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Gesellschaft

Fasching: Hamburger Kita verbietet „diskriminierende“ Kostüme

Joshua Hahn

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am

Symbolbild: Pixabay [CC0]

Um angeblicher Diskriminierung entgegenzutreten, hat eine Hamburger Kita Kostüme verboten, welche vermeintliche offensichtliche Stereotype bedienen. 

Hamburg. – Wie die Hamburger Morgenpost am Dienstag berichtete, wandte sich die Einrichtung in einem Brief mit der Bitte an die Eltern der Kinder, auf eine „kultursensible“ Verkleidung zu achten. Die Debatte ist nicht neu: Erst vor kurzem geriet eine Kölner Professorin mit der Warnung vor „rassistischen Verkleidungen“ in die Schlagzeilen – Die Tagesstimme berichtete.

Verbot von Indianer-Kostümen

Besonders kritisch sehen die Betreiber der Kita Eulenstraße die beliebte Indianer-Verkleidung. Diese sei gerade deswegen abzulehnen, da es den Indianer als solchen nie gegeben habe. In dem Schreiben an die Eltern wird auf einen „Fachartikel“ von „Kids aktuell“ verwiesen.

In diesem heißt es wörtlich: „Der Begriff [Indianer, Anm. d. Verf.] wurde im Zuge der Kolonialisierung Nord- und Südamerikas der damaligen Bevölkerung aufgezwungen und steht somit im Zusammenhang mit der brutalen Vernichtung großer Teile dieser Personengruppe.“

Das „Kids aktuell“ ist ein Infobrief, welcher sich besonders an die Eltern junger Kinder richtet. Laut Eigenangaben wird darin der „gelebte Alltag diskriminierungssensibel beleuchtet.“

Kostüme sollen auch geschlechtersensibel sein

Neben den genannten Verkleidungen fordern die Kita-Betreiber außerdem ein Umdenken im Bezug auf die geschlechtsspezifische Kostümauswahl. So wird in besagtem Brief unter anderem vorgeschlagen, die Kostümierung zu „Piratinnen“ und Mehrjungmännern“ zu fördern. Außerdem empfahl man, Kinder als Fabelwesen oder Tiere zu verkleiden – jedenfalls aber mit einer “diskriminierungssensiblen Alternative”.

Weitere Kita in Hamburg betroffen

Dabei handelt es sich in der norddeutschen Metropole allerdings keineswegs um einen Einzelfall. Auch eine zweiter Kindertagesstätte entschied sich der MoPo zufolge für diesen Weg. Es handelt sich wie bei der Kita Eulenstraße mutmaßlich um eine weitere Einrichtung der Elbkinder, mit 185 Stellen größten Kita-Trägerin in der Hansestadt.

Die Sprecherin des Zusammenschlusses, Katrin Geyer, betonte gegenüber der Morgenpost, dass man generell von allen seinen Einrichtung einen sensiblen Umgang mit Minderheiten und Vorurteilen diesen gegenüber fordert. Besonders Verkleidungen mit negativem Bezug auf eine Ethnie könnten auf Eltern verletzend wirken. Aus diesem Grund wurde unter anderem auch ein Scheich-Kostüm ausdrücklich verboten.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Klasube

    6. März 2019 at 14:57

    So langsam kommt mir die Galle hoch, wenn ich diesen Schwachsinn höre.
    Was für ein verschrobenes Weltbild hat eine Frau Bechhaus‐Gerst und eine Frau Geyer?
    Kann man diesen Wichtigtuern und Gesinnungsterroristen nicht mal den Mund verbieten… ?

  2. Avatar

    Rainer Seifert

    7. März 2019 at 21:45

    Ja , gab es denn seinerzeit bei Piratinnen und Piraten etwa überhaupt keine Frauenquote? In mancherlei Filmen ist doch wenigstens eine hübsche Piratenbraut für den Piratenkäptn mit an Bord.

    Die Indianerinnen (ehrlich, ich weiß nicht genau wie man squaw schreibt) hielten sich ja nun eher im Verborgenen und rannten erst nach Rückkehr ihrer mehr oder minder siegreichen Krieger diesen zusammen mit der Kinderschar entgegen.

    Natürlich war die Behandlung der Eingeborenen in Nord- Mittel- und Südamerika damals ein Völkermord, ähnlich dem an den Aborigis in Australien oder den Schwarzen im Belgisch Kongo – und nicht nur dort. Offenbar gibt es in den daran schuldigen Ländern aber keinen Selbstzerstörungswahn und keine saudummen “mieses Stück Scheiße” Schreier.

