hjort

    25. Februar 2019 at 22:13

    Ist das auch wieder so eine gruene tante ? Lasst doch den leuten ihren karneval , muss an allem rumgedreht werden bis das unterste zu oberst liegt. Die fastnacht ist von je her ein ventiel fuers volk . Raus aus der altagshaut, mal ein anderer sein fuer ein paar tage und einfach nur spass ander freud haben . Und dann mischt sich so eine ideologisierte spassbremse ein und wedelt mit dem zeigefinger „DU,DU,DU das macht man aber nicht —Du kriegst die motten…

  4. Avatar

    Maren G.

    25. Februar 2019 at 22:28

    Als Kölner kann ich nur sagen: Ihr habt echt den Knall nicht gehört.

  5. Avatar

    Rudi

    27. Februar 2019 at 0:03

    Und im ausland ist jeder deutsche eine lederhose

    Oh.mannn

  6. Avatar

    Michael

    1. März 2019 at 2:16

    Diese gesellschaftspolitische Weiberrepublik – einfach zum Kotzen!!!!

  7. Avatar

    Der H

    1. März 2019 at 7:21

    Vielen dank für diesen aufschlußreichen Artikel. Ich stand schon kurz davor, mich als Afrikanistik‐Professorin verkleiden zu wollen.

  8. Avatar

    Jürgen Kurde

    1. März 2019 at 8:52

    Einfach nur noch fassungslos!!!

    Der Gesinnungsstaat ist die Vorstufe zur offenen Diktatur!!!

    :o(

  9. Avatar

    Update-Feind

    2. März 2019 at 6:18

    Am besten gefiel mir beim Fasching noch der Günther Beckstein als er als Claudia Roth ging.

    https://www.tz.de/stars/fastnacht-franken-guenther-beckstein-begeistert-claudia-roth-3379078.html

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Gesellschaft

AfD‐Politiker sind von Gewalttaten am meisten betroffen

Stefan Juritz

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ASDF © Túrelio (via Wikimedia-Commons), via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

In Deutschland nahm die Gewalt gegen Politiker im zweiten Quartal des Jahres zu.

Laut Bericht der Rheinischen Post teilte das Bundesinnenministerium auf Anfrage der AfD mit, dass die Zahl der Straftaten gegen Politiker – darunter etwa auch Delikte wie Bedrohung, Beleidigung oder Sachbeschädigung – im zweiten Quartel dieses Jahres auf 372 gestiegen ist. Im ersten Quartal registrierte die Polizei noch 217 Fälle. Von den insgesamt 589 Straftaten waren in 295 Fällen AfD‐Vertreter betroffen.

Anstieg während EU‐Wahlkampf

In den Monaten von April bis Juni wurden Politiker 31 mal Opfer einer Körperverletzung oder gar gefährlichen Körperverletzung – in 24 Fällen traf es AfD‐Vertreter. Der Polizeistatistik zufolge stammen die mutmaßlichen Täter zumeist aus dem linken Spektrum.

„Linksextremisten haben auch vor den Europawahlen versucht, den politischen Konkurrenzkampf mit antidemokratischer Gewalt zu verzerren“, zitiert die Rheinische Post den AfD‐Innenexperten Martin Hess. Angesichts der aktuellen Zahlen fordert er daher einen „gesamtgesellschaftlichen Konsens, der Rechts‐ und Linksextremismus gleichermaßen verurteilt“.

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Gesellschaft

Totalitäre Tendenzen”: Identitäre sperren ÖVP‐Zentrale in Schärding

Julian Schernthaner

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ASDF Bild: Identitäre Bewegung Oberösterreich / privat.

Am Freitag reagierten Aktivisten der Identitären Bewegung (IBÖ) auf die jüngste Debatte rund um ein Verbot ihrer Vereine mit einer kreativen Protestaktion.

Schärding. – Am Freitagnachmittag protestierten patriotische Aktivisten der Identitären an der Bezirkszentrale der Schärdinger ÖVP in der Linzer Straße. Dafür stellten sie ein Baustellengitter vor den Büroeingang, auf dem in schwarzen Lettern auf gelbem Hintergrund prägnant zu lesen war: „Vorsicht! Totalitäre Tendenzen”.

Identitären‐Verbot für Wöginger Koalitionsbedingung

Wie eine Aussendung der Identitären auf ihrem Telegram-Kanal nahelegt, fiel die Wahl dabei nicht zufällig auf die ÖVP‐Zentrale in Schärding. Denn der Klubobmann der Volkspartei, August Wöginger, ist just in diesem Bezirk im nördlichen Innviertel auch VP‐Bezirkschef. Und dieser war es schließlich, welcher am Wochenende ein allfälliges Verbot der Identitären zur Koalitionsbedingung machen wollte.

Als Vehikel dafür sollte eine Änderung des Vereinsrechts dienen, welche Vereine vermeintlich ‚extremistischer’ Gruppierungen der möglichen Auflösung preisgäbe. Diese Überlegungen fielen quer durch die politische Landschaft auf teils scharfe Kritik. Den freiheitlichen Sicherheitssprecher Hans‐Jörg Jenewein erinnerten die vermeintlichen „Verbotsfantasien” der ÖVP gar an „autoritäre Systeme” – Die Tagesstimme berichtete.

