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Welt

Nach Attentat in Christchurch: ‚Islamischer Staat’ will Vergeltung

Julian Schernthaner

Veröffentlicht

am

Wenige Tage nach der unfassbaren Tat eines 28-jährigen Australiers, der bei einem Anschlag auf zwei Moscheen etwa 50 Menschen tötete, kommt die Ankündigung der Terrormiliz, zurückschlagen zu wollen.

Christchurch. – Wie der Kurier am Dienstagmorgen berichtet, richtete sich
Abu al-Hassan al-Muhadschir, ein Sprecher der Terrormiliz IS, in einer Audiobotschaft an die Öffentlichkeit. Die Tötung ihrer Glaubensbrüder nimmt die dschihadistische Gruppe nun zum Anlass, Rache für die Tat vom Freitag nehmen zu wollen. Die Authentizität der Aufnahme ist allerdings noch unklar.

Anführer der Ungläubigen” mit „Krokodilstränen”

Außerdem behauptet der Sprecher der islamistischen Terrorgruppe dabei, den „Anführern der Ungläubigen” – gemeint sind westliche Politiker, ihre „Krokodilstränen” nicht abzukaufen. Den mutmaßlich rechtsterroristisch motivierten Anschlag – Die Tagesstimme berichtete – bezeichnete al-Hassan al-Muhadschir dabei als „Massaker”.

Islamismusverdacht: Wirbel um attackierte Moschee

Während die Motiv des Todesschützen Brenton Tarrant (28) weitestgehend klar scheint, kommen gleichzeitig immer mehr pikante Details ans Tageslicht. Diese betreffen die Al-Nuhr-Moschee, jenes Gotteshaus, in dem die meisten Todesopfer zu beklagen waren, darunter auch mehrere Kinder.

Wie ein nur mehr in einem Netzabbild verfügbarer Artikel aus dem Jahr 2014 behauptete, sollen sich just in dieser Moschee zwei in Jemen getötete Neuseeländer zu Islamisten radikalisiert haben. Ob dieser Umstand dem Todesschützen geläufig war oder gar seine Auswahl beeinflusste, ist allerdings nicht bekannt.

Verschärfung des Waffenrechts geplant

Die Aufarbeitung der Tragödie hält die neuseeländische Öffentlichkeit weiter in ihrem Bann – und teils drastische Maßnahmen sollen folgen. So geht der südpazifische Staat etwa mit voller Härte gegen Personen vor, welche den Video-Mitschnitt des Attentats weiter verbreiten. Einem 18-Jährigen könnten deshalb nun bis zu 14 Jahre Haft drohen.

Weiters möchte Regierungschefin Jacinda Ardern „binnen zehn Tagen” das Waffenrecht weiter verschärfen. Obwohl Neuseeland seit einem Amoklauf im Jahr 1990 bereits ein rigoroses Prozedere zur Erlangung eines Waffenscheins kennt, können damit anschließend beinahe alle Schusswaffen erworben werden. Der Attentäter von Christchurch besaß zumindest fünf seiner Waffen auf legale Weise.


Weiterlesen:

Neuseeland: Dutzende Tote bei Anschlag auf Moschee in Christchurch (15.3.2019)

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Peter Hofmüller

    19. März 2019 at 15:06

    Die größte Gefahr weltweit ist der Islam!
    News???

  2. Avatar

    Peter Lüdin

    19. März 2019 at 19:45

    Ähnlich wie die Tat von A. Breivik. Mit Kriegswaffen auf wehrlose Menschen schiessen. Was für ein Feigling.
    Eine Frage die schon bei A. Breivik aufgeworfen wurde: Wenn man schon derart von Hass erfüllt ist, warum wird dieser nicht zielgerichtet auf die Hassprediger gerichtet, die in den Moscheen zum Kampf und Mord gegen Andersgläubige aufrufen?

  3. Avatar

    Zickenschulze

    20. März 2019 at 14:56

    Von nichts kommt nichts.

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Welt

New York: Bürgermeister will BLM-Schriftzug vor Trump-Hochhaus malen

Julian Schernthaner

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am

Der Nachlauf der Unruhen in mehreren US-Städten im Zuge der „Black Lives Matter”-Proteste droht immer mehr zum politischen Hickhack zu werden.

New York. – Nachdem bereits in der Nähe des Weißen Hauses, dem Präsidentensitz in Washington DC, ein gelber „Black Lives Matter”-Schriftzug  prangt, wollte die Millionenmetropole an der Ostküste nachziehen. Der demokratische Bürgermeister Bill de Blasio, der selbst mit einer schwarzen Frau verheiratet ist, möchte dieselben Worte auf die Fifth Avenue malen lassen – und zwar direkt vor den „Trump Tower”, dem ältesten Wolkenkratzer des Familienunternehmens des Präsidenten.

Polizisten wurde das Budget gekürzt

Daraufhin hinterfragte US-Präsident Donald Trump auf Twitter die Prioritäten des liberalen Stadtchefs. Er verwies dabei, dass die Stadt gleichzeitig das Budget für ihre Polizei um 1 Mrd. Dollar (etwa 890 Mio. Euro) beschneide. Dies würde gerade auch die Polizisten weiter beleidigen, welche sich an „fürchterliche Parolen” wie „Pigs in a Blanket, Fry ‚Em Like Bacon” [unübersetzbares Wortspiel mit dem Wort ‚Schwein’, die direkte Übersetzung wäre „Würstchen im Schlafrock, röstet sie wie Speck”, Anm. d. Red.] sicherlich erinnern würden.