    Und was sagt heute die Piratenpartei zum Geschehen? Dürfen die sich überhaupt noch so nennen? Es müsste doch wenigstens Piratinnen- und Piratenpartei heißen. aber klar, die rangieren ja nun sowieso unter ferner liefen. Übrigens durch eigene Schuld. Ich Depp hab denen vor Jahren doch tatsächlich mal 5€ per handy Guthaben geschenkt und dafür einen Spruch von Ernst Reuter erhalten.

    Ich bin ganz sicher, über die heutigen Irrinnen und Irren würde er nur die Hände überm Kopf zusammenschlagen und heilfroh sein, solchen Wahnsinn nicht mehr miterleben zu müssen. .

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Gesellschaft

Berlin: Linksextreme greifen Polizisten an

Joshua Hahn

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am

ASDF Symbolbild (Besetztes Haus in der Rigaer Straße): Pixabay [CC0]

In der Nacht zum Samstag ist es übereinstimmenden Medienberichten zufolge zu Angriffen durch Linksextreme auf die Polizei gekommen. Die Szenen spielten sich in der Rigaer Straße ab.

Berlin. – Die Rigaer Straße ist bekannt für zahlreiche von Linken besetzte Gebäude. Bereits des Öfteren kam es dort zu Angriffen auf die Polizei.

Brennende Mülltonnen und fliegende Steine – Keine Festnahmen

Wie unter anderem die „Welt“ berichtet, erklärte eine Polizeisprecherin, dass in der Nacht auf Samstag Beamte mit Farbbeuteln und Steinen beworfen wurden. Die Polizei traf gegen 21.00 Uhr am Ort des Geschehens ein, nachdem eine unangekündigte Kundgebung mit circa 70 Beteiligten abgehalten wurde.

Nach dem Eintreffen der Polizei wurden offenbar Mülltonnen auf die Straße geschoben und entzündet. Trotz des gezielten Angriffs auf Polizeibeamte gab es keine Festnahmen. Verletzte gab es laut einer Stellungnahme der Polizei nicht.

Ein Sprecher erklärte allerdings, dass das Ereignis folgen haben müsse, bevor Schlimmeres eintrete.

„Menschenverachtend“

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bezeichnete die Ausschreitungen gegenüber den Beamten als „menschenverachtend“, wie „rbb24“ berichtet. Bei den Übergriffen handele es sich um „nichts anderes als menschenverachtende Gewalt“, auf welche man schnellst möglich reagieren müsse, „und zwar, bevor ein Mensch dort sein Leben lässt“. Bei den Angriffen wurden gezielt Steine von umliegenden Balkonen geworfen. 

Auf Twitter schrieb die GdP, dass sie ein Umdenken der verantwortlichen Politiker erwarte: „Berlins verantwortliche Politiker müssen diesem Wahnsinn endlich ein Ende machen.“

Immer wieder kam es in der Vergangenheit in dem von Linksautonomen geprägten Bezirk zu Ausschreitungen.

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Gesellschaft

“Lange Nacht der Kirchen” in ganz Österreich

Monika Šimić

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ASDF Bild: Das Programmheft zur "Langen Nacht der Kirchen" 2019 / Bild: Die Tagesstimme

In Wien stand die “Lange Nacht der Kirchen” etwa erneut im Zeichen der verfolgten Christen weltweit.

Wien/Graz. Am Freitag haben rund 360.000 Menschen an der 15. “Langen Nacht der Kirchen” teilgenommen. Das teilten die Organisatoren am Abend laut Kathpress mit. Zwischen Boden- und Neusiedlersee hielten rund 800 Kirchen, Klöster und Pfarrzentren teils bis in die späten Nachtstunden hinein offen. Dabei konnten die Besucher ihr Programm ganz individuell und frei gestalten und aus einem Programm-Mix aus Musik, Gebet, Film, Kirchenführungen und Ausstellungen sowie Lesungen und Diskussionen wählen.

Rund 3.000 Einzelveranstaltungen

Alle 16 im Ökumenischen Rat vertretenen christlichen Kirchen in Österreich beteiligten sich an der “Langen Nacht der Kirchen”. Ein gemeinsames Glockengeläut der teilnehmenden Gotteshäuser läutete die insgesamt rund 3.000 Einzelveranstaltungen der Kirchennacht ein. Allein in Wien begaben sich geschätzte 155.000 Besucher auf die Entdeckungsreise durch die 190 teilnehmenden Kirchen, wobei der Wiener Stephansdom am Freitagabend eine der großen Attraktionen war.

