Schleswig-Holstein

Straftaten in Asylunterkunft verheimlicht

In einer Asylunterkunft in Schleswig-Holstein ist es offenbar vermehrt zu Straftaten gekommen, über die nicht berichtet wurde.

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<p>Symbolbild: privat / Die Tagesstimme. </p>

Symbolbild: privat / Die Tagesstimme.

Boostedt. – In der Gemeinde im Süden Schleswig-Holsteins gibt es einen hohen Anstieg an Straftaten innerhalb einer Asylunterkunft. Laut den „Kieler Nachrichten“ wurde die Öffentlichkeit darüber nicht in Kenntnis gesetzt.  Erst im vergangenen Jahr versicherte der Innenminister des Bundeslandes, Hans-Joachim Grote (CDU), die Öffentlichkeit in Zukunft vermehrt über durch Migranten verübte Straftaten aufzuklären. 

117 Straftaten in drei Monaten angezeigt

Wie „die Welt“ berichtet, wurden in genannter Unterkunft im Jahr 2015 33 Straftaten zur Anzeige gebracht, 2017 bereits 126. Nun ist es innerhalb des ersten Quartals 2019 zu 117 Anzeigen gekommen. 

Enthüllungen über die ÖVP

Unter den Straftaten befinden sich Körperverletzungsdelikte, Sachbeschädigungen sowie eine mutmaßliche Vergewaltigung, welche bereits im Januar stattgefunden haben soll. Nicht berücksichtigt sind in der Zahl Verstöße gegen den unerlaubten Aufenthalt.

Bürgermeister nicht über Ermittlungslage informiert

Zur Frage, warum über den Großteil der Vergehen nicht berichtet wurde, äußerte sich ein Sprecher dahingehend, dass die Öffentlichkeit solange nicht informiert würde, bis klare Erkenntnisse vorliegen.

Der Bürgermeister der Stadt, Hartmut König (CDU), teilte am Montagmittag mit, dass er bis auf wenige Ausnahmen nicht von der Polizei über die aktuellen Ermittlungslagen informiert worden sei. 

Messerangriff in Landesunterkunft verschwiegen

Im September des letzten Jahres ist es in der Landesunterkunft der Gemeinde zu einem Angriff eines Asylbewerbers auf seine Frau gekommen. Bereits über dieses Vergehen wurde im Jahr 2018 weder von der Polizei noch von den zuständigen Politikern berichtet.

Später rechtfertigte die Staatsanwaltschaft das Verschweigen der Straftat damit, dass man in Fällen von „familiären Streitigkeiten“ allgemein „nicht regelmäßig“ berichten würde. 

Zeitweise 1200 Migranten in Unterkunft

Nach Bekanntwerden der Straftat äußerte sich der Bürgermeister kritisch in Bezug auf das negative Verhalten der Asylbewerber und forderte die Eröffnung einer weiteren Unterkunft, um die Bewohner großflächiger zu verteilen. 

Zeitweise waren in der Stadt Boostedt, welche nur 4600 Einwohner umfasst, 1200 Migranten in der Unterkunft ansässig.

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