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Wirtschaft

EuGH: Kein Bio‐Siegel für Halal‐Fleisch

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Bild: Supermarkt für u.a. Halal-Fleisch in den USA / Bohemian Baltimore [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Weil die von religiöse Riten vorgeschriebenen Schlachtmethoden ohne Betäubung die Kriterien für das EU‐Bio‐Gütesiegel nicht erfüllen, darf Halal‐Fleisch damit auch nicht gekennzeichnet werden.

Luxemburg. Nach einem Urteil des obersten EU‐Gerichts darf Fleisch von Tieren, die ohne vorherige Betäubung rituell geschlachtet wurden, nicht mit dem EU‐Bio‐Gütesiegel gekennzeichnet werden. Eine solche Schlachtmethode erfülle nicht die höchsten Tierschutzstandards, wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Dienstag in Luxemburg erklärte.

Kriterien nicht erfüllt

Bei Bio‐Fleisch spiele das Tierwohl eine zentrale Rolle, wie in den betreffenden EU‐Verordnungen mehrfach betont werde. Das befanden nun auch die Richter in Luxemburg. Weiters hätten wirtschaftliche Studien gezeigt, dass die Betäubung jene Technik sei, die das Tierwohl zum Zeitpunkt der Schlachtung am wenigsten beeinträchtige.

Erforderlich sei die Betäubung auch, um beim Tier eine Wahrnehmungs‐ und Empfindungslosigkeit herbeizuführen und damit das Leiden erheblich zu verringern. Die von religiöse Riten vorgeschriebenen Schlachtmethoden ohne Betäubung erfüllten diese Kriterien aber nicht.

Rechtsstreit in Frankreich

Hintergrund des Urteils war ein Rechtsstreit in Frankreich. Dort wollte der französische Verband Œuvre d’assistance aux bêtes d’abattoirs (Hilfswerk für Schlachttiere, Oaba) 2012 erreichen, dass als Halal gekennzeichnete Steaks nicht mehr damit beworben werden dürfen, dass sie aus „ökologischem/biologischem Landbau” stammten. Das zuständige Verwaltungsgericht bat den EuGH um Rat bei der Auslegung von europäischem Recht.

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Rainer Seifert

    27. Februar 2019 at 15:56

    NOCH nicht – wetten?

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Welt

China kündigt Sanktionen gegen US‐Firmen an

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

ASDF Chinas Präsident Xi Jinping: Kremlin.ru [CC BY 4.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Alle US‐Unternehmen, die sich an Waffenlieferungen nach Taiwan beteiligen, werden mit Sanktionen belegt.

Peking. – China hat am Freitag Wirtschaftssanktionen gegen US‐Konzerne angekündigt. Hintergrund ist ein 2,2 Milliarden Dollar schwerer Waffendeal zwischen den USA und Taiwan.

Kampfpanzer und Raketen

Die Vereinigten Staaten werden laut Medienberichten insgesamt 108 Kampfpanzer, 250 Stinger‐Raketen, Maschinengewehre sowie Ausrüstung an den Inselstaat Taiwan liefern. Doch damit ziehen die USA den Ärger Chinas auf sich. Immerhin sieht Peking den Inselstaat weiterhin als abtrünnige Provinz, die wieder eingegliedert werden soll.

Die chinesische Regierung spricht deshalb von einer „ernsten Verletzung” der Vereinbarung mit den USA. „Um die nationalen Interessen zu schützen, wird China Sanktionen gegen die US‐Firmen verhängen, die in die Waffenverkäufe mit Taiwan verwickelt sind”, erklärte laut Tagesschau-Bericht ein Sprecher des chinesischen Außenministerium.

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Wirtschaft

Kurzstreckenflüge für Flughafenchef nicht schädlicher als Autofahren

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild: Wo st 01 via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0 DE] (Bild zugeschnitten)

Der Geschäftsführer des Nürnberger Flughafens, Michael Hupe, stellt die Umweltschädlichkeit von Kurzstreckenflügen infrage.

Nürnberg. – Wie die Welt am Dienstag berichtet, widerspricht Hupe der geläufigen Ansicht, wonach Flugreisen als besonders klimaschädlich gelten. Weiters macht er sich dafür stark, anstelle von Verboten in Richtung umweltfreundlicher Treibstoffe zu denken.

Schadstoffbilanz „wenn, dann Zugunsten des Flugzeugs”

Hupe rechnet dabei vor, dass es sich bei Flugreisenden oft um Alleinreisende – insbesondere Geschäftsleute – handle. Selbst bei der besonders kurzen innerbayerischen Relation von Nürnberg nach München würde dies also bedeuten, dass 80 Passagieren mit etwa 75 Automobilen unterwegs wären.