Die zahlreichen Konzerte und die in vielen Pfarren angebotenen Kirchturmbesteigungen und Führungen zu für Kirchenbesucher normalerweise nicht zugänglichen Orten wie Sakristeien und Krypten lockten besonders viele Besucher an.

In Graz öffneten über 100 Kirchen, Klöster und andere Einrichtungen ihre Tore. Im Priesterseminar der Diözese Graz-Seckau konnte man etwa bereits ab 18 Uhr das Entstehen eines Lichterlabyrinths beobachten. Später konnte man auch einen Blick in das Domchorstudio, den Probenraum der Grazer Dommusik, werfen, um einen Informationen über die aktuellen Vorhaben zu erhalten.

Lichterlabyrinth im Innenhof des Grazer Priesterseminars

Schweigemarsch für verfolgte Christen

In Wien stand die “Lange Nacht der Kirchen” auch 2019 wieder im Zeichen der verfolgten Christen weltweit. So führte etwa ein Schweigemarsch für die Opfer religiöser Gewalt und Verfolgung durch die Innenstadt.

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Gesellschaft

Ibiza-Video: Anwalt gesteht Mitwirkung

Monika Šimić

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ASDF Bild: Screenshot Facebook / HC Strache in seiner persönlichen Erklärung (Bild zugeschnitten)

An strafbaren Handlungen habe er sich aber nicht beteiligt, wie es in einer Stellungnahme seines Anwalts Richard Soyer heißt.

Wien. Laut Ö1 hat ein Wiener Anwalt seine Mitwirkung an dem “Ibiza-Video” mit Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus eingeräumt. “Es handelte sich um ein zivilgesellschaftlich motiviertes Projekt, bei dem investigativ-journalistische Wege beschritten wurden”, hieß es dazu in einer Stellungnahme.

“Verdeckter Kameraeinsatz” zulässig

“Aufgrund der Reaktionen der betroffenen Politiker entfaltete sich in der Folge eine Eigendynamik“, ist in der Stellungnahme, die dem Ö1 übermittelt wurde, zu lesen. Für den Wiener Anwalt seien aber nur “demokratiepolitische und rechtliche Überlegungen” relevant. Er habe sich nicht an strafbaren Handlungen beteiligt. Ein „verdeckter Kameraeinsatz“ sei „zur Aufdeckung von Missständen zulässig und durch die Meinungsfreiheit geschützt“. Aufgrund der anwaltlichen Verschwiegenheit wollte Richard Soyer, Anwalt des Wiener Anwalts, keine weiteren Auskünfte geben. Er erklärte, dass sein Mandant “jedenfalls kein strafbares Verhalten gesetzt” noch “an einem solchen mitgewirkt“ hat.

Kickl kritisiert Ermittlungsarbeit rund um Ibiza-Video

Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) kritisiert die Ermittlungsarbeit der Justiz zum “Ibiza-Video” scharf. “Ist euch eigentlich schon aufgefallen, wie verdächtig ruhig es in Österreich bei den Ermittlungsbehörden ist, wenn es darum geht, die Hintergründe dieses Videos aufzuklären“, fragte Kickl seine FPÖ-Anhänger beim Wahlkampffinish auf dem Wiener Viktor-Adler-Markt. “Warum schlafen alle, wenn es darum geht zu erforschen, wer das Video in Auftrag gegeben hat und wer es finanziert hat”, so Kickl. Das Video bezeichnete er als “Wahlbeeinflussung aus dem Ausland”. Kickl spekulierte über die Hintergründe des Videos. Es käme “von politischen Kräften, die es mit der Freiheitlichen Partei nicht gut meinen”.

Strache erstattet Anzeige gegen drei Personen

Indes erstattete Heinz-Christian Strache bei der Staatsanwaltschaft Wien Anzeige gegen drei Personen. In einer Video-Botschaft auf Facebook bezeichnete er diese nicht namentlich genannten Personen als “mögliche Mittäter” bei der Erstellung des Materials. Auf welche Straftaten sich die Anzeigen beziehen, erwähnte Strache aber nicht. “Alles Weitere zu klären obliegt nun den Ermittlungsbehörden”. Auch hält er “die mögliche Mitwirkung weiterer Personen” für wahrscheinlich. Der zurückgetretene FPÖ-Chef macht die “Veröffentlichung der Bruchstücke eines rechtswidrig und geheim erstellten Videomitschnitts” für den “maximal denkbaren Schaden” verantwortlich, wobei auch er “eine gewisse Mitschuld” trage, so Strache. Denn er war es, der in die Falle getappt und damit “Akteur einer inszenierten Gesprächssituation” wurde.

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