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Gesellschaft

Baden-Württemberg: Nächster Anschlag auf Haus von AfD-Politikerin

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Wieder einmal kam es zu einem nächtlichen Angriff auf den Wohnsitz einer AfD-Politikerin. Bilder: Malte Kaufmann (AfD) via Twitter.

In einer Kleinstadt nahe Heilbronn setzte sich die beispiellose Serie von mutmaßlich linksextremen Angriffen auf Politiker der patriotischen Alternative für Deutschland (AfD) und deren Eigentum fort.

Beilstein. – In der Nacht auf Montag griffen bislang unbekannte Täter das Haus und Auto der baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Carola Wolle (AfD) an. Erste Spuren scheinen ins linksextreme Milieu zu führen, es gibt ein Bekennerschreiben auf Indymedia, dessen Authentizität allerdings bislang noch keine Bestätigung erfuhr.

AfD-Kaufmann spricht von “feigem Anschlag”

Der Sprecher des AfD-Kreisverbandes Heidelberg, Malte Kaufmann, thematisierte über den jüngsten Angriff auf Twitter. Dabei zeigte er auch das Ausmaß der Beschädigung. Die Bilder zeichnen einen Farbanschlag mutmaßlich mittels Lackfarbe auf Wolles Privatwagen und eine Anti-AfD-Parole mittels Farbspray heraus.

Kaufmann beklagte auf der Kurznachrichten-Plattformden “feigen Anschlag” und äußerte seine Freude über den ausbleibenden Personenschaden. Weiters stellte er mahnend in den Raum, dass sich wohl “Faschismus […] heute Antifaschismus” nenne.

Parteibuch “Grund genug, Besuch zu bekommen”

Dass es sich dabei um ein ausgewiesen politisches Motiv handeln dürfte, legt auch das angebliche Bekennerschreiben auf dem einschlägigen Portal Indymedia nahe. Zwar sei die Mitgliedschaft in der patriotischen Partei demnach bereits “Grund genug, Besuch zu bekommen”.

Insbesondere zielte der Angriff aber wohl auf frühere Aussagen der Politikerin ab. In der Begründung nennen die mutmaßlichen Täter dabei insbesondere ihre Unterstützung für das “Frauenbündnis Kandel” sowie eine abtreibungskritische Rede.

Frauentag-Landtagsrede als besonderer Auslöser

Besonderer Zorn dürfte allerdings auf einer Landtagsrede am 8. März 2018 gründen, in der sich Wolle gegen Genitalverstümmelung und Ehrenmorde anprangerte. Die “Instrumentalisierung” von Feminismus und des “Frauenkampftags” für “rassistische Hetze” sei nach Ansicht der Täter “schlicht zum Kotzen”. Gewalt an Frauen gäbe es auch in Deutschland, deren Klassifikation als “importiertes Problem” sei “falsch und zu einfach”.

Auch stellten die Täter eine vermeintliche Privilegierung der Politikerin heraus. Als “Unternehmerin und Vertreterin des Systems” fördere Wolle eine “doppelte Ausbeutung” von Frauen. Der Kampf gegen diese “kapitalistische und partriarchale Unterdrückung” sei “notwendiger denn je”. Wenn man “Sexistin und Rassistin” sei, bekäme man Probleme.

Mangelnde Treffsicherheit der Vorwürfe

Kurios an dieser Darstellung ist freilich, dass es sich bei Wolle um eine AfD-Politikerin mit besonders differenzierten Sichtweise handelt. Gegenüber dem Schwarzwälder Boten distanzierte sie sich in der Vergangenheit etwa scharf vom rechten Rand. Das Problem mit der Masseneinwanderung sei vor allem, dass bei manchen Einwanderern Frauen weniger zählen würden. Gleichzeitig könne an eine fehlende Integrierbarkeit von Zuwanderern “nicht pauschalisieren”.

Beispiellose Gewaltserie gegen AfD

Immer wieder kommt es im gesamten Bundesgebiet zu folgenschweren Angriffen auf Einrichtungen, Veranstaltungen und Politiker der größten Oppositionspartei im Bundestag – teilweise in zeitlicher Häufung. Ihren Höhepunkt erreichten diese Vorfälle im Jänner mit dem brutalen Angriff auf den Bremer AfD-Chef Frank Magnitz – Die Tagesstimme berichtete ausführlich. .

