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Nach Attentat in Christchurch: ‚Islamischer Staat’ will Vergeltung

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Der Großteil der Todesopfer des Attentats war in der Al-Nuhr-Moschee im Christchurcher Stadtteil Canterbury zu beklagen. Symbolbild (Masjid Al-Noor, 2006): Wikimedia Commons [CC0]

Wenige Tage nach der unfassbaren Tat eines 28‐jährigen Australiers, der bei einem Anschlag auf zwei Moscheen etwa 50 Menschen tötete, kommt die Ankündigung der Terrormiliz, zurückschlagen zu wollen.

Christchurch. – Wie der Kurier am Dienstagmorgen berichtet, richtete sich
Abu al‐Hassan al‐Muhadschir, ein Sprecher der Terrormiliz IS, in einer Audiobotschaft an die Öffentlichkeit. Die Tötung ihrer Glaubensbrüder nimmt die dschihadistische Gruppe nun zum Anlass, Rache für die Tat vom Freitag nehmen zu wollen. Die Authentizität der Aufnahme ist allerdings noch unklar.

Anführer der Ungläubigen” mit „Krokodilstränen”

Außerdem behauptet der Sprecher der islamistischen Terrorgruppe dabei, den „Anführern der Ungläubigen” – gemeint sind westliche Politiker, ihre „Krokodilstränen” nicht abzukaufen. Den mutmaßlich rechtsterroristisch motivierten Anschlag – Die Tagesstimme berichtete – bezeichnete al‐Hassan al‐Muhadschir dabei als „Massaker”.

Islamismusverdacht: Wirbel um attackierte Moschee

Während die Motiv des Todesschützen Brenton Tarrant (28) weitestgehend klar scheint, kommen gleichzeitig immer mehr pikante Details ans Tageslicht. Diese betreffen die Al‐Nuhr‐Moschee, jenes Gotteshaus, in dem die meisten Todesopfer zu beklagen waren, darunter auch mehrere Kinder.

Wie ein nur mehr in einem Netzabbild verfügbarer Artikel aus dem Jahr 2014 behauptete, sollen sich just in dieser Moschee zwei in Jemen getötete Neuseeländer zu Islamisten radikalisiert haben. Ob dieser Umstand dem Todesschützen geläufig war oder gar seine Auswahl beeinflusste, ist allerdings nicht bekannt.

Verschärfung des Waffenrechts geplant

Die Aufarbeitung der Tragödie hält die neuseeländische Öffentlichkeit weiter in ihrem Bann – und teils drastische Maßnahmen sollen folgen. So geht der südpazifische Staat etwa mit voller Härte gegen Personen vor, welche den Video‐Mitschnitt des Attentats weiter verbreiten. Einem 18‐Jährigen könnten deshalb nun bis zu 14 Jahre Haft drohen.

Weiters möchte Regierungschefin Jacinda Ardern „binnen zehn Tagen” das Waffenrecht weiter verschärfen. Obwohl Neuseeland seit einem Amoklauf im Jahr 1990 bereits ein rigoroses Prozedere zur Erlangung eines Waffenscheins kennt, können damit anschließend beinahe alle Schusswaffen erworben werden. Der Attentäter von Christchurch besaß zumindest fünf seiner Waffen auf legale Weise.


Weiterlesen:

Neuseeland: Dutzende Tote bei Anschlag auf Moschee in Christchurch (15.3.2019)

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Peter Hofmüller

    19. März 2019 at 15:06

    Die größte Gefahr weltweit ist der Islam!
    News???

  2. Avatar

    Peter Lüdin

    19. März 2019 at 19:45

    Ähnlich wie die Tat von A. Breivik. Mit Kriegswaffen auf wehrlose Menschen schiessen. Was für ein Feigling.
    Eine Frage die schon bei A. Breivik aufgeworfen wurde: Wenn man schon derart von Hass erfüllt ist, warum wird dieser nicht zielgerichtet auf die Hassprediger gerichtet, die in den Moscheen zum Kampf und Mord gegen Andersgläubige aufrufen?

  3. Avatar

    Zickenschulze

    20. März 2019 at 14:56

    Von nichts kommt nichts.

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Welt

Frontex: Drohnen‐Video zeigt mutmaßliche Schlepper in Aktion

Monika Šimić

Veröffentlicht

am

ASDF Symbolbild: Migranten im Mittelmeer / Mstyslav Chernov/Unframe [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Italienische Behörden beschlagnahmten das Schiff und nahmen die mutmaßlichen Schlepper fest.

Vor zwei Tagen veröffentlichte die Europäische Grenz‐ und Küstenwache Frontex auf ihrem offiziellen Twitter‐Account ein Drohnen‐Video, das einen Fischdampfer mit einem angehängten Fischerboot zeigt. Mitarbeiter wunderten sich offenbar darüber, dass der Dampfer ein leeres Holzboot hinter sich her zog. Die Vermutung der Frontex-Experten, die das Schiff aus der Luft entdeckt hatten, bestätigte sich dann nach wenigen Stunden. Laut Frontex befanden sich 80 Menschen unter Deck des Fischdampfers. Im Video ist zu sehen, wie diese später auf das zuvor noch leere Fischerboot gequetscht werden.