Angesichts eines Sprichverbrauchs, der sich bei einem derart besetzten Flugzeug im Moment bei etwa 3,5 Litern pro 100 Kilometern befinde, gäbe es kaum Unterschiede zum Auto. Wenn überhaupt, so Hupe, ginge der Vergleich zugunsten des Flugzeugs aus. Damit reagierte Hupe auf Vorschläge etwa von EU‐Kommissar Frank Timmermans, Flüge unterhalb 1.500 Kilometer Distanz zu verbieten.

Verbot für Kurzstreckenflüge „absolut abwegig”

Ein derartiges Verbot hält Hupe aber insgesamt für „absolut abwegig”. Solche Verbindungen würden oftmals über Landesgrenzen hinausgehen. Ein derart „fragmentiertes” Bahnnetz mit wahrscheinlichem Umsteigezwang wäre seiner Meinung nach für Kunden nicht attraktiv. Diese würden dann nämlich eher auf der Straße reisen.

Auch einer CO2‐Steuer kann der Nürnberger Flughafenchef wenig abgewinnen. Gerade wenn diese als nationale Maßnahme käme, würde dies lediglich zu Ausweichbewegungen führen. Bereits derzeit würden Menschen aufgrund günstiger Preise deshalb bei Transatlantikflügen eher den Umweg über Amsterdam anstatt die kürzere Strecke über Frankfurt/Main nehmen.

Plädoyer für neue Technologien im Flugverkehr

Nach Ansicht von Hupe geht eine ökologische Wende im Flugreiseverkehr vor allem über die Erprobung neuer Technologien: „Ich halte zum Beispiel kohlenwasserstoffbasierte Antriebe für durchaus zukunftsfähig.” Das sogenannte ‚grüne Kerosin’ befinde sich allerdings noch in der Forschungsphase.

Die Herstellung verläuft dort wie folgt: Durch Strom entsteht dabei aus Wasser und Kohlenstoffdioxid flüssiger Kohlenwasserstoff, welches dann das Flugzeug antreiben kann. Reine Elektromotoren hingegen hält Hupe nur für sehr kurze Strecken tauglich. Bereits bei Mittelstreckenflugzeugen würden die notwendigen Batterien das Eigengewicht des Fliegers zu stark erhöhen.

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Meinung

Recherche Dresden: 7 Thesen für eine konservativ‐ökologische Wende

Redaktion

Veröffentlicht

am

von

ASDF Symbolbild (CC0)

Heimatschutz bedeutet auch Umweltschutz. Das wussten große konservative Denker, beispielsweise aus der Lebensreformbewegung, lange bevor es die Grünen gab. Kritik an der modernen Technik‐, Fortschritts‐ und Wachstumshybris, die die Natur zerstört, ist Kernstück konservativen Denkens seit 200 Jahren. Die Wurzeln der Ökologie liegen rechts.

Ein Beitrag von Recherche Dresden

Die patriotische Opposition muss sich daher beim Thema Umweltpolitik nicht verstecken. Im Gegenteil: Die Abkehr von Fortschrittsideologien und der Kampf gegen Überbevölkerung ermöglichen eine tiefgreifende Regeneration der Natur – und des Menschen. Anders als kontraproduktive grüne Fahrverbotszonen oder landschaftszerstörende Windräder geht eine konservative Ökologie an die Ursachen der Krise.

Recherche D wird im November (Heft 7) einen Schwerpunkt zum Komplex »Ökonomie & Ökologie« setzen. Vorab stellen wir sieben Thesen für eine konservativ‐ökologische Wende zur Diskussion:

1. »Die Überbevölkerung ist die Mutter aller Umweltprobleme.«

Die Weltbevölkerung steuert im 22. Jahrhundert auf zwölf Milliarden Menschen zu. Gegen den gigantischen Anstieg der Energienachfrage sind daher die erneuerbaren Energien nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Hunderte Millionen neuer Fleischesser, Hygieneartikelnutzer, Autofahrer und Smartphonebesitzer wird das Ökosystem kaum verkraften können. Die Weltbevölkerung muss folglich auf einem niedrigeren Niveau stabilisiert werden – andernfalls droht ein irreversibler Öko‐Kollaps.

