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Welt

Anschlag in Utrecht: Zahl der Toten auf drei gestiegen

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

Bild: Polizeiwagen der Polizei Utrecht / Maurits90 [Public domain], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Bei einem Anschlag in der niederländischen Großstadt Utrecht sind heute mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Die Fahndung nach dem Täter läuft.

Utrecht. In der niederländischen Großstadt sind mehrere Menschen durch Schüsse in einer Straßenbahn verletzt worden. Das teilte die Polizei am Montag auf Twitter mit. Wie mehreren Medienberichten zu entnehmen ist, wurden dabei drei Menschen getötet. Beim flüchtigen Täter handelt es sich demnach um einen in der Türkei geborenen Mann. Die Bürger wurden zunächst angewiesen, ihre Häuser nicht zu verlassen. In Utrecht gilt die höchste Terrorwarnstufe.

Ministerpräsident geht von Anschlag aus

Die Schüsse fielen nach Angaben der Polizei gegen 10.45 Uhr. Der Vorsitzende der niederländischen Behörde für Terrorismusbekämpfung, Pieter‐Jaap Aalbersberg, widersprach bei einer Pressekonferenz, dass Schüsse an mehreren Orten in Utrecht gefallen seien. „Vieles ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, und die lokalen Behörden arbeiten hart daran, alle Fakten zu ermitteln.“

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte sagte bei einer kurzen Pressekonferenz, dass er von einem Anschlag ausgehe. Einen terroristischen Hintergrund schloss er nicht aus. Mittlerweile berichtete der Polizeisprecher Bernard dem niederländischen NOS‐Rundfunk, dass es sich auch um eine Beziehungstat handeln könnte. Nach den Worten von Bürgermeister Jan van Zanen sind drei Menschen ums Leben gekommen. Außerdem seien neun Menschen verletzt worden, drei davon schwer, sagte der Bürgermeister der niederländischen Stadt am Montag in einer Videobotschaft.

Fahndung nach Täter läuft

Derzeit läuft die Fahndung nach dem Täter auf Hochtouren. Es handelt es sich um einen 37‐jährigen Mann, der gebürtiger Türke ist. Die Polizei ruft dazu auf, nicht auf den Mann zuzugehen, sondern umgehend die zuständigen Behörden zu verständigen. Das zuvor gesuchte rote Fluchtfahrzeug wurde bereits entdeckt, allerdings war es verlassen. Ein Reporter des Senders NOS berichtete, dass bei einem weiteren Polizeieinsatz in einem Gebäude auf der anderen Seite des Tatorts angeblich zwei Menschen festgenommen worden seien.

Den Bürgern der Stadt wurde zunächst empfohlen, die Häuser nicht zu verlassen. Weitere Zwischenfälle seien nicht ausgeschlossen gewesen. Auch öffentliche Gebäude waren geschlossen und Personen wurden aufgefordert, vorerst noch in den Gebäuden zu bleiben. Es gab jedoch schon eine erste Entwarnung. Die Einwohner dürfen nun wieder auf die Straße gehen. Die Polizei führt an der deutschen Grenze in Zügen und Straßen Kontrollen durch.

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1 Kommentar

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  1. Avatar

    Peter Lüdin

    19. März 2019 at 12:03

    Ein Alien‐Angriff muss kommen. Erst wenn die Menschen einen gemeinsamen Feind haben halten sie zusammen. Dann geht es nicht mehr Muslime gegen Christen oder Schwarze gegen Weisse, sondern Menschen gegen Ausserirdische. Nur würde die Menschheit das wahrscheinlich nicht überleben.

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Welt

Identität und Demokratie”: Neue patriotische Allianz im EU‐Parlament gegründet

Stefan Juritz

Veröffentlicht

am

ASDF Mitglieder der neuen patriotischen ID-Fraktion. Foto: Facebook-Seite Harald Vilimsky

Mit 73 Abgeordneten stellt die neue ID‐Fraktion die größte patriotische Gruppe im EU‐Parlament. Mit dabei sind auch AfD und FPÖ.

Wien/Brüssel. – Am Mittwoch gründete sich in Brüssel die neue patriotische EU‐Fraktion „Identität und Demokratie – ID”, der auch die österreichische FPÖ angehört. Das gab FPÖ‐Delegationsleiter Harald Vilimsky am Donnerstag in einer Presseaussendung bekannt.

Größte patriotische EU‐Fraktion”

Es ist uns gelungen, einen ersten Schritt hin zu einer Vereinigung des freiheitlich‐konservativ‐patriotischen Lagers im EU‐Parlament zu setzen. Die neue ID‐Fraktion vereinigt nämlich sowohl Delegationen aus der ECR, der EFDD, als auch aus der alten ENF‐Fraktion. Und mit nunmehr 73 Abgeordneten stellen wir die größte patriotische Fraktion im EU‐Parlament“, zeigt sich Vilimsky erfreut.