Er hofft nun, dass die „großartige Polizei”, welche „von einem Bürgermeister, der sie hasst und geringschätzt, neutralisiert und verschmäht” worden seien, sich dafür einsetzen würden, „dass dieses Symbol des Hasses nicht auf New York’s schönster Straße angebracht wird”. Die Politik in seiner eigentlichen Heimatstadt solle die dafür notwendige Geldsumme lieber für den Kampf gegen das Verbrechen einsetzen.

Bürgermeister unterstellt Trump Rassismus

Es wären aber nicht die tief gespaltenen USA, wenn ihm diese Äußerungen im Wahlkampfjahr nicht den üblichen Gegenwind einbrächten. De Blasio reagierte, indem er Trump unterstellte, die Sache nicht zu verstehen. Er schrieb: „Schwarze Menschen erbauten die Fifth Avenue und so viel dieser Nation. Ihr ‚Luxus’ kommt aus DEREN Arbeitskraft, für die sie nie gerechte Entschädigung bekamen. Wir ehren sie. Dass Sie darin eine Verunglimpfung ihrer Straße sehen, ist genau die Definition von Rassismus”.

Dem ORF zufolge wies eine die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, den Rassismus-Vorwurf später bei einer Pressekonferenz zurück. Trump finde sehr wohl, dass auch alle schwarzen Leben wichtig seien. Allerdings kritisiere er die „Black Lives Matter”-Bewegung als Organisation, die „hasserfüllte Botschaften” sende.


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USA: Polizei räumt autonome Zone „CHAZ”

Monika Šimić

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Die Räumung der „autonomen Zone” in Seattle war bereits vor etwa einer Woche angekündigt worden.

Seattle. – Die Polizei hat eigenen Angaben  zufolge in der US-Großstadt Seattle mit der Auflösung einer im Zuge der „Black Lives Matter”-Proteste errichteten „autonomen Zone”, der „Capitol Hill Autonomous Zone” (CHAZ), begonnen. Die Polizei von Seattle wird heute in dem Gebiet sein und die Anweisung der Bürgermeisterin durchsetzen“, twitterte die Polizei am frühen Morgen. Die Behörde berichtete daraufhin von mindestens 13 Festnahmen von Personen, die die Gegend nicht freiwillig verlassen wollten.

Zwischenfälle am Wochenende

Die Bürgermeisterin von Seattle, Jenny Durkan, hatte die Auflösung der „autonomen Zone”, in der die Polizei „unerwünscht” ist, vor gut einer Woche angekündigt. Es sei an der Zeit, die Ordnung wiederherzustellen. Durkans Ankündigung kommt nach Zwischenfällen am Wochenende. Ein 19-Jähriger war in der Nacht auf Samstag erschossen worden. Am Sonntag fielen erneut Schüsse, eine Person wurde laut Polizei verletzt.

Kritik von Trump

Anfang Juni hatten Demonstranten unweit des Kapitols in der Innenstadt mehrere Straßenzüge besetzt, die Polizei zog daraufhin aus einer dort gelegenen Wache ab. US-Präsident Donald Trump ist die Situation ein Dorn im Auge. Er warf Durkan und dem Gouverneur des Bundesstaates Washington Untätigkeit vor und forderte mehrfach, dass sie die Kontrolle über die Stadt zurückerlangen müssten. „Nehmt JETZT  eure Stadt zurück. Wenn ihr es nicht tut, werde ich es tun. Das ist kein Spiel”, twitterte der Präsident Mitte Juni.

Er verlangte zudem, „hässliche Anarchisten” unverzüglich zu stoppen. Zuvor hatte er geschrieben, „inländische Terroristen” hätten in Seattle an der Westküste die Kontrolle übernommen.


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USA: Senatoren wollen Truppenabzug aus Deutschland verhindern

Joshua Hahn

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Kurz nachdem US-Präsident Donald Trump bekannt gab, eines seiner zentralen Wahlkampfversprechen einlösen zu wollen, kündigen mehrere Senatoren Widerstand an.

Washington, D.C. – Sowohl Demokraten als auch Republikaner sehen im Truppenabzug aus Deutschland ein Problem. Wie unter anderem „n‑tv“ berichtet, sagte der Republikaner Romney, der Truppenabzug sei ein „Geschenk für Russland“ – „und das ist das letzte, was wir tun sollten“. Unlängst hatte Trump angekündigt, etwa 10.000 Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen. Auch Demokraten kritisieren den Schritt. Chris Coons erklärte laut Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung”, der Abzug mache „Amerika kein bisschen sicherer“. Jeanne Shaheen, ebenfalls aus dem demokratischen Lager, sieht in der Stationierung von amerikanischen Truppen auf deutschem Boden ein „beidseitiges Interesse“, welches bewahrt werden müsse.

Kongress könnte Geld verweigern

Da Trump der Oberbefehlshaber der amerikanischen Armee ist, kann er prinzipiell im Alleingang entscheiden, die Truppen abzuziehen. Da das Unternehmen jedoch teuer sein wird, muss der Kongress die finanziellen Mittel bewilligen. Dies wird im Normalfall nur dann getan, wenn die Kongressmitglieder der Auffassung sind, dass ein solcher Abzug der Sicherheit Amerikas zuträglich ist. Weil dies offenbar parteiübergreifend nicht der Fall ist, dürfte sich die Bewilligung schwierig gestalten. Über genauere Pläne und Absprachen der Parteien lässt es sich derzeit lediglich spekulieren.

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