Identitäre: „ÖVP will unliebsame Meinungen beseitigen”

Eine ähnliche Argumentation legen die Identitären ihrer Protestaktion zugrunde. Obwohl man „stets legal und friedlich” agiere und ständige Freisprüche vor Gericht erringe, wolle die Volkspartei die „seit 150 Jahren verbriefte Vereinsfreiheit aufweichen, um unliebsame Meinungen zu beseitigen”. Ein solcher „Kampf gegen Andersdenkende” sei „gerade vor dem Hintergrund der Geschichte des bürgerlichen Lagers problematisch”.

IBÖ: Vereinsfreiheit ist „Grundpfeiler der Demokratie”

Wie Roland Moritz, oberösterreichischer Landesleiter der Identitären, gegenüber der Tagesstimme angab, sei die ÖVP „aus wahltaktischen Gründen” bereit, „Patrioten um ihr Recht auf Vereinsbildung zu bringen”. Bei der Vereinsfreiheit handle es sich aber um einen „Grundpfeiler unserer Demokratie” Gerade vor dem Hintergrund des rechtskräftigen Freispruches im Vorjahr in Graz, wäre ein Verbot „blanke Willkür”.

Wen man in Österreich „unbescholtenen Bürgern aufgrund ihrer politischen Ansichten ihre Grundrechte” entziehe, würde das Land „weiter in den Totalitarismus abgleiten”. Man müsse „diesem verantwortungslosen Treiben” der ÖVP „aus einer Laune heraus” deshalb unbedingt Einhalt gebieten.


Weiterlesen:

FPÖ‐Jenewein: „Verbotsfantasien der ÖVP erinnern an autoritäre Systeme” (18.8.2019)

ÖVP legt nach: Identitären‐Verbot ist Koalitionsbedingung (18.8.2019)

Identitäre: Kickl erteilt Änderung des Vereinsrechts klare Absage (16.8.2019)

ÖVP‐Blümel will Vereinsrecht ändern, um Identitäre aufzulösen (16.8.2019)

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Gesellschaft

#Wende2019: „Ein Prozent” startet Großkampagne

Stefan Juritz

Veröffentlicht

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ASDF Bild: Ein Prozent

Mit dieser Kampagne wollen wir in die Nachbarschaften, Städte und Orte, wollen Gespräche und Empfehlungen fördern”, erklärt Philip Stein. Im Fokus stehen dabei die Wahlbeobachtung und die Asylkrise.

Dresden. – Kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg startet die patriotische Bürgerinitiative Ein Prozent eine Großkampagne unter dem Titel #Wende2019. Bestimmende Themen sind dabei die Wahlbeobachtung und die bestehende Asylkrise. Der offizielle Startschuss ist am kommenden Montag – da tritt Ein‐Prozent-Leiter Philip Stein bei Pegida in Dresden auf.

Plakate, Radiowerbung, Videos…

Die Zahlen lassen aufhorchen: Laut eigenen Angaben hat Ein Prozent für diese Kampagne eine niedrige sechsstellige Summe investiert. Ermöglicht wird dies laut Stein dadurch, dass man „erstmals auch zwei, drei größere Summen” von Spendern erhalten habe. Für dieses Geld seien unter anderem über 300 Großflächenplakate in 103 brandenburgischen und sächsischen Städten aufgestellt worden. Dazu läuft ein Werbespot im Radio, der Ein Prozent zufolge 110 Mal zu hören sein wird.

Auch beim Asylthema bleibt die patriotische Bürgerinitiative sehr aktiv. So habe man etwa fast 2.000 Plakate in 61 Städten aufgehängt. Zusätzlich will man mit geschalteten Zeitungsanzeigen 140.000 Haushalte erreichen. Für Aktivisten gibt es vier Aufklebermotive und ein Flugblatt zur Asyl‐Problematik. „Weitere 5.000 Asyl‐Plakate sind unterwegs und wir hoffen, dass noch mehr Patrioten mitmachen”, kündigt Ein Prozent auf ihrer Homepage an. Daneben ist auch die aktualisierte Asylstudie „Wer kommt, der bleibt!” kostenfrei zu erhalten.

Insgesamt habe man über 200.000 Drucksachen produziert. Interessierte können kostenfreie Materialpakete bestellen und vor Ort verteilen. Für den kommenden Sonntag kündigt Ein Prozent darüber hinaus zwei Videos über die Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) und Michael Kretschmer (CDU) an.

Die Krise ist nicht vorbei”

„In Wahlkampfphasen wird von den Parteien gerne suggeriert, mit dem richtigen Kreuz auf dem Wahlzettel sei die Bürgerpflicht erledigt, die Wende womöglich eingeläutet und der Politik Genüge getan. Doch wir alle wissen: Die Krise ist nicht vorbei – und sie wird auch nach den ‚Ostwahlen’ nicht vorbei sein”, erklärt Stein im Interview mit Sezession im Netz die Beweggründe für die Kampagne.

Ein Prozent nutzt hierfür die „heiße Wahlkampfphase”, um den Bürgern klarzumachen, dass es für eine „patriotische Wende” den Einsatz eines jeden brauche „und die Zeit des ausschließlichen Kreuzemachens vorbei” sei. „Mit dieser Kampagne wollen wir in die Nachbarschaften, Städte und Orte, wollen Gespräche und Empfehlungen fördern”, so Stein.

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