Ziel der neuen Fraktion sei weder „eine Zerschlagung” noch ein Austritt aus der EU, sondern „die Erzeugung eines notwendigen Reformdrucks auf das europäische Einigungswerk”, wie Vilimsky betont. Als weitere Ziele werden genannt: „echte Subsidiarität”, „Kampf der illegalen Migration”, „mehr direkte Demokratie” sowie der „Erhalt der Vielfalt in Europa auf allen Ebenen”.

Salvini, Le Pen & Co

Der neuen ID‐Fraktion gehören 73 Abgeordnete aus neun Ländern an. Stärkste Kraft ist die italienische Lega von Innenminister Matteo Salvini mit 28 Abgeordneten, gefolgt von Marine Le Pens Rassemblement National aus Frankreich mit 22 Mandataren. Weiters vertreten sind die deutsche AfD (11), die österreichische FPÖ (3), der flämische Vlaams Belang (3) aus Belgien, die Finnen‐Partei (2), die tschechische SPD (2) sowie die Dänische Volkspartei (1) und der estnische EKRE (1).

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Welt

Macron wünscht sich Merkel als EU‐Chefin

Stefan Juritz

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ASDF ActuaLitté [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würde die deutsche Bundeskanzlerin unterstützen, sollte sie EU‐Kommissionspräsidentin werden wollen.

Bisher ist die Nachfolge von EU‐Kommissionspräsident Jean‐Claude Juncker noch nicht geklärt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bringt nun wieder die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Spiel.

Europa braucht Gesichter”

Gegenüber dem Schweizer Sender RTS erklärte Macron, er würde Merkel als neue EU‐Kommissionspräsidentin unterstützen, „wenn sie es machen wollte”.

Europa braucht Gesichter, starke Persönlichkeiten, es braucht Leute, die eine persönliche Glaubwürdigkeit haben und die Kompetenzen, um die Posten auszufüllen”, zitiert die dpa den französischen Präsidenten

Merkel selbst hat einen Wechsel nach Brüssel bereits zuvor ausgeschlossen. Laut eigenen Angaben will sich die Kanzlerin nach ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin aus der Politik zurückziehen.

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Gesellschaft

Vatikan spricht sich gegen „Gendertheorie“ aus

Joshua Hahn

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ASDF Symbolbild: Pixabay [CC0]

In einem offiziellen Dokument warnt der Vatikan vor der „Auslöschung” der Geschlechter.

Rom. – Das Dokument trägt den Titel „Als Mann und Frau schuf er sie“ und wurde am vergangenen Montag vorgestellt. Wie das „Domradio“ berichtet, wird darin scharfe Kritik an der „Gendertheorie“ geübt. Diese sei ein „konfuses Konzept der Freiheit“ und beziehe sich primär auf „momentane Sehnsüchte“ der Betroffenen. Allgemein entspränge der Trend zu den fließenden Übergängen zwischen den Geschlechtern der Postmoderne.

Wie die „Tagesschau“ berichtet, wird die „Gendertheorie“ konkret als Ideologie bezeichnet, welche die „Natur eines Mannes und einer Frau leugnet und eine Gesellschaft ohne geschlechtliche Unterschiede vorsieht“. Dies stehe der „anthropologischen Grundlage“ der Familie klar entgegen, so der Vatikan.

In dem Text ist weiter zu lesen, dass man mit dem Dokument zum Dialog anregen wolle. Und der Vatikan betont auch: Es sei es stets Respekt gegenüber allen Menschen zu lehren und niemand dürfe wegen seins Glaubens oder seiner sexuellen Neigungen verfolgt oder diskriminiert werden.

Kritik von Schwulen und Lesben

Kritik am Dokument folgte rasch. So kritisierte die US‐Organisation „New Ways Ministry“, dass durch das Schreiben lediglich Vorurteile geschürt würden. Auch die Gefahr von „Gewalt gegen Minderheiten“ würde durch solche Aussagen gesteigert werden.

New Ways Ministry” hat ihren Hauptsitz in Maryland und setzt sich für die Rechte von Homo‐, Bisexuellen und Transgender (LGBT) in der katholischen Kirche ein.

Der Vorsitzende der Organisation, Francis DeBernardo, erklärte, es gäbe „Faktoren, die über die Genitalien eines Menschen hinausgingen“. Er plädierte deshalb dafür, dass Menschen vielmehr ihr Geschlecht „entdecken“ sollten, um so die Person zu erkennen, als die sie geschaffen wurden. Der Vatikan fördere durch die Veröffentlichung des Dokuments aktiv „die falsche Lehre“. Er stütze sich auf „Mythen, Gerüchte und Unwahrheiten“.

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