Wenige Tage zuvor hatte sich bereits ein Bombenangriff auf ein AfD-Büro im sächsischen Döbeln ereignet. In Leipzig kam es mehrfach aufgrund von AfD-Veranstaltungen zum Angriff auf Gasthöfe. Farbanschläge auf die Wohnhäuser von Abgeordneten der Partei gab es 2018 unter anderem nahe Lüneburg, in Speyer sowie im Raum Göppingen.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Peter Hofmüller

    11. März 2019 at 16:39

    Der rote Mob wieder “in Laune”!

  2. Avatar

    Michael

    11. März 2019 at 20:21

    Das BRD-Pressegesindel schweigt sich aus und berichtet verhalten – eine vollkommen gewaltlose Protestaktion der Identitären aber wird als schwerste Straftat dargestellt – wie neulich in Berlin.

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Gesellschaft

Berlin: Linksextreme greifen Polizisten an

Joshua Hahn

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am

ASDF Symbolbild (Besetztes Haus in der Rigaer Straße): Pixabay [CC0]

In der Nacht zum Samstag ist es übereinstimmenden Medienberichten zufolge zu Angriffen durch Linksextreme auf die Polizei gekommen. Die Szenen spielten sich in der Rigaer Straße ab.

Berlin. – Die Rigaer Straße ist bekannt für zahlreiche von Linken besetzte Gebäude. Bereits des Öfteren kam es dort zu Angriffen auf die Polizei.

Brennende Mülltonnen und fliegende Steine – Keine Festnahmen

Wie unter anderem die „Welt“ berichtet, erklärte eine Polizeisprecherin, dass in der Nacht auf Samstag Beamte mit Farbbeuteln und Steinen beworfen wurden. Die Polizei traf gegen 21.00 Uhr am Ort des Geschehens ein, nachdem eine unangekündigte Kundgebung mit circa 70 Beteiligten abgehalten wurde.

Nach dem Eintreffen der Polizei wurden offenbar Mülltonnen auf die Straße geschoben und entzündet. Trotz des gezielten Angriffs auf Polizeibeamte gab es keine Festnahmen. Verletzte gab es laut einer Stellungnahme der Polizei nicht.

Ein Sprecher erklärte allerdings, dass das Ereignis folgen haben müsse, bevor Schlimmeres eintrete.

„Menschenverachtend“

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bezeichnete die Ausschreitungen gegenüber den Beamten als „menschenverachtend“, wie „rbb24“ berichtet. Bei den Übergriffen handele es sich um „nichts anderes als menschenverachtende Gewalt“, auf welche man schnellst möglich reagieren müsse, „und zwar, bevor ein Mensch dort sein Leben lässt“. Bei den Angriffen wurden gezielt Steine von umliegenden Balkonen geworfen. 

Auf Twitter schrieb die GdP, dass sie ein Umdenken der verantwortlichen Politiker erwarte: „Berlins verantwortliche Politiker müssen diesem Wahnsinn endlich ein Ende machen.“

Immer wieder kam es in der Vergangenheit in dem von Linksautonomen geprägten Bezirk zu Ausschreitungen.

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Gesellschaft

“Lange Nacht der Kirchen” in ganz Österreich

Monika Šimić

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am

ASDF Bild: Das Programmheft zur "Langen Nacht der Kirchen" 2019 / Bild: Die Tagesstimme

In Wien stand die “Lange Nacht der Kirchen” etwa erneut im Zeichen der verfolgten Christen weltweit.

Wien/Graz. Am Freitag haben rund 360.000 Menschen an der 15. “Langen Nacht der Kirchen” teilgenommen. Das teilten die Organisatoren am Abend laut Kathpress mit. Zwischen Boden- und Neusiedlersee hielten rund 800 Kirchen, Klöster und Pfarrzentren teils bis in die späten Nachtstunden hinein offen. Dabei konnten die Besucher ihr Programm ganz individuell und frei gestalten und aus einem Programm-Mix aus Musik, Gebet, Film, Kirchenführungen und Ausstellungen sowie Lesungen und Diskussionen wählen.

Rund 3.000 Einzelveranstaltungen

Alle 16 im Ökumenischen Rat vertretenen christlichen Kirchen in Österreich beteiligten sich an der “Langen Nacht der Kirchen”. Ein gemeinsames Glockengeläut der teilnehmenden Gotteshäuser läutete die insgesamt rund 3.000 Einzelveranstaltungen der Kirchennacht ein. Allein in Wien begaben sich geschätzte 155.000 Besucher auf die Entdeckungsreise durch die 190 teilnehmenden Kirchen, wobei der Wiener Stephansdom am Freitagabend eine der großen Attraktionen war.