Boot beschlagnahmt, mutmaßliche Schlepper verhaftet

Nachdem alle Migranten auf das Boot geladen wurden, wurde das verbindende Seil gelöst. Frontex spricht hier von einem „Mutterschiff”, das von Kriminellen genutzt werde, um große Gruppen von Migranten über das Meer zu bringen. Laut eigenen Angaben informierte die Grenzschutzbehörde später sowohl die italienischen als auch die maltesischen Behörden über diese illegale Aktion. Italienische Behörden konnten das Boot daraufhin abfangen und sieben mutmaßliche Schlepper festnehmen. Auch das „Mutterschiff” sei beschlagnahmt worden. Gegenüber der Bild-Zeitung erklärte Frontex-Sprecherin Ewa Moncure, dass nach ein paar Stunden auch die „flüchtenden Menschen aufgefangen werden” konnten.

Wie Frontex auf Twitter schreibt, kommen die meisten Migranten, die sich auf dem Boot befanden, aus Bangladesch, Libyen und Marokko.

Sea‐Watch operiert weiter

Unterdessen operiert die deutsche Mittelmeer‐NGO Seawatch weiter. Trotz Italiens Politik der „geschlossenen Häfen” ist die NGO mit niederländischer Flagge in internationalen Gewässern vor Lampedusa unterwegs und nimmt weiter Migranten auf. Sollte das NGO‐Schiff einen italienischen Hafen erreichen, drohen die Konfiszierung und eine Geldstrafe von 50.000 Euro. Aktuell versucht man von Italien die Aufnahme von 42 Migranten, die sich auf der „Sea‐Watch 3” befinden, zu bewirken. Dafür wendete sich die Organisation sogar an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Der EGMR kann Italien auffordern, „dringende Maßnahmen” zu ergreifen, um „gravierende Menschenrechtsverletzungen” zu verhindern.

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Identität und Demokratie”: Neue patriotische Allianz im EU‐Parlament gegründet

Stefan Juritz

Veröffentlicht

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ASDF Mitglieder der neuen patriotischen ID-Fraktion. Foto: Facebook-Seite Harald Vilimsky

Mit 73 Abgeordneten stellt die neue ID‐Fraktion die größte patriotische Gruppe im EU‐Parlament. Mit dabei sind auch AfD und FPÖ.

Wien/Brüssel. – Am Mittwoch gründete sich in Brüssel die neue patriotische EU‐Fraktion „Identität und Demokratie – ID”, der auch die österreichische FPÖ angehört. Das gab FPÖ‐Delegationsleiter Harald Vilimsky am Donnerstag in einer Presseaussendung bekannt.

Größte patriotische EU‐Fraktion”

Es ist uns gelungen, einen ersten Schritt hin zu einer Vereinigung des freiheitlich‐konservativ‐patriotischen Lagers im EU‐Parlament zu setzen. Die neue ID‐Fraktion vereinigt nämlich sowohl Delegationen aus der ECR, der EFDD, als auch aus der alten ENF‐Fraktion. Und mit nunmehr 73 Abgeordneten stellen wir die größte patriotische Fraktion im EU‐Parlament“, zeigt sich Vilimsky erfreut.

Ziel der neuen Fraktion sei weder „eine Zerschlagung” noch ein Austritt aus der EU, sondern „die Erzeugung eines notwendigen Reformdrucks auf das europäische Einigungswerk”, wie Vilimsky betont. Als weitere Ziele werden genannt: „echte Subsidiarität”, „Kampf der illegalen Migration”, „mehr direkte Demokratie” sowie der „Erhalt der Vielfalt in Europa auf allen Ebenen”.

Salvini, Le Pen & Co

Der neuen ID‐Fraktion gehören 73 Abgeordnete aus neun Ländern an. Stärkste Kraft ist die italienische Lega von Innenminister Matteo Salvini mit 28 Abgeordneten, gefolgt von Marine Le Pens Rassemblement National aus Frankreich mit 22 Mandataren. Weiters vertreten sind die deutsche AfD (11), die österreichische FPÖ (3), der flämische Vlaams Belang (3) aus Belgien, die Finnen‐Partei (2), die tschechische SPD (2) sowie die Dänische Volkspartei (1) und der estnische EKRE (1).

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Macron wünscht sich Merkel als EU‐Chefin

Stefan Juritz

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ASDF ActuaLitté [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würde die deutsche Bundeskanzlerin unterstützen, sollte sie EU‐Kommissionspräsidentin werden wollen.

Bisher ist die Nachfolge von EU‐Kommissionspräsident Jean‐Claude Juncker noch nicht geklärt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bringt nun wieder die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Spiel.

Europa braucht Gesichter”

Gegenüber dem Schweizer Sender RTS erklärte Macron, er würde Merkel als neue EU‐Kommissionspräsidentin unterstützen, „wenn sie es machen wollte”.

Europa braucht Gesichter, starke Persönlichkeiten, es braucht Leute, die eine persönliche Glaubwürdigkeit haben und die Kompetenzen, um die Posten auszufüllen”, zitiert die dpa den französischen Präsidenten

Merkel selbst hat einen Wechsel nach Brüssel bereits zuvor ausgeschlossen. Laut eigenen Angaben will sich die Kanzlerin nach ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin aus der Politik zurückziehen.

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