Technik Wirtschaft

Künftig reiner Onlineverkauf: US‐Autobauer Tesla schließt seine Geschäfte

Symbolbild (Tesla Model 3): Carlquinn via Wikimedia Commons [CC BY-SA 4.0] (Bild zugeschnitten)

Wie Firmengründer Elon Musk mitteilte, will das Unternehmen seine Elektroautos künftig nur mehr über das Internet verkaufen.

Palo Alto. – Der ungewöhnliche Schritt soll auch die Preisgestaltung positiv beeinflussen, die Gefährte damit künftig bis zu sechs Prozent billiger werden. Dabei sollen die allermeisten der bisherigen Verkaufsstellen schließen. Einige an belebten Orten sollen allerdings zu Ausstellungs‐ und Informationszwecken umfunktioniert werden. Für Musk ist das Ende des Offline‐Verkaufs eine „harte […] aber richtige Entscheidung für die Zukunft.”

Zahlreiche Arbeitsplätze in Gefahr

Verbunden ist das geänderte Konzept jedenfalls mit der Einsparung von Arbeitsplätzen. Erst vor wenigen Wochen kündigte das Unternehmen an, insgesamt 3.000 Jobs – oder insgesamt sieben Prozent – streichen zu wollen, diese Zahl dürfte sich nun wohl erhöhen. Bereits im Sommer des Vorjahres mussten neun Prozent der damaligen Mitarbeiter (also über 4.000) gehen.

Dennoch erhofft man sich eine Verbilligung seines aktuellen Modells auf etwa 37.000 Dollar (32.500 Euro) und damit verbundenen gesteigerte Absatzzahlen. Anstelle der bisherigen Probefahrten bei den Verkaufspartnern sollen die Möglichkeiten zur Rückgabe innerhalb der ersten Woche verbessert werden.

Tesla kämpft aktuell mit Verlusten

Der Elektroauto‐Pionier Tesla kämpft derzeit mit Verlusten, erst für das zweite Quartal 2019 rechnet dessen Chef Musk wieder mit schwarzen Zahlen. Zudem wird am heutigen Freitag eine Wandelanleihe von 920 Mio. Dollar fällig – bei letztjährigen Reserven von 3,7 Mio. eine erkleckliche Summe.

Produktionsmängel und Ärger mit Börsenaufsicht

Darüber hinaus befindet sich Musk im neuerlichen Zwist mit der US‐Börsenaufsicht, weil er ohne Genehmigung über geplante diesjährige Produktionszahlen twitterte. Tesla, dessen aktuelles Produkt Model 3 derzeit etwa 43.000 Dollar (knapp 38.000 Euro) kostet, möchte im Jahr 2019 bis zu 500.000 Autos herstellen.

Zuletzt sorgte dieses allerdings durch das Bekanntwerden mehrere schwerwiegender Produktionsmängel für negative Schlagzeilen. Das einflussreiche US‐amerikanische Verbrauchermagazin Consumer Reports zog darauf hin seine ursprüngliche Kaufempfehlung für das Produkt zurück. Daraufhin brach die Aktie des Unternehmens um zwei Prozent ein.

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