Die zahlreichen Konzerte und die in vielen Pfarren angebotenen Kirchturmbesteigungen und Führungen zu für Kirchenbesucher normalerweise nicht zugänglichen Orten wie Sakristeien und Krypten lockten besonders viele Besucher an.

In Graz öffneten über 100 Kirchen, Klöster und andere Einrichtungen ihre Tore. Im Priesterseminar der Diözese Graz-Seckau konnte man etwa bereits ab 18 Uhr das Entstehen eines Lichterlabyrinths beobachten. Später konnte man auch einen Blick in das Domchorstudio, den Probenraum der Grazer Dommusik, werfen, um einen Informationen über die aktuellen Vorhaben zu erhalten.

Lichterlabyrinth im Innenhof des Grazer Priesterseminars

Schweigemarsch für verfolgte Christen

In Wien stand die “Lange Nacht der Kirchen” auch 2019 wieder im Zeichen der verfolgten Christen weltweit. So führte etwa ein Schweigemarsch für die Opfer religiöser Gewalt und Verfolgung durch die Innenstadt.

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Gesellschaft

Ibiza-Video: Anwalt gesteht Mitwirkung

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

ASDF Bild: Screenshot Facebook / HC Strache in seiner persönlichen Erklärung (Bild zugeschnitten)

An strafbaren Handlungen habe er sich aber nicht beteiligt, wie es in einer Stellungnahme seines Anwalts Richard Soyer heißt.

Wien. Laut Ö1 hat ein Wiener Anwalt seine Mitwirkung an dem “Ibiza-Video” mit Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus eingeräumt. “Es handelte sich um ein zivilgesellschaftlich motiviertes Projekt, bei dem investigativ-journalistische Wege beschritten wurden”, hieß es dazu in einer Stellungnahme.

“Verdeckter Kameraeinsatz” zulässig

“Aufgrund der Reaktionen der betroffenen Politiker entfaltete sich in der Folge eine Eigendynamik“, ist in der Stellungnahme, die dem Ö1 übermittelt wurde, zu lesen. Für den Wiener Anwalt seien aber nur “demokratiepolitische und rechtliche Überlegungen” relevant. Er habe sich nicht an strafbaren Handlungen beteiligt. Ein „verdeckter Kameraeinsatz“ sei „zur Aufdeckung von Missständen zulässig und durch die Meinungsfreiheit geschützt“. Aufgrund der anwaltlichen Verschwiegenheit wollte Richard Soyer, Anwalt des Wiener Anwalts, keine weiteren Auskünfte geben. Er erklärte, dass sein Mandant “jedenfalls kein strafbares Verhalten gesetzt” noch “an einem solchen mitgewirkt“ hat.

Kickl kritisiert Ermittlungsarbeit rund um Ibiza-Video

Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) kritisiert die Ermittlungsarbeit der Justiz zum “Ibiza-Video” scharf. “Ist euch eigentlich schon aufgefallen, wie verdächtig ruhig es in Österreich bei den Ermittlungsbehörden ist, wenn es darum geht, die Hintergründe dieses Videos aufzuklären“, fragte Kickl seine FPÖ-Anhänger beim Wahlkampffinish auf dem Wiener Viktor-Adler-Markt. “Warum schlafen alle, wenn es darum geht zu erforschen, wer das Video in Auftrag gegeben hat und wer es finanziert hat”, so Kickl. Das Video bezeichnete er als “Wahlbeeinflussung aus dem Ausland”. Kickl spekulierte über die Hintergründe des Videos. Es käme “von politischen Kräften, die es mit der Freiheitlichen Partei nicht gut meinen”.

Strache erstattet Anzeige gegen drei Personen

Indes erstattete Heinz-Christian Strache bei der Staatsanwaltschaft Wien Anzeige gegen drei Personen. In einer Video-Botschaft auf Facebook bezeichnete er diese nicht namentlich genannten Personen als “mögliche Mittäter” bei der Erstellung des Materials. Auf welche Straftaten sich die Anzeigen beziehen, erwähnte Strache aber nicht. “Alles Weitere zu klären obliegt nun den Ermittlungsbehörden”. Auch hält er “die mögliche Mitwirkung weiterer Personen” für wahrscheinlich. Der zurückgetretene FPÖ-Chef macht die “Veröffentlichung der Bruchstücke eines rechtswidrig und geheim erstellten Videomitschnitts” für den “maximal denkbaren Schaden” verantwortlich, wobei auch er “eine gewisse Mitschuld” trage, so Strache. Denn er war es, der in die Falle getappt und damit “Akteur einer inszenierten Gesprächssituation” wurde.

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