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Neurechter Vordenker Guillaume Faye verstorben

Symbolbild Hintergrund: CC0 / Bild Guillaume Faye: Claude Truong-Ngoc / Wikimedia Commons - cc-by-sa-3.0 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons / Collage: Die Tagesstimme

Der Journalist, Autor und Vordenker der französischen Neuen Rechten, Guillaume Faye, verstarb in der Nacht auf Donnerstag im Alter von 69 Jahren.

Der einflussreiche Denker gehörte über lange Jahre zum von Alain de Benoist 1969 gegründeten Groupement de Recherche et d’Études pour la Civilisation Européenne (GRECE) – überwarf sich später aber mit diesem. Faye verstarb heute Nacht 69‐jährig an den Folgen eines langwierigen Krebsleidens.

In seiner Funktion innerhalb der Denkfabrik publizierte der Querdenker, der zeitweise auch für die konservative Zeitung Le Figaro schrieb, mehrere Bücher. Zu den bekanntesten Schriften zählt Warum wir kämpfen, mit der er ein „Manifest des europäischen Widerstandes” vorlegen wollte.

Begründer des Archäofuturismus

In La Colonisation de l’Europe beschäftigte Faye sich tiefgehend mit der Veränderung der demographischen Verhältnisse in Europa zugunsten muslimischer Einwanderung. In jüngerer Vergangenheit fiel er unter anderem mit einer Publikation zum von ihm selbst entwickelten Konzept des Archäofuturismus, einer Art pan‐europäischer Traditionalismus mit einwanderungskritischem Konsens, auf.

Auch sein letztes Traktat Comprendre l’islam (2015) sorgte international für Aufsehen. Der 1949 im Westen Frankreichs geborene Faye, der über einen Doktortitel der renommierten Pariser Sciences‐Po verfügte, fungierte über Jahrzehnte als Ideengeber neurechter Bewegungen und gilt als Erfinder der Politisierung Begriffs einer patriotischen „Reconquista”.

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