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Familiennachzug: Monatliche Grenze wurde überschritten

Symbolbild: Pixabay [CC0]

Aktuellen Zahlen zufolge liegt die Anzahl der vergebenen Visa an Familienangehörige von Migranten mit eingeschränktem Schutzstatus über dem gesetzten Limit.

Berlin. – Nachdem der Familiennachzug für Personen mit subsidiärem Schutz von März 2016 bis August 2018 ausgesetzt worden war, steigen die Zahlen nach der Wiedereinführung stark an.  Die aktuell durch das Bundesinnenministerium bekanntgegebenen Zahlen liegen deutlich über dem von der Regierung beschlossenen Limit von monatlich 1000 zu vergebenen Visa.

Visa überschreiten monatliche Grenze

Wie zuerst die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtete, steigt die Anzahl der ausgestellten Dokumente seit Dezember 2018 stetig an, das von SPD und CDU/CSU beschlossene Kontingent von insgesamt 5000 für die ersten fünf Monate seit der Einführung wurde jedoch unterschritten.

Während es in genanntem Monat noch 1050 Ausstellungen gab, wurden im Januar 2019 bereits 1096 Anträge bewilligt. Der Stand für den 18. Februar beträgt aktuell 701. 

Linke-Jelpke will generelles Recht auf Familiennachzug

Wie eine Anfrage der innenpolitischen Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, ergeben hat, sind bis Mitte Februar 2019 insgesamt rund 36.000 Bewerbungsanfragen in deutschen Botschaften eingegangen. 

Jelpke fordert die Abschaffung des vereinbarten Maximums an Visa‐Ausstellungen sowie die Übertragung des Restkontingents von 2018 auf das aktuelle Jahr. Sämtliche Beschränkungen müssten sofort ausgesetzt werden und der Familiennachzug müsse wieder uneingeschränkt durchgeführt werden, so die Abgeordnete.

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