2. »Atomenergie mit innovativer Endlagerung ist eine Zukunftsoption.«

 Atomkraftwerke emittieren keine Schadstoffe. Sie liefern unabhängig von Wind und Wetter saubere Energie – eine Grundbedingung für jeden IT– und Industriestandort. Auch die Endlagerung von radioaktiven Stoffen macht Fortschritte. Zahlreiche Länder forschen an der sogenannten Transmutationstechnik, die die radioaktive Halbwertszeit von Abfällen signifikant verkürzt. Deutschland sollte diese neuen Potentiale ausmessen, satt voreilig das Handtuch zu werfen.

3. »Wir müssen das Wachstumsparadigma hinter uns lassen.«

Die Einrichtung von Wirtschaft, Gesellschaft und Staat unter der Prämisse des unendlichen Wachstums ist ein schwerwiegender Konstruktionsfehler. Das permanente Wettrennen mit uns selbst ist ein Irrweg. Die Ressourcen und die Regenerationskapazitäten der Erde sind begrenzt: Wir leben über unsere Verhältnisse. Das ist nichts Neues, muss aber endlich ins Bewusstsein gelangen. Entschleunigung, Mäßigung und Konsolidierung stehen für einen konservativen Mentalitätswandel.

4. »Die Billigkonsum‐ und Überflussgesellschaft ist nicht zukunftsfähig.«

Aufreißen, Ausschlürfen, Wegwerfen; und die Amazon‐Bestellung geht wieder retour: Wir leben im Überfluss. Deutsche produzieren mittlerweile über 240 Kilogramm Müll pro Jahr. Absurde Konsummöglichkeiten machen nicht glücklich, sondern heben nur den Sockel der Erwartungen – und der Abhängigkeiten. In den Ozeanen kreisen die Müllstrudel und im Inneren des Menschen die Leere, nachdem sich der Rausch des Konsums verflüchtigt hat. Für den Konservativen ist der Mensch stets mehr als nur ein »Verbraucher«: Das billige Lüstchen verfängt nicht, wo der Lebensantrieb aus immateriellen Quellen schöpft.

5. »Wir brauchen eine Stärkung regionaler Wirtschaftsstrukturen.«

Um ein paar Cent zu sparen, werden Kartoffeln aus Spanien oder Milch aus Lettland angekarrt. Das ist nicht nur überflüssig, denn unsere heimische Wirtschaft produziert diese Waren, sondern vor allem umweltschädlich. Regionalwährungen, wie z.B. der »Chiemgauer« in den Bayrischen Landkreisen Rosenheim und Traunstein, können regionale Wirtschaftskreisläufe stärken. Der Kauf regionaler Produkte ist ein patriotischer Akt.

6. »Weniger Mobilität schützt die Umwelt.«

Globalisten fordern häufig mehr Mobilität für noch mehr Menschen. Aber das ist ökonomisch unsinnig und ökologisch verhängnisvoll. Im Zeitalter der Digitalisierung kommt es auf »kurze Wege« an. Lange Pendelstrecken sind ineffizient, kosten Zeit, Geld und Energie. Die permanente Flexibilisierung und Mobilisierung von Menschen geht vor allem zu Lasten der Umwelt. Etwa 40 Millionen Passagierflüge umschwirren jährlich den Erdball – Tendenz steigend. Schon für 19 Euro geht es an die türkische Riviera. Hier braucht es eine Kehrtwende. Denn: Lässt sich der Ort wie eine Postkartenkulisse beliebig wechseln, geht das Verantwortungsgefühl verloren. Niemand ist mehr verpflichtet, weil alle immer ausweichen können. Totale Mobilität schadet daher nicht nur der Umwelt. Die Entortung und der Verlust der Heimat schaden letztlich dem Menschen.

7. »Sichere Grenzen sind die beste Umweltpolitik.«

Laut der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung wächst Afrika wöchentlich um 1,2 Millionen Menschen. Was die Bundesrepublik seit Herbst 2015 an Migranten aufgenommen hat, ist dort innerhalb von zehn Tagen nachgeboren. Solange Afrika seinen Menschenüberschuss nach außen ableiten kann, ist ein Ende der Bevölkerungsexplosion nicht zu erwarten. Versiegen die Migrationsrouten – insbesondere nach Europa – werden die afrikanischen Staaten über kurz oder lang zur Anpassung gezwungen. Zudem würde die weitere Auffüllung von ohnehin dicht besiedelten europäischen Gebieten gestoppt, in denen der „ökologische Fußabdruck“ (Rolf Peter Sieferle) eines Menschen ungleich höher ist als in Afrika.

Anmerkung der TS‐Redaktion: Der Beitrag wurde ursprünglich auf dem Online‐Blog von Recherche Dresden veröffentlicht.

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